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September 26
                         
Weltschiffahrtstag
               
   
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  KURZNACHRICHTEN  

           
   
Münchner Luchse
(BBZL)  Mit Nico Zimemrmann gibt es beim MEK einen weiteren Neuzugang im team. Der 23-Jährige war zuletzt inaktiv und spielte davor im Fürstenfeldbrucker und Dachauer Nachwuchs
  
Salzgitter Icefighters
(RLNO)  Bei den Icefighters kommt es nochmal zu Veränderungen im Kader. Verteidiger Vladyslav Shyrin wechselt zu Energija Elektrnai und Stürmer Stefan Traut wird wegen privater Veränderungen nun doch nicht nach Salzgitter kommen
  
Weserstars Bremen
(RLNO)  Stürmer Michael Wagner geht in sein drittes Jahr bei den Weserstars. Der 22-Jährige, der im Iserlohner Nachwuchs spielte und zuvor für die Eisbären JUniors aufs Eis ging, konnte zuletzt in 24 Partien 4 Tore und 7 Assists erzielen
  
Fischtown Pinguins
(DEL)  Stürmer Lenny Boos musste wegen einer schwerwiegenden Verletzung operiert werden und wird langfristig ausfallen. Bennet Rosmy, der schon länger verletzt fehlt, erkitt einen Rückschlag, so dass er wohl die komplette Saison nciht zur Verfügung stehen wird
  
Red Bull München
(DEL)  Stürmer Chris DeSousa laboriert an einer Oberkörperverletzung und wird für mehrere Wochen pausieren müssen. Ausserdem fehlt auch noch Stürmer Philipp Krening wegen einer Unterkörperverletzung bis vorraussichtlich Mitte November
  
EC Bad Nauheim
(DEL2)  Die Roten Teufel müssen mindestens vier Monate auf ihren Mannschaftskapitän verzichten. Jordan Hickmott hat sich im Training eine schwere Armverletzung zugezogen und muss sich einer Operation unterziehen
  
Black Dragons Erfurt
(OLN)  Stürmer Alex Berger konnte im Tryout überzeugen und hat bei den TecArt Black Dragons einen Vertrag bis zum Saisonende erhalten. Der 23-Jährige spielte in den letzten drei Jahren für den Rivalen Saale Bulls Halle. In zuletzt 46 Partien blieb er punktlos
  
Eisbären Eppelheim
(BWL)  Zur neuen Saison wurden mehrere Spieler nicht mehr berücksichtigt, oder stehen aus privaten Gründen nicht weter zur Verfügung. Demnach werden Elias Becker, Philippe Beisel, Kevin Herbel, Konstantin Ivanov, Luc Jann, Patrick Luo, Marius Metzner und Max Weber den ECE verlassen
  
EV Füssen
(OLS)  Stürmer Julian Straub hat sich eine Unterkörperverletzung zugezogen und miss für mindestens sechs Wochen pausieren
  
Falken Inzell
(BBZL)  Vom Nachbarrivalen EV Berchtesgaden wechselt der 41-jährige Torhüter Steve Förster zum DEC. Ausserdem kehren Maximilian Balthasar und Andreas Graf ins Aufgebot zurück
  
ERSC Ottobrunn
(BLL)  Filippo Crivellari verstärkt künftig die Defensive. Der 21-jährige Italiener kommt vom HCMV Varese zum ERSC. Ausserdem wechselt der junge ukrainische Stürmer Arsen Korol aus dem Münchner Nachwuchs nach Ottobrunn
  
Lindau Islanders
(OLS)  Stürmer Valentin Busch hat sich eine Unterkörperverletzung zugezogen und wird längerfrstig und aus unbestimmte Zeit ausfallen
  
Crocodiles Hamburg
(RLNO)  Torhüter Lucas Di Berardo kehrt zu den Hanseaten zurück. Der 31-Jährige spielte bereits in der Saison 2017/18 für die Crocodiles in der Oberliga. In den vergangenen zwei Jahren ging er für den ERSC Amberg in der Bayernliga aufs Eis
  
Harsefeld Tigers
(RLNO)  Mit den Verlängerungen von Stürmer Philipp Bergmann und Torhüter Thomas Schubert haben die Tigers ihre Kaderplanungen für die neue Saison abgeschlossen
  
