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September 26
                         
Cantstatter Wasen
               
   
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  KURZNACHRICHTEN  

           
   
Bergisch Raptors
(LLW)  Mit Lucas Goebels kommt ein neuer Goalie zum EC Bergisch Land. Der 24-Jährige wechselt von den inslakener Kobras nach Solingen
  
Red Dragons Regen
(BBZL)  Verteidiger Artur Schwarz wechselt aus der Bayernliga vom EV Dingolfing zum ERC. Der 26-Jährige absolvierte in der letzten Saison 34 Partien für seinen Heimatverein und konnte dabei einen Assist beisteuern
  
Passau Black Hawks
(OLS)  Angreifer David Seidl laboriert an einer Oberkörperverletzung, die ihn zu einer Pause von etwa vier Wochen zwingt
  
Nürnberg Ice Tigers
(DEL)  Verteidiger Jakob Weber muss wegen einer Fußverletzung für mindestens vier Wochen aussetzen
  
Münchner Luchse
(BBZL)  Mit Nico Zimemrmann gibt es beim MEK einen weiteren Neuzugang im team. Der 23-Jährige war zuletzt inaktiv und spielte davor im Fürstenfeldbrucker und Dachauer Nachwuchs
  
Salzgitter Icefighters
(RLNO)  Bei den Icefighters kommt es nochmal zu Veränderungen im Kader. Verteidiger Vladyslav Shyrin wechselt zu Energija Elektrnai und Stürmer Stefan Traut wird wegen privater Veränderungen nun doch nicht nach Salzgitter kommen
  
Weserstars Bremen
(RLNO)  Die Stürmer Michael Wagner, Matej Sadecky und Maxim Gramatik werden genauso bei den Weserstars bleiben wie die Verteidiger Joshua Hezel und Malte Maasböl
  
Fischtown Pinguins
(DEL)  Stürmer Lenny Boos musste wegen einer schwerwiegenden Verletzung operiert werden und wird langfristig ausfallen. Bennet Rosmy, der schon länger verletzt fehlt, erkitt einen Rückschlag, so dass er wohl die komplette Saison nciht zur Verfügung stehen wird
  
Red Bull München
(DEL)  Stürmer Chris DeSousa laboriert an einer Oberkörperverletzung und wird für mehrere Wochen pausieren müssen. Ausserdem fehlt auch noch Stürmer Philipp Krening wegen einer Unterkörperverletzung bis vorraussichtlich Mitte November
  
EC Bad Nauheim
(DEL2)  Die Roten Teufel müssen mindestens vier Monate auf ihren Mannschaftskapitän verzichten. Jordan Hickmott hat sich im Training eine schwere Armverletzung zugezogen und muss sich einer Operation unterziehen
  
Black Dragons Erfurt
(OLN)  Stürmer Alex Berger konnte im Tryout überzeugen und hat bei den TecArt Black Dragons einen Vertrag bis zum Saisonende erhalten. Der 23-Jährige spielte in den letzten drei Jahren für den Rivalen Saale Bulls Halle. In zuletzt 46 Partien blieb er punktlos
  
Eisbären Eppelheim
(BWL)  Zur neuen Saison wurden mehrere Spieler nicht mehr berücksichtigt, oder stehen aus privaten Gründen nicht weter zur Verfügung. Demnach werden Elias Becker, Philippe Beisel, Kevin Herbel, Konstantin Ivanov, Luc Jann, Patrick Luo, Marius Metzner und Max Weber den ECE verlassen
  
EV Füssen
(OLS)  Stürmer Julian Straub hat sich eine Unterkörperverletzung zugezogen und miss für mindestens sechs Wochen pausieren
  
Falken Inzell
(BBZL)  Vom Nachbarrivalen EV Berchtesgaden wechselt der 41-jährige Torhüter Steve Förster zum DEC. Ausserdem kehren Maximilian Balthasar und Andreas Graf ins Aufgebot zurück
  
ERSC Ottobrunn
(BLL)  Filippo Crivellari verstärkt künftig die Defensive. Der 21-jährige Italiener kommt vom HCMV Varese zum ERSC. Ausserdem wechselt der junge ukrainische Stürmer Arsen Korol aus dem Münchner Nachwuchs nach Ottobrunn
  
Lindau Islanders
(OLS)  Stürmer Valentin Busch hat sich eine Unterkörperverletzung zugezogen und wird längerfrstig und aus unbestimmte Zeit ausfallen
  
Crocodiles Hamburg
(RLNO)  Torhüter Lucas Di Berardo kehrt zu den Hanseaten zurück. Der 31-Jährige spielte bereits in der Saison 2017/18 für die Crocodiles in der Oberliga. In den vergangenen zwei Jahren ging er für den ERSC Amberg in der Bayernliga aufs Eis
  

   

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ihp-newssplitterIHP Nachrichten
Montag 18.November 2019

(IHP)  Nachfolgend aktuelle Nachrichten, offizielle Mitteilungen und Spielberichte des gestrigen Abends und heutigen Tages mit insgesamt 25 Beiträgen aus der Deutschen Eishockey Liga / Deutschen Eishockey Liga 2, Oberliga Süd und Oberliga Nord, sowie aus der Bayernliga, Landesliga Bayern, Regionalliga Südwest, Landesliga Baden-Württemberg, Regionalliga West und Regionalliga Ost.

 
    
Deutsche Eishockey Liga / Deutsche Eishockey Liga 2
    
Düsseldorfer EG
DEG dominiert, DEG verliert
(DEL)  Niederlagen tun weh, das ist immer und ausnahmslos so. Eine Niederlage wie das 1:2 (1:1; 0:0; 0:1) gegen den EHC Red Bull München ist aber nochmal sehr viel frustrierender. Der souveräne Tabellenführer reiste als Favorit an und wurde von der DEG vor 7.064 phasenweise an die Wand gespielt. Ein starker Münchner Torwart und eine ganze Menge Pech sorgten aber dafür, dass die dominante DEG leer ausging.
  
    
EHC Red Bull München
Red Bulls bezwingen Düsseldorf
(DEL)  Der EHC Red Bull München hat das Auswärtsspiel bei der Düsseldorfer EG vor 7.064 Zuschauern mit 2:1 (1:1|0:0|1:0) gewonnen. Die Tore von Yasin Ehliz und Andrew Bodnarchuk ebneten ebenso wie die starken 35 Saves von Kevin Reich den Weg zum Münchner Erfolg im Spitzenspiel der DEL. 
Die Partie war bereits im ersten Drittel von hoher Intensität und Klasse geprägt. Düsseldorf verteidigte nicht nur eng am Mann, sondern suchte häufig den Abschluss von der blauen Linie. Die klarste Gelegenheit bot sich jedoch John Jason Peterka auf der Gegenseite. Im Vollsprint auf das DEG-Tor zufahrend wurde der Youngster von Goalie Mathias Niederberger noch gestoppt. Anders bei der nächsten Chance: Yasin Ehliz lenkte Daryl Boyles Schlagschuss unhaltbar ins Tor (11.) und beendete gleichzeitig die Drangphase des Tabellendritten. 21 Sekunden vor der ersten Pause fiel jedoch der Ausgleich, nachdem Jerome Flaake bei einem Abpraller nachsetzte und aus der Drehung zum 1:1 (20.) traf.
Über weite Strecken des Mittelabschnitts fanden die Red Bulls nicht ins Spiel und wurden von druckvollen Düsseldorfern ins eigene Drittel gedrängt. Reich behielt aber bei hektischen Situationen vor seinem Tor die Übersicht und parierte auch verdeckte Schüsse. Gegen Johannes Johannesen rettete die Latte. Entscheidend aus Münchener Sicht: Reich und Co. hielten auch trotz einer Unterzahlsituation mit langer Eiszeit für das Penaltykilling-Team das 1:1 nach 40 Minuten.
Im Schlussdrittel musste Reich erneut einige Hochkaräter vereiteln. Doch der dreimalige Meister schaltete nun offensiv wieder einen Gang höher. Niederberger zeigte eine starke Parade gegen den im linken Slot freigespielten Justin Schütz. Bei der nächsten Münchner Chance bekam der DEG-Goalie die Scheibe dann nicht richtig zu fassen und bugsierte sie mit der Brust selbst hinter die Linie. Der Treffer zum 2:1, bei dem Andrew Bodnarchuk (49.) von der blauen Linie abgezogen hatte, wurde nach Videobeweis anerkannt. In den Schlussminuten verteidigten die Münchner dann solide und sicherten sich die drei Punkte.
  
    
Bayreuth Tigers
Ansprechende Leistungen – keine Punkte am Wochenende
(DEL2)  Ohne Punkte gehen die Tigers, trotz zweier ansprechender Spiele, aus diesem – nach der Länderspielpause – erstem Wochenende. Ähnlich wie am vorangegangenen Freitag gegen Bad Nauheim ließen die Tigers im Detail die Durchschlagskraft vermissen und haderten mit der Chancenverwertung.
Das Match in Weißwasser ging man mit großem Engagement an und ließ den Gastgebern in den ersten Minuten des Spiels kaum Zeit zum Durchatmen. Mehrfach musste in den ersten Minuten Torsteher Carruth, der insgesamt über den Abend ein sehr gutes Spiel ablieferte, seine Farben im Spiel halten. Auch bei zwei Hinausstellungen auf Seiten der Gastgeber war der amerikanisch Goalie der Füchse oft im Mittelpunkt. Mehr als ein Lattentreffer durch Gron sprang bei diesen Gelegenheiten nicht heraus. Anders bei den Füchsen, die ihre erste Möglichkeit mit einem Mann mehr auf dem Eis gleich nutzen konnten. Als Richter auf die Strafbank musste, stand Farmer, der von Hammond klug angespielt wurde, frei und stellte nach 13 Minuten auf 1:0. In der Folge kamen die Gastgeber besser ins Spiel und kreierten mehrfach eigene Chancen.
Zu Beginn des zweiten Abschnitts saß Tyler Gron noch eine Strafe aus dem ersten Drittel ab. Als dieser die Strafbank verlassen durfte und sich sofort nach vorne orientierte, dabei einen Pass von Martens aufnahm, gelang ihm etwas glücklich – weil die Scheibe durch die Beine von Carruth trudelte – der Ausgleich. Keine Minute später nahm sich Gustav Veisert die Scheibe an der blauen Linie und brachte diese auf das Tor, die an Freund und Feind vorbei im Netz landete. Doppelschlag! Führung! Wer der Meinung war, dass dadurch das Spiel der Wagnerstädter in ruhigere Bahnen gelenkt werden würde, sah sich getäuscht. Zum Teil vogelwildes Eishockey zeigten im Anschluss beide Teams. Dadurch entstand eine Vielzahl von Chancen auf beiden Seiten der Eisfläche. Kapital daraus schlugen jedoch nur die Gastgeber. George brachte den Ausgleich auf die Anzeigentafel und Murphy mit einem weiteren Überzahltreffer die erneute Führung für die Gelb-Blauen.
Ein Aufgeben war jedoch keine Option und so war man – erneut ging man, wie beide Abschnitte zuvor mit Volldampf aus der Kabine – sofort wieder dabei, bei der Musik. Nach 42 Minuten stand Kunz, der in diesem Abschnitt die Position von Davidek einnahm, goldrichtig im Slot und verwertete das Zuspiel von Kolozvary zum erneuten Ausgleich. Wieder entstand ein Spiel, welches man durchaus als unstrukturiert bezeichnen durfte. Und auch im Schlussabschnitt profitierten ausschließlich die Füchse, vom teilweise wilden Spiel. Murphy mit seinem zweiten Treffer an diesem Abend mit dem Gamewinner und Farmer mit einem Empty-Net-Treffer waren die Torschützen.
„Wir haben heute gut angefangen und in den ersten 13 oder 14 Minuten gutes Eishockey gespielt. Gutes Forechecking betrieben. Leider haben wir einige unnötige Strafen genommen. Im zweiten Abschnitt gab es einige Phasen, wo Weißwasser stark am Drücker war. Wir haben uns aber gut zurück gekämpft und nicht aufgegeben. Wir hatten auch genug Schüsse, die aber oft nicht platziert genug waren“, erklärte Tigers-Coach Petri Kujala das Spiel aus seiner Sicht.
  
