IHP NachrichtenSamstag 21.Oktober 2023
(IHP) Nachfolgend aktuelle Nachrichten, offizielle Mitteilungen, Spieltags-Vorberichte und Spielberichte von Freitag und Samstag mit insgesamt 30 Beiträgen aus der Deutschen Eishockey Liga, Deutschen Eishockey Liga 2, Oberliga Süd und Oberliga Nord, sowie aus der Bayernliga, Landesliga Bayern, Landesliga Nordrhein-Westfalen, aus Rheinland-Pfalz und aus der Regionalliga Ost.
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Eisbären BerlinEisbären bauen Auswärtsserie weiter aus (DEL) Die Eisbären Berlin haben das vierte Auswärtsspiel in Serie gewonnen. Die Berliner setzten sich am Freitagabend bei den Löwen Frankfurt mit 5:2 durch. Durch diesen Erfolg verteidigten die Eisbären die Tabellenspitze in der PENNY DEL. Nachwuchs-Torhüter Jonas Stettmer gab sein DEL-Debüt für den Hauptstadtclub. Stürmer Yannick Veilleux absolvierte seine 100. Partie in Deutschlands Eliteliga. Freddy Tiffels (21./PP1) erzielte wenige Momente nach Beginn des Mitteldrittels im Powerplay die Führung der Gäste. Cameron Brace (31./6-5) gelang bei angezeigter Strafe jedoch noch vor der zweiten Spielunterbrechung der Ausgleich. Kurz nach Beginn des Schlussabschnitts schlugen die Eisbären dann per Doppelschlag zu. Zunächst gelang Manuel Wiederer (43.) die erneute Berliner Führung. Zach Boychuk (43.) erhöhte lediglich 13 Sekunden später für den Hauptstadtclub auf 3:1. Im weiteren Spielverlauf bauten Ty Ronning (50.) und Marcel Noebels (54.) diesen Vorsprung weiter aus. Den Schlusspunkt setzte Frankfurts Dominik Bokk (56./PP1, EA) in Überzahl zum 2:5 aus Sicht der Gastgeber. Die Eisbären Berlin bestreiten ihr nächstes Spiel bereits am Sonntag, den 22. Oktober. Dann gastieren die Fischtown Pinguins Bremerhaven in der Mercedes-Benz Arena. Spielbeginn ist um 14:00 Uhr. Serge Aubin (Trainer Eisbären Berlin): „Es war ein hartes Spiel, vor allem in den ersten beiden Dritteln hat Frankfurt uns das Leben schwer gemacht. Im ersten Spielabschnitt haben die Löwen sehr viel Druck aufgebaut. Im Mitteldrittel sind wir mit etwas Glück in Führung gegangen. Dann hat Frankfurt aber noch einmal aufs Gaspedal gedrückt und uns in unsere Defensivzone gedrängt. Ich bin stolz auf meine Mannschaft, wie sie dann im Schlussabschnitt zurückgekommen ist. Wir haben unser Spiel einfach und effektiv gehalten. So konnten wir Kapital aus unseren Möglichkeiten schlagen.“ Jonas Stettmer (Torhüter Eisbären Berlin): „Ich freue mich, dass ich ein sicherer Rückhalt fürs Team gewesen bin. Am wichtigsten ist aber der Sieg. Ich mag Spiele, in denen ich eine Menge zu tun habe. Da ist man die gesamte Zeit bereit. Frankfurt ist wie die Feuerwehr angelaufen, wir konnten unser Tor aber gut verteidigen. Im Schlussdrittel haben die Löwen noch einmal alles gegeben. Wir standen jedoch gut in der Verteidigung.“
Düsseldorfer EG1:2 n.V: DEG verpasst Sieg in Straubing knapp! (DEL) Die Düsseldorfer EG hat bei den Straubing Tigers mit 1:2 nach Verlängerung verloren. Die Rot-Gelben zeigten eine starke Leistung, schnürten die Tigers im letzten Drittel und in der Verlängerung im eigenen Drittel ein. Am Ende fehlte einfach nur die Belohnung. Trotzdem nehmen die Düsseldorfer einen wichtigen Punkt vom Pulverturm mit nach Hause.
Adler MannheimAdler vorerst ohne Loibl (DEL) Die Adler Mannheim haben den Vorrundensieg in der Champions Hockey League teuer bezahlt, müssen nach Matthias Plachta, Ryan MacInnis und Jordan Szwarz nun auch auf Stefan Loibl verzichten. Der Stürmer zog sich im letzten Auswärtsspiel vor dem Beginn der K.-o.-Runde im slowakischen Košice eine Beinverletzung zu. Bei optimalem Heilungsverlauf beträgt die Ausfalldauer rund sechs Wochen. „Wenn uns ein Spieler wie Stefan ausfällt, ist das zweifellos ein herber Verlust, denn er ist ungemein wichtig für die Mannschaft. Die Jungs auf dem Eis müssen nun noch enger zusammenrücken und füreinander einstehen, um die Ausfälle zu kompensieren. Gleichzeitig bekommen aber unsere jungen Spieler mehr Eiszeit und die Möglichkeit, sich zu zeigen, sich für einen Stammplatz zu empfehlen. Auf diesem Weg wünschen wir Stefan eine gute und schnelle Genesung“, so Sportmanager Jan-Axel Alavaara. Loibl heuerte im Sommer 2020 bei den Adlern an, wechselte allerdings zur Saison 2021/22 zu Skellefteå AIK, ehe er wiederum nur ein Jahr später nach Mannheim zurückkehrte. Insgesamt stand der Nationalspieler in 112 Partien für die Adler auf dem Eis, erzielte dabei 20 Tore und bereitete 36 Treffer mit vor.
Red Bull MünchenRed Bull München muss sich heimstarken Wild Wings geschlagen geben (DEL) Red Bull München verlor am 12. Spieltag der PENNY DEL 1:3 (1:0|0:1|0:2) bei den Schwenninger Wild Wings, die bisher alle Heimspiele in dieser Saison für sich entscheiden konnten. Vor 4.682 Zuschauern in der Helios Arena traf allein Maximilian Daubner für das Team von Trainer Toni Söderholm. Disziplinierte Defensive, wenig Gefahr durch die Offensive – so begannen die Kontrahenten das Match. Nichts Zwingendes, bis zur 6. Minute: Daubner schaufelte die Scheibe aufs Tor und die fand ihren eigenen Weg ins Schwenninger Netz. In der Folge verteidigten die Münchner ihre Führung erst in fast vier Minuten Unterzahl souverän, hatten das Spiel dann im Griff. Zum Ende des ersten Durchgangs ergaben sich sogar noch Chancen für einen weiteren Treffer des deutschen Meisters. So ging es mit einem verdienten 1:0 in die erste Pause. Der Mittelabschnitt startete wild und mit Möglichkeiten auf beiden Seiten. Tore fielen zunächst keine, nicht einmal im 1:53 Minuten langen 5-gegen-3 für die Red Bulls. Nach einer hitzigen Phase zur Match-Mitte drängte München gegen verbissen verteidigende Wild Wings auf den zweiten Treffer. Die größte Gelegenheit hatte aber Schwenningen im Unterzahl-Konter – Mathias Niederberger hielt überragend (35.). In der 39. Minute war der Red-Bulls-Goalie dann machtlos: Ben Marshall traf mit der Backhand zum 1:1-Pausenstand. Nach 43 Minuten lagen die Münchner sogar zurück, weil Peter Spornberger den Puck von der blauen Linie zum 2:1 für Schwenningen in die Maschen knallte. Beflügelte Wild Wings wollten nun das dritte Tor, wütende Red Bulls den Ausgleich. Ab der 53. Minute musste der Meister fünf Minuten in Unterzahl durchstehen, schaffte dies und hatte dann etwas mehr als zwei Minuten Zeit für die Schlussoffensive. Aber noch ehe die richtig ins Rollen kam, traf William Weber zum 3:1-Endstand für die Wild Wings ins leere Tor der Gäste (59.). Für Schwenningen bedeutete dies den sechsten Heimsieg im sechsten Heimspiel der Saison.
Nürnberg Ice TigersJulius Karrer fällt drei Monate aus (DEL) Hiobsbotschaft für die Nürnberg Ice Tigers: Der fränkische PENNY DEL-Klub muss längerfristig auf Julius Karrer verzichten. Der 23-jährige Verteidiger hat sich beim Auswärtsspiel der Ice Tigers in Ingolstadt eine Unterkörperverletzung zugezogen. Eingehende Untersuchungen haben ergeben, dass diese Verletzung aufgrund ihrer Komplexität operativ behandelt werden muss. Karrer wird sich dieser notwendigen Operation am kommenden Montag unterziehen und den Ice Tigers anschließend für etwa drei Monate nicht zur Verfügung stehen.
EC Bad Nauheim(K)ein Vorfall: Ermittlungen vorläufig abgeschlossen (DEL2) Es war der 6. Januar 2023. Ein schwieriger Tag für den EC Bad Nauheim. Nicht nur, dass das Heimspiel gegen Kassel mit 1:2 verloren gegangen war. Nach dem Derby soll es in der Nähe des Gästeeingangs zunächst zu einem verbalen Scharmützel zwischen einigen wenigen Fans und einem Schlag gegen einen Fan aus Nordhessen gekommen sein. Die Frau aus dem nordhessischen Wabern erstattete Anzeige wegen „gefährlicher Körperverletzung“. Heute, über neun Monate später, sind die Ermittlungen vorläufig abgeschlossen, weil ein Täter nicht ermittelt werden konnte. Es gab trotz intensiver polizeilicher Untersuchungen und etlichen Befragungen keinen Zeugen, der diesen Vorfall bestätigen konnte.
Eispiraten CrimmitschauEispiraten bei der DFA Industriemontage GmbH zu Besuch / Westsachsen zu Besuch in Markranstädt – Zikmund probiert sich als Kranfahrer (DEL2) Am heutigen Freitagvormittag waren die Eispiraten Crimmitschau zu Besuch bei ihrem Partner DFA Industriemontage GmbH. Der Premiumsponsor des DEL2-Clubs, der seinen Hauptsitz in Meerane hat, lud die Verantwortlichen der Eispiraten und Stürmer Ladislav Zikmund in die Außenstelle nach Markranstädt, nahe Leipzig, ein, um sich ein Bild von den Arbeiten und der Baumaschinen zu machen. Dabei wurde auch der neuste Transporter der Firma, welcher auch das Partnerlogo der Eispiraten ziert, eingeweiht. Ladislav Zikmund durfte nach einer kurzen Rundführung mal kurz sein Metier ändern und sich auch selbst einmal als Kranführer probieren. Der tschechische Importspieler, der zum heutigen Sachsenderby in Dresden aufgrund einer Sperre fehlen wird, hatte dabei sichtlich Spaß. Die DFA Industriemontage GmbH, die am 1. Januar 1995 gegründet wurde, ist ein mittelständisches Unternehmen mit Sitz im sächsischen Meerane und ein kompetenter Partner für die Montage von industriellem Stahlbau, Stahlüberbauten von Brücken und komplexen industriellen Anlagen. Der Premiumpartner der Eispiraten verfügt über alle für Montagen notwendigen Zulassungen sowie Werkzeuge und Geräte einschließlich eigenen mobilen Teleskop- und Raupenkranen und arbeitet dabei deutschlandweit. Die DFA Industriemontage GmbH bietet zudem attraktive Ausbildungsplätze und ist zusätzlich immer auf der Suche nach kompetenten Mitarbeitern – gern auch mit Eispiraten-Affinität. Die Stellenangebote des Meeraner Unternehmens findet ihr ab sofort auch in unserer Jobbörse. Ihr seid auf der Suche nach einem Ausbildungsplatz oder einer neuen beruflichen Herausforderung? Dann meldet euch gern auf die verfügbaren Angebote bei der DFA Industriemontage GmbH.
