IHP NachrichtenDonnerstag 15.Januar 2026
(IHP) Nachfolgend aktuelle Nachrichten, offizielle Mitteilungen, Spieltags-Vorberichte und Spielberichte von Mittwoch und Donnerstag mit insgesamt elf Beiträgen aus der Oberliga Süd und Oberliga Nord, sowie aus der Bayernliga, Bezirksliga Bayern, Baden-Württemberg-Liga, Regionalliga West und Central European Hockey League.
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Erding GladiatorsDEGGENDORF UND SELB ALS NÄCHSTE HERAUSFORDERER (OLS) Am kommenden Wochenende wartet auf die Erding Gladiators ein echtes Hammerprogramm: Am Freitag (20 Uhr) gastiert die Daffner-Truppe zunächst beim überragenden Tabellenführer Deggendorfer SC, ehe am Sonntag (18 Uhr) in der Stadtwerke Erding Arena mit den Selber Wölfen ein weiteres Spitzenteam seine Visitenkarte in der Herzogstadt abgibt. Zum Auftakt des Wochenendes gastiert die Daffner-Truppe beim Tabellenführer Deggendorfer SC. Die Niederbayern stehen mit 91 Punkten aus 37 Spielen souverän an der Spitze, stellen mit 193 Toren die mit Abstand torgefährlichste Offensive der Liga und gelten ligaweit als „Übermannschaft“. Der DSC-Kader ist gespickt mit Stars, allen voran die Jackson-Zwillinge: Dylan Jackson (77 Punkte) und Ty Jackson (76 Punkte) gehören zu den absoluten Ausnahmekönnern der Liga und dominieren die Scorerliste. Dahinter sorgen Spieler wie Harrison Roy, Petr Stloukal oder Dante Hahn für weitere Offensivpower, während die Defensive um Brett Humberstone, Ondrej Pozivil und Niklas Heinzinger sowie Torhüter Timo Pielmeier (über 91% Fangquote) für Stabilität sorgt. Trotz der klaren Favoritenrolle der Gastgeber reist Erding mit einem positiven Gedanken nach Deggendorf: Beim letzten Auftritt konnte man sensationell mit 4:2 gewinnen. Zudem werden die Gladiators von drei Fanbussen begleitet, was für lautstarke Unterstützung von den Rängen sorgen dürfte. Um erneut für eine Überraschung zu sorgen, braucht es aus Erdinger Sicht eine nahezu perfekte Leistung: kompakt stehen, die gefährlichen Deggendorfer Reihen so gut wie möglich einbremsen, Strafzeiten vermeiden und jede sich bietende Chance eiskalt nutzen. Am Sonntag (18 Uhr) kommt es in der Stadtwerke Erding Arena zum nächsten Härtetest: Zu Gast sind die Selber Wölfe, die sich nach dem Abstieg aus der DEL2 eindrucksvoll in der Oberliga etabliert haben. Mit 72 Punkten aus 37 Spielen rangieren die Franken in der Spitzengruppe und punkten äußerst konstant. Unter Coach Felix Schütz präsentieren sich die Wölfe mit sehr ausgeglichenen Reihen. Offensiv ragen Christopher Schutz (53 Punkte), Niko Lahtinen (45 Punkte) und Erik Nemec (38 Punkte) heraus, dazu kommen starke Playmaker wie Thomas Gauch, Lois Spitzner und Richard Gelke. In der Defensive sorgen Spieler wie Dominik Müller, Stephan Tramm oder Kende Kassay-Kezi für Stabilität, während Torhüter Michel Weidekamp mit einer Fangquote von über 91 Prozent einer der besten Goalies der Liga ist. Selb wird alles daransetzen, auch in der Herzogstadt zu punkten, um den Platz in der oberen Tabellenregion zu festigen. Für die Gladiators, die aktuell mit 34 Punkten auf Rang 13 liegen, sind beide Partien wichtig, um die Pre-Playoff-Hoffnungen im Rennen zu bleiben. Entscheidend wird sein, an das kompakte, einfache und leidenschaftliche Eishockey anzuknüpfen, das zuletzt etwa in Memmingen über weite Strecken zu sehen war – getragen von der Unterstützung der Fans, die an diesem Wochenende einmal mehr zum Faktor werden können.
Hannover ScorpionsScorpions trauern um Jason Lafrenière (OLN) Völlig überraschend erhielten die Scorpions am Dienstag 13.01. die Nachricht vom plötzlichen Tod Ihres ehemaligen Eishockeyspielers Jason Lafrenière. Der geborene Kanadier wurde nur 59 Jahre alt und spielte in der Zeit von 1997 bis 1999 in dem gerade in die DEL aufgestiegenen Scorpions Kader mit der #15. Jason war ein herausragender Eishockeyspieler, ein außergewöhnlich liebenswerter Mensch an den alle die ihn kannten nur positive Erinnerungen haben. Die Scorpions werden zu Beginn des Heimspiels am Freitag gegen Leipzig in einer Schweigeminute Seiner gedenken.