    
Eispiraten Crimmitschau
4:3 nach Penaltyschießen! Eispiraten siegen in Ravensburg - Westsachsen sichern sich wichtigen Zusatzpunkt
(DEL2)  Die Eispiraten Crimmitschau kehren mit zwei Punkten von ihrem Auswärtsspiel aus Ravensburg zurück. Die Westsachsen konnten den amtierenden Meister der DEL2 mit 4:3 nach Penaltyschießen bezwingen. Dabei drehten die Schützlinge von Danny Naud zunächst einen zwischenzeitlichen 0:2-Rückstand und bewiesen über die gesamte Spielzeit große Moral.
Personal: Danny Naud und sein Assistent Fabian Dahlem verzichteten erneut auf einen Einsatz von Neuzugang Ty Wishart sowie von Ben Kosianski, welcher nach langer Verletzungspause noch nicht hundertprozentig fit ist. Den Vorzug im Tor erhielt erneut Michael Bitzer.
Die Eispiraten hatten nach dem 3:2-Erfolg über die Eislöwen Blut geleckt und kamen bei den Towerstars gut in die Partie. Zwar hatten die Ravensburger statistisch gesehen mehr Chancen, Crimmitschau jedoch die besseren. Marco Wölfl, Goalie der Schwaben, hielt unter anderem gegen Kaisler und Hudson bärenstark. Zwei Unterzahlsituationen brachten die Eispiraten dann schnell mit 0:2 in Rückstand. Zunächst traf Robin Just zum 0:1 (18.), kurz später David Zucker (20.).
Die Mannschaft von Cheftrainer Danny Naud steckte aber nicht zurück und bot auch im zweiten Durchgang eine sehr ordentliche Vorstellung. Und auch die Tormöglichkeiten waren da! Zunächst verzog Hudson nur knapp, Dominic Walshs Schuss konnte Wölfl erneut gut parieren. Vincent Schlenker gelang nach 29 Minuten dann der verdiente Anschlusstreffer. Nach einem Zuspiel von Wideman vollendete der Angreifer in Baseball-Manier und stellte auf 1:2.
Die Crimmitschauer blieben dann auch zu Beginn des dritten Durchgangs das bestimmende Team und konnten sich für ihre couragierte Leistung prompt belohnen. Mitch Wahl glich die Partie mit seinem trockenen Handgelenkschuss zunächst zum 2:2 aus (47.), Adrian Grygiels Hammer sorgte zwei Minuten später für die erstmalige Eispiraten-Führung – 3:2 (49.). Die Towerstars zeigten sich davon aber nicht sonderlich beeindruckt. Nur 23 Sekunden später traf Vincenz Mayer aus dem Gewühl heraus zum 3:3 – Nach langer Diskussion entschieden die Referees nach dem Videobeweis auf Tor (49.). 60 Minuten reichten schließlich nicht, um einen Sieger dieser Partie ausmachen zu können.
Somit ging es zunächst in die Verlängerung, in welcher die Towerstars gleich mal mit einem Powerplay starteten, daraus jedoch keinen Ertrag erzielen konnten. Nachdem beide Teams gute Möglichkeiten liegen ließen, darunter vergab Mitch Wahl einen Penaltyschuss nur knapp, musste also das Penaltyschießen für eine Entscheidung sorgen. In diesem trafen für die Eispiraten sowohl Alex Wideman als auch Wahl, welcher kurz vorher noch scheiterte. Auf Seiten der Ravensburger vergaben sowohl Robin Just als auch David Zucker.
  
    
Dresdner Eislöwen
Eislöwen unterliegen dem Tabellenersten
(DEL2)  Die Dresdner Eislöwen haben das DEL2-Punktspiel gegen die Kassel Huskies mit 1:4 (1:0; 0:1; 0:3) verloren. Thomas Pielmeier (8.) nutzte eine Powerplaysituation und brachte die Eislöwen in Führung. Denis Shevyrin (36.) markierte mit seinem Treffer den Ausgleich für die Kassel Huskies und Nick Walters (43./PP + 43.) sorgte mit einem Doppelschlag innerhalb von zwanzig Sekunden für die 1:3-Führung der Gäste. Ben Duffy (45.) wurde von Patrick Klöpper und Alexander Heinrich bedient und besiegelte den Sieg der Schlittenhunde.
Tim Kehler, Cheftrainer Kassel Huskies: „Es ist immer gut Auswärtsspiele zu gewinnen. Vor allem unser Torhüter hat heute eine starke Leistung gezeigt. Der Turning Point am heutigen Tag war sicher auch, dass wir das vier Minuten Unterzahlspiel im zweiten Drittel schadlos überstanden haben. Danach haben wir effektiv gespielt und drei schnelle Tore geschossen, womit wir die Kontrolle über das Spiel bekommen haben.“
Rico Rossi, Eislöwen-Cheftrainer: „Wir sind sehr gut aus der Kabine gekommen, aber leider schießen wir zu wenig Tore und bekommen zu viele einfache Tore. Für die Jungs ist es natürlich frustrierend, dass die harte Arbeit nicht belohnt wird. Aber wir müssen aufhören zu denken, dass der Erfolg von allein kommt. Der Unterschied zwischen Kassel und uns ist, dass das Team von Tim über sechzig Minuten routiniert spielt.“
René Kramer: „Ich denke, dass wir die ersten beiden Drittel gutes Eishockey gespielt haben. Im letzten Drittel bekommen wir zwei schnelle Tore, was das Spiel kaputt gemacht hat. Wenn wir über sechzig Minuten das bringen, was wir in den ersten vierzig Minuten gezeigt haben, dann gehen wir heute nicht mit null Punkten vom Eis. Wir können uns nicht erlauben, im Spiel nachzulassen, sondern müssen über die komplette Spieldauer überzeugen.“
Das nächste DEL2-Punktspiel bestreiten die Dresdner Eislöwen am Freitag, 22. November um 19.30 Uhr gegen die Bietigheim Steelers in der EnergieVerbund Arena.
  
    
ESV Kaufbeuren
JOKER SCHLAGEN DIE LÖWEN FRANKFURT MIT 3:1 - Starkes Startdebüt von Jan Dalgic und großer Kampfgeist die Garanten für drei Punkte
(DEL2)  Nach der herben Niederlage zwei Tage zuvor gegen die Tölzer Löwen, traten die Buron Joker am 19. Spieltag der Saison erneut gegen ein Löwen Team an. Dieses Mal kam der Gegner aus Frankfurt und der Tabellen Vierte, der im Vergleich zum ESVK bereits die doppelte Menge an Punkten im Gepäck hatte, war dabei klar favorisiert.
Leider war das Kaufbeurer Lazarett wieder mit einigen Hochkarätern besetzt. Neben Branden Gracel, Joey Lewis und Philipp de Paly, mussten nun auch noch Stefan Vajs gesundheitsbedingt pausieren. Andreas Brockmann setzte dafür Talent Jan Dalgic von Beginn an als Torhüter ein. Wenigstens über die Rückkehr von Jonas Wolter und Mike Mieskowski konnten sich die Anhänger des ESVK freuen. Alexander Thiel rückte vom Sturm in die Verteidigung brachte eine deutliche Stabilität in die Defensive.
2449 Zuschauer in der erdgas schwaben arena sehen im ersten Drittel eine kämpfende Kaufbeurer Mannschaft, der es aber weiter etwas an Selbstvertrauen fehlt und die sich immer wieder durch Fehler im Spielaufbau unnötig selbst unter Druck setzt. Gleich zu Beginn haben die Rotgelben zwar bereits eine gute Chance durch Dauerbrenner Sami Blomqvist bei eigener Überzahl, aber ansonsten erarbeiten sich die Löwen in den erste zehn Minuten ein Chancenplus. Kurzzeitig brennt es lichterloh vor dem Kasten von Jan Dalgic, als die Frankfurter Reihe um Eduard Lewandowski dreimal binnen Sekunden zum Abschluss kommt, aber der Schlussmann der Joker kann die Scheibe schließlich unter sich begraben. In der achten Spielminute dann Glück für die Hausherren, weil die Löwen im Powerplay nur den Pfosten treffen. Aber auch den Jokern gelingt immer wieder Entlastung durch eigene Tormöglichkeiten. Jere Laaksonen findet bei einem harten Schuss von der Blauen Linie seinen Meister in Frankfurts Keeper Patrick Klein. Die Partie verläuft zu Drittelende ausgeglichen mit Torszenen auf beiden Seiten, es geht aber torlos mit 0:0 in die Kabinen.
Das zweite Drittel beginnt wie das Erste, mit einer Überzahlsituation für Kaufbeuren. Auch diesmal schaffen es die Joker aber nicht in Führung zu gehen. In der 25. Minute kommt Christian Kretschmann völlig frei zum Schuss, verfehlt das Tor von Jan Dalgic aber knapp. Der Einsatz der Joker stimmt und sie kämpfen sich immer besser in dieses Spiel. Bei erneutem Powerplay für den ESVK scheitern Antti Kerälä und Tobi Wörle, der im Slot vor dem Frankfurter Tor auftaucht, jeweils nur knapp am stark haltenden Patrick Klein. DER Aufreger im zweiten Abschnitt passiert dann in Minute 35, als Patrick Klein bei angezeigter Strafe gegen Kaufbeuren das Tor verlässt, ein missglückter Rückpass der Frankfurter in Richtung leeres Tor trudelt und der Puck in letzter Sekunde von der Linie gekratzt werden kann. Auch in der anschließenden Unterzahl liegen die besseren Chancen auf Seiten des ESVK, der zweimal durch Ossi Saarinen die mittlerweile verdiente Führung erzielen könnte. Die Tore bleiben aber bisher vernagelt und es geht nach wie vor ohne Tore in die zweite Pause.
Das letzte Drittel startet direkt mit der Führung der Joker. Max Lukes schießt von der Blauen, Patrick Klein lässt abprallen und Antti Kerälä verwertet zum 1:0 für die Rotgelben. Die Frankfurter Löwen stecken nicht auf und drängen auf den Ausgleich. Bei vier gegen vier Feldspielern kann Jan Dalgic im letzten Moment einen Alleingang der Löwen mit dem Schoner abfälschen und Tobi Wörle trifft im direkten Gegenzug den Pfosten. Es geht heiß her und der ESVK bekommt eine weitere Chance in Überzahl. Diese wird dann eiskalt zur 2:0 Führung durch Alex Thiel genutzt, nachdem er mustergültig von Tobi Wörle und Denis Pfaffengut freigespielt wird und per Direktabnahme einnetzt. Die Joker spielen jetzt entfesselt auf und erhöhen in der 51. Minute auf 3:0. Wieder ist es Antti Kerälä der nach schöner Kombination die arena zum kochen bringt. Aber Frankfurt wirft noch einmal alles nach Vorne und nimmt bei eigener Überzahl den Torhüter zu Gunsten eines sechsten Feldspielers vom Eis. Dieser Mut wird sieben Minuten vor Spielende belohnt und den Löwen gelingt der Anschlusstreffer durch Stephen MacAulay. Im Anschluss heißt es erneut Überzahl für Frankfurt und erneut wird Patrick Klein vom Eis genommen, jetzt überschlagen sich die Ereignisse. Erst geht ein Kaufbeurer Schuss nur an den Außenpfosten des leeren Tores, danach hämmert Eduard Lewandowski den Puck an das Gehäuse des ESVK Kasten und kurz darauf trifft Valentin Gschmeißner schon wieder an den Pfosten. Die Löwen feuern in der letzten Minute nochmals aus allen Rohren, aber der bärenstarke Jan Dalgic hält den verdienten Sieg endgültig fest.
  