Eispiraten Crimmitschau6:3! Eispiraten mit Derbysieg in Dresden - Westsachsen mit erstem Sieg bei den Eislöwen seit fünf Jahren (DEL2) Die Eispiraten Crimmitschau haben ihr heutiges Sachsenderby bei den Dresdner Eislöwen siegreich gestalten können! Mit 6:3 setzte sich das Team von Cheftrainer Jussi Tuores bei den Landeshauptstädtern durch und feierte somit erstmals seit fünf Jahren wieder einen Auswärtssieg bei ihrem Rivalen in der JOYNEXT Arena. Im Kader der Eispiraten war vor dem Derby bei den Eislöwen ordentlich Bewegung drin. Oleg Shilin kehrte nach seiner verletzungsbedingten Zwangspause, ebenso wie der zuletzt erkältete Tamás Kánya, in den Kader zurück. Auch auf die Unterstützung aus Bremerhaven konnten die Westsachsen bauen. Mit Justin Büsing, Gregory Kreutzer, Philipp Preto und Marat Khaidarov mischten erstmals alle gemeinsam mit. Mit voller Power erwischten die Crimmitschauer auch den besseren Start. Max Balinsons Schuss von der blauen Linie landete nach knapp drei Minuten und etwas abgefälscht im Kasten der Eislöwen – 1:0! Und auch in numerischer Unterzahl konnten die Gäste einmal mehr zuschlagen. Dominic Walsh fackelte im Drittel der Dresdner nicht lang und hämmerte die Hartgummischeibe mit seinem Schlagschuss zum 2:0 an Janick Schwendener vorbei ins Tor (10.). Die Gastgeber wurden danach aber aktiver und kamen nach 13 Minuten zum Anschlusstreffer. David Suvantos Hereingabe landete leicht abgefälscht auf dem Rücken von Goalie Christian Schneider und rutschte von da aus zum 1:2 ins Tor der Eispiraten. Die Westsachsen zeigten sich aber unbeeindruckt und konnten nach dem Wiederbeginn schnell die Führung erhöhen. Janick Schwendeners Ausflug wurde von Colin Smith unterbrochen – Dominic Walsh bediente folglich Tobias Lindberg, der frei vor dem leeren Tor zum 3:1 einschoss und somit sein siebtes Saisontor erzielte (22.). In der Folge kam es aber wieder zu einem Momentumwechsel. Die Dresdner kämpften sich in das Spiel zurück und machten vor dem Tor der Eispiraten viel Druck. Immer wieder konnte sich so Christian Schneider mit starken Paraden auszeichnen. Die Crimmitschauer wurden in den Schlussminuten dann wieder aktiver und schafften es, sich dauerhaft im Eislöwen-Drittel festzuspielen. Nach zahlreichen ungenutzten Möglichkeiten war es letztlich Thomas Reichel, der mit seinem Schuss aus der zweiten Reihe erfolgreich war. Sein Handgelenkschuss segelte an Freund und Feind vorbei und schlug hinter Pascal Seidel, der inzwischen in den Kasten der Landeshauptstädter rutschte, vorbei – 4:1 (39.). Entschieden war dieses Sachsenderby nach dem zweiten Durchgang aber keinesfalls. Die Eislöwen erwischten nämlich dann den besseren Start in den Schlussabschnitt und konnten die Partie noch einmal durchaus spannend gestalten. Nach 44 Minuten war es zunächst Tomas Andres, der am langen Pfosten nur Geleitschutz bekam und zum 2:4 traf. Tom Knoblich sorgte mit seinem Schuss in die lange Ecke, gut zehn Minuten vor dem Ende, für den 3:4-Anschluss. Mitten in der Dresdner Drangphase zogen die Eispiraten den Kopf aber aus der Schlinge. Im Powerplay bediente Goldhelm Henri Kanninen seinen Stürmerkollegen Vinny Saponari mustergültig im Slot. Der Deutsch-Amerikaner ließ zum 5:3 abtropfen und brachte seine Farben so auf die Siegerstraße. Es fehlte nun nur noch der berüchtigte Stempel, welchen ein Debütant schließlich aufdrücken sollte: Colin Smith, der beste Bully-Spieler der Crimmitschauer, entschied einmal mehr einen wichtigen Faceoff im eigenen Drittel, Verteidiger Philipp Preto traf folglich aus großer Distanz zum viel umjubelten 6:3-Endstand und vergoldete sein erstes Spiel im Eispiraten-Jersey (58.). Erstmals seit fünf Jahren gelang den Eispiraten also wieder ein Sieg bei ihrem sächsischen Rivalen. Somit rutscht das Team von Jussi Tuores vorerst auf den vierten Tabellenplatz und hat schon am Sonntag die Möglichkeit, im Heimspiel gegen den EV Landshutdie nächsten wichtigen Zähler in dieser unfassbar engen DEL2 einzufahren.
Derbypleite gegen Crimmitschau (DEL2) Die Dresdner Eislöwen haben den zweiten Sachsenderbysieg in Folge klar verpasst. Mit 3:6 unterlagen die Blau-Weißen am Freitagabend vor ausverkauftem Haus gegen die Eispiraten Crimmitschau. Einziger Erfolg des Abends: Der Sonderzugcounter ist auf 310 Teilnehmer gestiegen. Der Early Bird Phase mit einem Ticketpreis ab 99 Euro wird bis Sonntagabend, 22.10.2023 verlängert. Dazu wird es am 05.11. einen dritten Verkaufstag in der JOYNEXT Arena geben. Beide Teams starteten ordentlich in die Partie. Auf beiden Seiten gab es erste Torannäherungen bis zur 3. Minute. Max Balinson brachte den Puck von der blauen Linie in Richtung Dresdner Tor. Janick Schwendener wollte den Puck zur Seite klären. Allerdings sprang die Scheibe vom Schoner an die Stockhand und ins Tor. Auch im ersten Überzahlspiel der Eislöwen wurde es nicht besser. Nach einem Fehler an der eigenen blauen Linie kam Dominic Walsh für Crimmitschau in Unterzahl zum Abschluss und stellte auf 2:0 für die Gäste (10.). Die Eislöwen kämpften sich aber im ersten Drittel noch zurück und kamen durch David Suvanto (13.) zum Anschlusstreffer. Insgesamt hatten die Dresdner mehr von den ersten 20 Minuten bei 16:6 Torschüssen. Im zweiten Drittel spielten aber nur die Gäste. Nach einem Fehler von Schwendener hinter dem eigenen Tor stellte Tobias Lindberg auf 0:3 aus Dresdner Sicht (22.), was das Ende für den Abend des Eislöwen-Keepers bedeutete. Pascal Seidel rückte zwischen die Pfosten und stellte sich einem Crimmitschauer Sturmlauf entgegen. Machtlos war Seidel in der 39. Minute, als Crimmitschau einen langen Dresdner Wechsel nutzen konnte und durch Reichel auf 4:1 erhöhte. Im Schlussabschnitt kämpften die Eislöwen verbissen und konnte in der 44. Minute durch Tomas Andres auf 2:4 verkürzen. Als Tom Knobloch in der 51. Minute auf 3:4 stellte, witterten die Eislöwen Morgenluft. Aber in Überzahl zogen die Eispiraten den Dresdnern direkt den Zahn. 50 Sekunden nach dem 3:5 stellte Vincent Saponari auf 3:5 aus Dresdner Sicht. Philipp Preto machte mit einem Schuss ins leere Tor (58.) den Deckel drauf. Corey Neilson, Cheftrainer Dresdner Eislöwen: „Das war ein starkes Spiel der Crimmitschauer, die sich in den richtigen Momenten das Momentum sicherten. Wir haben nur zu selten unser Spiel gespielt, wenn aber, dann waren wir auch richtig gut. Crimmitschau hat unsere Fehler eiskalt bestraft. Sie haben uns mit unseren Mitteln teilweise den Schneid abgekauft. Die Topspieler der Eispiraten waren auch die Topspieler ihres Teams, was bei uns nicht der Fall war. Crimmitschau hat es in den wichtigen Momenten richtig gut gemacht. Es ist ein enttäuschendes Ergebnis, gerade in einem Derby. Ich hoffe, dass wir in den Situationen, in denen wir heute nicht gut genug waren, es in den nächsten Spielen wieder sein können.“
Kassel HuskiesValentis Doppelpack ringt Füchse nieder (DEL2) In einem umkämpften Spiel setzten sich die Kassel Huskies am heutigen Abend mit 3:1 (2:1/0:0/1:0) gegen die Lausitzer Füchse durch. Bei den Huskies überzeugte neben Goalie Brandon Maxwell vor allem Yannik Valenti, der mit zwei sehenswerten Treffern zum Mann des Abends avancierte. Die 2837 Zuschauer in der Nordhessen Arena sahen einen dynamischen Beginn. Tristan Keck prüfte Torsteher Nikita Quapp im kurzen Eck (1.), und auch Joel Keussen jagte eine Scheibe von der blauen Linie nur knapp am Gehäuse vorbei (3.). Kaum zwei Minuten später schaltete sich Keussen gekonnt in den Angriff mit ein, erspähte den frei vorm Tor lauernden McMillan, der Quapp auf dem falschen Fuß erwischte und zum 1:0 einnetzte (6.). Doch die Freude der Huskies währte nur kurz. Fuchs Justin van der Ven nutzte einen schlechten Wechsel der Nordhessen zum Konter und traf präzise zum 1:1 (7.). Und das muntere Toreschießen ging weiter. Im Powerplay fand Jake Weidner den vom linken Bullykreis heraneilenden Valenti, der per Direktabnahme seinen 11. Saisontreffer erzielte (10.). Doch dann kam plötzlich Sand ins Getriebe der Huskies. Brandon Maxwell rückte zusehends in den Fokus. Gegen plötzlich stark aufspielende Füchse war es der Kasseler Zerberus, der seinem Team die knappe Führung bei Chancen von Mäkitalo (14.) und Anders (18.) in die erste Pause rettete. Und auch zu Beginn des Mitteldrittels kam es auf Maxwell an. Eric Hördler war es, der aus nächster Nähe am US-Boy scheiterte (23.). Die Huskies hatten in dieser Phase viel Scheibenbesitz, kamen jedoch nur selten gefährlich vor Quapp. Die Gäste ihrerseits lauerten auf Konter. Einen erspielte sich Roope Mäkitalo, der allerdings in letzter Sekunde von Faber abgelaufen wurde (27.), den anderen entschärfte abermals Maxwell, als er Eric Hördler mit ganzer Routine abkochte (39.). Mit der knappen Führung ging es ins letzte Drittel. Und da mussten die Fans nicht lange auf die Vorentscheidung warten. Einen toll herausgespielten Angriff über Weidner und Lowry schloss abermals Yannik Valenti aus vollem Lauf ab - 3:1 (45.). Spätestens jetzt hatten die Gäste den Huskies nichts mehr entgegenzusetzen. Routiniert spielten die Nordhessen die Partie zu Ende, die lediglich im Faustkampf zwischen Sam Dove-McFalls und Hans Detsch noch ein Highlight fand.