Ice Dragons HerfordIce Dragons im Endspielmodus - Herford dreimal gegen direkte Konkurrenz (OLN) Fünf Tage, drei Spiele, neun Punkte zu vergeben – der Herforder Eishockey Verein steht vor drei äußerst wichtigen Spielen in der Oberliga Nord Hauptrunde. Nachdem die Ice Dragons am vergangenen Sonntag spielfrei waren und die Möglichkeit der Regeneration nutzten, geht es im ersten Teil der Saison für die Nordstaffel auf die Zielgerade. Zwar durften die Ostwestfalen Blessuren und Erkrankungen für einige Tage auskurieren, allerdings musste man mit ansehen, wie die direkte Konkurrenz derweil Punkte einfuhr. So findet sich das Herforder Team vor dem Endspurt auf Platz 11 wieder und die Spiele gegen Rostock (10.), Herne (9.) und Erfurt (8.) haben für die Ice Dragons im Hinblick auf die ab Februar anstehende Zwischenrunde fast schon Endspielcharakter. Obwohl der HEV in der intensiven Zeit rund um die Feiertage 13 Zähler aus 10 Spielen holte, ist der Rückstand auf den PlayOff-Platz 8 auf nunmehr 15 Zähler angewachsen. Doch Aufgeben ist in Herford keine Option. Die Mannschaft von Chefcoach Henry Thom bewies zuletzt eine Menge Moral, ließ sich auch von personellen Rückschlägen aufgrund von Verletzungen oder Erkrankungen nicht unterkriegen und kämpfte um jeden Zentimeter Eis. Nimmt man sämtliche Vereine ab Platz 7 der Tabelle, so machten die Ostwestfalen gegen jeden Konkurrenten Boden gut, wobei der Tabellenachte Erfurt ebenfalls 13 Zähler seit dem 19. Dezember holte. „Wir wollen weiter punkten“, so die ausgegebene Devise von Henry Thom für alle weiteren Saisonpartien. Am Freitag spielen die Ostwestfalen ab 20.00 Uhr an der Ostsee. Bei den Rostock Piranhas trifft man auf den direkten Tabellennachbarn und hat die Gelegenheit mit einem Sieg nach regulärer Spielzeit Platz 10 zu erobern. Kein leichtes Unterfangen, wie bereits Duell 1 bei den Raubfischen gezeigt hat. Beim 0:5 machte der HEV Ende November sein bislang schwächstes Saisonspiel und so will man nun einiges gut machen. Am Sonntag ist wieder Heimspiel in der Drachenhöhle. Ab 18.30 Uhr sind die Herner EV Miners zum HEV-Duell zu Gast in der imos Eishalle „Im Kleinen Felde“. Noch so ein Spiel, an das man keine guten Erinnerungen hat. Ende Oktober gab es für die Ice Dragons im ersten Aufeinandertreffen in Herford ein wildes Spiel, das nach früher 2:0-Führung noch mit 4:5 verloren wurde. Ein Sieg gegen den Tabellenneunten geht für die Ice Dragons nur über eine hochkonzentrierte Leistung bis zur Schlusssirene. Genau diese will man seinen Fans in der Drachenhöhle bieten. Bereits am Dienstag geht es für die heimischen Kufencracks weiter mit den „Endspielen“. Die Gastgeber der TecArt Black Dragons Erfurt stehen derzeit in der Tabelle dort, wo Rostock, Herne und natürlich auch das Herforder Team Anfang März nach Abschluss der Zwischenrunde stehen wollen – auf dem PlayOff-Platz 8. An die Eishalle Erfurt denken die Eisdrachen gerne zurück. Mit 7:2 siegte Herford bei den Black Dragons und in der Hansestadt hätte man nichts dagegen, wenn erneut drei Zähler eingefahren würden. Fünf Tage mit drei „Endspielen“ – für Spannung ist gesorgt. Tickets für das Sonntagsspiel gegen Herne gibt es online unter https://tickets-ice-dragons.reservix.de sowie an der Abendkasse, die mit Einlassbeginn ab 17.30 Uhr öffnet. Aufgrund der hohen Kartennachfrage empfehlen die Verantwortlichen des Herforder Eishockey Vereins die Nutzung der Vorverkaufsmöglichkeit, um lange Warteschlangen zu verhindern. Zudem werden die Begegnungen live auf www.sprade.tv übertragen.
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| Zwei scheinbar lösbare Aufgaben für den EHC Königsbrunn (BYL) Am vergangenen Spieltag eroberte sich der EHC Königsbrunn die Tabellenführung und hat nun am Wochenende zwei scheinbar leichtere Aufgaben auf dem Schirm. Zunächst geht es am Freitag ab 20 Uhr auswärts gegen die "Mammuts" der EA Schongau. Am Sonntag muss der EHC in der heimischen Pharmpur EISARENA gegen die "Wild Lions" des ERSC Amberg antreten, Anpfiff ist ab 18 Uhr. Die EA Schongau belegt aktuell den zwölften Tabellenplatz und straft einige Experten Lügen, die die Mammuts schon vor Saisonbeginn als Schlusslicht der Liga prognostizierten. Das Hinspiel Ende November im heimischen Stadion konnte Königsbrunn nur mit viel Mühe für sich entscheiden. Nach einem schläfrigen ersten Drittel lag der EHC schon mit 0:2 im Rückstand, konnte die Partie aber noch drehen und siegte am Ende mit 4:2, der letzte Treffer war ein Empty Net Goal. Schongau hat seit der letzten Begegnung nachgelegt, so wechselte im Dezember unter anderem der 27-jährige Kanadier Grayden Gottschalk und der 32-jährige Dennis Gulda zu den Mammuts, um die