    
Tölzer Löwen
Powerplay besorgt siebten Sieg in Serie
(DEL2)  Das letzte Drittel fühlte sich an, wie ein Derby in den Playoffs. 140 Strafminuten verteilte das Schiedsrichter-Gespann. Den Großteil davon für die Falken. Die Löwen nutzten den numerischen Vorteil im Schlussdrittel eiskalt, zogen auf 5:3 davon. Schlussendlich stand ein enorm hart erkämpfter 5:4-Sieg auf der Anzeigetafel der Kolbenschmidt Arena. Patsch: Faust im Gesicht von Marco Pfleger. Der Frust im Heilbronner Lager saß tief. Stefan Della Rovere ließ sich selbst nach Spielende noch zu einer Tätlichkeit hinreißen. Den Löwen konnte das herzlich egal sein. Der Erfolg war zum siebten Mal in Serie eingefahren. "Wow. Ich bin lange im Geschäft. So ein Ende habe ich noch nie gesehen", sagte Kevin Gaudet nach dem Spiel. Nach den ersten zehn Minuten deutete nicht viel auf einen Tölzer Sieg hin. "Heilbronn kam raus, wie die Feuerwehr", so Gaudet. Die Falken dominierten die ersten zehn Minuten, hatten mehrere gute Einschussmöglichkeiten. Es war dem starken Silo Martinovic zu verdanken, dass es einzig Louis Brune gelang, die Scheibe am Tölzer Tormann vorbeizudrücken. "Das braucht man um so eine Top-Mannschaft auswärts zu schlagen", stellte Gaudet klar. Brunes Tor war der zwischenzeitliche Ausgleich, nachdem Tyler McNeely das erste Powerplay der Partie zur Führung nutzte. Auch die Falken wussten ihre Überzahlsituationen zu nutzen. Ian Brady traf per Blueliner zur neuerlichen Führung, die Shawn Weller nur kurze Zeit später egalisierte. Eine Genugtuung für den Ex-Steeler, der beim früheren Rivalen aus Heilbronn viele Pfiffe und Sprechchöre abbekam. Die Gastgeber trafen noch vor der 30.Minute durch Topscorer Dylan Wruck zum 3:2. "Wir sind im zweiten Drittel insgesamt aber viel besser ins Spiel gekommen, es gab Chancen für Beide", so Gaudet. "Wir hatten vor dem Spiel sechs Mal in Folge gewonnen, da denkt man es geht von alleine. Aber heute mussten wir kämpfen", so der Kanadier weiter. Und das taten die Buam. Im wahrsten Sinne des Wortes. Shawn Weller und Michael Knaub lieferten sich einen Schwergewichts-Fight. Als die Schiedsrichter noch mit dem Sortieren der Strafen beschäftigt waren, schmissen Tim Miller und Matt MacKenzie die Handschuhe weg. "Ich war nicht glücklich mit den Kämpfen. Zwei meiner besten Spieler haben gegen zwei Spieler aus der vierten Reihe gekämpft", ärgerte sich Gaudet. Spätestens nach der Strafenverteilung wurde klar: So schlecht waren die Kämpfe gar nicht. Michael Knaub kam von der Spielerbank aufs Eis "eigentlich nur um Trash Talk zu betreiben", so Falken-Coach Mellitzer nach dem Spiel. Knaub beließ es aber nicht bei Worten, was ihm eine Spieldauer-Disziplinarstrafe einhandelte. Da auch Tim Miller aufgrund eines unerlaubten Körperangriffs frühzeitig unter die Dusche wanderte, ergab sich zunächst eine Vier-gegen-Drei-Überzahl, dann gar eine lange Fünf-gegen-Drei-Überzahl für die Löwen. Diese nutzten die Buam in nahezu perfekter Manier. Ex-Falke Markus Eberhardt besorgte den Ausgleich. Tyler McNeely und Lubor Dibelka drehten das Spiel endgültig. Es waren zweieinhalb Traum-Minuten für die Löwen. Die restliche Spielzeit wurde auch ohne Manuel Edfelder, der nach dem ersten Drittel krankheitsbedingt aussetzte, defensiv solide genug verteidigt, um die Punkte über die Zeit zu retten. Einzig Wruck schoss zwei Minuten vor Ende zum 4:5-Endstand ein. Durch den Sieg rücken die Löwen auf Tabellenplatz drei. Eine Momentaufnahme, allerdings eine sehr schöne. Am Freitag steht das nächste Heimspiel an: Gegen die Eispiraten Crimmitschau.
  
    
Oberliga Süd / Oberliga Nord
    
Deggendorfer SC
Ersatzgeschwächter DSC holt 2 Punkte in Rosenheim
(OLS)  Beim Spitzenspiel in Rosenheim musste der Deggendorfer SC auf die verletzten Greilinger, Röthke und Andreas Gawlik verzichten. Trotzdem konnte sich die Mannschaft von Trainer Dave Allison 2 Punkte nach der Overtime in einem kuriosen Spiel sichern.
Der DSC tat sich sichtlich schwer in die Partie gegen den Tabellendritten zu kommen. Immer wieder mussten die Niederbayern den Rosenheimer Führungstreffern hinterherlaufen. Die Ausfälle von Greilinger und Röthke hatten die Reihen ordentlich durchgewirbelt, aber Andrew Schembri und Filip Reisnecker konnte jeweils im 1. Drittel ausgleichen. Auch zu Beginn des Mittelabschnitts das gleiche Bild: Rosenheim geht abermals zwei Mal in Führung. Aber immer wieder kann der DSC ausgleichen.  Zuerst Christoph Gawlik und dann Curtis Leinweber waren die Torschützen, so dass es mit 4:4 ins letzte Drittel ging.
Im letzte Spielabschnitt war dann der DSC im Spiel angekommen und wirkte spielbestimmend. In der 50. Spielminute konnte Gawlik seine Farben erstmals in Führung bringen und hatte mehrmals gute Gelegenheiten, die Führung sogar noch auszubauen. Diesmal waren es dann die Gastgeber, die kurz vor Ende der regulären 60 Minuten den Ausgleichstreffer erzielen konnten. 
Auch in der anschließenden Overtime hatte des DSC die besseren Gelegenheiten, so dass das Siegtor durch Andrew Schemris zweiten Treffer des Abends letztlich den verdienten Sieg bedeutete.
Coach Dave Allison war nach dem Spiel zufrieden mit dem Ausgang: „Es haben uns heute einige Schlüsselspieler gefehlt, aber die anderen haben heute gekämpft und als Mannschaft den Sieg geholt.“
  
    
Starbulls Rosenheim
Trotz viermaliger Führung nur ein Punkt im Spitzenspiel
(OLS)  Die Starbulls Rosenheim haben das Spitzenspiel am 16. Spieltag der Eishockey-Oberliga Süd gegen Tabellenführer Deggendorfer SC durch einen Gegentreffer in der letzten Spielminute der Verlängerung mit 5:6 verloren. Vor 2.713 Zuschauern im Rosenheimer ROFA-Stadion waren die Starbulls viermal in Führung gegangen, schafften es aber kein einziges Mal nachzulegen sondern mussten – stets unterstützt  von individuellen Fehlern – den Ausgleich hinnehmen. Im letzten Spielabschnitt gerieten die Grün-Weißen dann erstmals in Rückstand. Zwanzig Sekunden vor dem Ende der regulären Spielzeit rettete Tadas Kumeliauskas mit dem Treffer zum 5:5 den Hausherren zumindest einen Punkt.
Nach dem überzeugenden 4:2-Auswärtserfolg am Freitagabend in Selb hatten die Starbulls im Heimspiel gegen Spitzenreiter Deggendorfer SC einen weiteren Sieg im Visier. Verzichten mussten sie allerdings neben den bekannten Ausfällen Michael Fröhlich (langfristig verletzt) und Daniel Bucheli (krank) zusätzlich auf Stürmer Kevin Slezak, der sich bei seinem Einsatz im DNL-Team am Samstag eine Handverletzung zugezogen hatte und nun rund sechs Wochen aussetzen muss. Beim Gegner aus Deggendorf fielen mit Thomas Greilinger, Renè Röthke und Andreas Gawlik aber ebenfalls drei wichtige Spieler aus.
Vom ersten Bully an entwickelte sich eine abwechslungsreiche und kurzweilige Partie, die allerdings das Prädikat Spitzenspiel nur phasenweise verdiente. Beiden Mannschaften unterliefen relativ viele Fehlpässe und Abwehrfehler, die dem Spielfluss nicht förderlich waren. Dennoch wurden den Zuschauern auf beiden Seiten regelmäßig spielerische Gustostückerl serviert. Der frühe Rosenheimer Führungstreffer entsprang allerdings einer Einzelleistung von Maximilian Vollmayer. Der Verteidiger fuhr von hinter dem eigenen Tor mit der Scheibe über die komplette Eisfläche, schloss vom linken Anspielkreis ab und Gästekeeper David Zabolotny ließ die Scheibe von der Fanghand über seinen Kopf ins Tor fallen – 1:0 (3.). Ebenso inkonsequent wie die Gästedefensive in dieser Szene agierte die Rosenheimer Abwehr keine zwei Minuten später: Nach verlorenem Bully bekamen die Grün-Weißen keinen Zugriff und ließen sich durch zwei Doppelpässe komplett aushebeln. Andrew Schembri ließ sich die Chance beim ungehinderten Abschluss vor Torwart Lukas Steinhauer nicht nehmen und schloss zum 1:1 ab (5.).
In der Folge verzeichneten die Starbulls deutlich mehr Abschlüsse als die Niederbayern, so dass die erneute Führung als verdient einzustufen war. Enrico Henriquez Morales durfte sich als Torschütze feiern lassen, er fälschte einen Schuss von Tobias Draxinger unhaltbar zum 2:1 ab (16.). Doch Deggendorf gelang erneut nur zwei Minuten später wieder der Ausgleich. Diesmal war es der Rosenheimer Torhüter, der alles andere als gut aussah: Lukas Steinhauer ließ einen wenig gefährlich anmutenden Schuss vom erst 17-jährigen Filip Reisnecker aus dem linken Bullykreis über seinen Schoner ins rechte Eck hoppeln – 2:2 (18.).
Im zweiten Spielabschnitt ging es im selben Stile weiter. Zweimal gingen die Starbulls in Führung, zweimal glichen die Gäste aus. Das 3:2 für die Hausherren gelang Alexander Höller, der mit Unterstützung von Fabian Zick die Scheibe in der Rundung des Gästedrittels selbst erkämpfte, dann nach innen fahrend von Michael Baindl bedient wurde und Gästekeeper Zabolotny tunnelte (24.). Diese dritte Rosenheimer Führung hatte immerhin zehn Minuten Bestand. Dann brachte Starbulls-Verteidiger Draxinger unbedrängt durch einen schlampigen Pass in der eigenen Zone Christoph Gawlik ins Spiel, der nicht lange fackelte und aus dem Handgelenk ins kurze Eck vollstreckte (34.). In Überzahl durften dann wieder die Grün-Weißen jubeln. Marinus Reiter traf mit einem überlegten Flachschuss aus der Halbdistanz (37.). Doch auch diese Führung schenkten die Gastgeber durch einen Eigenfehler wieder her. Eigentlich agierten die Starbulls überaus effektiv in Unterzahl, doch Verteidiger Felix Linden vertändelte das Spielgerät an der blauen Linie, kam dann auch noch zu spät in die Rückwärtsbewegung und sah nur noch den Rücken von Curtis Leinweber, der frei vor Lukas Steinhauer zum 4:4 einschob (40.).
Leinweber war neben Schembri, Christoph Gawlik und Kyle Osterberg auffälligster Akteur in den Reihen des Tabellenführers. Zwar sprach Gästecoach Dave Allison nach der Partie von einem Kollektiverfolg, aber im dritten Spielabschnitt wie auch in der Verlängerung wurde die herausragende individuelle Klasse der genannten Spieler mehr als deutlich. So auch beim Führungstreffer durch Gawlik, der in einen hohen Befreiungsschlag aus dem Deggendorfer Drittel spritzte und mit hohem Tempo auf Lukas Steinhauer zusteuernd eiskalt zum 4:5 vollstreckte (50.). Danach musste Steinhauer mehrfach den sechsten Gästetreffer verhindern, während den Starbulls Ideen und Kraft für Ausgleichschancen zu fehlen schien. Ohne Torwart und mit sechstem Feldspieler gelang den Grün-Weißen aber doch noch der über die gesamte Spielzeit gesehen sehr verdiente Ausgleich zum 5:5. Tadas Kumeliauskas traf 20 Sekunden vor Ende der regulären Spielzeit nach überlegtem Zuspiel von Josh Mitchell aus halblinker Position; Höller hatte dem Gästekeeper effektiv die Sicht genommen. 
In der Verlängerung war gegen die Cleverness des Spitzenreiters dann aber kein grün-weißes Kraut mehr gewachsen. Die Gäste zeigten sich bei dieser besonderen Situation, bei der nur drei Feldspieler je Mannschaft auf der Eisfläche agieren, spritziger und konzentrierter als die Starbulls. Mehrfach konnte Lukas Steinhauer in höchster Not noch retten, 46 Sekunden vor Ende der Overtime war der Rosenheimer Keeper dann aber geschlagen. Wie schon beim ersten Gästetreffer an diesem Abend war es Schembri, der sich die Chance frei auf das Tor zufahrend nicht nehmen ließ. Zuvor hatte sich der nach wie vor unglaublich flinke 37-Jährige gegen Dominik Daxlberger an der Bande in der neutralen Zone durchgearbeitet und war dann nicht mehr einzuholen.
Starbulls-Coach John Sicinski analysierte nach der Partie zwei verlorene Punkte: „Es war eigentlich ein guter Tag, die Deggendorfer zu schlagen. Aber bei uns haben einige vor dem Spiel zu viel auf die Aufstellung geschaut und gesehen, dass beim Gegner einige wichtige Spieler fehlen – und dann haben bei ihnen selbst vielleicht die letzten fünf Prozent gefehlt. Wir haben es einfach in mehreren Situationen versäumt, unsere Ein-Tore-Führung auch mal auszubauen. Die Chancen dazu waren da“.
  