ESV KaufbeurenESVK mit 6:1 Auswärtssieg in Bietigheim (DEL2) Der ESV Kaufbeuren gastierte heute Abend am 12. Spieltag der DEL2 Saison 2023/2024 bei den Bietigheim Steelers. ESVK Trainer Marko Raita musste dabei bekanntermaßen auf die verletzten Alex Thiel und Jacob Lagacé verzichten. Im Tor stand Rihards Babulis. Das erste Drittel begann erst einmal sehr verhalten. Beide Mannschaften zeigten sich um eine sichere Defensive bemüht und waren damit auch erfolgreich. Die erste große Chance der Partie hatte Guillaume Naud in der achten Minute, er scheiterte aber aus kurzer Distanz an Rihards Babulis im Joker Kasten. Kurz darauf musste der Kaufbeurer Torhüter nochmals gegen einen Steelers Stürmer sein ganzes Können zeigen. In der 14. Minute kamen die Steelers dann in den Genuss eines ersten Powerplays. Auch hier war Rihards Babulis zwei mal zur Stelle. Nach knapp einer Minute in Unterzahl konnten die Joker einen Konter über Fabian Koziol und Joey Lewis initiieren, bei dem letzterer nur unfair am Torschuss gehindert werden konnte und es wurde mit vier gegen vier Feldspieler weitergespielt. Doch wiederum nur Sekunden später handelten sich die Steelers eine weitere Strafe ein und als John Lammers von der Strafbank zurück kam, konnten die Kaufbeurer ein 5:3 Powerplay aufziehen. Nach dem zuerst Max Oswald mit einem satten Direktschuss am Pfosten scheiterte und Sami Blomqvist mit zwei Schüssen nicht richtig durch kam, drückte Tyler Spurgeon mit Ablauf der Strafe die Scheibe zum 0:1 über die Linie. Dabei verwertete der Joker Kapitän einen Pass von Sami Blomqvist in den Torraum zur Führung für den ESVK. Die Allgäuer machten nach dem Treffer direkt weiter Druck auf die Steelers und hatten zunächst noch Pech, als ein abgefälschter Schuss in der 18. Minute an der Latte landete. Doch nur Sekunden später war jedoch Max Hops mit einem trockenen Handgelenkschuss aus dem hohen Slot zur Stelle und traf gegen den machtlosen Olafr Schmidt in den rechten Torwinkel zum 0:2. Mit diesem Spielstand ging es dann auch in die erste Pause. Der zweite Abschnitt begann aus Sicht der Joker perfekt. Bereits in der 22. Spielminute erhöhte Sami Blomqvist auf 0:3. Dabei konnte der Deutsch-Finne einen scharfen Pass vor das Tor von Joey Lewis mit einem Tip in durch die Beine von Olafr Schmidt verwerten. Der ESVK konnte im Anschluss weiter viel Druck auf den Kasten von Olafr Schmidt ausüben und wurde für seine bis Dato starke Leistung in der 27. Minute sogar mit dem 0:4 belohnt. Yannik Burghart konnte dabei einen Abpraller vom Pfosten, nach einem Schuss von Simon Schütz, zum vierten Kaufbeurer Treffer verwandeln. Die Gelbroten hatten in der Folge noch eine weitere starke Phase und waren den Steelers auch optisch überlegen. Dies änderte sich rund um die 32. Spielminute. Die Bietigheimer kamen zu diesem Zeitpunkt wieder besser in die Partei und belohnten sich in der 33. Minute mit ihrem ersten Treffer. Dieser war dazu sehr schön heraus gespielt. Top-Scorer Cole MacDonald fand von der blauen Linie aus den völlig frei stehenden Jack Doremus und dieser musste nur noch in den halbleeren Kasten zum 1:4 einschieben. Die Ellentaler waren fortan etwas am Drücker und Rihards Babulis stand wieder vermehrt im Mittelpunkt der Partie. Die Joker hatten ihrerseits bei einem Konter über Yannik Burgahrt die große Chance auf 1:5 zu stellen, der Youngster des ESVK aber verzog knapp. 30 Sekunden vor Ende des zweiten Drittels handelte sich Dieter Orendorz bei einer Rettungsaktion noch eine Strafe ein und somit konnten die Bietgheimer mit einem Powerplay in den Schlussabschnitt starten. Dieses konnten die Hausherren aber nicht nutzen und der ESVK deutete auch an, dass er sich die Butter hier nicht mehr vom Brot nehmen lassen möchte. Die Vorentscheidung viel dann in der 47. Minute. Nach einem gewonnenen Bully von Jere Laaksonen traf Sami Blomqvist mit einem Schuss aus der Drehung zum 1:5 gegen den chanchenlosen Olafr Schmidt. Auf der anderen Seite rettete Rihards Babulis reaktionsschnell gegen Brett Welychka der direkt vor ihm frei zum Schuss kam. Ein Powerplay der Joker nach 51 Minuten blieb dann ohne nennenswerte Chance. Drei Minuten vor dem Ende stellte Tyler Spurgeon dann den 6:1 Endstand her. Ein Pass vor das Tor von Yannik Burghart verwertete der Joker Kapitän direkt und noch im Zweikampf mit seinem Gegenspieler, gegen den verdutzen und wieder einmal chancenlosen Olafr Schmidt.
Krefeld PinguinePinguine ehren langjährigen Kapitän Herberts Vasiljevs (DEL2) Zum ersten Mal nach zehn Jahren bekommen die Legenden-Banner über der Nordtribüne der Yayla Arena Gesellschaft. Im Rahmen des Spiels gegen die Bietigheim Steelers am Sonntag, 22. Oktober um 16:00 Uhr, pünktlich zum 87. Geburtstag der Pinguine, wird die Nummer 23 unseres langjährigen Kapitäns Herberts Vasiljevs unter das Hallendach gezogen. Der Zeremonie wohnen nicht nur Wegbegleiter, Freunde und Familie Vasiljevs bei. KEV-Torwartlegende Karel Lang übernimmt in Abwesenheit der noch lebenden Legenden Uwe Fabig und Vic Stanfield stellvertretend die Aufnahme Vasiljevs in den exklusiven Kreis. Vasiljevs, der insgesamt 13 Spielzeiten mit dem KEV verbrachte und in 637 Spielen 211 Tore und 299 Vorlagen für 510 Scorerpunkte erzielte, führte die Pinguine zwischen 2007 und bis zu seinem Karriereende 2017 als Kapitän auf das Eis. Sein Debüt für den KEV gab der gebürtige Lette als 18-Jähriger bereits in der Saison 1994/95, ehe er seine Karriere in Nordamerika fortsetzte und nach den Guelph Storm in der kanadischen Juniorenliga OHL einen Profivertrag bei den Carolina Monarchs in der AHL erhielt. Zwischen 1996 und 2003 war der Stürmer 306 Mal in der AHL, 131 Mal in der inzwischen stillgelegten IHL und 51 Mal in der NHL für die Florida Panthers, Atlanta Thrashers und Vancouver Canucks im Einsatz. Nach einer Spielzeit in Russland folgt zur Saison 2004/05 die Rückkehr nach Deutschland. Bei den Nürnberg Ice Tigers verbrachte Vasijevs ebenfalls eine Saison, ehe er an die Westparkstraße zurückkehrte und diese nicht mehr verließ. Zuletzt wurde die Ehre der Trikotnummern-Sperre 2014 Ehrenkapitän Uwe Fabig und 2011 Vic Stanfield zu Teil. Außerdem unter dem Hallendach verewigt sind die KEV-Legenden Karel Lang, Lothar Kremershof, Robert Müller und Uli Jansen.
Krefeld PinguineKrefeld Pinguine - Ravensburg Towerstars 1-2 (DEL) Die Siegesserie der Krefeld Pinguine ist gestoppt. Nach zuletzt drei siegreichen Spielen in Folge unterlagen die Seidenstädter vor heimischem Publikum gegen die Ravensburg Towerstars mit 1:2 (0:0, 1:1, 0:1). Die Towerstars spielten ein kluges erstes Anfangsdrittel und konnten die Müdigkeit ihrer Bus-Beine gut herauslaufen. Die Pinguine fanden kein probates Mittel, die Abwehrbemühungen der Ravensburger zu überwinden und mussten sich mit einem Unentschieden nach 20 Minuten begnügen. Erst in Spielabschnitt Nummer Zwei sollten die ersten Tore des Spiels fallen. EVR-Verteidiger Pawel Dronia erhielt nach einem Check gegen das Knie von KEV-Kapitän Alexander Weiß eine große Strafe plus Spieldauer und ermöglichte den Pinguinen so ein langes Powerplay, welches die Seidenstädter zumindest einmal nutzten. Goldhelm Josh MacDonald setzte seine starke Form fort und brachte den KEV in der 27. Minute mit 1:0 in Führung. Der Spielausschluss Dronias war das Startsignal für ein physischer werdendes Spiel. Beide Seiten nahmen das Körperspiel an und sorgten dafür, dass die Partie an spielerischer Qualität einbüßte. Nichtsdestotrotz schafften die Towerstars in der 35. Minute durch Fabian Dietz den Ausgleich. Die Pinguine gerieten zuvor nach einem Handgemenge zwischen David Cerny, David Trinkberger und EVR-Stürmer Luigi Calce in Unterzahl. Im Schlussabschnitt gelang den Gästen vom Bodensee dann sogar der Führungstreffer. Fast ansatzlos warf Robbie Czarnik in der 42. Minute die Scheibe aus dem hohen Slot in den Verkehr vor dem Gehäuse Felix Bicks und überraschte den Schlussmann, der den Puck viel zu spät sehen und das Gegentor nicht mehr verhindern konnte. Die Pinguine drängten in den letzten zehn Minuten auf den Ausgleich und hatten ihre stärkste Phase des Spiels. Ilya Sharipov im Tor und die Towerstars-Verteidigung hielten den KEV-Angriffen jedoch stand und konnten die wichtigen drei Auswärtspunkte sichern.
Starbulls RosenheimKatastrophen-Start repariert: Starbulls holen Punkt in Freiburg (DEL2) Die Starbulls Rosenheim haben am Freitagabend beim Auswärtsspiel am 12. Spieltag der DEL 2 gegen die Freiburger Wölfe zumindest einen Punkt ergattern können. Die Mannschaft von Cheftrainer Jari Pasanen lag nach einem völlig uninspirierten Auftritt im ersten Drittel bereits mit 0:3 im Hintertreffen. Reid Duke, Stephan Tramm und C.J. Stretch sorgten mit ihren Toren aber noch für den verdienten 3:3-Ausgleich. Stretch kassierte In der letzten Sekunde der regulären Spielzeit eine Spieldauer-Disziplinarstrafe. Die Überzahl-Möglichkeit in der Verlängerung nutzten die Hausherren zum 4:3-Siegtreffer und holten sich damit den Zusatzpunkt. Vor 2.146 Zuschauer verschliefen die mit teils umgestellten Reihen auflaufenden Starbulls in der Freiburger „Echte Helden Arena“ das erste Drittel fast komplett. Die Hausherren nahmen eine Einladung zum Führungstreffer dankend an. Weil Rosenheims Defensive unerklärlich den Slot freigab, konnte Nikolas Linsenmaier unbehelligt Christian Billich bedienen, der nur noch einschieben musste (4.). Wenig später hatte Stefan Reiter, der bei seinem Comeback neben Manuel Strodel und Dominik Daxlberger stürmte, das 1:1 auf dem Schläger, er scheiterte völlig frei auf das Freiburger Tor zusteuernd aber am guten Torwart David Zabolotny (5.). Als die Starbulls das erste Mal in Überzahl spielen durften, avancierte Zabolotny gar zum direkten Vorlagengeber des zweiten Freiburger Treffers. Ungestört von Rosenheimer Stürmern konnte sich der Wölfe-Torwart die Scheibe aus dem Fanghandschuh schütteln und mit einem Pass durch die offene Mitte Top-Scorer Parker Bowles auf die Reise schicken, der unbehelligt vor Christopher Kolarz zum 2:0 abschloss (11.). Die Passivität im Rosenheimer Auftreten wurde kurz vor der ersten Pause von den Gastgebern noch ein weiteres Mal bestraft. Bei angezeigter Strafe zog Ludwig Nirschl ohne Gegenwehr ab und traf platziert ins linke Eck zum 3:0 (18.). Zum dritten Mal wurde Kolarz von seinen Vorderleuten dabei schmählich im Stich gelassen. Mit Beginn des zweiten Spielabschnitts waren die Starbulls dann aber endlich da. Reid Duke verkürzte mit einem platzierten Schuss in Überzahl auf 3:1 (22.). Danach konnten sich beide Torhüter mehrfach auszeichnen, wobei die Starbulls nicht nur mehr vom Spiel, sondern auch die besseren Chancen hatten. Kurz vor der zweiten Pause konnten sich die Grün-Weißen zunächst in Unterzahl schadlos halten, ehe der von der Strafbank zurückkommende Reiter perfekt auf Sebastian Streu legte, doch Zabolotny parierte ganz stark (38.). Lukas Laub wurden beim Abschlussversuch wenige Sekunden vor der Sirene die Beine weggezogen, im daraus resultierenden Powerplay zu Beginn des dritten Drittels eröffneten sich Norman Hauner, Tyler McNeely und Laub selbst großartige Tormöglichkeiten. Beim zweiten Freiburger Powerplay verhinderte Kolarz mehrfach den vierten Gegentreffer, um wenige Minuten später das zweite Rosenheimer Überzahltor bejubeln zu dürfen. Stefan Tramm zog aus halbrechter Position ab und traf aus dem Handgelenk halbhoch neben den linken Pfosten zum 3:2 (52.). Den verdienten Ausgleichstreffer zum 3:3 erzielte C.J. Stretch mit einer Einzelleistung nach einem Freiburger Abwehrfehler, bei dem Bastian Eckl effektiv antizipierte (58.). Stretch wurde eine Sekunde vor Ablauf der regulären Spielzeit wegen eines Stockschlags beim Anspiel mit einer großen Strafe plus Spieldauer-Disziplinarstrafe belegt; die Schiedsrichter fällten die Entscheidung per Videobeweis. Nach wenigen Verlängerungs-Momenten erhielt Freiburgs Parker Bowles eine kleine Strafe, sodass zwei Minuten lang Gleichstand in der Spielerzahl auf dem Eis herrschte. In dieser Phase hatten Reid Duke, der zum „Spieler des Spiels“ auf Rosenheimer Seite gewählt wurde, und Maximilian Vollmayer Gelegenheiten, den Auswärtssieg zu fixieren. Wieder in Überzahl, war es dann aber ausgerechnet Bowles, der mit einem Schuss aus dem rechten Bullykreis hoch ins kurze Eck für den Freiburger Treffer zum 4:3 sorgte und damit den Hausherren dern Zusatzpunkt sicherte. Starbulls-Headcoach Jari Pasanen zeigte sich nach dem Spiel selbstkritisch, enttäuscht und stolz zugleich: „Ich weiß nicht, ob Freiburg im ersten Drittel so gut war oder ob es unsere Busbeine waren. Jedenfalls waren wir immer einen halben Schritt hinterher. Das 0:2 war peinlich. Die Mannschaft hat schläfrig gewirkt und diesen Eindruck hatte ich schon beim Aufwärmen. Dass sie da ist und wach ist, das ist Aufgabe des Trainers und das habe ich nicht geschafft. Die Spieler haben in der Pause selbst kapiert, dass es so nicht weitergeht. In den restlichen 40 Minuten haben sie tolles Eishockey gespielt, da muss ich ihnen ein großes Kompliment machen. Dass wir dann am Schluss am Bully die unnötige Strafe bekommen und nur mit einem Punkt heimfahren, ist bitter und ärgert mich sehr.“ In der extrem engen Tabelle der DEL 2 verbessern sich die Starbulls durch den Punktgewinn mit nun 19 Zählern sogar um zwei Plätze auf den fünften Rang, haben aber lediglich drei Punkte Vorsprung auf den Tabellenvorletzten!
