IHP NachrichtenMittwoch 26.November 2025
(IHP) Nachfolgend aktuelle Nachrichten, offizielle Mitteilungen, Spieltags-Vorberichte und Spielberichte von Dienstag Abend und Mittwoch mit insgesamt 11 Beiträgen aus der Deutschen Eishockey Liga, Deutschen Eishockey Liga 2 und Oberliga Süd, sowie aus der Landesliga Bayern, Bezirksliga Bayern und Regionalliga West.
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Red Bull MünchenVierter Sieg in Serie: Red Bull München gewinnt auch Derby gegen Straubing (DEL) Der EHC Red Bull München gewann am 22. Spieltag der PENNY DEL-Saison 2025/26 das Topspiel gegen die Straubing Tigers mit 5:3 (1:0|2:2|2:1) und feierte damit den vierten Sieg in Folge. Gleichzeitig war es der sechste Heimerfolg in Serie. Vor 10.796 Zuschauern im ausverkauften SAP Garden erzielten Ville Pokka, Veit Oswald, Gabriel Fontaine, Adam Brooks und Tobias Rieder die Derby-Tore für die Mannschaft von Trainer Oliver David. Spielverlauf München kam mit viel Schwung aus der Kabine und wurde im ersten Powerplay des Derbys für die starke Anfangsphase belohnt: Pokka erzielte kurz vor Ablauf der Strafe mit einem verdeckten Schuss die Führung (6.). Im Anschluss entwickelte sich ein ausgeglichenes, schnelles Spiel mit aufmerksamen Defensiven. Torchancen blieben in dieser Phase noch aus – bis Maximilian Daubner frei vor dem Straubinger Tor auftauchte, aber knapp drüber schoss (13.). Wenige Sekunden später vereitelte auf der Gegenseite der selten geforderte Antoine Bibeau den Ausgleich durch Filip Varejcka (13.). Je länger das Drittel dauerte, desto torgefährlicher wurde München. Ein weiterer Treffer fiel vor der ersten Pause aber nicht. Mit 1:0 und einem ordentlichen Chancenplus für die Hausherren ging es in die Kabine. Auch im spektakulären Mittelabschnitt hatte München die erste Topchance, doch Florian Bugl entschärfte den Alleingang von Tobias Rieder (23.). Kurz darauf jubelten die Gäste, weil Josh Melnick erfolgreich zum 1:1 abfälschte (25). Nur drei Minuten später machte Alex Green den Doppelschlag der Gäste in Überzahl perfekt (28.). Plötzlich war Straubing obenauf, die Red Bulls hatten aber die perfekte Antwort parat – und drehten in der 30. Minute das Spiel mit zwei Treffern innerhalb von acht Sekunden: Zunächst erzielte Oswald das 2:2, ehe Fontaine das 3:2 nachlegte. Die Gäste wechselten daraufhin den Torhüter: Henrik Haukeland stand nun zwischen den Pfosten und war im zweiten Drittel nicht mehr zu bezwingen – genauso wie Bibeau. So blieb es trotz weiterer Abschlüsse bei einer knappen Münchner 3:2-Führung nach 40 Minuten. Straubing erhöhte im Schlussabschnitt die Schlagzahl, München konzentrierte sich auf die Defensive und ließ wenig zu. Doch die Gäste benötigten an diesem Abend nicht viele Chancen und glichen durch Elis Hede erneut aus (45.). Wieder zeigten die Red Bulls eine starke Reaktion: In der 50. Minute schüttelte Brooks einen Gegenspieler ab und blieb auch vor Haukeland eiskalt – das 4:3 (50.). Der knappe Vorsprung hielt bis in die Schlussphase. Da setzten die Tigers mit dem sechsten Feldspieler alles auf eine Karte – ohne Erfolg, denn Rieder sorgte kurz darauf mit seinem Empty-Net-Tor zum 5:3 (59.) für die Entscheidung. Antoine Bibeau: „Die Mannschaft hat stark gespielt. Wir sind sehr gut ins Spiel gestartet, haben dann im zweiten Drittel etwas nachgelassen. Wir haben aber nach dem 3:3 noch einen Weg gefunden, das Spiel zu entscheiden. Es war ein großer Sieg für uns.“ Tore: 1:0 | 05:03 | Ville Pokka 1:1 | 24:10 | Josh Melnick 1:2 | 27:31 | Alex Green 2:2 | 29:40 | Veit Oswald 3:2 | 29:48 | Gabriel Fontaine 3:3 | 44:41 | Elis Hede 4:3 | 49:50 | Adam Brooks 5:3 | 58:06 | Tobias Rieder Zuschauer: 10.796
Abgebrochene Partie Weiden-Kassel wird mit 5:0 für Huskies gewertet - Blue Devils Weiden erhalten zudem Geldstrafe (DEL2) In dem Ermittlungsverfahren D2 02G/2526 der ESBG Eishockeyspielbetriebsgesellschaft mbH (Ligagesellschaft) gegen den Lizenzclub Blue Devils Weiden ergeht gemäß § 6 Abs. 1 der Disziplinarordnung der ESBG Eishockeyspielbetriebsgesellschaft mbH folgender Beschluss: 1. Das Meisterschaftsspiel wird für den Lizenzclub mit 0 Punkten, 0:5 Toren als verloren und für die Kassel Huskies mit 3 Punkten und 5:0 Toren als gewonnen gewertet. 2. Der Lizenzclub zahlt bis zum 03.12.2025 eine Geldstrafe an die Ligagesellschaft. BEGRÜNDUNG DER ENTSCHEIDUNG: Im Nachgang des Meisterschaftsspiels Blue Devils Weiden gegen den EC Kassel Huskies am 23.11.2025 wurde gem. § 1 Abs. 1 Disziplinarordnung ein Ermittlungsverfahren gegen den Lizenzclub Blue Devils Weiden eingeleitet. Nach Würdigung der Beweismittel stellt sich der Sachverhalt wie folgt dar: Bei Spielzeit 12:19 im 2. Drittel musste das Spiel wegen einer gebrochenen Plexiglasscheibe zunächst unterbrochen werden. Dem Lizenzclub gelang es innerhalb von 90 Minuten nicht, den ordnungsgemäßen Zustand wiederherzustellen, sodass eine Spielfortsetzung zu diesem Zeitpunkt nicht möglich war. Gemäß § 11 Abs. 3 S. 1, 2 Spielordnung wurde das Spiel mit Ablauf der 90 Minuten abgebrochen. Der Lizenzclub bestätigt dies in seiner Stellungnahme. Gemäß § 3 Abs. 2 SpO ist der Veranstalter verpflichtet, für die ordnungsgemäße Durchführung seiner Spiele zu sorgen. Hierzu gehört insbesondere die Bereitstellung einer ordnungsgemäßen Spielstätte. Davon umfasst ist ebenfalls die Pflicht, diesen Zustand während des Spiels aufrechtzuerhalten bzw. wiederherstellen zu können, weswegen der Veranstalter auch Ersatzmaterial für sporttypische Schäden bereithalten muss. Der Heimclub hat eine Garantenstellung für die Spielfähigkeit seiner Halle; Handlungen des Hallenbetreibers, der als Erfüllungsgehilfe des Heimclubs anzusehen ist, sind dem Heimclub zuzurechnen. Bei dem Spiel am 23.11.2025 hat der Heimclub laut eigener Aussage lediglich Ersatzscheiben für die Bereiche hinter dem Tor bereitgehalten, nicht aber für die seitlichen Bandenbereiche. Das Vorhalten von Ersatzscheiben für alle Bandenbereiche ist ligaweiter Standard. Folglich ist der Heimclub seiner Pflicht nicht nachgekommen - es liegt ein Organisationsverschulden vor. Somit liegen die Voraussetzungen des § 10 Abs. 8 Lit. g) Spielordnung vor.