    
VER Selb
Total verrücktes Spiel am Fuße der Zugspitze
(OLS)  Unsere Wölfe gewinnen am 16.Spieltag der Oberliga Süd in einem verrückten Spiel beim SC Riessersee mit 6:5 nach Penaltyschiessen. Bis zur 44. Minute sahen die Schützlinge von Henry Thom mit 4:1 wie der sichere Sieger aus, ehe die Gastgeber innerhalb von 56 Sekunden zum 4:4 ausglichen und wenig später sogar erstmals in Führung gingen. Unsere Wölfe bewiesen Moral und sicherten sich den verdienten Zwei-Punkteerfolg in einer hochdramatischen Schlussphase. Mit Ausnahme des „56sekündigen Blackouts“ bot unser Team eine starke Defensivleistung mit effektiver Chancenverwertung im Torabschluss. Herausragender Akteur und Matchwinner war Dreifach-Torschütze Gare, Bestnoten verdiente sich Deske als starker Rückhalt. Den entscheidenden Penalty verwandelte Kabitzky.
Nahezu gleiche Voraussetzungen vor der Partie zwischen den Tabellenfünften Selb und den Siebten Riessersee. Beide Teams verloren Freitag ihr Spiel und waren auf einen Erfolg aus und ähnlich wie unsere Wölfe konnten auch die Gastgeber nur drei Blöcke aufbieten. Förderlizenzpartner EHC Red Bull München hatte mit Lobach nur einen Akteur entsendet, auf der Kontingentstelle erhielt Brooks den Vorzug vor Österling.
Der auf der Tribüne sitzende Schwede sah einen munteren Auftritt unserer Wölfe, die keineswegs unverdient nach 20 Minuten mit 2:0 in Front lagen. Ein Offensivspektakel blieb beidseitig aus, die Defensivreihen standen gut und unterbanden viele der Angriffe bereits in der Entstehung. Den besseren Start hatten wir, nach 25 Sekunden erstmalig in Überzahl, ließen unsere Jungs die Scheibe gut laufen, fanden aber noch kein Rezept Fießinger im SCR-Tor zu überwinden. Die Hausherren brauchten Zeit um in Schwung zu kommen und Deske wurde in einer starken Phase der Werdenfelser gut warmgeschossen. Ehliz, Maurer und zweimal Arkiomaa mit guten Szenen für die Hausherren, die in der 10. Minute die Chance zur Führung hatten. In Überzahl rettete für den bereits geschlagenen Deske der Pfosten. Als alles den Anschein hatte, der SCR würde nun besser in Fahrt kommen, schlugen unsere Wölfe gnadenlos zu. Gelke brach auf der rechten Seite durch und bediente genau im richtigen Moment Graaskamp, der diesen sehenswerten Spielzug zur durchaus nicht unverdienten Führung abschloss. Für die Hausherren, die in der Endphase sich mit unnötigen Strafen das Leben selbst schwer machten, kam es noch schlimmer. Gare stand goldrichtig und schob 0,4 Sekunden (!!!) vor der Sirene die Scheibe zum 2:0 über die Linie.
In Überzahl starteten wir in den Mittelabschnitt, in dem es für uns nicht unbedingt sehr viele gute Torchancen gab. Offensiv ging wenig zusammen, dafür stand die Defensive rund um den hellwachen Deske bombensicher. Taktisch gut eingestellt und eng am Mann, ließ man den Werdenfelser nicht viel Raum zur Entfaltung, auch in Überzahl waren Brooks, Maurer und Ehliz nur zweiter Sieger gegen Deske und seine Vorderleute. Die Zeit lief für uns und gegen den SC Riessersee, die Wölfe-Führung auch weiter nicht in Gefahr, beide Teams neutralisierten sich größtenteils. Just in diese Phase fiel der 1:2 Anschluss sprichwörtlich wie aus heiterem Himmel. Nach gewonnenem Bully kam der Puck zu Verteidiger Wachter und der mit einem Sonntagsschuss unter das Kreuzeck – Deske ohne den Hauch einer Chance. Ein Treffer, der beflügelte, eine unnötige Strafe von Turner machte die Aufgabe, den Druck für weitere zwei Minuten mit einem Mann weniger zu überstehen, noch schwerer. Aber unsere Wölfe lösten diese brenzlige Situation souverän. Und es kam noch besser. Gare, der Mann für die späten Tore, stand wieder wo ein Torjäger stehen muss und markierte 35 Sekunden vor der Sirene mit einem schönen Treffer das 3:1 für seine Farben.
Können unsere Wölfe den Sieg ins Ziel bringen? Lange Zeit sah es so aus. Als Graaskamp frühzeitig auf 4:1 stellte, hatten nur wenige im weiten Rund noch Zweifel am Sieger namens Selber Wölfe. Unsere Mannen hatten Gegner und Scheibe fest im Griff, Turner vergab nach Einzelaktion den fünften Treffer. Die Wölfe voll auf Kurs, ehe die Partie einen total verrückten Verlauf nahm. Unsere Wölfe mit einem „56sekündigen Blackout“ und der SCR drehte eine bereits verlorengeglaubte Partie. Ehliz eröffnete den Torreigen zum 2:4, 31 Sekunden danach erzielte Radu A. das 3:4 und weitere 25 Sekunden später gelang Lobach das 4:4.
Unsere Mannen, die bis dahin ein perfektes Auswärtsspiel absolvierten waren total von der Rolle und als SCR-Kapitän Vollmer in Überzahl noch das 5:4 erzielte, war die Partie urplötzlich gedreht. Für unsere Jungs galt: Mund abwischen und nochmals alles in die Schlussphase werfen – um den Rückstand zu egalisieren.
Wölfe-Coach Thom setzte nach einer Auszeit später alles auf eine Karte und nahm Deske für einen weiteren Feldspieler vom Eis. Mit Erfolg. Erneut war es – wie sollte es auch anders sein – Gare, der 62 Sekunden vor Ende für ein Happyend und den verdienten 5:5 Ausgleich sorgte und sein Team in die Verlängerung rettete.
In der Overtime hatten Kabitzky und zweimal McDonald die besten Chancen auf dem Schläger, auf der Gegenseite Vollmer und Brooks – aber beide Torsteher ließen nichts mehr zu. Die Entscheidung musste erneut im Penaltyschiessen fallen – mit dem besseren Ende für die Gäste aus Oberfranken. Vollmer, Maurer und Lobach scheiterten an Deske, Kabitzky mit stoischer Ruhe bei seinem entscheidenden Penalty, der den Zusatzpunkt und Sieg nach einer nach dem Spielverlauf völlig verrückten Partie bedeutete.
  
    
Crocodiles Hamburg
Crocodiles gewinnen zu Hause munter weiter
(OLN)  Die Crocodiles Hamburg haben die Hannover Scorpions mit 6:5 (3:1/1:3/2:1) geschlagen und damit den fünften Heimsieg in Folge einfahren.
Das Team von Trainer Jacek Plachta kam nicht gut in die Partie und musste vor 1.419 Zuschauern zunächst einen Rückstand hinnehmen. Hannovers Andrey Strakhov hatte zum 0:1 für die Gäste eingenetzt (5.). Die Antwort der Hausherren ließ aber nicht lange auf sich warten: Dennis Reimer fing einen Pass der Scorpions ab und traf zum Ausgleich (9.), knapp zwei Minuten später veredelte Patrick Saggau einen Konter zur Führung der Crocodiles. In der 15. Minuten war es erneut ein schneller Gegenstoß, den Dominik Lascheit sehenswert mit dem 3:1 abschloss (15.).
Die folgende Drittelpause tat den Hamburgern allerdings nicht gut: Keine drei Minuten waren gespielt, da verkürzten die Niedersachsen durch Björn Bombis auf 3:2 (23.). Die Gäste blieben dran und schnürten die Hanseaten zunehmend im eigenen Drittel ein, das nächste Tor fiel jedoch auf der anderen Seite. Yannis Walch versenkte die Scheibe mit einem satten Schlagschuss im Tor von Enrico Salvarani (29.). Der Gegentreffer zeigte beim Team von Dieter Reiss keine Wirkung und die Bemühungen der Skorpione wurden schließlich doch noch belohnt. Ralf Rinke (34.) und Mario Trabucco (40.) besorgten den Ausgleich.
Im letzten Spielabschnitt schlugen die Crocodiles zurück. Lascheit traf ein zweites Mal (48.) und Tobias Bruns erhöhte auf 6:4 (55.). Den Scorpions gelang in Überzahl zwar noch der Anschlusstreffer durch Julien Pelletier (57.), den Sieg ließen sich die Crocodiles aber nicht mehr nehmen.
„Das ist unsere Sonntagskrankheit, dass wir da die ersten fünf bis zehn Minuten Anlauf brauchen. Hannover macht das dann aber gut und weckt uns auf, sodass wir wissen, dass wir wieder auf 100 Prozent kommen müssen. Diesmal hat es geklappt, aber wir müssen trotzdem daran arbeiten“, so Routinier Patrick Saggau.
  
    
Bayernliga / Landesliga Bayern
    
EHC Klostersee
TSV Peißenberg Eishackler – EHC Klostersee 6:4 (1:0, 1:2, 4:2)
(BYL)  Den Dreier nach kämpferisch einwandfreier Leistung und toller Moral vor Augen stand der EHC Klostersee an diesem Sonntagabend am Ende dennoch mit leeren Händen da. Nach 60 hart umkämpften Spielminuten bei den Eishacklern des TSV Peißenberg stand aus Sicht der Grafinger ein 4:6 auf der Anzeigetafel. Eine sehr bittere Niederlage für die Rot-Weißen, die beim Tabellenvierten davor drei Mal einen Ein-Tore-Rückstand egalisieren und sich in der 57. Minute sogar mit 4:3 nach vorne arbeiten konnten. Diese erste Führung glitt der Mannschaft von Dominik Quinlan freilich bereits beim nächsten Wechsel wieder aus der Hand, oder besser gesagt 33 Sekunden später.
Nicht Minuten sondern Spielsekunden spielten auch anschließend eine Rolle, für die EHCler eine definitiv tragische. Ganze 38 Sekunden war man von zumindest einem Teilerfolg entfernt, als der zweite Peißenberger Überzahltreffer an diesem Abend die Truppe um Kapitän Philipp Quinlan als Rische-Vertreter sogar aus allen Overtime-Träumen riss. An Kampf und Einsatz (wie zwei Tage davor) fehlte es diesmal definitiv nicht, doch in Sachen Cleverness und Kompaktheit muss wieder etwas mehr auf die Schippe, um derart enge Spiele auch mal wieder auf die eigene Seite zu ziehen.
  