Selber WölfeWölfe erwischen gebrauchten Tag - Selber Wölfe vs. Eisbären Regensburg 0:5 (DEL2) Eine eindeutige Angelegenheit war das Derby zwischen den Selber Wölfen und den Eisbären Regensburg. Die Gäste agierten im ersten Drittel gnadenlos effektiv, zogen mit 3 Toren davon, agierten von da ab clever und ließen sich die Butter nicht mehr vom Brot nehmen. Die Wölfe hingegen hätten wahrscheinlich noch Stunden spielen können und keinen Treffer erzielt. Der Spielverlauf in den ersten 20 Minuten gestaltete sich eigentlich ausgeglichen. Eigentlich, denn die Eisbären nutzten ihre Chancen im Gegensatz zu den Wölfen gnadenlos aus und zogen mit 0:3 Toren davon. Den Beginn machte in der 10. Minute Regensburgs Goldhelm Yogan, der einen Schuss von der blauen Linie unhaltbar in die Maschen ablenkte. Schwamberger und Weber legten mit ihren Treffern in der 12. Und 13. Minute nach. Die Wölfe hatten ihrerseits gute Szenen in der Offensive und auch einige Torabschlüsse, mit denen sie Regensburgs bärenstarken Goalie McCollum aber nicht in Verlegenheit bringen konnten. Im zweiten Spielabschnitt zogen sich die Eisbären weitestgehend zurück, machten die Räume eng und den Wölfen das Leben schwer. Zudem wirkten die Gastgeber vor dem Tor etwas verkrampft und nicht zielstrebig genug. Aber auch abgefälschte Scheiben wollten einfach nicht über die Linie rutschen und so gelang den Wölfen der dringend benötigte und auch verdiente Anschlusstreffer nicht. Ein vermeintlicher weiterer Torerfolg der Regensburger fand zurecht, aufgrund hohen Stocks, keine Anerkennung, sodass der mittlere Spielabschnitt torlos blieb. Die Selber Wölfe rannten weiter an. Doch bereits in der 45. Minute stellten die Eisbären in Überzahl auf 0:4 und sorgten so für die Vorentscheidung. Die Porzellanstädter versuchten weiter alles, um zumindest den Ehrentreffer zu erzielen. Doch selbst dieses Trostpflaster sollte den Gastgebern verwehrt bleiben. Durch einen Konter stellte Girduckis den Endstand zum 0:5 her.
Lausitzer Füchse WeißwasserAUTOGRAMMSTUNDE IN DER SÜDPASSAGE WEISSWASSER - KAUFLAND UND FREIBERGER MIT RABATT- & GEWINNAKTIONEN (DEL2) Am Samstag, den 28. Oktober findet in der Südpassage in Weißwasser eine Autogrammstunde mit der Mannschaft der Lausitzer Füchse statt. Von 15 bis 17 Uhr wird das gesamte Profi- sowie Trainerteam Autogramm- und Fotowünsche erfüllen. In Zusammenarbeit starten Kaufland und Freiberger für diesen Tag eine Rabattaktion. Parallel wird es auch zwei VIP-Karten zu gewinnen geben. Dabei müssen Fan und Spieler als Team agieren und eine Supermarkt-Challenge lösen. Zudem haben Füchse-Fans die Möglichkeit, sich von ihrem Lieblingsspieler regelrecht „abkassieren“ zu lassen. Von 16 bis 17 Uhr besetzen zwei Spieler für jeweils 30 Minuten eine Kaufland-Kasse.
Bayreuth TigersEin Drittel auf Augenhöhe - zu wenig für starke Blue Devils… Blue Devils Weiden vs. Bayreuth Tigers 10:2 (1:1, 4:0, 5:1) (OLS) Mit Mathias Binder sowie Joel Hofmann kamen zwei weitere Förderlizenz-Akteure aus Ingolstadt erstmals für die Tigers zum Einsatz – zudem feierte Mark Ledlin seinen Einstand im gelb-schwarzen Trikot beim Derby in der Oberpfalz. Verzichten musste man weiterhin auf Viktor Knaub und Dominik Tiffels. Jayden Schubert war nach der Spieldauer-Strafe gegen Heilbronn am heutigen Freitag gesperrt. Mit einem Blitzstart gingen die Gastgeber in die Partie. Zunächst scheiterte Gläser knapp und Samanski konnte seine „freie Schussbahn“ nicht nutzen. Einer ersten zarten Annäherung an das von Hübl gehütete Tor durch Ledlin beantworteten die Blue Devils mit einem Gegenangriff, der erfolgreich abgeschlossen werden konnte. Der von der Bande zurückspringende Puck landete bei Thielsch, der ohne große Mühe den aus der Position geratenen Kristian überwinden konnte. Drei Minuten waren hier gespielt und Weiden setzte weiterhin seine Angriffsbemühungen fort. So scheiterte Schmidbauer und Nagtzaam. Als Eberhardt kurz nachdem Nuss hinausgestellt wurde, diesem folge und es mit jeweils vier Feldspielern weiterging, nutzten die Tigers den Platz auf der Eisfläche um heranzukommen. Samuel Schindler wurde am langen Pfosten von Elo eingesetzt und stellte nach elf Minuten den Ausgleich her. Nun waren die Tigers im Spiel und konnten Akzente setzen, bis man kurz vor der Drittelpause wieder unter Druck geriet. Zunächst hämmerte Davis die Scheibe mit Gewalt an die Latte, bevor innerhalb von 55 Sekunden vier Tigers-Akteure nacheinander auf die Strafbank wanderten. Trotz zu diesem Zeitpunkt zwei Mann weniger auf dem Eis, konnte man sich – unter anderem mit gutem Bullyspiel – in die erste Pause „retten“. Gut zwei Minuten wehrte man sich dann weiter erfolgreich im Mittelabschnitt, bevor Weiden den Bann brechen konnte und in doppelter Überzahl durch Samanski, der einen Schuss von Kolb abgefälscht hatte, zur Führung traf. Das nächste Überzahlspiel der Oberpfälzer brachte den nächsten Treffer mit sich. Als Robin Drothen aussetzen musste, brachte eine schnelle Kombination, die über Filin zu Ward und dann weiter auf Samanski gespielt wurde, erneut ein Erfolgserlebnis. Kurz darauf bediente Gläser Elsner, der nach nicht einmal der Hälfte des Spiels auf 4:1 stellte, was Davis noch ausbauen konnte und mit dem vierten Treffer in diesem Abschnitt aufwartete. Von den Tigers kam indes zu wenig. Lediglich Fabian und Stach prüften Hübl, der einen eher ruhigen Abend verleben durfte. Der junge Hofmann setzt sich kurz vor der Drittelpause schön durch, kam aber am Ende nicht zum Abschluss. Zum Schlussdrittel kam Appler zwischen die Bayreuther Pfosten, der dann ab der 42. Spielminute innerhalb von 63 Sekunden drei Mal hinter sich greifen musste. Zu leicht machte man es den Gastgebern, die in Spiellaune waren und mit dem sechsten, siebten und achten Treffer bereits zu diesem Zeitpunkt den Deckel auf die Partie machten. Eine kleine Ergebniskosmetik durch Stach in Überzahl, beantworteten die Gastgeber mit zwei weiteren Treffern, die beide durch Davis vorbereitet wurden und das Ergebnis zweistellig werden ließ. Samanski vergab am Ende noch einen Penalty. „Vom Ergebnis bin ich sehr enttäuscht. Wir hatten im ersten Drittel gut gespielt und dann zu viele Strafen genommen. Weiden hat taktisch gut gespielt und unheimlich Druck gemacht. Waren oft im eins gegen eins und haben die Zweikämpfe gewonnen. Unser zweites und drittes Drittel war eine Katastrophe, wir haben zu viele Fehler heute gemacht aber wir müssen das Spiel jetzt vergessen und für den Sonntag gegen Peiting bereit sein“, so Chef-Coach Chernomaz im Anschluss an die Partie. „Wir haben ein ausgeglichenes erstes Drittel gesehen. Durch die Strafzeiten ist dann das Momentum auf unsere Seite gekippt. So ein fünf gegen drei kann Fluch uns Segen sein. Wir haben dann Gott sei Dank das Tor gemacht. Ab dem zweiten Drittel haben wir es läuferisch ausgespielt und die Zweikämpfe gewonnen. Alle vier Reihen haben Gas gegeben und konnten spielerisch Akzente setzen. Ein rundum gelungener Abend für uns“, so Sebastian Buchwieser zur Leistung seines Teams. Für die Tigers wird es darum gehen, das Spiel schnell aus den Köpfen zu bekommen und sich auf die nächsten Aufgaben zu fokussieren.