Wölfe FreiburgEin anspruchsvolles DEL2-Wochenende wartet auf den EHC Freiburg - die Wölfe treffen am Wochenende gleich auf zwei formstarke Gegner (DEL2) Am Freitagabend steht das Auswärtsspiel bei den Lausitzer Füchsen auf dem Programm, ehe am Sonntag die Kassel Huskies ihre Visitenkarte in der Echte Helden Arena abgeben. Auswärts bei den Lausitzer Füchsen Die Freiburger möchten am Freitag (Spielbeginn 19:30 Uhr) Revanche nehmen: Das erste Duell am 12. Oktober endete unglücklich mit einer 4:5-Niederlage nach Penaltyschießen. Die Füchse präsentieren sich in dieser Saison vor allem defensiv äußerst stabil. Torhüter Anthony Morrone überzeugt mit einer Fangquote von 92,1 Prozent, und auch sein Kollege Lennart Neiße liefert mit 92,5 Prozent absolute Topwerte. In der Defensive ragt Verteidiger Kyle Havlena mit bislang 10 Scorerpunkten (4 Tore, 6 Assists) heraus. Tim Heyter (7 Punkte) und der ehemalige Freiburger Simon Stowasser (5 Assists) komplettieren eine kompakte Abwehrreihe. Im Angriff trägt der 25-jährige Charlie Jahnke den Goldhelm der Füchse. Mit 15 Punkten (7 Tore, 8 Assists) führt er die interne Scorerliste an, dicht gefolgt vom jungen Talent Lennart Nieleck, der bereits 14 Punkte verbuchen konnte. Zudem stehen mit Hannu Tripcke und Georgiy Saakyan zwei frühere Freiburger im Aufgebot der Sachsen. Heimspiel gegen die Kassel Huskies Am Sonntag (18:30 Uhr) empfangen die Wölfe mit den Kassel Huskies eines der Topteams der aktuellen DEL2-Saison. Die Nordhessen verfügen über den drittstärksten Angriff, die zweitbeste Defensive und führen die Liga bei den Siegen in der regulären Spielzeit an. Beim ersten Aufeinandertreffen am 10. Oktober verlangten die Wölfe dem Favoriten alles ab und unterlagen nur knapp mit 4:5. Auch im Rückspiel soll dieser Kampfgeist den Ausschlag geben. Im Tor sorgt derzeit Philip Maurer für Stabilität und hat den eigentlich als Starter vorgesehenen Brandon Maxwell – nach dessen Verletzungspause – vorerst verdrängt. Ergänzt wird das Trio durch Oleg Shilin, der bereits vier Einsätze absolvierte. In der Defensive ist Bode Wilde der herausragende Akteur: Mit 11 Punkten (2 Tore, 9 Assists) führt er die interne Verteidigerwertung an. Dahinter folgen die erfahrenen Andrew Bodnarchuk und Tim Bender mit jeweils 7 Punkten. Offensiv verfügen die Huskies über enorme Durchschlagskraft. Topscorer Tristan Keck kommt derzeit auf 17 Punkte (10 Tore, 7 Assists). Ebenfalls in starker Form: Tyler Benson sowie Hunter Garlent, der bereits 15 Punkte gesammelt hat und zu den konstantesten Scorern der Liga zählt. Ausblick Die Rollen vor dem Wochenende sind klar verteilt: Freiburg geht sowohl in Weißwasser als auch gegen Kassel als Außenseiter ins Rennen. Dennoch haben die Wölfe in dieser Saison mehrfach bewiesen, dass sie gegen Topteams zu ihren besten Leistungen finden können.
Kassel HuskiesNach Spielabbruch: Partie Weiden-Kassel wird mit 5:0 für die Huskies gewertet (DEL2) Nachdem das Spiel der Huskies in Weiden am Sonntag wegen einer gerissenen Scheibe abgebrochen wurde, wurde ein Ermittlungsverfahren seitens der Ligagesellschaft eingeleitet. Zu diesem teilt die DEL2 nun folgendes mit: In dem Ermittlungsverfahren D2 02G/2526 der ESBG Eishockeyspielbetriebsgesellschaft mbH (Ligagesellschaft) gegen den Lizenzclub Blue Devils Weiden ergeht gemäß § 6 Abs. 1 der Disziplinarordnung der ESBG Eishockeyspielbetriebsgesellschaft mbH folgender Beschluss: 1. Das Meisterschaftsspiel wird für den Lizenzclub mit 0 Punkten, 0:5 Toren als verloren und für die Kassel Huskies mit 3 Punkten und 5:0 Toren als gewonnen gewertet. 2. Der Lizenzclub zahlt bis zum 03.12.2025 eine Geldstrafe an die Ligagesellschaft. Im Nachgang des Meisterschaftsspiels Blue Devils Weiden gegen den EC Kassel Huskies am 23.11.2025 wurde gem. § 1 Abs. 1 Disziplinarordnung ein Ermittlungsverfahren gegen den Lizenzclub Blue Devils Weiden eingeleitet. Nach Würdigung der Beweismittel stellt sich der Sachverhalt wie folgt dar: Bei Spielzeit 12:19 im 2. Drittel musste das Spiel wegen einer gebrochenen Plexiglasscheibe zunächst unterbrochen werden. Dem Lizenzclub gelang es innerhalb von 90 Minuten nicht, den ordnungsgemäßen Zustand wiederherzustellen, sodass eine Spielfortsetzung zu diesem Zeitpunkt nicht möglich war. Gemäß § 11 Abs. 3 S. 1, 2 Spielordnung wurde das Spiel mit Ablauf der 90 Minuten abgebrochen. Der Lizenzclub bestätigt dies in seiner Stellungnahme. Gemäß § 3 Abs. 2 SpO ist der Veranstalter verpflichtet, für die ordnungsgemäße Durchführung seiner Spiele zu sorgen. Hierzu gehört insbesondere die Bereitstellung einer ordnungsgemäßen Spielstätte. Davon umfasst ist ebenfalls die Pflicht, diesen Zustand während des Spiels aufrechtzuerhalten bzw. wiederherstellen zu können, weswegen der Veranstalter auch Ersatzmaterial für sporttypische Schäden bereithalten muss. Der Heimclub hat eine Garantenstellung für die Spielfähigkeit seiner Halle; Handlungen des Hallenbetreibers, der als Erfüllungsgehilfe des Heimclubs anzusehen ist, sind dem Heimclub zuzurechnen. Bei dem Spiel am 23.11.2025 hat der Heimclub laut eigener Aussage lediglich Ersatzscheiben für die Bereiche hinter dem Tor bereitgehalten, nicht aber für die seitlichen Bandenbereiche. Das Vorhalten von Ersatzscheiben für alle Bandenbereiche ist ligaweiter Standard. Folglich ist der Heimclub seiner Pflicht nicht nachgekommen - es liegt ein Organisationsverschulden vor. Somit liegen die Voraussetzungen des § 10 Abs. 8 Lit. g) Spielordnung vor.