Offensive zu stärken. Wenn man nur die Rückrunde betrachten würde, wäre der EHC Königsbrunn auf dem siebten Tabellenrang und nur zwei Plätze vor Schongau. Die Brunnenstädter sollten also gewarnt sein, diesen Gegner auf die leichte Schulter zu nehmen. Der ERSC Amberg ist seit letztem Wochenende auf den letzten Tabellenrang gerutscht und hat mit dem bisherigen Kellerkind Burgau die Plätze getaucht. Damit hätte vor Saisonbeginn wohl niemand gerechnet, es zeigt aber auch die Stärke der Liga, in der Jeder Jeden schlagen kann. Wie schon gegen Schongau legte der EHC in der Vorrunde in Amberg einen Fehlstart hin und lag schon nach 36 Sekunden zurück. Am Ende sprang dann aber trotzdem noch ein mühsamer Sieg gegen die Wild Lions heraus, der EHC gewann die Partie mit 5:2. Zuletzt hat auch Amberg beim Kader nachgelegt, vom Oberligisten Passau wechselte der 22-jährige Deutsch-Tscheche Matej Giesl nach Amberg und soll im Angriff für mehr Gefahr sorgen. Er kam schon in der DEL2 zu 26 Einsätzen bei Regensburg und bringt höherklassige Erfahrung mit. 67 Einsätze in der DEL2 kann auch Neuzugang Max Gimmel vorweisen, der aus Selb kam und zuletzt in der Defensive für mehr Stabilität sorgen soll. Die Mannschaft von Trainer Christian Zessack wird in Königsbrunn alles geben, um endlich wieder in die Erfolgsspur zu kommen. In beiden Begegnungen sind die Brunnenstädter Favorit, Coach Bobby Linke warnt aber nachdrücklich davor, beide Kontrahenten nicht ernst zu nehmen: „Schongau spielt dieses Jahr eine solide Saison und wird jede Chance nutzen wollen, doch noch einen Pre-playoff Platz zu ergattern. Wir dürften gewarnt sein, die Mammuts auf die leichte Schulter zu nehmen. Noch dazu besitzen sie in meinen Augen eine sehr gute Offensive, die wir unbedingt in den Griff bekommen müssen. Es haben schon ein paar Topteams in Schongau Federn lassen und wir wollen nicht die Nächsten sein. Am Sonntag kommt die Überraschungsmannschaft des Jahres im negativen Sinne nach Königsbrunn. Amberg hat extreme Probleme mit Ausfällen gehabt und ist so in einen Strudel geraten, aus dem man als Team nicht so einfach rauskommt. Nichtsdestotrotz haben sie immer noch sehr gute Einzelspieler in ihrem Kader und es ist mit Sicherheit nur eine Frage der Zeit, wann sie ihr Potential als Team wieder auf das Eis bringen. Wir werden diese Woche wieder hart trainieren, um uns fitnesstechnisch wieder auf Vordermann zu bringen. Leider gibt es wieder verletzungsbedingte Ausfälle zu beklagen, allerdings sollten diese bis zu den Playoffs auskuriert sein.“
Torreiches Spiel zum Jahresauftakt geht an Gebensbach – Unterschied zu Spitzenteam macht sich in den wichtigen Momenten bemerkbar (BBZL) Die Erste des Münchner EK startet mit einer Niederlage in das Kalenderjahr 2026. Beim ESV Gebensbach brachten die Landeshauptstädter bei der 9-5 (3-2, 1-1, 5-2) Niederlage eine beherzte Leistung aufs Eis, allerdings zeigte sich in entscheidenden Zeitpunkten einmal mehr, was die Münchner aktuell von einem Top-Team der Liga unterscheidet. Wenig Rost trotz langer Pause Bevor sich das Luchsrudel auf den Weg nach Dorfen machte, stand eine große Frage im Raum – wie würde sich die zweiwöchige Trainingspause auf das Spiel der Münchner auswirken? Während die Gäste einige trainingsfreie Tage hinter sich hatten, war für die Mannschaft des ESV Gebensbach das absolute Gegenteil der Fall. Für den Tabellenzweiten war das Heimspiel gegen den MEK das vierte Punktspiel in acht Tagen. Würden die Gastgeber den Schwung der drei zuvor gewonnenen Partien in das Sonntagsmatch mitnehmen und die Luchse schon früh in die Schranken weisen? Dies war mitnichten der Fall. Das Team von Markus Kiefl, der zum ersten Mal seit sehr langer Zeit personell nahezu aus den Vollen schöpfen konnte, präsentierte sich spritzig und brachte die richtige EInstellung aufs Eis. Mit aggressivem Forecheck wurde den Hausherren das Spiel erschwert, und in der fünften Minute belohnten sich die Luchse erstmals für ihre Mühen. Simon Klopstock spielte einen Pass zu Andreas Steer, dieser legte in Richtung hoher Slot zu Dmitrii Paramonov ab, und der russische Verteidiger versenkte die Scheibe zum überraschenden, aber nicht unverdienten Führungstreffer für die Gäste. Anstatt den Schwung des Führungstreffers schwächten sich die Luchse jedoch in den nächsten Minuten selbst. Auf die erste Strafzeit des Abends gegen den MEK folgte eine weitere Strafe wegen Spielverzögerung, und wer die zweitbesten Offensive der Bezirksliga Mitte zu lange mit einem Mann mehr agieren lässt, wird nicht lange auf seine Bestrafung warten müssen. Ex-Luchs Florian Sonnengruber lochte in der zehnten Minute zum 1-1 ein und brachte damit auch seine Mannschaft