Deggendorfer SCArbeitssieg bei den Rebels: Deggendorfer SC kehrt mit drei Punkten aus Stuttgart zurück (OLS) Es war ein hartes Stück Arbeit, doch der Deggendorfer SC bleibt auch im sechsten aus sieben Spielen erfolgreich. Vor 775 Zuschauern in der Stuttgarter Eiswelt bezwang die Mannschaft von Trainer Jiri Ehrenberger die heimischen Rebels mit 2:4. Der Deggendorfer Übungsleiter konnte im Duell mit dem Aufsteiger einen Rückkehrer im Kader begrüßen. Zwar fehlten mit Ondrej Pozivil, Alex Grossrubatscher und Dennis Balzer weiterhin drei Verteidiger, jedoch kehrte mit Benedikt Schopper ein erfahrener Akteur zurück in die Mannschaft. Die Rebels machten es den Deggendorfern von Beginn an schwer, in die Partie zu kommen. Taktisch diszipliniert verteidigte die Mannschaft von Trainer Ravil Khaidarov eng am Gegenspieler und erspielten sich selbst den ein oder anderen Konter. In der elften Minute ging der DSC dennoch in Führung. Von hinter dem Tor bediente Julian Elsberger den eingelaufenen Sascha Maul, der per Direktabnahme zum 0:1 traf. Doch die Antwort der Hausherren ließ nicht lange auf sich warten. In der 14. Minute war es Petr Wiencek, der einen Abpraller zum Stuttgarter Ausgleich nutzte. Mit dem 1:1 ging es hinein in die erste Pause. Im zweiten Abschnitt zeigte sich ein ähnliches Bild. Die Deggendorfer hatten zwar optisch mehr vom Spiel, jedoch verteidigten die Rebels geschickt und ließen vor dem eigenen Tor nur wenig zu. In der 36. Minute wurde der DSC schließlich dennoch für seine Mühen belohnt. Carter Popoff fand den im Slot völlig freistehenden René Röthke und der Deggendorfer Kapitän ließ Rebels-Schlussman Jonas Gähr mit einem präzisen Schuss aus dem Handgelenk keine Abwehrmöglichkeit. Im Schlussabschnitt gab es zunächst schlechte Nachrichten im Deggendorfer Lager. Nach einem Check im zweiten Drittel kehrte Curtis Leinweber zu den letzten 20 Minuten nicht mehr zurück auf das Eis. Die Partie ähnelte dem Spielverlauf der ersten 40 Minuten. Der DSC eigentlich spielbestimmend, ohne sich die ganz großen Chancen erspielen zu können. In der 55. Minute war es allerdings doch so weit. Nach einem Querpass von Marcel Pfänder traf Lukas Miculka ins rechte obere Eck zum 1:3. Damit war die Partie allerdings noch nicht entschieden. Knapp zwei Minuten vor Ende traf Jannik Herm zum erneuten Anschlusstreffer. Die Rebels warfen nun alles nach vorne und mitten hinein in Stuttgarter Drangphase fiel der entscheidende Treffer. Petr Stloukal traf aus dem eigenen Drittel ins verwaiste Tor zum 2:4 Endstand.
Passau Black HawksBlack Hawks Wahnsinn zur Ladies Night: 6:3 Sieg über Tölz – Sonntag Auswärts beim EV Füssen (OLS) Die Eishockey Abende in der Eis-Arena Passau waren in dieser Saison immer kurios! Dies sollte auch am Freitagabend beim Black Hawks Heimspiel gegen die Tölzer Löwen nicht anders sein. 988 Zuschauer sahen einen umjubelten 6:3 Heimerfolg der Habichte. Dabei erlebten die Fans in der Halle drei total unterschiedliche Drittel und beste Unterhaltung. Das erste Drittel ist in dieser Saison so etwas die das „Problem-Drittel“ der Habichte. Beim Spielaufbau und der Organisation taten sich die Habichte schwer und so kamen die Gäste nach etwas zehn Minuten immer besser ins Spiel. Die Tölzer Löwen hatten insgesamt zu viel Raum um ihr Spiel aufbauen zu können. Nach einem schweren individuellen Fehler der Habichte gingen die Tölzer Löwen nach knapp fünfzehn Minuten in Führung. Die Ansprache in der Drittelpause an die Mannschaft trug dann im zweiten Abschnitt Früchte. Die Habichte kamen druckvoll und mit stark verbesserten Spielaufbau aus der Kabine. Jakub Cizek besorgte Mitte des Drittels den Ausgleich. Kapitän Marc Zajic vollende nur eine Minute später, sehr zu Freude der Passauer Fans, eine tolle Kombination zur Black Hawks Führung. Völlig verrückt wurde es dann im Schlussdrittel. Colin Campbell erzielte in Überzahl mit einem Schlenzer ins Kreuzeck das 3:1 für die Habichte. Im Anschluss nahmen dann die Undiszipliniertheiten bei den Black Hawks zu. Genau davor hatte Black Hawks Coach Thomas Vogl die letzten Wochen immer wieder gewarnt. „Diese unnötigen Strafen kosten wahnsinnig viel Kraft. Da müssen wir uns besser im Griff haben“. Sieben Minuten vor Ende der Partie nahm der neue Tölzer Trainer Axel Kammerer Torhüter Enrico Salvarani zugunsten von einem sechsten Feldspieler vom Eis. Mit zwei Mann mehr verkürzten die Löwen vier Minuten vor Schluss auf 3:2. Tölz agierte weiter ohne Torhüter und drängte auf den Ausgleich. Doch die Habichte erhöhten durch Jakub Cizek mit einem Treffer ins leere Tor auf 4:2. Die Tölzer versuchten weiter ohne Torhüter den erneuten Anschluss herzustellen. Doch es waren erneut die Habichte, welche durch Elias Rott auf 5:2 erhöhten. Eins fünfzehn vor Ende durften dann die Löwen noch mal jubeln. Fissekis verkürzte mit einem Flachschuss auf 5:3. Erneut blieb der Tölzer Goalie auf der Bank, erneut waren es die Habichte die zuschlugen. Jakub Cizek netzte zum 6:3 Endstand drei Sekunden vor Ende der Partie ein. Die fast tausend Zuschauer erlebten ein packendes, spannendes und emotionales Spiel. „Die Zuschauer haben heute zur Ladies Night einiges geboten bekommen“. meinte Black Hawks Trainer Thomas Vogl mit einem schmunzeln auf der Pressekonferenz. Mit seiner Mannschaft war der Black Hawks Trainer nicht ganz zufrieden. „Das erste Drittel mit immer den gleichen individuellen Fehlern. Das zweite Drittel war wirklich gut von unserer Seite. Im Schlussabschnitt nehmen wir dann wieder unnötige Strafen. Da müssen wir einfach viel disziplinierter agieren. Für die Zuschauer war das heute natürlich ein tolles Spiel. Wir freuen uns über den Sieg und die drei Punkte“. Bereits am Sonntag reisen die Habichte zum EV Füssen. Die Allgäuer haben ihr Freitagsspiel in Memmingen mit 1:3 verloren und stehen vor dem Spiel gegen die Black Hawks unter Druck. Mit einem Sieg beim EV Füssen würden sich die Habichte in den Top 10 etwas festsetzen und den Abstand zu den dahinterliegenden Mannschaften ausbauen. Die Mannschaften auf den Plätzen 5 bis 11 liegen gerade einmal fünf Punkte auseinander. Auf Platz 8 befinden sich die Black Hawks mit acht Punkten auf dem Konto. Der EV Füssen liegt mit 6 Punkten auf dem 12. Tabellenplatz. Die Habichte wissen also um die große Chance welche das Auswärtsspiel beim EV Füssen bietet. Der EV Füssen war in der Vergangenheit immer ein sehr schwer zu spielender Gegner. Das dürfte auch am Sonntagabend nicht anders sein. Die Black Hawks müssen sich auf ihre stärken besinnen und vor allem von der ersten bis zur letzten Sekunde ihr bestes Eishockey abrufen. Dann ist das erste 6-Punkte Wochenende in dieser Saison möglich.
Ice Dragons unterliegen erneut zweistellig - Keine Trendwende für Herford in Halle (OLN) Der Herforder Eishockey Verein musste in der Oberliga Nord eine weitere deutliche Niederlage einstecken. Bei den Saale Bulls Halle unterlagen die Ice Dragons mit 3:11 (0:4/0:3/3:4), womit keine Trendwende gelang und die vierte Niederlage in Folge zu verzeichnen war. Erneut verschliefen die Ostwestfalen den Start und nach nur neun Minuten stand es bereits 0:3. Martynas Grinius (1.) sowie zweimal Brett Perlini (3./9.) hatten die Gastgeber schon früh auf die Siegerstraße gebracht. Thomas Merl erhöhte noch vor der ersten Drittelpause auf 4:0. Im zweiten Spielabschnitt mühte sich Herford um den Anschluss und hatte rund 10 Minuten mehr vom Spiel. Ein Doppelschlag in der 32. Minute durch Thomas Merl und Fabian Baßler ließen den kleinen Aufwärtstrend jedoch wieder verpuffen. Sergejs Stas erhöhte in der 38. Minute auf 7:0, womit auch ein letztes Mal die Seiten gewechselt wurden. Im Schlussabschnitt waren nur wenige Sekunden gespielt, als Brett Perlini zum 8:0 traf. In der 43. Minute verkürzte Marius Garten auf 1:8 und André Gerartz ließ nur 80 Sekunden später das 2:8 folgen. Dann schlugen wieder die Saale Bulls zu. Thomas Gauch erhöhte in der 46. Minute auf 9:2, Patrick Schmid machte es in der 51. Minute zweistellig und Leon Köhler traf zum 11:2 (54.). Den Schlusspunkt setzte schließlich Logan DeNoble zum 3:11 in der 59. Minute. „Auf uns kommt sehr viel harte Arbeit zu, wir müssen in allen Bereichen hart trainieren, damit die Mannschaft ihr vorhandenes Potential abrufen kann. Arbeit, Arbeit, Arbeit – mehr ist eigentlich nicht zu sagen“, so Coach Miha Zbontar im Anschluss an die Begegnung. Im Sonntagsspiel trifft der Herforder Eishockey Verein ab 18.30 Uhr in der heimischen imos Eishalle „Im Kleinen Felde“ auf die Tilburg Trappers. Somit wartet die nächste schwierige Aufgabe, aber auch die nächste Chance auf eine Trendwende.
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| NEWS Landesverbände Bayernliga - Landesliga Bayern - Bezirksliga Bayern / Regionalliga Südwest - Landesliga Baden-Württemberg |
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Amberg Wild LionsKein Thriller dank Siller - ERSC-Stürmer mit Viererpack zum Matchwinner (BYL) Der ERSC Amberg hat sein erstes Heimspiel der diesjährigen Bayernliga-Saison erfolgreich absolviert. Mit 5:2 besiegten die Wild Lions am Freitagabend die Ulmer Devils, die den Ambergern lange Zeit Paroli boten. Den positiven Ausgang hatten die Gastgeber einerseits ihrem Torhüter Timon Bätge zu verdanken, zum anderen war da die Treffsicherheit von Löwenstürmer Philipp Siller, der die ersten vier Amberger Tore erzielte und zum „Man oft the match“ avancierte. Die Idealbesetzung blieb für beide Trainer ein Wunschtraum. Auf Amberger Seite fehlten Marco Pronath (verletzt), Kevin Lavallee (erkrankt) und Lukas Klughardt (gesperrt). Dazu gab es unter der Woche noch krankheitsbedingte Ausfälle: „Teilweise konnten wir nur individuell trainieren“, erklärte ERSC-Coach Dirk Salinger. Das war wohl auch ein Grund, warum die Partie etwas zerfahren verlief und in vielen Aktionen die Präzision fehlte. Amberg begann druckvoll und Ulm hielt gleichwertig dagegen, dank einer hohen Laufbereitschaft. Gegen Ende des Drittels fiel dann etwas überraschend das 1:0 für die Löwen durch Sillers ersten Streich, assistiert von Brandon Walkom der übrigens zu allen Treffern von Siller die Vorarbeit leistete. Amberg startete mit doppelter Überzahl in den Mittelabschnitt und konnte schon nach 51 Sekunden auf 2:0 erhöhen. Wirklich Sicherheit brachte das aber nicht ins Spiel der Gastgeber und Ulm hatte den Gegentreffer schnell verdaut. Die Devils hatten ihrerseits nun eine ganze Reihe guter Offensivaktionen und Timon Bätge hatte wesentlich mehr zu tun, als ihm lieb sein konnte. Beim Anschlusstreffer der Gäste durch einen abgefälschten Schuss von Rodrigues hatte aber auch der Löwen-Goalie keine Abwehrmöglichkeit. Nur 59 Sekunden später hatte Siller aber den alten Abstand wiederhergestellt, wobei das 3:1 sicherlich der schönste Treffer des Spiels war in Aufbau und Vollendung. Schon früh im Schlussdrittel musste Amberg zur Kenntnis nehmen, dass die Partie noch längst nicht entschieden war. Ein unnötiger Scheibenverlust der Löwen begünstigte das 3:2 durch Makovics und Ulm erhöhte die Bemühungen, wollte nun auch den Ausgleich. Auch bei den Gästen ließ die Genauigkeit nach. So bedeutete Treffer Nummer Vier von Siller praktisch schon die Entscheidung und ein Ende der Spannung. In der Schlussphase nutzte dann Felix Köbele eine von mehreren Powerplaysituationen zum 5:2-Endstand. Gästecoach Martin Jainz war hinterher mit der Leistung seiner Truppe durchaus zufrieden: „Wir haben versucht, wenig Fehler zu machen. Es wäre vielleicht mehr drin gewesen, aber Amberg hat einen sehr guten Torhüter. Ich kann meinen Jungs keinen Vorwurf machen. In Amberg ist es für jeden Gegner schwer. Wir müssen unsere Punkte eben woanders holen“. Ambergs Trainer Dirk Salinger war „hochzufrieden mit den Punkten“. Ulm sei sehr gut eingestellt gewesen und auch Salinger lobte seinen Torhüter explizit: „Timon war wieder einmal spitze“.