Krefeld PinguineMäkitalo und Müller erlösen die Pinguine in letzter Sekunde / Krefeld Pinguine – Eisbären Regensburg 3:2 n.V. (0:0, 0:1, 2:1/1:0) (DEL2) Die Krefeld Pinguine haben am Dienstagabend die Eisbären Regensburg mit 3:2 nach Verlängerung besiegt und in letzter Sekunde die dritte Heimniederlage in Folge verhindert. In einem für lange Zeit zähen Spiel fanden die Schwarz-Gelben erst in der Schlussphase nötigen Lösungen. Nach dem späten 1:2-Rückstand glich Roope Mäkitalo 47 Sekunden vor Schluss aus, ehe Marcel Müller in der Overtime den umjubelten Siegtreffer erzielte. Das Spiel begann ausgeglichen und blieb lange torlos. Die Pinguine hatten mehr vom Spiel, taten sich aber schwer gegen die kompakte Regensburger Defensive. Daniel Bruch traf die Latte (10.), Davis Vandane die Unterkante der Latte (35.) – beide Male überprüften die Schiedsrichter per Video, beide Male kein Tor. In der Folge machten die Eisbären es den KEV-Angreifern extrem schwer, überhaupt zu Abschlüssen zu kommen. Die Gäste hingegen schlugen in Überzahl zu: Nach einer Strafe gegen Jon Matsumoto nutzte Regensburg das Powerplay mit einem brillanten Spielzug. Pierre Preto vollendete nach Vorlage von Ex-Pinguin Jeremy Bracco und Corey Trivino zum 0:1 (37.). Im Schlussdrittel reagierte Cheftrainer Thomas Popiesch und stellte die Reihen um. Der Schachzug zahlte sich aus: In der 43. Minute schoss Davis Vandane, Newton setzte aus dem Torraum zum 1:1 nach. Doch Regensburg schlug zurück: Preto setzte sich Rechtsaußen gegen Mark Zengerle durch und überwand Felix Bick aus spitzem Winkel im langen Eck zum 1:2 (56.). Die Schlussminuten wurden dramatisch. Die Pinguine warfen alles nach vorne und nutzten eine Strafe gegen Alex Berardinelli. Roope Mäkitalo fälschte 47 Sekunden vor Schluss unhaltbar zum 2:2 ab – sein erstes Tor für die Pinguine! In der Verlängerung folgte die Entscheidung: Marcel Müller war auf und davon, wurde von Bracco zu Fall gebracht, brachte den Puck aber im Fallen irgendwie über die Linie. Nach Videobeweis stand fest: Der Puck hatte mit vollem Umfang die Linie überquert – 3:2, Siegtreffer! Ein verrücktes Ende für ein Spiel, in dem die Pinguine lange nach Lösungen suchten. Durch die zwei Punkte behalten die Pinguine vorerst die Tabellenführung, ehe es am kommenden Wochenende wiederum bei zwei Auswärtsspielen in Landshut und Düsseldorf um Punkte geht. Zahlen zum Spiel Krefeld Pinguine – Eisbären Regensburg 3:2 n.V. (0:0, 0:1, 2:1/1:0) Tore: 0:1 (36:21)(PP1) Preto (Trivino, Bracco), 1:1 (42:59) Newton (Vandane, Müller), 1:2 (55:50) Preto (Demetz), 2:2 (59:13)(PP1) Mäkitalo (Müller, Newton), 3:2 (61:14) Müller (Matsumoto) Torschüsse: 38 – 29 Strafen: Krefeld 10, Regensburg 8 Zuschauer: 4259 Stimme zum Spiel Thomas Popiesch Es war das erwartet harte Spiel. Regensburg agiert nicht nur clever, sondern auch mit enormem Einsatz, ist hervorragend strukturiert in der neutralen Zone und beherrscht den schnellen Wechsel zwischen Aggressivität und Zurückziehen. Man darf diesen Gegner keine Sekunde aus den Augen lassen, da er im Kader über genug Qualität verfügt, um offensiv jederzeit den Unterschied zu machen. Im ersten Drittel haben wir es versäumt, ein, zwei mögliche Tore zu erzielen. Dadurch zog sich die Partie, wir wurden ungeduldig und kassierten eine Strafzeit. Nach dem 1:0-Rückstand kämpften wir uns mit einer guten Aktion zum 1:1 zurück, gerieten aber schnell wieder in Rückstand. Dennoch muss ich der Mannschaft ein großes Lob aussprechen: Sie hat, besonders im letzten Drittel und trotz zweier Unterzahlsituationen, hart gearbeitet, Schüsse geblockt und versucht, uns im Spiel zu halten. Wir wollen natürlich jedes Spiel von Beginn an dominieren, aber manchmal muss man auch mit dem Spielverlauf zufrieden sein. Deshalb sind wir sehr froh, dass wir die Partie am Ende noch für uns entscheiden konnten.