erstmals auf das Scoreboard. Nun waren auch die Gastgeber erwacht und zeigten, warum sie bis auf eine denkbar knappe Niederlage gegen den EHC Waldkraiburg 1B noch keinen einzigen Punkt abgegeben hatten. Gerade mal eine Minute war nach dem Ausgleich vergangen, und schon war das zweite Tor gefallen. Diesmal war es Landesliga-Rückkehrer Lukas Piller, der Jens Berger überwinden und sein Team in Führung bringen konnte. Die Luchse zeigten jedoch Resilienz, gaben sich nicht auf und kämpften sich zurück in die Begegnung. Sascha Günzel und Simon Klopstock stellten ihr blindes Verständnis in der 15. Minute einmal mehr unter Beweis. Sascha bedient Kloppo, Kloppo bringt die Scheibe aufs Tor, und Manuel Hammerlindl war zum zweiten Mal an diesem Abend überwunden. Leider fiel die gute Arbeit in der Offensive jedoch wieder einem Lapsus in der Defensive zum Opfer. Der lettische Goalgetter Matiss Pumpurs betrat das Münchner Drittel, und die Münchner Defensive nahm sich mit freundlichem Beschuss selbst aus dem Spiel. Ein Abwehrspieler screente den anderen, beide Luchse purzelten auf den Boden, und Pumpurs hatte alle Zeit der Welt, Jens Berger im Münchner Tor auszuschauen und rechtzeitig vor der Drittelpause wieder auf 3-2 zu stellen. Kurioser Ausgleich und Jens in der Brandung halten Luchse im Spiel Der Mittelabschnitt startete mit einem Überzahlspiel für die Luchse, und das Überzahlspiel der Luchse endete mit dem Treffer zum erneuten Ausgleich. Maximilian Deutzmann brachte einen Schuss auf das gegnerische Gehäuse, und eigentlich hatte die gegnerische Abwehr bereits die Chance, die Situation zu bereinigen. Leider machte die gegnerische Abwehr die Rechnung jedoch ohne Tobias Treichl. Ein Gebensbacher Abwehrspieler wollte die Scheibe aus dem eigenen Drittel prügeln, traf den Münchner Stürmer jedoch am Unterschenkel. Von dort prallte die Linie in die andere Richtung ab und landete hinter dem sichtlich irritierten ESV-Goalie Hammerlindl zum 3-3 Ausgleich im Tor. Auf das erfolgreiche Powerplay folgten zwei weitere Überzahlspiele, in dem die Landeshauptstädter jedoch nicht mehr allzu gefährlich vor das Gebensbacher Tor kamen. Kurz vor Ablauf der zweiten Strafe erhielten die Hausherren einen Breakaway in Unterzahl, Leon Axtner konnte sein Gegenspieler nur noch per Foul stoppen, und so folgte ein Überzahlspiel für die Gemschbecker. In diesem wurde das Münchner Tor nur so mit Schüssen eingedeckt, doch viele geblockte Schüsse sowie starke Saves von Jens Berger vereitelten Chance um Chance. Eine Sekunde nach Ende des Unterzahlspiels war jedoch auch der stark aufspielende Münchner Goalie machtlos. Nachdem Florian Panthaler und Lukas Piller mit ihren Versuchen scheiterten, war Matiss Pumpurs im dritten Versuch endlich erfolgreich und brachte seine Farben in der 30. Minute wieder in Führung. Die verbleibenden zehn Minuten des Mittelabschnitts standen komplett im Zeichen der offensivstarken Gastgeber. Der ESV ließ die Scheibe laufen und erspielte sich Chance um Chance, biss sich jedoch die Zähne an Jens Berger aus. Der Münchner Torwart war in dieser Phase der Fels in der Brandung für seine Mannschaft und brachte die gegnerischen Stürmer an den Rand der Verzweiflung, so wie beispielsweise kurz vor der Drittelpause Christian Göttlicher. Der langjährige Bayernliga-Kapitän wurde nach einem Puckverlust in der Münchner Hintermannschaft vollkommen freistehend direkt vor dem Tor angespielt, doch Jens konnte den One-Timer des mit allen Wassern gewaschenen Veterans entschärfen. Somit blieb es trotz eines massiven Chancenübergewichtes für die Gemschbecker bis zur zweiten Drittelpause bei dem knappen Spielstand von 4-3. Zehn Minuten voller Action entscheiden das Spiel Nur ein Tor trennte beide Mannschaften, und die Luchse witterten angesichts ihrer bislang starken Leistung Morgenluft. Leider sollte dieser wunderbare Duft recht schnell verstreuen, denn keine drei Minuten nach Wiederanpfiff erhöhten die Gastgeber auf 5-3. Lukas Piller netzte in Überzahl ein, und die eventuelle Überraschung rückte ein bisschen weiter in die Ferne. Als Matiss Pumpurs keine zwei Minuten später per Konter seinen Hattrick vollendete und das halbe Dutzend vollmachte, sah es so aus, als würden die Landeshauptstädter nun aus der Halle geschossen werden. Noch waren die Luchse jedoch nicht geschlagen, und das Team von Markus Kiefl kämpfte sich nochmal an die Gastgeber heran. Zunächst durften die Gäste direkt nach dem sechsten Gegentreffer mit einem Mann mehr auf dem Eis agieren. Die Münchner spielten das Überzahlspiel geduldig aus und warteten auf die Lücke. Als sich diese schließlich bot, handelte Simon Klopstock schnell. Das Münchner Kindl bediente seinen für einen