    
EHC Königsbrunn
Müdes Spiel gegen Schongau
(BYL)  Nach dem Feuerwerk gegen Landsberg folgt am Sonntag der spielerische Burnout des EHC Königsbrunn. Mit 2:4 verlieren die Brunnenstädter das Derby gegen die „Mammuts“ der EA Schongau.
Für die Partie konnte EHC-Coach Waldemar Dietrich auf fast seinen gesamten Kader zurückgreifen. Allerdings muss er mindestens zwei Monate auf Verteidiger Luka Szegedin verzichten, der sich am Freitag gegen Landsberg eine Verletzung zuzog. Momentan stehen Königsbrunn nur fünf Verteidiger zur Verfügung.
Doch die Partie verlief zuerst vielversprechend. Beide Teams begannen auf Augenhöhe, den ersten Teffer markierte aber der EHC schon in der vierten Spielminute. Nachdem er zuvor gefoult wurde, trat Hayden Trupp höchstpersönlich zu einem Penalty an, den er dann auch wie schon am Freitag souverän im gegnerischen Kasten versenkte. Schongau war der erwartet unangenehme Gegner, der körperlich sehr präsent war, aber auch läuferisch einiges zu bieten hatte. Königsbrunn ließ einige Möglichkeiten aus und wurde in der 14 Spielminute dafür bestraft, als die Gäste einen Abpraller zum Ausgleich einnetzen konnten. Eine Minute vor der Drittelpause tankte sich dann Jakub Šrámek durch die Reihen der Mammuts und schloss dann mit seinem Treffer zur 2:1 Führung ab. Mit dem knappen Ergebnis ging es dann auch in die erste Pause.
Im mittleren Spielabschnitt baute der EHC sichtlich ab, viele Fehlpässe und verlorene Zweikämpfe brachten die Gäste immer besser ins Spiel. Daraus resultierend waren Chancen für den EHC Mangelware, Schongau war meist einen Schritt voraus und kam nun zu deutlich mehr Torchancen. Allerdings verpassten es die Gäste, Kapital aus der Königsbrunner Schwäche zu schlagen. So hielt die knappe Königsbrunner Führung bis zum Drittelende.
Auch im letzten Spielabschnitt waren die Königsbrunner nur ein Schatten ihrer selbst und kassierten fünf Sekunden nach Wiederanpfiff den Ausgleichstreffer. Der EHC wirkte müde und ideenlos, die Gäste waren aber präsent und legten in der 50. Spielminute einen weiteren Treffer zum 2:3 nach. In Überzahl gelang den läuferisch überlegenen Gästen sogar das 2:4, die Partie war damit gelaufen. EHC-Coach Dietrich wechselte kurz vor Spielende Goalie Hetzel zugunsten eines weiteren Feldspieler aus, doch von Königsbrunner Seite aus kam nichts mehr. Mit dem 2:4 holen sich die Mammuts den ersten Auswärtssieg in dieser Saison.
Schongau entführt verdient drei Punkte aus Königsbrunn, am Ende waren die Mammuts dem EHC in allen Belangen überlegen. Nach der saft- und kraftlosen Vorstellung der Brunnenstädter gibt es unter der Woche viel zu tun für Trainer und Betreuer, immerhin bleibt Königsbrunn auf dem neunten Tabellenplatz. Die Mammuts verlassen nach dem Sieg den letzten Rang, auf diesem stehen nun die Bad Kissinger „Wölfe“.
Sichtlich enttäuscht war nach dem Spiel EHC-Coach Waldemar Dietrich: „Gratulation an Schongau, die haben heute verdient gewonnen. Wir hatten heute im ersten Drittel gleich drei Überzahlsituationen, haben aber nichts draus gemacht. Die Mannschaft war heute wie ausgewechselt zum Spiel gegen Landsberg. Natürlich hat der Freitag viel Kraft gekostet, aber da müssen wir eben clever spielen. Wir hatten kaum Chancen in Überzahl, haben zu kompliziert gespielt. Unsere Schüsse aufs Tor hat Schongau gut blockiert, die Pässe kamen zu 90% nicht an. Wir haben dann noch umgestellt, gebracht hat es allerdings nichts. Die drei Punkte sind nun weg, bitter für uns, aber nun gilt es sich auf den nächsten Gegner zu konzentrieren.“
  
    
EHF Passau Black Hawks
5facher Schindlbeck erlegt Geretsried - 4:7 Auswärtssieg der der Passau Black Hawks
(BYL)  Die Passau Black Hawks nehmen weiter Kurs auf die ersten sechs Plätze zur oberen Verzahnungsrunde. Am Sonntag konnten die Passau Black Hawks einen 4:7 Sieg beim ESC Geretsried feiern. Die Partie wurde in Mittenwald ausgetragen, da dass Stadion des ESC aktuell noch immer umgebaut wird. Passau musste im Vergleich zum Freitag gleich auf drei Spieler verzichten. Lukas Stettmer, Michael Franz und Wayne Grapentine standen im Auswärtsspiel nicht zur Verfügung. Dazu musste Coach Heinz Feilmeier auf den Langzeit verletzten Alex Janzen sowie Patrick Geiger verzichten.
Die Gastgeber kamen gut aus der Kabine und setzten gleich die ersten Akzente. Ondrej Horvath erzielte nach nicht mal vier Minuten den Führungstreffer für die Hausherren. Die Antwort der Habichte kam postwendend! Dominik Schindlbeck erzielte den Ausgleich und zur Mitte des erstens Drittels gleich den Passauer Führungstreffer. Jan Sybek erhöhte vor der Drittelpause auf 1:3. Und auch in den zweiten Abschnitt starteten die Black Hawks vielversprechend. Erneut war Dominik Schindlbeck zur Stelle und erhöhte auf 1:4. Danach zeigten sich die Habichte wie so oft im Mitteldrittel etwas behäbig. Benedikt May und Ondrej Horvath konnten somit auf 3:4 verkürzen.  Doch kurz vor der zweiten Drittelpause war erneut Dominik Schindlbeck für den nächsten Passauer Treffer verantwortlich. Im letzten Drittel zeigten sich die Black Hawks verbessert und legten durch Petr Sulcik und Dominik Schindlbeck noch mal nach. Sechs Sekunden vor Ende der Partie gelang den Hausherren durch Ondrej Horvath noch das Tor zum 4:7 – am Ende nur Ergebniskorrektur! Man of the Match war Dominik Schindlbeck mit fünf Toren. Petr Sulcik war auf Seiten der Black Hawks mit sechs Punkten der erfolgreichste Scorer. Am Ende zählen aber nur drei ganz wichtige Punkte für die Passau Black Hawks.
Am nächsten Wochenende stehen dann zwei ganz schwere Spiele auf dem Programm. Freitag geht’s zum viertplatzierten TSV Peißenberg, ehe es am Sonntag in der Passauer EisArena zum Duell mit Tabellenführer Waldkraiburg kommt. Die Passau Black Hawks empfehlen die Tickets für das Heimspiel am Sonntag um 18:30 Uhr bereits im Vorverkauf zu erwerben. -czo
  
    
TSV Peißenberg
Eishackler entscheiden Krimi für sich
(BYL)  Es war der erwartet heiße Tanz gegen die Grafinger am Sonntagabend in der Eissporthalle Peißenberg. Zehn Tore, Körperbetontes Spiel beider Mannschaften. Eishockeyherz was willst du mehr. Leider konnte Leo Zink an diesem Krimi nicht mitwirken, da er sich im Dorfenspiel eine schmerzhafte Prellung am Handgelenk und an der Schulter zuzog. Er dürfte aber am kommenden Freitag gegen den EHF Passau wieder mit dabei sein.
Die „Eishackler“ waren von Beginn an die Dominantere Mannschaft und kamen gut mit dem Stil von Klostersee zurecht. Schnell und körperbetont agierte man in Richtung Dominik Gräubig. Mehrere gute Möglichkeiten wurden aber vom TSV vorerst nicht genutzt. Das Goldene Händchen hatte aber in der 11. Minute Lukas Novacek, der konnte in Überzahl per Nachschuss zum 1:0 treffen. 
Im weiteren Verlauf entwickelte sich ein schnelles Spiel, mit vielen Chancen auf beiden Seiten. Klostersee konnte aber erst in der 20. Minute sehenswert vor das Peißenberger Gehäuse kommen, Korbinian Sertl machte diese Gelegenheit aber zunichte.
Leider konnten Die „Eishackler“ aus ihren vielen Überzahlmöglichkeiten nicht noch eine größere Führung herausspielen, blieben aber im ersten Durchgang die Dominantere Mannschaft.
Im zweiten Drittel wollten die Grafinger zu Beginn deutlich mehr und wurden in der 26. Minute belohnt für ihre Mühen. Hier war es aber auch erst ein Powerplay, das nötig war für den ersten Treffer. Philipp Quinlan nutzte seine Chance zum 1:1.
Nach dem Ausgleich waren es aber wieder die Männer von Rainer Höfler die mehr vom Spiel hatten. Nur eine Minute später hatte der TSV mehrere Einschussmöglichkeiten, die nicht den erwünschten Erfolg mit sich brachten. Besser ging das in der 32. Minute, da war es eine starke Einzelleistung von Lukas Novacek, der in seiner gewohnten Manier trocken und eiskalt zum 2:1 traf. Nach dieser Führung war dann wieder Klostersee an der Reihe im Minutentakt häuften sich die Chancen, darunter auch ein Pfostentreffer, denen Markus Andrä beinahe dazwischenfunkte, aber sein Schuss ging weit über das Tor. In der 39. Minute kam Klostersee zum Ausgleich. Valentin Hörndl vertändelte im eigenen Drittel die Scheibe und Matthias Baumhackl nutzte diese Gelegenheit zum 2:2.
Im letzten Drittel dieser Begegnung bekamen die 580 Zuschauer den absoluten Ersatz-Tatort zu sehen. Während sich viele Menschen zu Hause vor dem Fernseher amüsierten, verpassten sie natürlich dieses Sehenswerte Spiel. Zuerst kann Klostersee ihre doppelte Überzahlsituation nicht nutzen, dann war es Lukas Novacek der mit seinem dritten Treffer an diesem Abend auch noch für die erneute Führung der Hausherren sorgte. Nur drei Minuten später war es der Pfosten, der die Grafinger noch einmal zurück ins Spiel brachte. Denn fast im Gegenzug war es eine kleine Unachtsamkeit von Korbi Sertl, die Klostersee erneut ausgleichen ließ. In der 50. Minute schien dann alles gegen Peißenberg zu laufen. Denn es folgte eine Spieldauerstrafe gegen Manuel Singer und das Tor für Klostersee zur 3:4 Führung für die Gäste durch Veit Wieczorek. Da dachten schon viele das war es jetzt, dass die „Eishackler“ aber in den letzten drei Minuten, noch drei Tore schießen würden, damit konnte man ja auch wirklich nicht mehr rechnen. Aber es ist einfach dieser Teamgeist, der Wille und die Entschlossenheit, die das Peißenberger Eishockey in dieser Saison auszeichnet. Niemals aufgeben und das gilt auch für die letzten Minuten in einem knappen Spiel. 
Moritz Brikner war es der mit seinem Nachschuss in der 58. Minute, die Eishalle jubeln ließ.
Nach einem Foul von Klostersees Kaefer, witterten die „Eishackler“ erst recht ihre Chance, um dieses Spiel erneut zu drehen. So kam es dann auch.
Florian Höfler war es der die Hartgummischeibe über die Linie brachte und die verdiente Führung für seinen TSV erzielen konnte. Es blieben also „nur“ noch 38 Sekunden die zu überstehen waren.
Maxi Malzatzki war es aber der noch früher für die Entscheidung sorgte. Als Klostersee noch einmal alles nach vorne warf und den Torhüter vom Eis nahm, konnte Malzatzki die erkämpfte Scheibe in Empfang nehmen und sich auf den Weg zum leeren Tor machen um für das entscheidende 6:4 zu sorgen.
Mit einer Bärenstarken Leistung belohnt sich diese tolle Mannschaft mit einem weiteren Sechspunkte-Wochenende. Besonders erfreut hat uns das Tor von Moritz Birkner der sich für seine Leistung in den vergangenen Wochen endlich einmal belohnen konnte. Chapeau vor dieser jungen Mannschaft die zum Rückrundenbeginn auf einem fantastischen vierten Platz in der Tabelle steht. Ruhiger wird es aber mit Sicherheit nicht, denn am kommenden Freitag erwartet man mit dem EHF Passau einen der Top-Favoriten in der Bayernliga.
  