Tigers BayreuthTölz nimmt die Punkte mit in den Isarwinkel - onesto Tigers vs. Tölzer Löwen 1:6 (0:1, 1:2, 0:3) (OLS) Bayreuth: McLeod, Meier – Spacek (2), Nedved, Schusser, Stelzmann, Müllejans, Leask, Pietsch – Bollers, Barber, Brown (4), Piskor, Verelst, Lüsch (2), Habeck, Hammerbauer, Zimmermann (2), Maschke (2), Bauhof, Pohjamo Tölz: Bittner, Salvarani – Klikorka, Fichtner, Grossrubatscher (2), Hörmann, Krumpe, Haßmann (2), Dietmann – Piipponen, Fischhaber (2), Nirschl, Schönberger, Prokopovics, Sauer, Schlager, Kathan, Kästele, Schuster Schiedsrichter: Meineke, Singaitis – Müller-Osten, Kriebel Zuschauer: 837 Strafen: Bayreuth: 12 Tölz: 6 PP: Bayreuth: 1/2 Tölz: 2/5 Torfolge: 0:1 (1.) Sauer (Schönberger, Prokopovics), 1:1 (22.) Barber (Bollers, Brown) PP1, 1:2 (29.) Kästele (Schlager), 1:3 (38.) Nirschl (Piipponen, Klikorka), 1:4 (49) Piipponen (Fischhaber, Fichtner), 1:5 Piipponen (Nirschl, Klikorka) PP1, 1:6 (57.) Kästele (Prokopovics, Grossrubatscher) PP1 Passen musste am Dienstagabend Jannis Hüserich, der beim Spiel gegen Höchstadt einen massiven Check gegen den Kopf einstecken musste. Dafür im Lineup Jan Niklas Pietsch, der längere Zeit ausgefallen war und es heute wieder probierte. Nach 3,5 Jahren wieder im Trikot der Tigers Tim Zimmermann, der unter der Woche aus Mittel- nach Oberfranken zurückgewechselt war. Wie bereits mehrfach in dieser Spielzeit begann die Partie für die Tigers mit einer kalten Dusche, als die Tölzer nach 37 Sekunden schon jubeln durften. Sauer hatte seine Farben mit einem Schuss von der blauen Linie, die dem überraschten McLeod durchgerutscht war, in Führung gebracht. Die schnelle „Korrektur“ blieb aus, da Verelst aus spitzem Winkel und Barber in aussichtsreicher Position mit der Rückhand scheiterte, bevor auf der anderen Seite erneut Sauer gefährlich vor dem Tor auftauchte und Augenblicke später Prokopovics alleine auf McLeod zuging, der jedoch in dieser Situation stabil blieb. Ein Unterzahlspiel meisterte man souverän, bevor nach 11 Minuten Spacek mit Gewalt den Pfosten anvisierte. Der dafür hergezogene Videobeweis bestätigte, dass die Scheibe nur Metall getroffen hatte. Danach verflachte die Partie etwas, was damit einherging, dass Chancen Mangelware blieben und man mit dem knappen Rückstand in die erste Drittelpause ging. Nach 21 Minuten nahm Fischhaber 2 Minuten, was die Tigers mit einem guten Powerplay beantworteten. Zunächst scheiterte Verelst knapp im Slot, bevor man nach Klärung der Scheibe diese im eigenen Drittel wiederholen musste. Brown auf Bollers, der das Spielgerät nach vorne trieb, mit Bollers einen Partner fand, der sofort zurückspielte und Barber vollenden konnte, was den Ausgleich mit sich brachte. Geschickt holten sich, es waren 29 Minuten gespielt, die Gäste die Führung zurück. Kästele fuhr nach einem abgewehrten Schuss hinters Tor, spielte von dort McLeod in den „Rücken“ und hatte damit Erfolg. Davon unbeeindruckt versuchten die Tigers weiter ihr Glück in der Offensive, was beinahe zur schnellen Korrektur führte. Dagegen hatten die Tölzer etwas, die mit Mann und Maus verteidigten und sich in einer Druckphase der Bayreuther in die Schüsse warfen. Schussers Versuch, den er nach einem Konter von Prokopovics im Gegenzug versuchte, war zu hoch und auch Brown hatte Pech. Dafür legte Tölz noch nach, die kurz vor der Pause durch Nirschl einen weiteren Treffer erzielten, als der Stürmer der Gäste nachsetzte und die Scheibe über die Linie arbeitet, und damit den Pausenstand von 1:3 aufs Scoreboard schrieb. Auch wenn man sich nochmal viel vorgenommen hatte für den letzten Spielabschnitt, so sollte es an diesem Abend nichts mehr werden mit einem Sieg im Tigerkäfig. Lüsch war es, der mit einem Gewaltschuss versuchte, den Anschluss zu markieren aber kurz darauf war es Piipponen, der einen Pass durch die Mitte erlief und sich diese Möglichkeit nicht entgehen ließ. Es folgte ein Poweplaytreffer der Tölzer, der unglücklich vom Handschuh Nedveds ins Tor sprang und auch der sechste und letzte Treffer für die Gäste resultierte aus einem Überzahlspiel, in welchem Kästele mit seinem zweiten Treffer des Abends den Schlusspunkt setzte. Durchatmen und Regeneration ist für das müde wirkende Team wichtig die nächsten Tage, bevor man wieder um Punkte kämpft. Für die Tigers geht’s am Freitag weiter, wenn man bei den Black Hawks Passau antritt. Bully in der Eis-Arena Passau ist um 19:30 Uhr.
Deggendorfer SCSieg im Topspiel – Deggendorfer SC ringt die Heilbronner Falken nieder (OLS) Was für ein Abend in der Hitzkopf-Arena! Der Deggendorfer SC drehte vor 1.412 Zuschauer einen 1:3 Rückstand und bezwang den direkten Verfolger, die Heilbronner Falken am Ende mit 6:3. Im Duell mit den Baden-Württembergern konnte der auf den nahezu gleichen Kader zurückgreifen, wie am Sonntag in Bad Tölz. Einzig Youngster Viktor Skorohodov ergänzte das DSC-Lineup. Die Deggendorfer erwischten einen echten Traumstart: Nach druckvollem Beginn brachte Luca Zitterbart den DSC in der dritten Minute mit einem Powerplaytreffer in Führung. Die Falken zeigten sich vom frühen Rückstand unbeeindruckt und es entwickelte sich eine rasante Partie mit vielen Chancen auf beiden Seiten. Eine davon nutzten in der 13. Minute Sebastian Hon, der einen Abpraller zum Ausgleich verwertete. Knapp drei Minuten später war die Partie komplett gedreht. Der Puck prallte unglücklich von einem DSC-Verteidiger auf den Schläger von Eetu Santanen, der per Direktabnahme auf 1:2 stellte. Zu Beginn des Mitteldrittels gab es zunächst einen Nackenschlag aus Deggendorfer Sicht: In der 22. Minute vollendete erneut Santanen einen Konter zum 1:3. Die Partie stand daraufhin aus Messers Schneide. Sowohl die Falken hatten Möglichkeiten für ihren vierten Treffer, aber auch der DSC stand kurz vorm Anschlusstreffer. In der 31. Minute fasste sich Dylan Jackson ein Herz, umkurvte die komplette Heilbronner Hintermannschaft und verkürzte auf 2:3. Die Deggendorfer nun mit Oberwasser und dem Ausgleich kurz vor der zweiten Pause. Im Powerplay überraschte Marcel Pfänder Falken-Keeper Berger mit einem Schuss ins lange Eck. Auch im Schlussabschnitt kam der DSC druckvoll aus der Kabine und münzte die leichte optische Überlegenheit zum erneuten Führungstreffer um. In der 48. Minute zog Brett Humberstone von der blauen Linie einfach ab und der Puck fand seinen Weg an Freund und Feind vorbei ins Heilbronner Tor zum 4:3. Als Dylan Jackson in der 52. Minute per Alleingang das 5:3 markierte, stand die Hitzkopf-Arena endgültig Kopf. Kurz vor Ende der Partie setzten die Gäste noch einmal alles auf eine Karte und nahmen Berger zu Gunsten eines sechsten Feldspielers vom Eis. Doch Ty Jackson machte mit seinem Treffer ins verwaiste Heilbronner Tor sämtliche Comeback-Hoffnungen der Falken zunichte. Weiter geht es für den Deggendorfer SC am kommenden Freitag mit dem nächsten Heimspiel. Zu Gast sind um 20 Uhr die Lindau Islanders.