Moment vor dem Tor freistehenden Reihenpartner Sascha Günzel, und Sascha versenkte die Scheibe blitzschnell per Direktabnahme im Tor. Es war also noch nichts verloren, und keine zwei Minuten später war der alte Rückstand wiederhergestellt. Theodor Ziegelhöffer feuerte eine Scheibe auf das gegnerische Tor, Manuel Hammerlindl ließ nur prallen, und Lukas Doubrawa drückte den Rebound mit dem Rücken zum Tor über die Linie. Ein sehenswertes Tor für den Münchner Stürmer, der ein starkes Comeback nach mehrwöchiger Verletzungspause ablieferte. Zum dritten Mal an diesem Abend hatten sich die Luchse wieder in Schlagweite ihrer Gegner gearbeitet, doch in der Schlussphase zeigte sich der Unterschied zwischen den Landeshauptstädtern und einem Spitzenteam der Bezirksliga Mitte. Gebensbach zog das Tempo wieder an, die Gäste waren zu weit von ihren Gegenspielern entfernt, und das Unheil nahm seinen Lauf. Innerhalb von weniger als drei Minuten wurde aus einer spannenden Begegnung ein bereits entschiedenes Match. Zunächst schnürte Patrik Samanski innerhalb kürzester Zeit einen Doppelpack und erhöhte auf 8-5. Für den Abschluss sorgte dann in der 52. Minute Florian Panthaler. Der Gebensbacher Dauerbrenner nagelte einen sehenswerten Handgelenkschuss von der blauen Linie in die Maschen und stellte somit auf 9-5 für die Gastgeber. In unter neun Minuten fielen sieben Tore – wer zum falschen Zeitpunkt auf der Toilette war, hat einiges verpasst. In den verbleibenden Minuten mühten sich die Luchse ab, schafften es jedoch nicht, das Spiel zum Ende hin nochmal spannend zu gestalten. Somit endete das Spiel mit 9-5, die Gastgeber nahmen verdiente drei Punkte mit, und die Luchse gingen einmal mehr trotz einer couragierten Leistung leer aus. Zu viele kleine Fehler treffen auf die stets richtige Antwort Einmal mehr erzielten die Luchse auswärts bei einem Top-Team der Liga viele Tore, und doch war es nicht genug, um Zählbares mit nach Hause zu nehmen. Eines vorweg, der Kampf und die Einstellung konnte den Landeshauptstädtern an diesem Abend keinesfalls abgesprochen werden. Jeder Luchs kämpfte für seine Mitspieler, warf sich in Schüsse und versuchte alles, um erfolgreich in das neue Kalenderjahr zu starten. Eher entscheidend waren zu viele unnötige Fehler zu ungünstigen Zeitpunkten, die von den Gastgebern nahezu ausnahmslos eiskalt ausgenutzt wurden. Nahezu jede vermeidbare Strafzeit, jede Fehlkommunikation in der Defensive und jede falsche Entscheidung vor dem gegnerischen Tor wurde von den Gemschbeckern dankend angenommen und führten in bedrückender Häufigkeit zu Gegentreffern. Die Gastgeber machten zweifelsohne das meiste aus ihren Chancen und waren stets zum richtigen Zeitpunkt zur Stelle, während sich die Landeshauptstädter zu oft um den Lohn für ihre Arbeit brachten. Die Luchse haben unter der Woche mehrere Gelegenheiten, im Training an diesen Baustellen zu arbeiten, ehe das letzte Saisonviertel beginnt. Ausblick Nun gilt es, nach vorne zu schauen. Fünf der sechs verbleibenden Punktspiele der Saison 2025/26 finden im Eis- und Funsportzentrum West statt, und die Punkte in diesen Begegnungen sollen auch dortbleiben. Den Anfang machen am kommenden Wochenende die Begegnungen mit dem EC Pfaffenhofen 1B (Fr. 16.01., 19:30 Uhr) und dem EV Aich (So. 18.01., 13:30 Uhr), bei denen sich das Luchsrudel über zahlreiche Unterstützung freuen würde. Statistik ESV Gebensbach – Münchner EK „Die Luchse“ 9-5 (3-2, 1-1, 5-2) 11. Januar 2026, 17:15 Uhr Dr. Rudolf Stadion Zuschauer: 97 Aufstellungen: ESV Gebensbach Hammerlindl, Fischer – Radouch, Kerscher, Mayer, Huber, Beham, Dost, Albrecht, Löscher – Göttlicher, Neumayr, Samanski, Krzizok, Müller, Panthaler, Weindl, Pumpurs, Piller, Sonnengruber Münchner EK „Die Luchse“ Berger, Kaut – von Friderici, Stroppe, van gen Hassend, Jörg, Höhn, Axtner (C), Paramonov – Klopstock (A), Steinmetz, Günzel, Doubrawa, Vinnytskyi, Ziegelhöffer, Deutzmann (A), Glattenbacher, Steer, Barth, Treichl Tore: 0-1 Paramonov (Steer, Klopstock, 4:09) 1-1 Sonnengruber (Samanski, Piller, 9:58/PP1) 2-1 Piller (Müller, Panthaler, 11:03) 2-2 Klopstock (Günzel, 14:45) 3-2 Pumpurs (kein Assist, 17:56) 3-3 Treichl (Deutzmann, 21:38/PP1) 4-3 Pumpurs (Piller, Panthaler, 30:26) 5-3 Piller (Panthaler, 42:22/PP1) 6-3 Pumpurs (Mayer, Löscher, 44:02) 6-4 Günzel (Paramonov, Klopstock, 45:03/PP1) 6-5 Doubrawa (Ziegelhöffer, Barth, 46:47) 7-5 Samanski (Göttlicher, Pumpurs, 48:12) 8-5 Samanski (Krzizok, Müller, 50:11) 9-5 Panthaler (Beham, 51:02) Strafminuten: ESV Gebensbach: 18 Münchner EK „Die Luchse“: 18