Buchloe PiratesPiraten holen in Schweinfurt die ersten Punkte - ESV Buchloe feiert beim 7:4 Auswärtserfolg den ersten Saisonsieg (BYL) Nach der Auftaktniederlage gegen Amberg vom vergangenen Wochenende hat der ESV Buchloe am Freitagabend den ersten Sieg der noch jungen Bayernligasaison gefeiert. In Schweinfurt boten die Mannen von Trainer Christopher Lerchner trotz nur 14 mitgereisten Feldspielern eine über weite Strecken konzentrierte und körperlich präsente Leistung und belohnten sich so am Ende beim 7:4 (1:0, 4:2, 2:2) Auswärtssieg zu Recht mit den ersten drei Punkten. Personell sah es nach dem missglückten Start gegen Amberg dabei im Auswärtsmatch in Schweinfurt gar nicht unbedingt so gut für den ESV aus, zumal man sich bei den Migthy Dogs die letzten Jahre immer schwer getan hatte. Neben den gesperrten Marc Krammer und Moritz Simon fehlte auch unter anderem weiterhin Max Dropmann, sodass die Freibeuter nur fünf Verteidiger mit an Bord hatten. Trotzdem gelang den Rot-Weißen am Main ein echter Blitzstart, als Felix Schurr nach 83 Sekunden Geburtstagskind Benni Roßberg im Schweinfurter Tor mit einem ganz krummen Ding aus sehr spitzem Winkel zum 1:0 überlistete. Für den sonst so starken Roßberg – das sei schon mal vorweggenommen – sollte es an diesem Abend ein gebrauchter Auftritt werden. Nach dem fürhen Führungstreffer kamen die Schweinfurter dann aber nach und nach zu den ersten Abschlüssen, bei denen sich jedoch Johannes Wiedemann im ESV-Gehäuse stets auf dem Posten zeigte. Die spektakulärste Rettungstat zeigte Wiedemann nach rund drei Minuten, als er mit einem klasse Save sehenswert den Ausgleich verhinderte. So ging es mit dem 1:0 auch in die erste Pause, aus der sich die Freibeuter anschließend erneut mit einem schnellen Tor zurückmeldeten. Gerade einmal 43 Sekunden waren nach Wiederanpfiff gespielt, als Christian Wittmann in Überzahl zum 2:0 traf, wobei auch hier Schweinfurts Goalie ebenfalls keinen ganz sattelfesten Eindruck hinterließ. Doch die Mighty Dogs antworteten auf diesen Schock umgehend mit dem 2:1 Anschluss durch ein Abstaubertor von Marcel Weise (22.). Danach bewahrte der Buchloer Schlussmann – der im Übrigen ebenfalls unter der Woche Geburtstag gefeiert hatte – seine Mannen mit mehreren starken Paraden vor dem drohenden Ausgleich. Gegen Drittelmitte konnten die Piraten dann durch Benjamin Katerbau den alten Abstand wieder herstellen, da dieser vor dem Tor reaktionsschnell im Nachsetzten das 3:1 markierte (29.). Aber auch darauf hatten die Gastgeber eine passende Antwort parat: Im Powerplay verkürzte Lennart Esche mit einem platzierten Schuss keine zwei Minuten später wieder auf 3:2 (31.). Doch gegen Ende des Abschnitts konnten sich die Freibeuter endlich etwas absetzen, als zunächst Demeed Podrezov in doppelter Überzahl eine schöne Kombination zum 4:2 einnetzte (37.) und Alexander Krafczyk mit einem wuchtigen Schuss sogar zum 5:2 traf (40.). Danach hatte Schweinfurts Tormann Roßberg genug und machte Anton Hesselbach Platz. Dieser konnte mit seinen Dogs im letzten Durchgang zunächst wieder etwas Mut schöpfen, als Nils Melchior nach 43 Minuten im Powerplay auf 5:3 verkürzte. Doch dieses Mal waren es die Gennachstädter, die eine sofortige Antwort in petto hatten, als Felix Schurr einen Schuss zum 6:3 ins Tor lenkte (44.). In der Folge spielten es die Buchloer clever und waren eigentlich stellenweise dem nächsten Treffer näher, als die Hausherren ihrem vierten Tor. Als Schweinfurt dann aber nochmals in Überzahl agieren durfte, keimte für die Unterfranken durch das 6:4 von Kevin Heckenberger nochmals leichte Hoffnung auf (55.). Wirklich eng wurde es in der der Schlussphase für den ESV aber nicht mehr und ein Empty-Net-Tor von Michal Petrak besiegelte letztlich den 7:4 Endstand (60.), der den Piraten verdientermaßen den ersten Dreier der Saison bescherte.
Dingolfing Isar RatsDuell der Meister - EV Dingolfing will im Heimspiel gegen Königsbrunn überraschen (BYL) Die Vorzeichen für ein spektakuläres Bayernligaspiel in der Marco-Sturm-Eishalle zwischen dem EV Dingolfing und dem letztjährigen Meister aus Königsbrunn stehen am Sonntag ab 18 Uhr ziemlich gut. Dabei gehen die Gäste als haushoher Favorit in die Begegnung. Ratten-Dompteur Bernie Englbrecht rechnet sich trotzdem eine kleine Chance aus. Aufpassen muss die Dingolfinger Defensive um Goalie Louis Eisenhut vor allem auf ein magisches Duo im Kader der Pinguine. Es war mit Sicherheit ein riesige Überraschung in der vergangenen Saison als die Truppe aus Königsbrunn die Meisterschaft in der Bayernliga gewinnen konnte. Doch ein genauer Blick auf den kompakten Kader genügt, um festzustellen, dass die Königsbrunner kein „One-Hit-Wonder“ sind. Es steckt nämlich ordentlich Qualität in der Truppe. Das weiß auch EVD-Trainer Bernie Englbrecht, der zugibt: „Am Sonntag muss schon alles passen, aber wir werden alles versuchen, um den Königsbrunnern in unserem Stadion ein Bein zu stellen.“ Die Schwaben sind in jedem Mannschaftsteil in der Spitze herausragend besetzt. Im Tor steht mit Stefan Vajs ein langjähriger Stammgoalie in der DEL2 (Kaufbeuren), der seine Karriere bei seinem Heimatverein schön langsam ausklingen lässt. In der Verteidigung sticht der Ex-Rosenheimer Gustav Veisert heraus, der in der vergangenen Saison 47 Scorerpunkte markieren konnte. Doch das Prunkstück der Pinguine ist eindeutig die Offensive. Der Ex-DEL-Spieler Marco Sternheimer (Augsburger Panther) bildet mit Tim Bullnheimer ein magisches Duo, das in der Meistersaison zusammen mehr als 160 Scorerpunkte markieren konnte. Dabei stellte das Duo sämtliche Kontingentspieler in der vierthöchsten Spielklasse deutlich in den Schatten. Und es gibt weitere Horrornachrichten für die Konkurrenz. Mit dem Letten Toms Prokopvics und dem Ex-Landsberger Mika Reuter warten weitere Hochkaräter in den nächsten Sturmreihen. Deutlich zu spüren bekam die Offensivpower der Königsbrunner zum Bayernligaauftakt der Gegner aus Ulm. Mit 11:4 wurden sie von furiosen Pinguinen aus dem eigenen Stadion geschossen. Für Dingolfing eine harte Aufgabe, „aber im Eishockey kann man mit der richtigen Einstellung und mit Willen auch mal für eine faustdicke Überraschung sorgen“, erklärt EVD-Keeper Louis Eisenhut. Der 18-Jährige, der mit einer Förderlizenz vom Oberligisten Deggendorf in Dingolfing viel Spielpraxis sammlen soll, hat bis dato mehr als überzeugt. Und sich auf Anhieb in Dingolfing zurechtgefunden: „Die Mannschaft hat mich sehr gut aufgenommen und ich freue mich, dass ich beim EVD wichtige Spielpraxis bekomme.“ Eisenhut weiß, dass am Sonntag viel Arbeit auf ihn zukommen wird. Doch Angst vor dem letztjährigen Meister hat er definitiv nicht. „Wir haben gegen Dorfen bewiesen, dass wir defensiv sehr gut stehen.“ Eine stabile Defensive könnte der Trumpf am Sonntag sein. Und auch der eine oder andere Save des Deggendorfer Youngsters ist fest eingeplant. Dann könnte eine Überraschung durchaus drin sein.
Kempten SharksSharks stürmen an die Tabellenspitze - ESC Kempten gewinnt mit 2:10 deutlich beim EC Pfaffenhofen (BYL) Erstes Doppelwochenende in der neuen Saison. Für Kempten galt es den guten Schwung aus dem Spiel gegen Schongau mitzunehmen. Nikolas Oppenberger war wieder mit an Bord, Nicht dabei Colin Witting und Jonas Mikulic. Der erste Wechsel gehörte den Gastgebern die sich gleich im Drittel der Sharks festsetzen konnten. Erst ein Alleingang durch Nikolas Oppenberger brachte die Allgäuer ins Spiel. Die Gäste übernahmen nun das Komanndo und Ondrej Zelenka besorgte die Führung in Überzahl. Eher aus dem Nichts der Ausgleich zum 1:1 durch Jan Tlacil der mit einem Sonntagsschuss traf. Doch unbeirrt ging es weiter auf das Tor der Icehogs. Zweimal Jakub Bitomsky und erneut Zelenka schraubten das Ergebnis auf 1:4, den Schlusspunkt in dem Drittel setzte Max Miller mit einem wunderschön heraus kombinierten Treffer in Überzahl. Zu Beginn des Mittelabschnitts gab es dann gleich ausreichend Gelegenheit zum Unterzahl Training, Gleich 3 Minuten musste Kempten mit 2 Mann weniger überstehen. Doch kaum wieder zu viert zog Filip Kokoska alleine davon und verlud den Goalie zum 1:6. Erneut Miller sowie Nikolas Oppenberger und Jan Tlacil sorgten mit weiteren Treffern für den 2:8 Pausenstand nach 40 Minuten. Viele Strafen und Unterbrechungen sorgten für wenig Spielfluss im letzten Abschnitt. Mit zwei weiteren Treffern durch Daniel Rau und Maximilian Schäffler machte es der ESC dann doch noch zweistellig. Über das ganze Spiel überzeugten die Sharks mit Einsatz und Tempo, schön herausgespielten Toren und einem auch in der Höhe klar verdienten Auswärtssieg. Generalprobe für das Topspiel am Sonntag gegen Erding geglückt darf man beruhigt sagen. Mit 19 Toren aus den ersten zwei Spielen ist vor allem die Abteilung Offensive on fire. Die Kemptener Fans dürfen sich schon jetzt auf ein packendes Topspiel am Sonntag freuen.