Selber WölfeWölfe feiern ungefährdeten Heimsieg - Selber Wölfe vs. SC Riessersee 4:1 (2:0; 1:1; 1:0) (OLS) Ein Heimsieg, welchen man wohl unter der Kategorie „Arbeitssieg“ einstufen kann, feierten die Selber Wölfe am Dienstag vollkommen verdient gegen die Gäste aus Riessersee. Die Wölfe dominierten das Spielgeschehen über nahezu die gesamte Distanz, einzig im Powerplay fehlte den Wölfen an diesem Abend die Durchschlagskraft. Die beste Phase hatte Riessersee im Mittelabschnitt, als sie zweimal an der Latte scheiterten. Im letzten Drittel spielten die Wölfe die Begegnung souverän zu Ende und feierten so den zweiten Sieg in Folge. Dominanter Auftritt der Wölfe Die Wölfe kamen schwungvoll in die Begegnung und konnten offensiv erste Akzente setzen. Nach einer Strafe gegen Gelke verteidigten die Gastgeber in Unterzahl gut. Lediglich bei einem Schuss war Weidekamp gefordert. Wenige Augenblicke später gelang den Wölfen dann der Führungstreffer. Gauch wurde hinter dem Tor freigespielt, zog hier dann vors Tor und versenkte den Puck im Tor der Gäste. Es folgten zwei Powerplays hintereinander für die Wölfe, welche jedoch nicht in einen Torerfolg umgemünzt werden konnten. Die Gäste aus Garmisch fanden offensiv wenig Mittel, um wirklich gefährlich zu werden. Stattdessen gelang es Selb, den zweiten Treffer nachzulegen. Gauch bediente Nemec an der blauen Linie, welcher sich den Puck zurechtlegen konnte und ihn platziert zum 2:0 ins Tor schlenzte. Selb durfte noch ein weiteres Mal im Powerplay ran, doch auch das dritte Überzahlspiel an diesem Abend blieb ungenutzt. Riessersee trifft zweimal die Latte Nun waren auch die Gäste deutlich aktiver und versuchten selbst auch offensiv in Erscheinung zu treten. Die Wölfe konnten weiterhin ein Chancenplus verzeichnen, nach etwas mehr als fünf Minuten konnte Riessersee dann jedoch verkürzen. Risk schoss von außen den Puck in Richtung Tor und überraschte Weidekamp, woraufhin der Puck im Tor lag. Selb war um die schnelle Antwort bemüht, die Begegnung war nun aber deutlich offener und ausgeglichener. Die Wölfe hatten Glück als der Versuch von Risk an die Latte ging. Mitte des zweiten Drittels stellten die Gastgeber den alten Abstand wieder her. Weiß mit einem scharfen Pass von außen in den Slot, wo Tabert durchgelaufen war und den Puck mit dem Knie über die Linie beförderte. Riessersee steckte keineswegs auf und wieder hatten die Wölfe Glück, als ein Schuss von Kircher erneut an die Latte ging. Wenige Sekunden vor Ende des Drittels, spielte Spitzner Schutz vor dem Tor nochmal frei, der Stürmer wurde jedoch im letzten Moment am Abschluss gehindert. Wölfe spielen Drittel souverän runter Nach etwas mehr als einer Minute wurde Valasek zu Fall gebracht, woraufhin die Wölfe wieder in Überzahl waren. Hier lief der Puck nun deutlich besser durch die eigenen Reihen und es ergaben sich gute Möglichkeiten für Selb. Die beste Chance hatte Nemec, dessen Schuss gerade so noch von einem Verteidiger geklärt wurde. Nach einem Puckverlust in der neutralen Zone bewahrte Weidekamp mit einem starken Save im eins gegen eins seine Farben vor dem nächsten Gegentreffer. Die zu erwartende Schlussoffensive der Gäste blieb in den letzten Minuten eher aus. Erst als Riessersee den Torhüter für den sechsten Feldspieler opferte war Weidekamp noch zweimal in höchster Not gefordert, parierte die Schüsse aber sicher. Schutz eroberte dann in der neutralen Zone den Puck und hatte keine Mühe, dass Spielgerät im verwaisten Gehäuse der Gäste zur endgültigen Entscheidung unterzubringen. Mannschaftsaufstellungen und Statistik Selber Wölfe: Weidekamp (Wiens) – Hördler, Tramm, Gauch, Raab, Kassay-Kezi, Müller, Gläßl - Spitzner, Gelke, Schutz, Lahtinen, Nemec, Valasek, Tabert, Weiß, Ziesche, Bauer, Klughardt SC Riessersee: Mühlberger (Merwald) - Echtler, Allavena, Risk, Chyzowski, Elwing, Schmid, Pelg - Armstrong, Colley, Dibelka, Gerg, Steinhübl, Höller, Stein, Kircher, Glas-Bader, Benkert, Hettich, Neiger Tore: 5. Min. 1:0 Gauch (Valasek) 15. Min. 2:0 Nemec (Gauch) 26. Min. 2:1 Risk (Armstrong-Kingkade) 31. Min. 3:1 Tabert (Weiß) 60. Min. 4:1 Schutz (Empty Net) Strafzeiten: Selb 4, Riessersee 8 Schiedsrichter: Altmann, Lender (Verhoeven, Reitz) Zuschauer: 1.493
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ERC SonthofenERC möchte die Trendwende gegen Ottobrunn und Bad Aibling (BLL) Für Eishockey-Landesligist ERC Sonthofen stehen am kommenden Wochenende zwei Partien auf dem Programm, die beide unter dem Motto „Wiedergutmachung“ stehen: Am Freitag kreuzen die Schwarz-Gelben ab 20 Uhr im heimischen Stadion an der Hindelanger Straße die Schläger mit dem ERSC Ottobrunn, gegen die sie die letzte Saisonpartie mit 1:6 verloren. Am Sonntag reist der ERC dann zum EHC Bad Aibling (18.45 Uhr). Das dortige Auswärtsmatch Anfang November verloren sie mit 0:5. In Sonthofen sind sie weiter auf der Suche nach Konstanz: Ordentlichen Auftritten folgten bislang schwache Darbietungen, die dem Trainerduo Helmut Wahl und Vladimir Kames die ein oder andere Sorgenfalte auf die Stirn getrieben haben dürfte. Diese unsteten Leistungen spiegeln sich auch im Tabellenstand wider: In bislang acht Meisterschaftsspielen gewannen die Oberallgäuer viermal und verloren ebenso oft. Damit belegen die Schwarz-Gelben aktuell Rang sieben, wobei sie aber auch drei Partien weniger absolviert haben als beispielsweise der Tabellenerste Germering. Fast ein Drittel der Hauptrundenpartien sind absolviert, und zufrieden sind die Verantwortlichen, Fans und Spieler des Traditionsvereins mit der sportlichen Situation und den Auftritten auf dem Eis bestimmt nicht. Das Positive: Über das nötige Potenzial verfügt die Truppe. Das Umfeld der Sonthofer hätte sicher nichts dagegen, wenn die Jungs rund um Kapitän Marc Sill an diesem Wochenende die Trendwende einläuten. Ein Selbstläufer werden die anstehenden Duelle vermutlich nicht – zumindest, wenn man sich die jüngsten Ergebnisse des ERC gegen die beiden kommenden Gegner vor Augen führt. Am Freitag reist der ERSC Ottobrunn in die Kreisstadt. Der ERC verlor das letzte Meisterschaftsspiel in der Münchner Vorstadt deutlich mit 1:6. Am Sonntag geht es dann für die Sonthofer nach Bad Aibling, wo sie Anfang November mit 0:5 ähnlich deutlich unter die Räder gerieten. In dieser Woche hat das Trainergespann mit dem Team erneut an den simplen Dingen des Eishockeysports gearbeitet: über eine stabile Defensive ins Spiel finden und mit Lauf- und Zweikampfstärke sowie einfachen Pässen den Puck vors gegnerische Tor bringen. Und klar ist auch: Erfolgserlebnisse helfen der Mannschaft, zurück in die Spur zu finden. Am Wochenende können die Schwarz-Gelben gerne die Saisonsiege fünf und sechs einfahren.