Türkheim CelticsCeltics treffen vor heimischer Kulisse auf Lechbruck (BBZL) Für den ESV Türkheim steht am kommenden Freitag das nächste Heimspiel auf dem Programm. Um 19:30 Uhr gastiert die 1b-Vertretung des ERC Lechbruck im Türkheimer Sieben-Schwaben-Stadion. Auf dem Papier sind die Rollen klar verteilt. Die Flößer haben aktuell mit nur einem Punkt die rote Laterne der Liga inne, während die Celtics nach dem erfolgreichen Doppelspielwochenende gegen Augsburg weiter voll auf Playoff-Kurs sind. Doch dass der Schein trügen kann, wissen die Celtics nicht erst seit der überraschenden Niederlage gegen Buchloe zu Beginn des Jahres. Schon im Hinspiel Anfang November tat man sich gegen die junge Lechbrucker Truppe lange schwer, aus der deutlichen Überlegenheit Tore zu kreieren. Am Ende stand ein knapper 3:4 Auswärtserfolg auf der Anzeigetafel. So spannend wollen es die Celtics am Freitag vor heimischer Kulisse nicht noch einmal machen. Dazu braucht es aber eine engagierte und konzentrierte Leistung, denn die Gäste werden nicht als Punktelieferant ins Unterallgäu reisen wollen. Das Lazarett dürfte sich bei den Türkheimern für Freitag ein klein wenig lichten, der ganze Kader wird dem Trainerduo Hitzelberger-Furtner aber sicher nicht zur Verfügung stehen. Türkheims A-Kapitän Moritz Hanslbauer blickt wie folgt auf das Heimspiel gegen Lechbruck: „Wir haben in den letzten beiden Spielen gezeigt, dass wir unsere Lektion gelernt haben und die vielen Ausfälle kompensieren können. Gegen Lechbruck tun wir einmal mehr gut daran, uns auf uns zu konzentrieren und werden versuchen, unser bestes Hockey aufs Eis zu bringen. Wenn wir das schaffen, bin ich zuversichtlich, dass wir uns und unsere Fans am Freitag mit drei Punkten belohnen werden.“
Pforzheim BisonsBisons am Wochenende gleich zweimal gefordert (BWL) Zunächst empfangen die Bisons am Freitag, 16.01.2026 um 20:00 Uhr die Eisbären Heilbronn, am Sonntag, 18.01.2026 sind sie dann um 19:15 Uhr bei der TSG Reutlingen zu Gast. Die Eisbären kommen als Tabellenführer in die Goldstadt und haben durch neun Siege in Folge viel Selbstbewusstsein getankt. Die Bisons dagegen mussten am Wochenende eine herbe Niederlage einstecken, doch die beiden bisherigen Auftritte gegen Heilbronn zeigen, dass die Pforzheimer nicht chancenlos sind. Denn beide Spiele wurden erst im Penaltyschießen entschieden, wobei jeweils die Heimmannschaft den Zusatzpunkt sicherte. In Reutlingen wartet erneut eine schwere Aufgabe auf den CfR. Auch wenn die TSG nach zwei Niederlagen in Folge die Tabellenführung am vergangenen Wochenende abgeben musste, so sind die Schwaben der Favorit, schließlich konnte Reutlingen die Bisons in beiden Saisonspielen klar besiegen (6:2, 9:2).
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| (RLW) In einer bis zur letzten Sekunde spannenden und torreichen Partie unterliegen die Gastgeber trotz beeindruckender Moral am Ende knapp mit 5:6. Zumindest ein Punkt wäre gegen den Favoriten aus Essen mehr als verdient gewesen. Die Rockets boten dem Tabellenführer von Beginn an Paroli und folgerichtig brachte Paul König die Hausherren in der 13. Spielminute in Überzahl verdient mit 1:0 in Front. Die Eagles antworteten jedoch noch vor der ersten Pause durch Otten, der in der 19. Minute eine Unachtsamkeit zum Ausgleich nutzte. Auch nach dem Seitenwechsel blieben die Rockets druckvoll und Otis Knecht erzielte kurz nach Wiederanpfiff die erneute Führung zum 2:1. Die Gäste aus Essen zeigten in der Folge jedoch ihre Klasse und drehten das Spiel im zweiten Drittel: Zunächst glich Saccomani aus, ehe Zheltakov kurz vor der zweiten Sirene zum 2:3 nachlegte (39.). Im Schlussdrittel spitzte sich die Lage dann dramatisch zu. Nach vier Großchancen der Rockets, einer Essener Auszeit und dem 2:4 durch Zheltakov in der 46. Minute, geriet die Leistung der Schiedsrichter zunehmend in den Fokus. Die Unparteiischen verloren sichtlich den Faden; jede strittige Szene und 50/50-Entscheidung wurde in dieser Phase konsequent zugunsten der Gäste ausgelegt. Dies gipfelte nach dem 2:5 durch Bitomsky in Überzahl (48.) in nicht mehr nachvollziehbarer Weise. Nach einer verbalen Entgleisung eines Linesman gegenüber der Rockets-Bank wurde Kapitän Alexander Seifert sogar noch auf die Strafbank geschickt. Doch trotz der widrigen Umstände und des deutlichen Rückstands gaben sich die Rockets nicht auf. Isak Spahijas Treffer in Unterzahl (50.) setzte neue Kräfte frei und Jeremy Gervais brachte sein Team in der 57. Minute wieder bis auf einen Treffer heran. Als Dylan zum viel umjubelten 5:5 ausglich (58.), schien zumindest ein Punkt zum Greifen nah. Das Happy End blieb den Rockets jedoch verwehrt: Eine erneute Unterzahlsituation in der Schlussphase nutzte Keresztury gnadenlos aus und erzielte in der 59. Minute den Siegtreffer für Essen.