    
EC Pfaffenhofen
Überraschender Erfolg - ECP gewinnt in Klostersee mit 4:3 nach Verlängerung
(BYL)  Überraschender Auswärtssieg des EC Pfaffenhofen. Am Freitag entführten die Pfaffenhofener  mit einem 4:3 (1:0; 1:2; 1:1; 1:0) nach Verlängerung zwei Punkte beim EHC Klostersee. Ein Erfolg, der so nicht unbedingt zu erwarten war, hatten die Eishogs doch nach wie vor mit großen Personalsorgen zu kämpfen.
Und diese Probleme sollten sich an diesem Abend noch weiter verschärfen. Denn bei einem üblen Check von Klostersees Verteidiger Nicolai Quinlan verletzte sich Nico Kroschinski so schwer, dass dem jungen ECP-Angreifer eine lange Pause droht. Damit reiht er sich ein in die Liste der längerfristigen Ausfälle im Lager der Eishogs, auf der mit David Felsöci, Marko Babic und Quirin Oexler schon seit längerer Zeit drei Stammspieler stehen. Ausfälle, die für einen Aufsteiger, wie den ECP kaum zu verkraften sind. So kann  Coach Chris Heid derzeit nicht einmal mehr drei komplette Reihen aufbieten und dies, obwohl in Klostersee selbst der stark angeschlagene Timo Jüngst mit dabei war. Umso erstaunlicher, dass  die arg gebeutelten Gäste den nahezu in Bestbesetzung angetretenen und zeitweise mit vier Angriffsreihen agierenden Hausherren von Beginn an erfolgreich Paroli bieten konnten und sich dadurch beide Mannschaften auf Augenhöhe begegneten. Bei zahlenmäßigem Gleichstand auf dem Eis ergaben sich zwar einige Möglichkeiten, entscheidend durchsetzen konnte sich jedoch keine der beiden Seiten. Und was auf das Tor kam, wurde eine sichere Beute des starken Patrick Weiner im Tor der Eishogs und seines ebenso fehlerfreien Gegenüber Dominik Gräubig. So fielen sämtliche Treffer an diesem Abend mit Ausnahme des Siegtreffers in der Overtime, in Überzahlsituationen, zuletzt ja eine große Schwächer der Eishogs. Doch dieses Mal sah dies deutlich besser aus. Konnte die erste Strafzeit gegen die Gastgeber noch nicht genutzt werden, brauchten die Pfaffenhofener ganze fünf Sekunden, um den nächsten Ausschluss eines Grafingers durch Nick Endreß mit dem 1:0 abzuschließen (16.). Und auch die nächste Strafzeit für die Hausherren hatte Folgen. Dieses Mal benötigten die Gäste 12 Sekunden, um durch Robert Gebhardt auf 2:0 zu erhöhen (28.). Aber Klostersee schlug noch im zweiten Drittel zurück. Wenige Minuten vor der Pausensirene mussten kurz nacheinander Simon Hintermaier und Jake Fardoe auf die Strafbank und innerhalb von nur zwei Minuten hatten Veit Wieczorek (37.) und Nicolai Quinlan (38.) ausgeglichen. Wer jetzt gedacht hatte, bei den Eishogs würde sich im Schlussabschnitt der Kräfteverschleiß bemerkbar machen, sah sich getäuscht. Der ECP hielt die Partie weiter offen und ging wieder in Führung. Kapitän Jake Fardoe besorgte, natürlich wieder mit einem Mann mehr auf dem Eis, in der 48. Minute das 3:2, ehe Gennaro Hördt erneut im Powerplay wieder ausgleichen konnte (52.). Die restlichen Minuten drängten die Gastgeber auf die Entscheidung, doch die Eishogs brachten das Unentschieden über die Zeit, auch dank einer spektakulären Rettungstat von Andi Pielmeier, der für seinen schon geschlagenen Torhüter auf der Linie klärte. So musste also die Verlängerung über den Zusatzpunkt entscheiden und da nutzten die Pfaffenhofener einen Fehler der Hausherren eiskalt aus. Den Konter über Simon Hintermeier schloss Jakub Felsöci mit dem umjubelten Siegtreffer ab.
  
    
EHC Waldkraiburg Löwen
Derbysieger! EHC Waldkraiburg besiegt den ESC Dorfen vor über 1.000 Zuschauern.
(BYL)  Waldkraiburg wurde ein Derby versprochen, Waldkraiburg bekam ein Derby – und was für eins. 1002 Zuschauer wollten sich das Eishockeyspiel zwischen dem EHC Waldkraiburg und dem ESC Dorfen nicht entgehen lassen. 1002 Zuschauer wurden nicht enttäuscht. Es war ordentlich Feuer in der Partie und das spürte man auf dem Eis und hörte man von den Rängen.
Die Löwen begannen im ersten Drittel dort, wo sie am Freitagabend aufgehört haben, im Drittel des Gegners. Auch wenn Dorfen ein wenig mehr Gegenwehr zeigte als es die Wölfe am Freitag konnten, hatte Waldkraiburg doch die Vorteile auf seiner Seite. Nach toll herausgespielten und vergebenen Torchancen vom Rousek-Straka-Duo, Nico Vogl oder Lukas Wagner, war es jedoch der ESC Dorfen, der das erste Tor des Abends erzielen durfte. Waldkraiburg war, durch eine Strafzeit von Chris Hradek gerade ein Mann weniger, da fasst sich der Ex-Waldkraiburger Tomas Vrba ein Herz und sprintet samt Puck durch die Waldkraiburger Reihen, lässt zwei Spieler aussteigen und schlenzt das Ding in den Kasten von Kevin Yeingst. Dies sollte der einzige Treffer für die Piraten aus dem Nachbarkreis bleiben. Die Löwen zeigten sich allerdings keineswegs geschockt vom Gegentor, ebenso wenig wie die Zuschauer auf den Rängen, ist es doch schon gute Tradition erst einmal mit einem Gegentor zu beginnen. Mit einem Rückstand wollte Waldkraiburg jedoch nicht in die Kabine gehen. In der 19. Spielminute ist es Josef Straka, der in Waldkraiburger Überzahl nach gutem Passspiel aller Anwesenden auf Zuspiel von Tomas Rousek, eiskalt vollendet. Mit diesem 1:1 geht es auch in die Pause.
Das zweite Drittel, das darf man ruhig vorwegnehmen, ist das Drittel des EHC Waldkraiburg und auch das, des Nico Vogl. Ohne die Passgeber Fabian Kanzelsberger und Hradek in den Schatten zu stellen, muss man anmerken, dass das 2:1 mindestens zu 90% auf die Kappe von Nico Vogl gehen. Dieser läuft mit einem Affenzahn an der Bande entlang und gerade als es aussieht, dass er mit dem Puck hinter dem Tor verschwindet, zieht er vor das Tor und schiebt die Scheibe ins lange Eck. Ganze 34 Sekunden nach diesem Tor, erneut ein Treffer und erneut ist es Nico Vogl. Nach gewonnenem Bully im eigenen Drittel ist es Leon Decker der sich die Scheibe schnappt und auf den alleingelassenen Nico Vogl passt. Dieser läuft auf das Tor, entscheidet sich gegen den erneuten Pass und dafür, die Scheibe im Tor unterzubringen. Dieses zweite Drittel zeigte, angetrieben vom Derby-Fieber, ganz gut, zu was diese Waldkraiburger Mannschaft fähig ist. Dorfen ging völlig unter in den Waldkraiburger Angriffsbemühungen und hätte sich nicht beschweren dürfen, wären sie nach dem zweiten Durchgang mit mindestens acht Toren zurückgelegen. Aber zurück zur Chronik. Nicht einmal drei Minuten mussten die Fans warten, um das nächste Tor der Löwen bejubeln zu dürfen. Wieder beteiligt Nico Vogl, dieses Mal allerdings nicht als Torschütze, sondern neben Leon Decker, als Passgeber für Christof Hradek. Der agiert von der rechten Seite eiskalt und netzt mit Gewalt in das Tor der Eispiraten. Fünf Minuten Verschnaufpause gönnte man sich auf dem Eis. Wobei, von verschnaufen kann man nicht sprechen, wenn man stets das Dorfener Tor unter Beschuss nimmt. In der 30. Minute ist es dann, raten Sie mal, Nico Vogl. Erneut ist er es, der den Waldkraiburger Torjubel auslöst. Nach gewonnenem Bully von Christof Hradek und einem Pass von Fabian Kanzelsberger, kann er aus der Mitteldistanz den Puck im Tor der Eispiraten unterbringen. Ein weiteres Tor gab es in diesem Durchgang zu bejubeln. Überraschenderweise ganz ohne Beteiligung von Nico Vogl, war es Tomas Rousek der, auf Zuspiel von Mathias Jeske, nach gewonnenem Bully von Josef Straka, humorlos fast von der blauen Linie flach ins Tor trifft und das halbe Dutzend somit voll macht.
Der dritte Spielabschnitt bleibt torlos. Dies bedeutet jedoch nicht, dass er langweilig ist. Man merkt den Dorfener Spielern an, dass sie in der Kabine entweder eine stramme Rede ihres Trainers Randy Neil gehört haben oder sich allein entschlossen, aus dem Winterschlaf zu erwachen. Immer wieder kam es zu vielversprechenden Vorstößen, was die Partie in den ersten zehn Minuten ausgeglichener gestaltete. Auch die Löwen kamen immer wieder vielversprechend vor das Tor, zweimal hörte man sogar das vertraute Geräusch von Hartgummi auf Metall, hinein wollte die Scheibe jedoch nicht. Nicht einmal als Patrick Zimmermann in Unterzahl einen Penalty für Waldkraiburg herausholte, den er im Anschluss allerdings bei Dorfens Andreas Marek, dem Torhüter, ablieferte.
So gewinnt der EHC Waldkraiburg dieses Derby ohne weiteres Tor mit 6:1 und bleibt an der Tabellenspitze der Eishockey Bayernliga. Den vom Trainer Alex Piskunov, stellvertretend für die Mannschaft in den höchsten Tönen gelobten Fans war es egal, sie bejubelten ihre Mannschaft ausgiebig und diese jubelte in aller Form zurück. Ein rundum gelungener Eishockeyabend in Waldkraiburg geht damit zu Ende.
Das nächste Heimspiel der Löwen findet am 22.11.2019 statt. Dann empfangen wir die Mammuts von der EA Schongau um 20:00 Uhr in der Raiffeisen-Arena.
  
   
EHC Bayreuth
Knapper Sieg über das Schlußlicht
(BLL)  Unsere erste Mannschaft hat nach zuletzt zwei Niederlagen ihr Heimspiel gegen den noch sieglosen TSV Trostberg gewonnen. Nach zweimaligem Drei-Tore-Rückstand brauchte sie aber erst eine Aufholjagd und einen wahren Kraftakt, um sich die drei Punkte zu holen.
Die Partie begann ohne Anlaufzeit. Gleich in der ersten Spielminute schlugen die Trostberger das erste Mal zu und gingen durch Roßmanith in Führung. Die Bayreuther machten anschließend zwar das Spiel und drängten die Gäste in die Defensive, der Ausgleich wollte aber nicht fallen. Während die Bayreuther ein ums andere Mal an Gästetorwart Käsmeier scheiterten, konterten die Oberbayern clever und erzielten durch Tobola das 0:2. So hieß es auch in der ersten Drittelpause.
Im zweiten Abschnitt erlebten die gut 300 Zuschauer ein Deja-Vu, als die Trostberger nach nicht einmal einer gespielten Minute mit ihrem ersten Angriff auf 0:3 erhöhten. Torschütze war erneut Nico Roßmanith. Der EHC rannte weiterhin an und nach 23 Minuten konnte Stephan Trolda erstmals den starken Käsmeier überwinden und auf 1:3 verkürzen. Wenngleich Tobola drei Minuten später, wieder durch einen Konter, das vierte Tor für die Gäste erzielte, machten die Bayreuther weiterhin das Spiel und erzeugten ein deutliches Chancenplus, es dauerte allerdings bis zur 32. Minute, ehe Nikolai Pleger das 2:4 erzielen konnte. Nun klappte es auch mit der Chancenauswertung deutlich besser und nur eine Minute später gelang Florian Müller der 3:4 Anschlusstreffer. Der TSV blieb weiterhin über Konter gefährlich, das Spiel machten aber die Bayreuther. Daher war der Ausgleichstreffer von Andreas Geigenmüller in der 39. Minute mehr als verdient und überfällig. Damit ging dann auch dieses nervenaufreibende Drittel zuende.
Im letzten Drittel kamen die Bayreuther Jungs konzentrierter aus der Kabine als in den ersten beiden Abschnitten und machten sofort Druck, um dann in der 43. Minute endlich mit 5:4 in Führung zu gehen. Torschütze war Florian Zeilmann. Die Gäste blieben weiter durch Kontermöglichkeiten gefährlich, kamen aber nicht mehr an den zur Spielhälfte für Markus Buser im Tor stehenden Sebastian Dünkel vorbei. In der Schlussphase wurde das bis dahin faire Spiel zunehmend ruppiger, was sich in vermehrten Strafzeiten niederschlug. Tore fielen aber anschließend nicht mehr.
Damit gewann der EHC die Generalprobe für das heutige Derby in Pegnitz zwar knapp, aber durchaus verdient.
  