MEK feiert zwei Auswärtssiege – Luchse melden sich mit überzeugenden Siegen in Dorfen und Freising eindrucksvoll zurück (BBZL) Die Erste Mannschaft des Münchner EK hat ein perfektes Wochenende hinter sich. Erst konnte sich das Luchsrudel am Freitag einen 2-6 (1-4, 1-0, 0-2) Auswärtssieg beim ESC Dorfen 1B sichern, und am Sonntag nahmen die Münchner mit einem 2-4 (1-0, 0-4, 1-0) Erfolg in Freising die nächsten drei Punkte in die Landeshauptstadt mit. Vierfachschlag im ersten Drittel bringt Luchse in Dorfen auf Kurs Am Freitag ging es für das Luchsrudel zum ersten Teil des Doppelwochenendes nach Dorfen. Dabei hatten die Münchner nicht nur die Derbyniederlage in Dachau im Gepäck, sondern auch einige Ausfälle zu verkraften. Erstmals in der Saison hatte Coach Markus Kiefl lediglich drei Reihen zur Verfügung, doch die fünfzehn mitgereisten Feldspieler machten von Anfang an klar, dass sie unbedingt erfolgreich in das Wochenende starten wollten. Die Landeshauptstädter bestimmten das Spiel von Anfang an und gingen entsprechend früh in Führung. In der fünften Minute feuerte Leon Axtner aus dem hohen Slot auf das gegnerische Tor, ESC-Goalie Simon von und zu Fraunberg konnte die Scheibe nur prallen lassen, und Marvin Kovac drückte den Nachschuss über die Torlinie. Die zweite Münchner Reihe nahm den Schwung in den nächsten Wechsel mit. Eine Minute später konnte Marvin ein Bully im eigenen Drittel für sich entscheiden, der Puck ging zu Luca Neudecker, und der Neuluchs zündete die Düsenjets. Luca ging von dem eigenen Drittel aus über den rechten Flügel durch, überlief all seine Gegenspieler, und ließ Fraunberg mit einem Handgelenkschuss in den Winkel keine Chance. Der MEK-Express rollte nun, und nur wenige Momente nach dem Bully nach dem 0-2 konnten die Luchse schon wieder jubeln. Can-Luca Senghas konnte das Bully nach vorne gewinnen, legte die Scheibe im gegnerischen Drittel nach hinten ab, und Alexander Killinger versenkte einen Sonntagsschuss aus dem hohen Slot im Netz. Sechs Minute, drei Tore – ein Anfang ganz nach dem Geschmack der mitgereisten Luchse-Fans. In der 11. Minute gelang schließlich der vierte Streich. Erneut tankte sich Luca Neudecker auf dem rechten Flügel durch, spielte dem Puck von hinter der Torlinie in den Torraum und traf den Schläger von ESC-Defender Florian Hartl, der die Scheibe unfreiwillig wie unhaltbar zum 0-4 abfälschte. Als die Luchse zwei Minuten später erneut in Überzahl antreten durften, sah es kurz so aus, als könnte das Spiel bereits früh vorentschieden werden, doch dann schlich sich ein Reifenplatzer ein. Henri Höhn spielte einen Querpass auf Dmitrii Paramonov, allerdings erhielt die Scheibe von der Bande einen für die Gäste unlucky bounce und wurde zum Steilpass für die ausrückenden Dorfener Jonas Blaha und Christoph Lönnig. Blaha leitete die Scheibe an Lönnig weiter, der Dorfener Stürmer hatte nur noch Tamino Kaut vor sich und verkürzte mit dem Unterzahlkonter zum Pausenstand von 1-4. In zweiten Abschnitt zeigten sich die Luchse etwas von der Rolle und ließen ihren Gegnern zu viel Platz. Dies wurde konsequenterweise in der 34. Minute von den Gastgebern bestraft. Paul Lönnig und Benjamin Baumgartner konnten sich die Scheibe im Münchner Drittel unbedrängt zuspielen, und Jonas Blaha vollendete schließlich vor dem Tor zum 2-4. Deutlich ärgerlicher als der zweite Gegentreffer war jedoch die Verletzung von Luca Neudecker. Der Neuluchs, der bis dahin zwei Tore und einen Assist gesammelt hatte, flog nach einem Kontakt mit dem Gegner unglücklich in die Bande und wird den Landeshauptstädtern für längere Zeit fehlen. Im letzten Abschnitt zeigte sich glücklicherweise wieder ein anderes Bild. Die Luchse präsentierten eine starke Defensivarbeit mit dem Fokus darauf, bis zum Abpfiff keinen Treffer mehr zu kassieren. Die Gastgeber hatten im Schlussabschnitt kaum mehr nennenswerte Chancen, und gut drei Minuten vor dem Abpfiff sorgten die Münchner für die Vorentscheidung. Im merkbar verbesserten Überzahlspiel ließ das Team von Coach Markus Kiefl die Scheibe gut laufen, bis Lukas Doubrawa schließlich vom linken Bullypunkt aus abzog. Der Schuss wurde vom Gegner leicht geblockt, landete allerdings auf der Kelle von Nico Jörg. Der Verteidiger hatte kein Problem, den Puck am bereits liegenden Goalie Fraunberg vorbei über die Linie zu löffeln. Als Dominik Hnat kurz darauf auf die Strafbank musste, hatte die Eispiraten-Reserve noch eine allerletzte Chance, das Spiel nochmal interessant zu gestalten. Anstelle eines Anschlusstreffers wurde der Deckel jedoch endgültig zugemacht. Maximilian Deutzmann fing einen Pass an der blauen Linie ab, lief alleine auf das gegnerische Gehäuse zu und setzte mit einem sehenswerten Shorthander den Schlussstrich unter den verdienten 2-6 Auswärtssieg der Luchse. Luchse entscheiden das Spiel in Freising nach fulminantem Mittelabschnitt für sich Zwei Tage später ging es für das Luchsrudel nach Freising, und auch hier waren die Vorzeichen nach den vergangenen Wochen recht klar. Die Gastgeber rund um den bayernligaerfahrenen Veteranen Stefan Sohr standen auf dem dritten Platz, mussten