Eisadler DortmundEisadler erneut mit zwei Spielen am Wochenende und einem potentiellen Finaleinzug (RLW) Nach den erfolgreichen Spielen der Eisadler in Meisterschaft und Pokal in der letzten Woche stehen für das Team von Trainer Jeff Job auch an diesem Wochenende zwei weitere Herausforderungen auf dem Programm. Hockeynacht am Freitag Bereits am Freitag erwarten die Dortmunder in der Regionalliga die Black Tigers Moers um 20:00 Uhr im Eissportzentrum Westfalen an der Strobelallee. Mit einem Sieg gegen den Tabellenzehnten können die Eisadler ihren dritten Platz in der Tabelle festigen und weiterhin auf den für die Play-Offs wichtigen Platz zwei spekulieren. „Wir werden die Tigers nicht unterschätzen und sehr konzentriert unsere Chance auf eine gute Platzierung suchen“, so Headcoach Jeff Job. Für das Spiel am Freitag erwarten die Verantwortlichen wieder eine gute Kulisse, die Sitzplätze sind nahezu ausverkauft, Stehplätze gibt es weiterhin im Online-Ticketshop der Eisadler. Pokalfight in Hamburg Deutlich spannender wird dann das Rückspiel der Eisadler im OsWeNo Pokal am Sonntag um 19:00 Uhr in der Eishalle in Hamburg-Farmsen. Das Hinspiel konnte das Dortmunder Team am letzten Sonntag in einer kämpferischen Partie mit 5:3 gegen die Hamburg Crocodiles für sich entscheiden und wird versuchen, den Vorsprung in Hamburg bestenfalls auszubauen und somit in die Finalspiele, um den Pokal Ende des Monats einzuziehen. Abgerechnet wird am Schluß, die Ergebnisse beider Partien werden zusammengerechnet, wer mehr Tore erzielt hat, zieht ins Pokalfinale ein, eine Niederlage in Hamburg mit mehr als 3 Toren würde somit das Pokalaus bedeuten. Erklärtes Ziel für die Eisadler ist der Finaleinzug, keine leichte Aufgabe. Jeff Job stehen für das Spiel mit Ausnahme der verletzten Kevin Thau und Robin Poberitz alle Spieler zur Verfügung. Der lange verletzte etatmäßige Torhüter Lennard Brunnert ist inzwischen wieder auf dem Eis, hat aber noch einen deutlichen Trainingsrückstand und wird erst in ca. zwei Wochen in den Kader zurückkehren, ob der zuletzt angeschlagene US Amerikaner Colin Long sein Comeback feiern kann entscheidet sich am Ende der Woche. "
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Bären NeuwiedBären bestätigen ihre Spitzenspiel-Form (CEHL) Der EHC Neuwied hat das perfekte Sechs-Punkte-Wochenende abgerundet. Beim Tabellenzweiten der Central European Hockey League UltimAir Hijs Hokij Den Haag behauptete der Spitzenreiter mit 5:2 (2:0; 1:2; 2:0) die Oberhand. Ein weiterer Schritt hin zu einer klasse Ausgangsposition für die Play-offs. Die Bären machten an der Nordseeküste genau dort weiter, wo sie am Freitag beim 2:0-Hiemsieg gegen die Snackpoint Eaters Limburg-Geleen aufgehört hatten. In mehrfacher Hinsicht. Trainer van Iersel schickte die gleichen Sturmreihen ins Rennen, die den Pokalsieger der Vorsaison bezwungen hatten. Und auch die gleiche Bereitschaft zur Verteidigungsarbeit hatte der EHC im Gepäck nach Den Haag mitgenommen. Die ersten 20 Minuten vergingen, ohne dass UltimAir einmal frei zum Abschluss gekommen wäre. Die Paraden, die Schlussmann Felix Köllejan zeigte, waren für den 29-Jährigen Formsache. Die Bären lauerten diszipliniert auf die sich bietenden Gelegenheiten und nutzten diese effizient. In der ersten Überzahlsituation schoss Artjom Alexandrov freistehend noch drüber, aber in der Endphase des ersten Abschnitts schlossen Christian Sprez (18.) und Alexandrov (20.) zweimal eiskalt ab. Beim 1:0 für den EHC leitete Michael Jamieson einen Zwei-gegen-Eins-Angriff ein, Alexandrov erledigte mit dem Querpass die zweite Aufgabe und Sprez finalisierte gegen Mario Culina im Den Haager Tor. Die Umschaltsituationen funktionierten – auch beim 2:0. Diesmal brachte Tom Stumpe die Scheibe in die Offensive, scheiterte aber noch genauso wie anschließend Tom Chetik an Culina, ehe Alexandrov den zweiten Nachschuss verwertete. Im Mittelabschnitt endete die Zu-Null-Phase des CEHL-Meisters nach einer Stunde, 53 Minuten und 13 Sekunden. Zu verhindern war Den Haags Anschluss kaum. Raymond van der Schuit schlug die Scheibe im Zweikampf mit Ludvig Hedström fallend ins Ziel (26.). Auch beim Ausgleich war nicht viel auszurichten. Kyan Helenklaken zog von der blauen Linie und Jay de Ruiter fälschte ab (29.). Nach knapp der Hälfte der Spielzeit stand wieder alles auf Anfang. In der offenen Partie verlor Den Haag nach einem unglücklichen Bandenzweikampf Tobi Collard, der gestützt von Mitspielern vom Eis geführt werden musste und nicht mehr ins Spiel eingreifen konnte. Nach den beiden Gegentoren jubelten als nächstes wieder die Bären. Justin Polok stellte das Ergebnis aus der Distanz auf 2:3 (32.). Die Führung befand sich wieder auf Seiten der Gäste, die das Schlussdrittel genauso so einleiteten, wie man es sich wünscht. Kapitän Jeff Smith brachte das zu Ende, was Marcel Marten mit seinem Schlagschuss mehr als nur vorbereitet hatte. Smith musste die im Torraum kullernde Scheibe nur noch über die Linie drücken (41.). Dass der Titelverteidiger es versteht, auch gegen eine Spitzenmannschaft eine Zwei-Tore-Führung zu verteidigt, weiß man spätestens seit Freitagabend. Auch Den Haag fand keine Ideen mehr, die Neuwieder Hintermannschaft zu knacken. Im ersten niederländischen Powerplay bot sich Jay Huisman die Chance zum Anschluss. Felix Köllejan verkürzte aber schnell den Winkel und wehrte ab. Es war die letzte gefährliche Aktion vor dem EHC-Tor. Trotz Den Haager Schlussoffensive. Ein weiteres Indiz für die gelungene Abwehrleistung der Bären. Als die mitgereisten Fans im Gästeblock schon bei bester Laune die Neuwieder Fahnen schwangen, traf Ludvig Hedström mit einem Empty-net-Goal zum 2:5 (59.). Den Haag: Culina – Helenklaken, van Oeveren, Haisma, de Bruijn, van Oorschot, Doop – Oosterveld, Monds, Bison, van der Schuit, J. de Zwart, de Ruiter, van Schilt, Collard, Mustonen, D. de Zwart, Huisman, Bijsterbosch. Neuwied: Köllejan – Götz, Walkowiak, Polok, Hedström, Burghard, Marten, Becker – Rajala, Chetik, Dötsch, Sprez, Jamieson, Kecojevic, Stumpe, Wasser, Smith, Alexandrov. Schiedsrichter: Chris van Grinsven. Zuschauer: 1502. Strafminuten: 2:2. Tore: 0:1 Christian Sprez (Alexandrov, Jamieson) 18‘, 0:2 Artjom Alexandrov (Chetik, Stumpe) 20‘, 1:2 Raymond van der Schuit (Mustonen, van Oorschot) 26‘, 2:2 Jay de Ruiter (Helenklaken, D. de Zwart) 29‘, 2:3 Justin Polok (Becker, Jamieson) 32‘, 2:4 Jeff Smith (Marten) 41‘, 2:5 Ludvig Hedström 59′.