Arbeitssieg gegen die Eispiraten (BYL) Der EHC Königsbrunn gewinnt auch sein zweites Spiel der Punkterunde mit 6:1 gegen die “Eispiraten“ des ESC Dorfen. Die Brunnenstädter taten sich aber lange Zeit schwer gegen aufopferungsvoll kämpfende Gäste, erst im letzten Drittel platzte der Knoten. Königsbrunn startete mit 18 Feldspielern in die Begegnung, Dorfen war mit nur 16 angereist, konnte aber zumindest mit drei kompletten Reihen antreten. Für den verletzten Stefan Vajs stand von Beginn an David Blaschta im Tor der Brunnenstädter. Dorfen startete mit viel Einsatz in die Partie und präsentierte sich von der ersten Minute an als der unbequeme Gegner, vor dem Königsbrunns Coach Bobby Linke noch gewarnt hatte. Der EHC erarbeitete sich wenige gute Gelegenheiten, in der fünften Spielminute verhinderte nur das Gestänge des Dorfener Tors eine Führung der Brunnenstädter. Auch in Überzahl tat sich Königsbrunn schwer gegen die Eispiraten. In der letzten Minute fiel dann doch die ersehnte 1:0 Führung, in Überzahl legte Tim Bullnheimer für Leon Steinberger auf, der dann souverän einnetzen konnte und für den Drittelendstand sorgte. Im Mitteldrittel konnten die Gäste in Überzahl starten, setzten sich im Königsbrunner Drittel fest und ließen schön die Scheibe laufen. In der 22. Spielminute fand dann der verdeckte Schuss von Tomas Vrba den Weg ins Königsbrunner Tor, die Gäste belohnten sich für ihr gutes Powerplay mit dem Ausgleichstreffer zum 1:1. Der EHC hatte weiterhin Probleme mit dem Spiel der Gäste, die den Puck immer wieder schnell aus der Gefahrenzone brachten und oft gefährlich vors Tor der Brunnenstädter kamen. Dorfen zog gegen Drittelende einige Strafzeiten, doch der EHC konnte selbst doppeltes Überzahlspiel nicht nutzen. Dafür hatten die Eispiraten noch zwei hochkarätige Chancen, doch Königsbrunns Goalie David Blaschta verhinderte mit seinen starken Paraden einen Rückstand der Brunnenstädter. Bis zur letzten Pause fielen keine Treffer mehr. Wie schon im Mitteldrittel starteten die Gäste in Überzahl ins Schlussdrittel, doch dieses Mal hielt die Königsbrunner Defensive dicht, der EHC hatte sogar zwei sehr gute Chancen auf ein Tor. Dorfen kassierte in den letzten 20 Spielminuten aber deutlich mehr Strafzeiten, was sich nun rächen sollte. In der 45. Spielminute fand ein strammer Schuss von Hayden Trupp seinen Weg zum 2:1 ins Dorfener Tor, David Farny hatte dem bis dahin starken Dorfener Goalie Andreas Marek die Sicht verstellt. Vier Minuten später schnappte sich Leon Steinberger an der Mittellinie die Scheibe, tankte sich bis vor das gegnerische Tor durch und netzte eiskalt zum 3:1 ein. Es kam noch schlimmer für die Gäste. In der 52. Spielminute traf dann auch Peter Brückner nach feinem Zuspiel von Dominic Erdt und in Überzahl zum 4:1, in der 57. Spielminute legte er dann auch noch in doppelter Überzahl das 5:1 nach. Dorfen schwächte sich selbst durch zu viele Strafzeiten. Auch das 6:1 acht Sekunden vor dem Abpfiff durch Toms Prokopovics fiel in doppelter Überzahl, die Partie war längst gelaufen. Eine Sekunde vor Spielende zog dann allerdings auch der EHC eine Strafe, Simon Beslic kassierte nach einem unkorrekten Körperangriff eine Spieldauerstrafe und wird nun am Sonntag gegen Dingolfing fehlen. Königsbrunn gewinnt nach zwei schwachen Dritteln gegen einen sehr unbequemen und kampfstarken Gegner. Coach Bobby Linke zeigte sich nach der Partie mit einigen Dingen unzufrieden: „Wir hatten vor dem Spiel einen klaren Plan, haben uns aber nicht alle an unser Konzept gehalten. Dorfen war in jedem Zweikampf bissiger, williger und leidenschaftlicher als wir. Nach dem zweiten Drittel mussten wir noch froh sein, dass es da nur 1:1 stand. Im letzten Abschnitt wurde kleinlicher gepfiffen, Dorfen hat da zu viele Strafen gezogen und uns damit wieder ins Spiel gebracht. An unserem Überzahlspiel müssen wir noch arbeiten, da haben wir viel Luft nach oben. Wir müssen langsam in die Spur kommen und mit der richtigen Einstellung ins Spiel gehen. Jeder Gegner wird uns alles abverlangen, das müssen wir annehmen und mit einem anderen Gesicht auftreten.“
TEV MiesbachTurbulenter Sieg in Geretsried (BYL) Bereits am zweiten Spieltag kam es zum Derby zwischen dem ESC Geretsried River Rats und dem TEV Miesbach. Zdenek Travnicek musste neben Johannes Bacher auf Routinier Sebastian Deml verzichten, der sich im Auftaktmatch verletzte. Im Tor begann erneut Philip Lehr. Beide Mannschaften kamen mit Tempo aus der Kabine und es entwickelte sich eine schnelle Partie auf Augenhöhe. Die erste Großchance hatten die Hausherren in der 8.Spielminute als Tyler Wiseman alleine vor Lehr auftauchte. Der Schlussmann des TEV verhinderte aber mit einer sehr starken Parade den frühen Rückstand. Auf der anderen Seite musste Dominik Gräubig seine Mannschaft in höchster Not retten, als Florian Heiß frei zum Abschluss kam. In der Folge gab es einige Strafen gegen den TEV, doch diese überstand man schadlos. Kurz vor der Pause brach schon Jubel im Miesbacher Block aus, doch Gräubig rettete mit einer Glanzparade gegen Patrick Asselin. Asselin hatte im Mittelabschnitt nach wenigen Sekunden die erste Möglichkeit für den TEV, doch er verzog knapp und im direkten Gegenzug traf Stefano Rizzo zum 1:0 für Geretsried. Geretsried agierte nun bissiger und hatte in der 22.Spielminute durch Ondrej Horvath die nächste Großchance. Nach einem erfolglosen Überzahlspiel hatte zunächst Florian Heiß die Möglichkeit aus spitzem Winkel. Nur Sekunden später setzte Benedikt Pölt zu einem starken Solo einmal durchs Geretsrieder Drittel an, legte die Scheibe ab für Stefan Mechel und dessen Schuss fälschte Florian Feuerreiter in der 26.Spielminute entscheidend zum 1:1 ab. Der TEV drückte nun auf den Führungstreffer, aber die Gäste konterten in der 29.Spielminute die Rot-Weißen aus und Michael Harrer traf zum 2:1. Vom Bully weg glich der TEV wieder aus. Felix Feuerreiter scheiterte zunächst an Gräubig, doch den Abpraller verwertete Patrick Asselin zum 2:2. Kurz vor der Pause tauchte wieder Florian Heiß frei vor Gräubig auf und der Geretsrieder Schlussmann gewann das Duell erneut und es ging mit einem 2:2 in die zweite Pause. Zum Start des dritten Drittels konterten die Hausherren den TEV in Überzahl aus und es gab Penalty. Doch der gefoulte Josef Reiter vergab die Möglichkeit zur Führung und umgehend nützte der TEV das Powerplay und Thomas März brachte seine Farben zum ersten Mal an diesem Abend in Führung. In der 46.Minute bekam der TEV zwei Strafen gleichzeitig und musste mit zwei Mann weniger agieren. Im Verlauf der Strafzeiten gab es eine weitere äußerst fragwürdige Strafzeit gegen den TEV und Reiter machte in der 48.Spielminute das 3:3 in doppelter Überzahl. Weiterhin in Unterzahl scheiterte Asselin knapp an Gräubig. Es entwickelte sich ein Derbythriller im Geretsrieder Eisstadion und es gab auf Chancen auf beiden Seiten. In der 55.Spielminute rückte das Spielgeschehen in den Hintergrund als sich Ondrej Horvath bei einem Zweikampf vor dem Tor verletzte. Der TEV Miesbach wünscht dem Angreifer der River Rats gute Besserung und schnelle Genesung. Der TEV bekam nach dem Restart eine Strafe und Philip Lehr verhinderte mit einem Monstersave gegen Stefano Rizzo in der 57.Spielminute das 4:3. Und dann schlug der TEV in Unterzahl zu. Bohumil Slavicek erkämpfte sich seinen eigenen Nachschuss und traf zum vielumjubelten 3:4. Die River Rats kamem aber nochmals durch Stefano Rizzo zurück und glichen in der 58.Spielminute nochmals aus. Aber die Moral beim TEV war nicht gebrochen und man ging wieder in Front. Aziz Ehliz nagelte die Scheibe im Powerplay in den Winkel zum 4:5. Stefano Rizzo hatte aber an diesem Abend etwas gegen einen Sieg des TEV’s und traf mit seinem dritten Treffer an diesem Abend 10 Sekunden vor dem Ende zum 5:5. Somit bekamen die Zuschauer noch Nachschlag in dieser Derbyschlacht. Der TEV dominierte die Verlängerung und es war wieder Aziz Ehliz, der die Partie für den TEV entschied. Das nächste Heimspiel findet am Sonntag statt. Ab 18 Uhr geht´s gegen die Schweinfurt Mighty Dogs.