bisher nur eine Niederlage verkraften und hatten am Freitag ein Husarenstück geschafft. Gegen den letztjährigen Finalisten ERC Regen holten die Schwarzbären zwei Punkte und konnten somit mit breiter Brust in das Spiel gegen die Landeshauptstädter gehen. Beide Mannschaften boten im ersten Abschnitt ein unterhaltsames Spiel, in dem die Hausherren in der sechsten Minute den ersten Stich setzen konnten. Nach einem Bully im eigenen Drittel herrschte keine Zuordnung bei den Luchsen, und das nutzten die erfahrenen Freisinger aus. Stefan Sohr bediente Felix Kammermeier, und das Schwarzbären-Urgestein versenkte die Scheibe zum 1-0 im Tor. Das Luchsrudel war in der Folge bemüht, doch beide Mannschaften hielten sich für das restliche erste Drittel die Waage und gingen entsprechend mit dem Spielstand von 1-0 in die Drittelpause. Was in den ersten zwanzig Minuten noch ein ausgeglichenes Match war, drehte sich im Mittelabschnitt komplett. Von Anfang an spielte nur eine Mannschaft, nämlich die der Landeshauptstädter. Die Gastgeber waren nun völlig von der Rolle und konnten sich nur noch mit Strafzeiten helfen. Eine solche Strafe kassierten die Bären in der 25. Minute, und die Münchner schlugen erstmals an diesem Abend zu. Die Luchse entschieden das Bully für sich, ließen die Scheibe gut laufen und markierten den verdienten Ausgleichstreffer. Dmitrii Paramonov feuerte einen gut gezielten Handgelenkschuss ab und ließ die Scheibe in den Maschen zappeln. Drei Minuten später wurde es kurios, allerdings nicht weniger erfolgreich. Michael Glattenbacher erlief sich eine geklärte Scheibe hinter dem gegnerischen Tor und feuert einfach mal ab. Der Puck traf SEF-Goalie Manuel Hanisch von hinten an seinem Bein und prallte von dort über die Torlinie. Glatte feierte sein drittes Saisontor lautstark, und die Luchse nahmen den Fuß nicht vom Gas. Die Gastgeber waren nun kaum mehr zu sehen, und vier Minuten vor dem Drittelende sorgten die Landeshauptstädter für die Vorentscheidung. Erst vollendete Tobias Treichl in Überzahl einen Spielzug und stellte mit seinem ersten Saisontreffer auf 1-3, und 14 Sekunden später sorgte die dritte Münchner Reihe für den Knockout. Vom Bully nach dem Tor weg stürmte Jonas Mauch nach vorne und bediente Can-Luca Senghas. Can kickte die Scheibe sehenswert weiter zu Moritz Barth, und Mo ließ den Puck mit einem gezielten Handgelenkschuss im Netz zappeln. Die Münchner Bank feierte frenetisch, und auch die etwa 50 mitgereisten MEK-Fans waren komplett aus dem Häuschen ob des dominanten Mittelabschnitts der Landeshauptstädter. Im letzten Abschnitt war die Marschrichtung klar. Coach Markus Kiefl wollte seine Mannen weiter das Spiel bestimmen sehen, allerdings mit einem größeren Fokus auf die Defensive. Die Gastgeber sollten keine Chance bekommen, sich wieder in das Spiel hineinzukämpfen und den bereits in Aussicht stehenden Auswärtssieg zunichtezumachen. Dieses Vorhaben startete vielversprechend, allerdings weniger aus eigener Kraft. Wie schon im zweiten Drittel strahlte die Strafbank eine fast schon mystische Anziehungskraft auf die Schwarzbären aus. In diesen Überzahlspielen hatten die Luchse einige Gelegenheiten, den Deckel endgültig draufzumachen, scheiterten jedoch auf spektakuläre Weise entweder an sich selbst oder am mittlerweile eingewechselten Freisinger Goalie Marco Krojer. Dieser fahrlässige Umgang mit den eigenen Chancen rächte sich. Ziemlich genau 10 Minuten vor Abpfiff durften die Gastgeber in Überzahl spielen und erzielten in Person von Kevin Schmidt das 2-4. Als wenige Sekunden später auch noch Marvin Kovac auf die Strafbank wanderte, witterten die Domstädter kurz etwas Morgenluft. Diese Hoffnung zerschlug sich jedoch schnell. Die Luchse verteidigten couragiert und hatten durch Yehor Vinnytskyi mit einem Unterzahlkonter sogar die Gelegenheit, den alten Vorsprung wiederherzustellen, doch der Ukrainer zielte knapp über das Tor. Nachdem die Unterzahlsituation erfolgreich überstanden war, setzte sich das alte Bild fort. Die Bären wanderten zuverlässig auf die Strafbank, sodass die Münchner die letzten Minuten entspannt von der Uhr spielen und den zweiten Sieg des Wochenendes feiern konnten. Fazit In Vergleich zur vorwöchigen Derbyniederlage war das Luchsrudel an diesem Wochenende kaum wiederzuerkennen. Die Landeshauptstädter zeigten 60 Minuten Kampf, Einsatz und Leidenschaft, gepaart mit sehenswertem Offensivspiel. Neben den Schützen von sehenswerten Toren wie Luca Neudecker, Michael Glattenbacher oder Maximilian Deutzmann stachen an diesem Wochenende vor allem die Arbeiter hervor. Can-Luca Senghas zeigte seine bisher wohl stärksten Leistungen im Luchsfell, und der normalerweise mit Tore schießen beschäftigte Yehor Vinnytskyi stellte sich ebenfalls komplett in den Dienst der Mannschaft und arbeitete unermüdlich. Auch Coach Markus Kiefl war voll des Lobes für sein Team. Der Münchner Trainer sagte nach dem Spiel, dass sich alle Luchse in den Dienst der Mannschaft gestellt und als Teamplayer agiert haben, und dass die Münchner mit dieser Leistung einen großen Schritt in die richtige Richtung gemacht haben. So kann