    
ESV Buchloe
Piraten bleiben zu Hause weiter ungeschlagen - ESV Buchloe gewinnt auch sein sechstes Saisonheimspiel gegen den EHC Bad Aibling mit 6:3
(BLL)  Der ESV Buchloe bleibt in der Eishockey Landesliga weiter in der Erfolgspur – vor allem vor heimische Kulisse. Nach dem 9:2 Kantersieg am Freitag in Pfronten siegten die Gennachstädter am Sonntagabend auch zu Hause gegen den Verfolger EHC Bad Aibling mit 6:3 (2:2, 3:1, 1:0) und feierten so den sechsten Sieg im sechsten Heimspiel. Treffsicherster Buchloer an diesem Abend war dabei Marc Barchmann, der drei Tore und eine Vorlage beisteuerte und somit einer der Sieggaranten für die Rot-Weißen an diesem Abend war.
Trotz eines Blitzstarts erwiesen sich die Aiblinger vor allem im ersten Drittel als der erwartet unbequeme und taktisch clever spielende Gegner, der nicht umsonst schon Kempten besiegt und dem Tabellenführer Ulm den bislang einzigen Punkt abgeluchst hatte. Dabei gelang den Hausherren durch das schnelle 1:0 von Marc Barchmann nach 59 Sekunden ein Bilderbuchauftakt. Und nachdem Timo Rauskolb nach nicht einmal zwei Minuten mit einem Pfostentreffer noch am Aluminium gescheitert war, legte Michal Telesz sechs Minuten später doch das 2:0 nach, als er nach einem feinen Alleingang EHC-Tormann Michael Fischer keine Abwehrchance ließ (9.). Der starke Beginn mit der eigentlich beruhigenden Führung brachte anschließend aber dennoch keine Ruhe ins Buchloer Spiel. Die Gäste pressten immer wieder früh und machten den Buchloer so mehrfach das Leben schwer. Den Anschluss mussten sich die Piraten aber auf die eigene Kappe schreiben, denn ein eigener Fehler führte dazu, dass Tobias Flach alleine auf Schlussmann Johannes Wiedemann zulaufen konnte und dort zum 2:1 traf (10.). Und auch der Ausgleich – der noch vor der ersten Pause fiel – resultierte aus einem Buchloer Geschenk. Nach einem Fehlpass im eigenen Drittel hämmerte Daniel Meyer ein maßgenaues Zuspiel direkt unter die Latte (18.). Davor hatte Alexander Krafczyk noch Pech, als er erneut am Außenpfosten verzweifelte (16.). „Wir waren im ersten Drittel nicht griffig genug“, resümierte ESV-Trainer Christopher Lerchner den noch holprigen Startabschnitt, den die Hausherren im Mitteldrittel dann aber wieder ausbügelten.
Dort brachte Marc Barchmanns zweiter Treffer die Freibeuter nach 26 Minuten schließlich wieder in Front. Barchmann traf am kurzen Eck per Direktabnahme zum 3:2, nachdem er von Max Hofer von hinter dem Tor optimal bedient worden war. Und die Gastgeber legten nur dreieinhalb Minuten später gleich nach: Einen Konter vollendete Timo Hauck zum 4:2 (30.). Die Piraten schienen das Spiel nun endgültig im Griff zu haben, auch weil Maximilian Schorer mit einem Distanzschuss nach 38 Minuten sogar auf 5:2 erhöhte. Doch nicht einmal eine Zeigerumdrehung später fing man sich ärgerlicherweise umgehend wieder den Anschlusstreffer. Weil man zu offensiv agierte konnte Marcel Schulz einen Querpass bei einem Zwei auf Eins Konter problemlos zum 5:3 über die Linie schieben (39.).
Für den Schlussdurchgang war also noch für Spannung gesorgt. Doch Dank einer konzentrierten Defensivleistung geriet der nächste Heimdreier nicht mehr wirklich in Gefahr. Viel ließen die Pirates schließlich nicht mehr zu, auch wenn man es verpasste vorzeitig den Sack endgültig schon zuzumachen. Dies wäre bei gut fünf Minuten am Stück in Überzahl durchaus möglich gewesen, doch ein Tor wollte in dieser Phase nicht fallen. Und so setzte Gästetrainer Sasjadvolk in den letzten beiden Minuten alles auf eine Karte und nahm den Torhüter vom Eis – auch weil dort die Buchloer nochmals eine Strafzeit kassierten. Die Verteidigung stand aber auch hier sicher und so war es Marc Barchmann Sekunden vor Spielende vorbehalten, mit seinem dritten Treffer per Empty Net-Tor den 6:3 Endstand zu erzielen (60.).
Damit halten die Buchloer einen direkten Konkurrenten um einen Platz über dem begehrten Strich weiter auf Distanz und können nach einem sechs Punkte-Wochenende mit Selbstvertrauen am kommenden Sonntag zum Derby nach Kempten reisen. 
  
    
Regionalliga Südwest / Landesliga Baden-Württemberg
    
Stuttgarter EC
Rebels enttäuschen gegen Eppelheim
(RLSW)  Eine herbe Enttäuschung bereiteten die Stuttgart Rebels am vergangenen Freitag ihren Anhängern. Nach der 2:7-Heimniederlage gegen den zu diesem Zeitpunkt Tabellenvorletzten EC „Eisbären“ Eppelheim muss man die Saisonziele zumindest vorerst nach unten korrigieren.
Im Duell zweier stark ersatzgeschwächter Mannschaften starteten die Rebellen zunächst recht ordentlich in die Partie und hatten deutlich mehr Spielanteile zu verzeichnen. Die sich bietenden Torchancen konnten jedoch allesamt nicht verwertet werden. Besser machten es die Gäste, die bei ihrem ersten Powerplay ihre gefühlt erste Tormöglichkeit prompt ausnutzten. Diese Effektivität ging Stuttgart leider ab, kurz vor Drittelende erfolgte der nächste Nackenschlag in Form eines weiteren Gegentreffers.
Zwar kam man auf Seiten der Gastgeber sicherlich mit dem Willen zurück aufs Eis, wie in der vergangenen Partie gegen Ravensburg dem Spiel im zweiten Drittel eine Wendung zu geben. Ein vergebenes Überzahlspiel und der rasche dritte Gegentreffer der Kurpfälzer zog den Rebellen jedoch offensichtlich endgültig den Zahn. Nach vorne fand man keine Möglichkeiten mehr, den Gegner ernsthaft in Bedrängnis zu bringen, in der Defensive bekam man keinen Zugriff mehr auf seine Gegenspieler. So fiel es den Gästen nicht allzu schwer, weitere Treffer zum 0:6-Zwischenstand zu erzielen. Nach dem fünften Gegentreffer erlöste Coach Heiko Vogler schließlich seinen Goalie und Backup Andi Räth kam zu seinem ersten Saisoneinsatz. Er machte im weiteren Spielverlauf einen gute Job.
Auch das gewonnene Schlussdrittel konnte die Mienen im Stuttgarter Lager selbstverständlich nicht aufhellen, bei einem weiteren Gegentreffer konnten zumindest Silas Abert und Sebastian Meindl noch etwas für ihre persönliche Statistik tun.
Am kommenden Wochenende steht nun das schwere Auswärtsspiel bei der momentan wohl stärksten Mannschaft der Liga an: den Zweibrücken Hornets. Vielleicht kann man ohne Druck dort einen ersten Schritt tun, sich am eigenen Schopf aus der Misere zu ziehen.
  
    
1.CfR Pforzheim
Bisons drehen spät auf und sichern sich den Zusatzpunkt
(LLBW)  Die Pforzheim Bisons besiegten den Stuttgarter EC 1b knapp mit 5:4 (2:1/0:2/2:1) nach Penaltyschießen.
Die Bisons wollten das Spiel anders angehen als die vorangegangenen. Denn hier hatte man das erste Drittel meist verschlafen. So setzte sich nach drei Minuten Benjamin Frick durch, doch sein Schuss ging knapp am Tor vorbei. Zwei Minuten später zielte Topscorer Martin Juricek zu genau, denn die Scheibe knallte gut hörbar ans Gestänge, Goalie Niklas Syguda wäre hier chancenlos gewesen. Die Bisons kamen auch anschließend zu guten Möglichkeiten, die sie jedoch nicht zur Führung nutzen konnten. Besser machten es die Gäste aus Stuttgart, die mit dem ersten Schuss auf das Tor durch Jesper Leis die Führung erzielen konnten (9.). Nun waren auch die Schwaben besser im Spiel, so dass sich Klaus Graefe im Kasten der Bisons auszeichnen konnte. Martin Juricek nutzte schließlich ein Zuspiel von Patrik Vogl zum 1:1-Ausgleich (17.). Knapp 50 Sekunden vor der ersten Pause stand Patrik Vogl goldrichtig und netzte zum 2:1 für die Bisons ein. Im zweiten Spielabschnitt kamen die kleinen Rebellen nur wenige Sekunden nach Wiederbeginn durch Michael Bartmann zum 2:2. Nur wenige Sekunden später hatte Vladimir Viller die schnelle Antwort auf dem Schläger, scheiterte allerdings an Syguda. Auch im Anschluss kamen die Bisons zu weiteren Möglichkeiten, doch selbst bei kleinen Unsicherheiten der Stuttgarter Defensive stand der Goalie den Pforzheimer Kufencracks im Weg. Bei einem Konter war Masaru Komiyama schneller an der Scheibe und brachte diese an Graefe vorbei zum 2:3 in Maschen (27.). Bei einem weiteren Stuttgarter Angriff konnten sich die Bisons glücklich schätzen, denn die Scheibe ging knapp am Gehäuse vorbei. Anschließend machte Klaus Graefe für Tobias Nuffer Platz, der nun das Tor der Bisons hütete. Ein Powerplay ließen die Bisons im Anschluss nahezu ohne echte Torchance verstreichen, so dass es mit einem knappen 2:3-Rückstand in die Pause ging. Im Schlussabschnitt konnten sich die Stuttgarter in Überzahl versuchen, die Bisons hatten jedoch in Person von Sidney Körper die beste Chance auf einen Torerfolg. Als die Bisons im weiteren Spielverlauf ein Unterzahlspiel unbeschadet überstanden haben, herrschte in der Defensive noch etwas Unordnung, so dass Lukas Borchert das 4:2 für die Gäste erzielen konnte (51.). Kurz darauf hatten die Bisons die Möglichkeit in doppelter Überzahl zu verkürzen, doch die Scheibe wollte einfach nicht über die Linie. Zwei Minuten vor dem Ende setzte Coach Ken Filbey alles auf eine Karte und nahm Tobias Nuffer zugunsten eines sechsten Feldspielers vom Eis. Die Bisons schnürten die Gäste aus der Landeshauptstadt im eigenen Drittel ein und kamen 1:29 Minuten vor Schluss durch Martin Juricek zum 3:4-Anschluss. Nachdem die Bisons das anschließende Anspiel für sich entschieden haben, ging Nuffer wieder vom Eis und Vladimir Viller erzielte 44 Sekunden vor der Sirene den nicht mehr für möglich gehaltenen Ausgleich zum 4:4. Im anschließenden Penaltyschießen sicherte Patrik Vogl mit zwei Treffern den Zusatzpunkt für die Bisons. Auf Stuttgarter Seite traf lediglich Lukas Borchert.
Die Bisons sind gegen den Stuttgarter EC 1b mit einem blauen Auge davongekommen. Ähnlich sah es auch Headcoach Ken Filbey, der nach dem Spiel sagte: „Wir haben den Gegner von Beginn an unterschätzt. Sie sind in der Defensive gut gestanden und haben ihre Kontermöglichkeiten gut ausgenutzt.“
Am kommenden Sonntag, 24.11.2019 um 19:00 Uhr steht bereits das nächste Heimspiel auf dem Spielplan der Bisons. Dann empfangen sie den Schwenninger ERC. Die Eintrittskarten für das gestrige Spiel gegen Stuttgart sind auch für das Spiel gegen den SERC gültig.
  