Lechbruck FlößerZwei Drittel lang mit Reichersbeuern ebenbürtig (BLL) Der ERC Lechbruck lieferte, trotz sieben Ausfällen, zwei Drittel lang eine ausgeglichene Partie gegen einen starken SC Reichersbeuern, der mit vollbesetztem Kader antreten konnte. Die Mannschaft von Trainer Markus Fischer präsentierte sich als kompakte Einheit, die dem Meister der Saison 2021/22 das Leben sehr schwer machte und sich auch den Respekt der heimischen Zuschauer einspielte. Die ersten Minuten gehörten klar dem Gastgeber: Mit hohem Tempo fuhr der SCR seine gefährlichen Angriffe auf das ERC-Tor. Die Lecher waren in dieser Anfangsphase noch nicht voll da. Und so konnte Reichersbeuern in der 5. und 6. Minute durch einem Doppelschlag mit 2:0 in Führung gehen. Der ERC konterte in der 10. Minute mit dem 2:1-Anschlusstreffer durch Lukas Zugmaier. Dann zog der ERC in der 12. Minute eine Strafzeit, die Lintner im Powerplay zur 3:1-Führung für die Oberbayern nutzen konnte. Es folgte ein überhartes Foul an Gabriel Larivière-Piché, welches nicht geahndet wurde (16.). Den dadurch entstandenen Scheibenverlust nutzten die Hausherren frei vor dem Tor zum 4:1. Der Spielstand zur ersten Pause war sicherlich 1-2 Tore zu hoch, da die Lecher auch ihre Möglichkeiten hatten und teilweise sehr gefährliche Aktionen in der Offensive erarbeiteten. Aber es zählen am Ende halt die verwerteten Tore und da war Reichersbeuern bis zum diesem Zeitpunkt viel effektiver. Ab dem zweiten Drittel sahen die rund 140 Zuschauer in der Hacker-Pschorr-Arena in Bad Tölz ein Spiel auf Augenhöhe. Der ERC machte nun einen gedankenschnelleren Eindruck und spielte noch aggressiver, was dem SCR offensichtlich Probleme bereitete. Auch spielerisch war Lechbruck über mehrere Phase nun tonangebend. In der 26. Minute verkürzte Jonas Seitz zum 4:2. Der ERC war nun dran, schwächte sich aber mit Strafzeiten immer wieder selbst. So spielte man Reichersbeuern in die Karten, denn in der 34. Minute nutzte erneut Lintner ein Powerplay und baute die Führung des SCR auf 5:2 aus. Die Lecher kämpften und zeigten neben einem starken Einsatz auch immer wieder spielerische Feinheiten. Mit Erfolg: In der 37. Minute verkürzte Maximilian Prinz im Alleingang auf 5:3, womit es zugleich in die zweite Pause ging. Einen offenen Schlagabtausch gab es dann im letzten Drittel. Die Flößer, trotz numerischer Unterlegenheit, machten einen besseren körperlichen Eindruck und konnten noch einmal eine Schippe drauf legen. Maxime Danis scheiterte am Pfosten. Weitere gute Torchancen waren vorhanden, aber letztlich sollte es zu keinem weiteren Treffer in diesem Spiel mehr reichen. Vorstand Sitter zeigte sich nach dem Spiel trotz der Niederlage mit der Leistung der Mannschaft einverstanden: „Der Grund, dass wir hier als Verlierer vom Eis gegangen sind ist, dass wir die ersten 15 Minuten verschlafen haben. Danach waren wir mit einem starken SC Reichersbeuern auf Augenhöhe. Bedenkt man, wer heute alles gefehlt hat, dann muss ich dem Team für die Art und Weise wie wie hier aufgetreten sind ein Kompliment machen. Wir wissen was wir noch zu verbessern haben, aber grundsätzlich müssen wir genau so weitermachen, dann werden die ersten drei Punkte bald auf der Habenseite stehen.“
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Grefrath PhoenixZu Gast beim Tabellenführer - GEG trifft Sonntagabend auf Dinslakener Kobras (LLW) Es wird der erste Höhepunkt der noch jungen Saison in der Eishockey-Landesliga NRW. Die Grefrather EG ist am Sonntagabend, 22.10. beim derzeitigen Tabellenführer Dinslakener Kobras zu Gast. Erstes Bully beim niederrheinischen Rivalen ist um 19:00 Uhr. Eine intensive Trainingswoche liegt hinter den Blau-Gelben und auch die Stimmung im Team ist nach dem erfolgreichen Saisonstart am vergangenen Samstagabend vor 535 Zuschauern im heimischen Grefrather EisSport & EventPark ausgesprochen gut. Ganze 11 Mal hatten die Grefrather Jungs beim Auftaktsieg gegen den Herner EV 1b jubeln dürfen und selbst keinen einzigen Gegentreffer zugelassen. Gleichwohl will Phoenix-Coach Joschua Schmitz nichts von einem vermeintlichen Grefrather Höhenflug wissen und tritt angesichts der bevorstehenden schweren Auswärtsbegegnung gegen Dinslaken erstmal auf die Euphorie-Bremse: „Mit den Kobras erwartet uns am Sonntagabend ein ganz anderes Kaliber als es zuletzt der HEV gewesen ist. Die Dinslakener haben einen stark besetzten Kader mit reichlich Regionalliga- und sogar Oberliga-Erfahrung. Nicht ganz überraschend sind sie mit zwei sehr guten Ergebnissen (3:2-Sieg gegen Bezirksliga-Meister Neuss, 7:6-Sieg n.P. gegen Vorjahres-Finalist Rheine, die Red.) in die Runde gestartet und können auch als Aufsteiger ganz sicher im oberen Bereich der Tabelle mitmischen“. Tatsächlich verfügen die Kobras über eine Mannschaft, die sich aus einer ausgeglichenen Mischung von erfahrenen Routiniers sowie jungen und entwicklungsfähigen Talenten zusammensetzt. Herausragend sicherlich auch Marvin Frenzel im Tor, welcher ohne Zweifel zu den stärksten Goalies der Liga zu zählen ist. Der 28-jährige Schlussmann der Kobras trug 2016/17 für eine Regionalliga-Saison selbst das Phoenix-Trikot und damals vor seiner Heirat noch den Namen Haedelt. Auf die Blau-Gelben wartet sicherlich alles andere als eine einfache Aufgabe, zumal Joschua Schmitz für die Begegnung den einen oder anderen krankheitsbedingten Ausfall zu verschmerzen hat. „Die Erkältungswelle hat leider zugeschlagen. Einige Jungs sind angeschlagen. Sicherlich werden zwei oder drei Stammkräfte am Sonntag gar nicht spielen können“, lässt Schmitz wissen. Mit welcher Aufstellung der Phoenix konkret in Dinslaken antreten kann, entscheidet sich voraussichtlich erst am Tag der Begegnung. Immerhin steht Vorjahres-Top-Scorer Kai Weber nach abgebüßter Sperre aus der Vorsaison für die Partie in Dinslaken wieder zur Verfügung. Auch bietet sich aufgrund der Kadertiefe dem einen oder anderen Spieler die Chance, zum Einsatz zu kommen und sich dem Coach für kommende Aufgaben zu empfehlen. „Die Jungs sind in jedem Fall heiß auf Sonntagabend. Wir werden Dinslaken ganz sicher nicht unterschätzen und versuchen, die Punkte nach Grefrath zu entführen“, so Schmitz. In der Vorsaison trafen beide Teams im Rahmen der Saisonvorbereitung an der Grefrather Stadionstraße aufeinander. Damals siegte die GEG nach einer umkämpften Begegnung denkbar knapp mit 4:3. Ähnlich spannend dürfte es auch am Sonntagabend zugehen. Für viele Eishockey-Fans am linken und rechten Niederrhein sicherlich ein guter Grund, sich auf den Weg in die Dinslakener „Schlangenhöhle“ zu machen.
Bären NeuwiedEHC setzt trotz Niederlage ein klares Zeichen (RLP) Wer’s nicht gesehen hat, muss nicht auf die Idee kommen, die Neuwieder Analyse des Heimspiels im BeNe League Cup gegen die Snackpoint Eaters Limburg-Geleen sei der Versuch, etwas schönzureden. Die Bären haben das Heimspiel gegen die als Tabellenzweiter an den Rhein gereisten Niederländer zwar mit 3:6 (0:2; 1:2; 2:2) verloren, dabei aber ihre bislang beste Saisonleistung gezeigt. „Die Mannschaft wollte eine Reaktion zeigen, das hat sie getan“, sagte Carsten Billigmann, der als Interimstrainer hinter der Bande stand. Sein Team spielte sich eine Vielzahl an klaren Tormöglichkeiten heraus, schlug daraus aber zu selten Kapital. Ganz anders die Limburger: Sie legten eine atemberaubende Effektivität vor dem Tor von Tjaard Jansen an den Tag. Nur drei von neun Toren vor 700 Zuschauern im Icehouse fielen bei gleicher Spielerstärke auf Eis. Limburg erzielte einen Treffer in Überzahl, setzte das Tor zum 3:6-Endstand ins leere Tor und – das tat besonders weh – stach zweimal im EHC-Powerplay zu. Auch ein 0:4-Rückstand warf Neuwied nicht aus der Bahn. Gerade als der Verlauf des Abends aus Bären-Sicht enttäuschend zu werden drohte, zeigten die Deichstädter Kämpferherz. Innerhalb von anderthalb Minuten (26., 27.) hatten die Eaters auf 0:4 erhöhtt. Das setzte bei den Einheimischen nach ein paar Anpassungen in den Reihen den Kampfgeist endgültig frei. Spielerisch deutlich verbessert, ergaben sich in der zweiten Hälfte des Mittelabschnitts Chancen fast im Minutentakt. „Unser Torhüter hat das Spiel für uns gewonnen“, wusste Limburgs Trainer Jeffrey van Iersel, bei wem er sich zu bedanken hatte. Was Jowin Ansems alles herausfischte, war aller Ehren wert. Nach einer handfesten Keilerin mit drei Spieldauerdisziplinarstrafen gegen Thorben Beeg (Neuwied) sowie Akim Ramoul und Dennis Donders (beide Limburg) kam der EHC in einem dreiminütigen Überzahlspiel heran. Jack DeBoer brach nach Janeck Sperlings Vorarbeit den Bann (40.) und Tobias Etzel fälschte einen Handgelenksschuss von Dennis Schlicht ab (42.). „Wir standen in dieser Phase mit dem Rücken zur Wand“, erkannte van Iersel. In einer weiteren Überzahlsituation spekulierten die Bären auf den Anschlusstreffer, wurden bei einem 2:1-Konter aber kalt erwischt (51.). Dennis Schlicht brachte sein Team von der blauen Linie noch einmal heran (52.), der „Kampf bis zur letzten Rille“ (O-Ton Billigmann) zahlte sich danach nicht mehr aus. Als der sechste Feldspieler auf dem Eis stand, machten die Niederländer mit einem Empty Net Goal den Strich unter die Partie. „Die Mannschaft hat ein Zeichen gesetzt. Wenn sie am Sonntag so auftritt, sind wir auch in Diez nicht chancenlos“, blickte Billigmann auf seinen zweiten und aller Voraussicht nach letzten Einsatz als Interimstrainer voraus. Anfang kommender Woche soll der neue Coach vorgestellt werden. Das Derby bei der EG Diez-Limburg beginnt am Sonntag um 18.30 Uhr in der Eissporthalle am Heckenweg.
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Schönheider WölfeWölfe schlagen sich im ersten Derby in Chemnitz selbst (RLO) Knapp 1500 Zuschauer, davon gut 300 mitgereiste Wölfefans im Chemnitzer Küchwaldstadion. Die Kulisse passte, das Ergebnis aus Schönheider Sicht leider nicht, denn wie schon in den Spielen zuvor stehen Aufwand und Nutzen in Bezug auf erspielter Torchancen bei den Wölfen in keinem guten Verhältnis. Nimmt man dann noch die völlig unnötigen Strafzeiten fünfeinhalb Minuten vor Schluss dazu, muss man konstatieren, dass sich die Schönheider Wölfe beim 2:5 (1:0, 0:3, 1:2) gegen die Chemnitz Crashers selbst geschlagen haben. Dabei begann die Partie für die Erzgebirger gar nicht so schlecht. Im ersten Drittel klar spielbestimmend und schon nach knapp zwei Minuten durch den Treffer von Tomas Rubes mit 1:0 in Führung, waren es aber da schon die vergebenen Torchancen, wonach ein deutlicherer Vorsprung bis zur ersten Pause verdient gewesen wäre. Da ahnten die gut gelaunten Wölfefans aber noch nicht, dass ab dem Mittelabschnitt ein kompletter Bruch im Spiel der Schönheider kommen sollte. Noch so überlegen in den ersten zwanzig Minuten, ließen sich die Wölfe von der jungen Chemnitzer Mannschaft nach und nach den Schneid abkaufen, was einer so erfahrenen Mannschaft eigentlich nicht passieren darf. Schon 46 Sekunden nach Wiederbeginn sorgte Valentino Weißgerber für den 1:1-Ausgleich und keine sechs Minuten später hatten die Crashers das Spiel gänzlich gedreht, als Tobias Werner das 2:1 für Chemnitz erzielte. Die Wölfe hatten zwar auch weiter ihre Chancen, scheiterten aber entweder an Crashers-Goalie Kevin Kopp oder am eigenen Unvermögen. Letztendlich durften nur die Hausherren im zweiten Drittel noch einmal jubeln, als Valentino Weißgerber 40 Sekunden vor dem zweiten Pausentee gar auf 3:1 für die Chemnitz Crashers erhöhte. Nach einer lauten Kabinenansprache von Wölfe-Coach Sven Schröder durfte man auf die Reaktion seines Teams im Schlussdrittel gespannt sein, doch so richtig wollte zunächst kein Spielfluss aufkommen, da auch die ständigen Unterbrechungen aufgrund des Nebels im Stadion ihren Teil dazu beitrugen. Trotz größerer Spielanteile dauerte es bis zur 51. Minute, ehe Florian Richter sein Team auf 3:2 heranbrachte. Das Momentum lag nun klar bei den Erzgebirgern. Gefühlt lag der Ausgleich in der nebligen Luft, wenn, ja wenn da nicht die zwei völlig unnötigen Strafzeiten gegen die Wölfe fünfeinhalb Minuten vor dem Ende gewesen wären. Es war in etwa so, als zieht man selbst im fahrenden Zug die Notbremse, denn anstatt noch etwas Zählbares mitzunehmen, kassierten die Schönheider in der 59. Minute und binnen 18 Sekunden durch den Doppelpack vom 17-jährigen Leon Zyla noch zwei weitere Gegentore zum 5:2-Endstand. Wölfe-Coach Sven Schröder zeigte sich kurz nach dem Spiel natürlich angefressen: „Wir haben uns die Niederlage selbst zuzuschreiben, da wir uns ab dem zweiten Drittel den Schneid abkaufen ließen. So etwas darf einem erfahrenen Team, wie wir es sind, nicht passieren. Dann bekommen wir zwei identische Tore nach einem einfachen Bully und schlafen beim dritten Gegentreffer in der Verteidigung. Die dummen Strafen am Ende waren dann noch das I-Tüpfelchen. Jeder meiner Spieler muss sich selbst an die Nase fassen und hinterfragen. Wenn wir diese Fehler nicht minimieren, wird jedes Spiel schwer für uns.“ Die Chance, es im nächsten Spiel besser zu machen, haben die Schönheider Wölfe am Samstag, dem 28.10.23 beim Heimspiel gegen das Regionalliga-Team des ESC Dresden. Anbully ist um 17:00 Uhr im Schönheider Wolfsbau.
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