es im Lager der Landeshauptstädter gerne weitergehen! Ausblick Am kommenden Wochenende ist die Erste des Münchner EK einmal im Einsatz. Das Luchsrudel tritt am Samstag, dem 29. November, um 17:15 Uhr auswärts beim ESC Vilshofen an. Statistik Freising – MEK ESC Dorfen 1B – Münchner EK „Die Luchse“ 2-6 (1-4, 1-0, 0-2) 21. November 2025, 20:00 Uhr Dr. Rudolf Stadion Dorfen Zuschauer: 51 Aufstellungen: ESC Dorfen 1B Freiherr von und zu Fraunberg, Rinnerer – Hartl, Steierer (C), Behrendt (A), Walter, P. Lönnig, Numberger – Blaha, Reinhold, Baumgartner, Weiskopf, C. Lönnig, Weinert, Wiedenhofer, Schwimmer (A), Geisberger, Schreiner, Voglhuber Münchner EK „Die Luchse“ Kaut, Weber – Stroppe, Jörg, Killinger (A), Höhn, Hnat, Axtner (C), Paramonov – Neudecker, Doubrawa, Vinnytskyi, Kovac, Deutzmann (A), Steer, Senghas, Barth, Treichl Tore: 0-1 Kovac (Axtner, Neudecker, 4:21) 0-2 Neudecker (Doubrawa, 5:05) 0-3 Killinger (Senghas, Barth, 6:06) 0-4 Neudecker (Axtner, Kovac, 11:19/PP1) 1-4 C. Lönnig (Blaha, 13:17/SH1) 2-4 Blaha (Baumgartner, P. Lönnig, 33:01) 2-5 Jörg (Doubrawa, Stroppe, 56:49/PP1) 2-6 Deutzmann (kein Assist, 58:33/SH1) Strafminuten: ESC Dorfen 1B: 8 Münchner EK „Die Luchse“: 6 Statistik Freising – MEK SE Freising – Münchner EK „Die Luchse“ 2-4 (1-0, 0-4, 1-0) 23. November 2025, 18:00 Uhr Weihenstephan Arena Freising Zuschauer: 151 Aufstellungen: SE Freising Hanisch, Krojer – Castlunger, Schorr (C), Schierbaum, Lieser, Schmidt, Sohr (A) – Heilmaier, Stippl, Wöhler, Aigner, Maierthaler, Schneider, Hamza, Kammermeier (A), Wiche Münchner EK „Die Luchse“ Kaut, Weber – von Friderici, Stroppe, Jörg, Killinger (A), Hnat, Axtner (C), Paramonov – Doubrawa, Vinnytskyi, Kovac, Deutzmann (A), Glattenbacher, Steer, Mauch, Senghas, Barth, Treichl Tore: 1-0 Kammermeier (Sohr, 5:26) 1-1 Paramonov (Deutzmann, von Friderici, 24:38/PP1) 1-2 Glattenbacher (kein Assist, 27:50) 1-3 Treichl (Vinnytskyi, von Friderici, 36:17/PP1) 1-4 Barth (Senghas, Mauch, 36:31) 2-4 Schmidt (Schorr, Aigner, 50:54/PP1) Strafminuten: SE Freising: 20 Münchner EK „Die Luchse“: 8
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Neusser EV„Aufgeben ist keine Option“ (RLW) Nach der 1:2-Niederlage bei den Black Tigers aus Moers ist der NEV auf den letzten Tabellenplatz der Regionalliga West abgerutscht. Am kommenden Sonntag (18:30 Uhr) treten die Neusser bei den Grizzlys aus Bergkamen an, die man im Hinspiel überraschend mit 3:2 bezwingen konnte. NEV-Trainer Sebastian Geisler zeigt sich trotz zuletzt sieben Niederlagen in Folge kämpferisch. Zu viele Ausfälle für weitere Überraschungen Bei einer Umfrage des Social Media Portals „Eishockey TV“ sah die Mehrheit der befragten Vereinsoffiziellen vor der Saison den NEV am Tabellenende. Das Neusser Trainerduo Geisler/Ackers und auch die Mannschaft motivierte dies zusätzlich, den Favoriten das Leben so schwer wie möglich zu machen und im Idealfall ein Bein zu stellen. Mit dem überraschenden Heimsieg gegen Bergkamen setzte der NEV ein dickes Ausrufezeichen, das nach der Hälfte der Vorrunde jedoch das bisher einzige blieb. Nach der Niederlage in Moers steht man aktuell tatsächlich auf dem elften und letzten Tabellenplatz, und Chefcoach Sebastian Geisler ärgert sich über vergebene Chancen: „Wir wissen, dass wir in dieser Liga in jedem Spiel Außenseiter sind, aber ausgerechnet gegen die Mannschaften, gegen die wir an guten Tagen etwas holen könnten, rufen wir unser Potenzial nicht ab.“ Als einen wesentlichen Grund sieht der Neusser Übungsleiter, dass sowohl im Training als auch bei den Spielen zahlreiche Spieler wegen Verletzungen, Krankheiten oder aus beruflichen Gründen fehlen: „Wir haben nur eine Reihe, die regelmäßig miteinander trainiert und spielt, ansonsten müssen wir immer wieder improvisieren.“ Der große Kader sei zwar von Vorteil, um zu den Spielen meistens mit drei Reihen antreten zu können, doch diese seien nicht eingespielt. Dennoch steckt Geisler nicht den Kopf in den Sand: „Mit einem Sieg kann die Sache schon ganz anders aussehen, und wir haben noch weitere zehn Spiele vor uns. Aufgeben ist keine Option.“ Grizzlys führen Mittelfeld an Am kommenden Wochenende steht für die Neusser nur ein Auswärtsspiel in Bergkamen auf dem Programm. Hinter dem erwarteten Spitzen-Quartett haben sich die Grizzlys auf den fünften Tabellenplatz vorgekämpft. Mit Ausnahme der Hinspiel-Niederlage in Neuss konnte die Mannschaft von Trainer Igor Furda alle Duelle gegen direkte Konkurrenten für sich entscheiden. Am vergangenen Wochenende ärgerte man mit den Nachbarn aus Dortmund auch einen der Top-Favoriten, nach einer 2:0-Führung gerieten die Bergkamener erst im letzten Abschnitt auf die Verliererstraße (4:7). Angeführt werden die Blau-Weißen von sechs Spielern mit osteuropäischen Wurzeln, doch auch der Großteil der deutschen Spieler verfügt über langjährige Regionalliga-Erfahrung. „Bergkamen kommt immer besser in Fahrt, die Grizzlys werden gegen uns heiß auf eine Revanche sein“, erwartet NEV-Trainer Sebastian Geisler für den kommenden Sonntag angriffsfreudige Gastgeber.
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