Bären NeuwiedDefensiv wie aus dem Lehrbuch (CEHL) Der EHC Neuwied hat in seinem CEHL-Heimspiel gegen die Snackpoint Eaters Limburg-Geleen Beton angerührt. In der Neuauflage des Finales der Vorsaison ohne Gegentor zu bleiben und einer der besten Mannschaften in der Central European Hockey League nur ganz wenige klare Großchancen zu gewähren, verleiht der Neuwieder Hintermannschaft inklusive Schlussmann Felix Köllejan ein eins mit Sternchen. Mit dem 2:0 (1:0; 0:0; 1:0)-Heimsieg festigte der Titelverteidiger seine Tabellenführung. So gut wie beide Teams in der Abwehr agierten, war relativ schnell absehbar, dass diese Partie kein großes Torspektakel wird. Das Anrennen endete am gegnerischen Abwehrbollwerk beziehungsweise den Schlussmännern. Es passte zum Verlauf dieser gutklassigen, von taktischer Disziplin geprägten und deshalb chancenarmen Begegnung, dass der erste und lange Zeit einzige Treffer aus einem Powerplay resultierte. Gäste-Verteidiger Brad Forrest saß nach einem Haken auf der Strafbank, als Tom Stumpe es aus spitzem Winkel von der linken Seite versuchte und Torhüter Jowin Ansems mit seinem Schuss auf die Stockhandseite überwand (16.). Am Charakter der Begegnung änderte sich auch im zweiten Durchgang wenig: hohes Tempo, stabile Verteidigungsreihen und diszipliniertes Rückzugsverhalten. Spielerische Höhepunkte mussten sich dafür diesmal hintenanstellen. Die Eaters besaßen nun mehr Offensivzeit im Bären-Drittel, konnten aber auch daraus kein Kapital schlagen, weil das Team von Jeffrey van Iersel in der Mitte vor dem eigenen Tor seinen Mann stand. Nachdem Tom Stumpe den Schläger von Tijn Jacobs im Gesicht abbekommen und Schiedsrichter Sascha Westrich zwei plus zwei Minuten gegen die Gäste ausgesprochen hatte, hätte die vierminütige Überzahl das Spiel weiter in die Richtung der Einheimischen lenken können. Aber nach dem Überzahltor im ersten Drittel war der zweite Anlauf nicht von Erfolg gekrönt. Im Gegenzug musste Felix Köllejan nach exakt der Hälfte der Spielzeit sogar einen Alleingang des Finnen Tuukka Rajamäki abwehren. Die beste Neuwieder Möglichkeit in dieser Phase besaß Michael Jamieson, der Mees van Wingerden die Scheibe abgaunerte, aber nicht an Jowin Ansems vorbeikam (34.). Je länger das Spiel dauerte, desto mehr setzten die Deichstädter in den Köpfen Geleens fest. Immer wieder versuchte vor allem der ukrainische Nationalspieler Evgen Fadyeyev das Spiel seiner Mannschaft anzutreiben, aber die Eaters bissen sich am EHC-Bollwerk die Zähne aus. Mit Juuso Rajalas sehenswertem Schlenzer über Ansems Fanghand zum 2:0 (55.) entschärfte sich die Zitterpartie. Neuwied behielt den Fokus und unterstützte Köllejan bis zum Schlussbuzzer auf dem Weg zum Shut-out. Erst als Gästetrainer Janne Sinkkonen den sechsten Feldspieler aufs Eis schickte, entstanden noch ein paar Gefahrenaktionen, in denen die Bären sich mit großer Willensleistung entgegenstemmten. Neuwied: Köllejan – Götz, Walkowiak, Polok, Hedström, Burghard, Marten, Becker – Rajala, Chetik, Dötsch, Sprez, Jamieson, Kecojevic, Stumpe, Wasser, Smith, Alexandrov. Limburg-Geleen: Ansems – Hessels, van Wingerden, Hooijmans, Gielen, Forrest, Castronovo, van Espen – Sars, Versteeg, Fadyeyev, Rajamäki, de Bonth, Frohlichs, Paulissen, van der Weil, Jacobs, Collard, Vesalainen, Noblesse. Schiedsrichter: Sascha Westrich. Zuschauer: 1262 Strafminuten: 4:8. Tore: 1:0 Tom Stumpe (Hedström, Sprez) 16‘, 2:0 Juuso Rajala (Wasser, Walkowiak) 55‘.
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