    
Regionalliga West
    
EG Diez-Limburg
Rockets setzen mit Heimsieg Höhenflug fort
(RLW)  Sechs-Punkte-Wochenende für den Spitzenreiter der Regionalliga West: Die EG Diez-Limburg schlägt nach dem zweistelligen Auswärtssieg in Ratingen am Sonntagabend auch den Neusser EV. In heimischer Halle taten sich die Rockets über weite Strecken jedoch schwer gegen sehr gut organisierte Gäste, die nach ihrem ersten Saisonsieg am Freitagabend deutlich im Aufwind sind. Das 3:2 (2:0, 1:1, 0:1) für die EGDL war unter dem Strich ein wichtiger Erfolg, aber auch kein berauschendes Eishockeyfest. 
Personell wurde es eng für Rockets-Trainer Frank Petrozza, der sich zwischen den Pfosten keine Sorgen machen musste: Tim Stenger sollte den verletzten Jan Guryca souverän vertreten. Defensiv fehlte mit Alexander Seifert jedoch der stärkste Verteidiger im Team, offensiv zudem mit dem Kanadier Kyle Piwowarczyk, Andre Bruch und Dominik Luft eine komplette Sturmreihe. Umso erfreulicher, dass der dritte Sturm mit Philipp Maier, Pablo Gimenez und Kim Mainzer ein richtig gutes Spiel ablieferte.
Die Tore gingen jedoch auf das Konto der ersten Reihe: Kevin Lavallee bereitete in Überzahl die Führung durch David Lademann vor (11.). Wenig später bereitete Lademann das 2:0 von Lavallee vor (18.). Ein bis dahin flottes Spiel machte Lust auf mehr. Chancenplus klar bei den Gastgebern, Neuss aber spielte ebenfalls munter mit - das hatte hohen Unterhaltungswert.
Mit zunehmender Spieldauer verflachte die Partie jedoch. Die EGDL legte noch das 3:0 durch RJ Reed nach, machte danach aber zu wenig aus den insgesamt 55 Schüssen auf des Gegners Tor. Neuss hingegen arbeitete sich Schritt für Schritt auch vom Ergebnis her rein in die Partie: Florian Fehr besorgte in der 35. Minute das 1:3. Und zehn Minuten vor dem Ende schaffte Felix Wolter den Anschlusstreffer (51.). Mehr ließ die EGDL jedoch nicht zu, die damit den 12. Sieg im 13. Spiel einfuhr.
„Ich denke, wir haben uns heute sehr gut präsentiert und alles rausgehauen“, sagte NEV-Trainer Daniel Benske. „Wir waren sehr gut organisiert und diszipliniert, haben zudem auch Torgefahr ausgestrahlt. Ich bin rundum zufrieden.“ Das konnte sein Gegenüber Frank Petrozza lediglch mit den drei Punkten sein: „Ich freue mich über die Punkte, aber wir wissen, dass wir das besser können. Mit dem ersten Drittel war ich zufrieden, alles danach hatte nicht mehr viel mit Eishockey zu tun. Da haben wir uns das Leben selbst schwer gemacht und viel zu viele Zweikämpfe verloren. Für heute hat das gereicht, in der Zukunft aber wissen wir besser spielen.“
  
    
Herforder EV
Erkältungswelle legt halben HEV-Kader auf Eis - Herford unterliegt in Herentals mit 1:5
(RLW)  Tapfer gewehrt – gleich zwölf Spieler fehlten Chefcoach Jeff Job beim Inter Regio-Cup-Auswärtsspiel in Herentals. Die verbliebenen zehn Akteure plus die drei Juniorenspieler Dario Walkenhorst, Hendrik Pohlmann und Alex Kraus schlugen sich zwar achtbar, verloren jedoch letztlich mit 1:5 (1:1/0:1/0:3), auch weil am Ende einfach die Kraft ausging. 
Beide Teams tasteten sich im ersten Drittel zunächst ab, wobei sich Herford trotz der vielen Ausfälle nicht versteckte und mutig nach vorne spielte. Als Fabian Staudt in der 15. Minute eine Strafzeit absaß, schlug Herentals jedoch bereits nach wenigen Sekunden zu. Nathan Pancel wurde von seinen Mitspielern in Position gebracht und netzte aus kurzer Entfernung zum 1:0 Führungstreffer ein. Herford erholte sich jedoch schnell von dem Rückstand und kam durch Killian Hutt nur eine Minute später mit einem sehenswerten Solo von der Mittellinie zum verdienten Ausgleich, mit dem es auch in die erste Pause ging.
Im zweiten Spielabschnitt ließ der HEV zunächst eine Überzahlsituation ungenutzt. Herentals erhöhte danach den Druck, scheiterte jedoch immer wieder an Kieren Vogel im Tor der Ice Dragons. Herford blieb bei einigen Kontern weiterhin auch torgefährlich. Als Leon Nasebandt in der 36. Minute eine 2+2-Minuten Zeitstrafe erhielt und zudem auch Guillaume Naud eine Minute vor der Pausensirene auf die Strafbank musste, erzielte der Gastgeber wenige Sekunden vor dem letzten Wechsel das 2:1 durch Mitch Morgan. Gar nicht einverstanden war Chefcoach Jeff Job mit diesem Treffer, da die Schiedsrichter unmittelbar vor dem Tor ein Foul an Killian Hutt ungeahndet ließen.
Das letzte Drittel begann mit einer kalten Dusche für den Herforder EV, als Jacques De Ceuster auf 3:1 für Herentals erhöhte. Der HEV bemühte sich zwar um den Anschlusstreffer, doch so langsam machte sich der Kräfteverschleiß bemerkbar. Der Gastgeber stand sicher in der Abwehr und wartete geduldig auf die sich bietenden Chancen. In der 56. Minute erhöhte Jef Van Den Bosch auf 4:1 und kurz vor Schluss erzielte Ben Vercammen in Überzahl den 5:1-Siegtreffer.
Für Herford bleibt nicht viel Zeit zum Erholen, denn bereits im Dienstagsspiel geht es um 20.00 Uhr im Halbfinale um den NRW-Pokal bei den Hammer Eisbären weiter. Bleibt zu hoffen, dass sich bis zu dem Spiel der ein oder andere Akteur des HEV wieder gesund meldet und somit der Kader für das mit Spannung erwartete Westfalenduell wieder anwächst.   
  
    
EHC Neuwied Bären
Bären festigen mit 3:1-Heimsieg den zweiten Platz
(RLW)  Mit dem ersten Schritt hatten sie am Freitag Tabellenplatz zwei übernommen, mit dem zweiten die Position des ersten Verfolgers von Spitzenreiter EG Diez-Limburg untermauert: Der EHC „Die Bären" 2016 blickt in der Eishockey-Regionalliga West auf ein nach Punkten optimales Wochenende zurück. Auf den 8:4-Erfolg in Dinslaken folgte ein verdienter 3:1-Heimsieg über die Ratinger Ice Aliens. „Wir haben eine couragierte Leistung gezeigt und waren in meinen Augen über 60 Minuten hinweg die bessere Mannschaft. Ich hatte nie Angst, dass heute etwas schiefgehen könnte", sagte EHC-Trainer Carsten Billigmann. Seine Mannschaft spielte konzentriert und hielt den Laden auch in den Momenten zusammen, in denen die Ice Aliens ihre Stiche hätten setzen müssen, um etwas Zählbares auf die Heimreise mitzunehmen. Im zweiten Drittel in etwa, als Tobias Etzel für einen Check von hinten gegen Alexander Brinkmann vorzeitig in die Kabine musste und die Bären fünf Minuten lang in Unterzahl spielen mussten. Oder zehn Minuten vor dem Spielende, als sich Frederic Hellmann zu einer inzwischen EHC-untypischen Undiszipliniertheit hinreißen ließ. Die Bären blieben in Unterzahl kompakt und machten ihrerseits kurze Zeit später im Powerplay durch Sam Aulie den Deckel auf die Partie. „Wieder haben wir in Überzahl kein Tor gemacht - nicht bei fünf gegen drei, nicht in der fünfminütigen Phase. Und deshalb haben wir auch verdient verloren", gratulierte Ratingens Coach Andrej Fuchs den Bären zum Dreier.
Wie schon in Dinslaken fehlten Neuwied Justin Schrörs, Knut Apel, Stephan Fröhlich und Maximilian Herz, sodass neue Formationen auf dem Eis standen. Sam Aulie rückte in die Reihe mit Maximilian Wasser und Jeff Smith auf - das harmonierte prächtig. Einen Bauerntrick vollendete Aulie in der 14. Minute zum 1:0, Smith verwertete die Vorlage des Kanadiers in Unterzahl zum 2:0 (20.). Der EHC befand sich ausgangs des ersten Drittels bereits in der richtigen Spur. „Wir hätten nur unsere Chancen besser in Tore ummünzen müssen", fand Trainer Billigmann. Tobias Etzel traf zum Beispiel in der 24. Minute den Pfosten, ansonsten erwies sich Aliens-Schlussmann Felix Zerbe als Teufelskerl. Billigmann: „Unsere Schüsse waren nicht schlecht, aber er hat großartig gehalten."
Zerbe hielt sein Team im Spiel, und das verkürzte in der 42. Minute durch Tim Brazda. Ratingen war energischer als zuvor aufs Eis zurückgekommen, konnte aber nicht mehr nachlegen. Stattdessen zog Aulie in der 53. Minute von der rechten Seite in die Mitte und entschied die Partie mit seiner dritten Torbeteiligung an diesem Abend.
  
    
Regionalliga Ost
    
ELV Niesky
Vier Punkte aus zwei Spielen
(RLO)  Am Freitag, den 15.11.2019 waren die Tornados zu Gast beim ESC Dresden 1b in der EnergieVerbund Arena Dresden. Dort holten die Nieskyer mit 2:9 (0:3; 2:3; 0:3) einen klaren Sieg. In Dresden waren die Gäste ganz klar tonangebend und gewannen mit vielen schön herausgespielten Toren. Nur im zweiten Drittel waren sie etwas unaufmerksam und ließen dem Gegner im eigenen Drittel zu viele Freiräume. Die Torschützen waren Sebastian Greulich, 2x Philip Riedel, Markus Fabian, 2x Jörg Pohling, Eddy Lisk, David Frömter und Marius Stöber.
Einen Tag später, am 16.11.2019 empfingen die Tornados im heimischen Eisstadion am Waldbad in Niesky die Eisbären Berlin juniors. Gegen dieses Team hatten sie vor zwei Wochen in Berlin 0:12 gewonnen. Schon im ersten Drittel hätten die Nieskyer am Sonnabend souverän für eine Vorentscheidung sorgen müssen. Torchancen dafür gab es genug. Aber die drei Treffer von Marius Stöber, David Frömter und Tom Domula reichten zum Schluss nicht für die erwarteten Erfolg. Mit zwei Toren nahmen die Berliner im Mitteldrittel die Verfolgung auf. Das Spiel der Gastgeber war zerfahren, die Qualität der Pässe und des Zuspiels ließ nach und die Gäste bekamen viele Freiräume. Dank eines Treffers von Richard Jandik ging es mit einem Spielstand von 4:2 ein letztes Mal in die Kabine. Doch im letzten Drittel ging bei den Tornados ganz nichts mehr. Die wenigen Torchancen wurden kläglich vergeben. Anders die Gäste aus der Hauptstadt. Diese nutzen ihre Chancen und glichen mit zwei weiteren Toren aus. So stand es nach 60 Minuten 4:4 und es ging in die Verlängerung. Zwei hundertprozentige Torchancen der Tornados blieben ungenutzt. Dafür konterten die Berliner eiskalt und holten sich in der 62. Minute den verdienten Sieg. Mit einem Endstand von 4:5 (3:0; 1:2; 0:2; 0:1) n.V. mussten sich die Nieskyer letztendlich geschlagen geben. Die fast 600 Zuschauer gingen an diesem Abend enttäuscht nach Hause.
  


 Montag 18.November 2019 www.icehockeypage.de 
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