TSVE Bielefeld
(LLW)  Mit Aleksandr Galimov kommt ein neuer Goalie zum TSVE. Der 33-jährige Russe wechselt von den EC Celler Oilers nach Bielefeld. Ausserdem kommt mit Alexander Penner ein neuer Verteidiger vom Ligakonkurrenten ESC Kristall Lippstadt
  
EHC Klostersee
(BYL)  Die Grafinger haben nochmal auf dem Transfermarkt zugeschlagen und haben Stürmer Marvin drothen verpflichtet. Der 24-Jährige verfügt über DEL2-Erfahrung aus seiner Zeit in Ravensburg und spielte in den letzten Jahren in der Oberliga für Memmingen, Bayreuth, Bietigheim und Heilbronn 
  
Selber Wölfe
(OLS)  Um die Ausfälle zu kompensieren erhalten die Wölfe Unterstützung durch Förderlizenzspieler. Die Blue Devils Weiden haben Georg Thal mit einer Spielberechtigung ausgestattet und der ERSC Amberg hilft mit Lukas Krieger aus. Ausserdem hat Stürmer Matej Giesl einen Probevertrag erhalten. Der junge Stürmer wechselt fest von den Wild Lions nach Selb
  

   

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ihp-newssplitterIHP Nachrichten

(IHP)  Aktuelle Nachrichten, Pressemitteilungen und Spielberichte von Mittwoch 27.Dezember 2017. Heute mit Informationen vom Deutschen Eishockey Bund, aus der Deutschen Eishockey Liga, Deutschen Eishockey Liga 2, Oberliga Süd und Oberliga Nord, sowie aus der Bayernliga, Landesliga Bayern, Bezirksliga Bayern, Regionalliga West und Regionalliga Ost.


Deutscher Eishockey Bund  (DEB)
U18-Nationalmannschaft: Auftaktsieg im 5-Nationen-Turnier - DEB-Auswahl besiegt Schweiz 6:3 / Fischöder: „Am Ende verdient gewonnen“
Die U18-Nationalmannschaft kann sich im ersten Spiel des 5-Nationen-Turnier in Zuchwil (Schweiz) mit 6:3 (2:2; 1:1; 3:0) gegen die Eidgenossen durchsetzten. Die nächste Partie bestreitet die DEB-Auswahl um Trainer Frank Fischöder am 28.12.2017 (18.30 Uhr) gegen die Tschechische Republik.


Düsseldorfer EG  (DEL)
Roosters zu Weihnachten – DEG holt wichtigen Sieg
Die Düsseldorfer EG sorgte am zweiten Weihnachtsfeiertag für eine nachträgliche Bescherung. Gegen die Iserlohn Roosters gewannen die Rot-Gelben in einer spannenden Partie mit 3:2 (1:1, 1:1, 1:0) und holten damit im letzten Heimspiel des Jahres drei wichtige Punkte.
Normalerweise gibt es ja alles andere als weihnachtliche Gefühle, wenn Düsseldorfer und Iserlohner im Eishockey aufeinandertreffen. Freuen durfte sich heute vor Beginn allerdings Youngster Johannes Huß, der für Henry Haase in den Kader der DEG rückte. Doch gleich zu Beginn wurde klar: Weihnachtliche Nachsicht gibt es nicht. Bereits nach rekordverdächtigen acht Sekunden verabschiedete sich Bernhard Ebner mit 2+10 Minuten auf die Strafbank. Mit frühen Unterzahlsituationen hatten die Rot-Gelben ja zuletzt schon in Straubing leidvolle Erfahrungen gemacht. Und auch dieses Mal nutzten die Gegner die Gelegenheit aus. Der letztjährige Liga-Toptorschütze Jack Combs brachte die Gefiederten kurz vor Ablauf der Strafe mit 1:0 in Front. Zuvor hatte Dan Bakala noch einige gute Paraden ausgepackt. Den Schock schüttelte das Team von Mike Pellegrims allerdings schnell ab und drückte auf den Ausgleich. Als die Hausherren dann erstmals in Überzahl waren, lief erst alles gar nicht so wie gewünscht, doch dann fasste sich Alex Barta ein Herz, umkurvte mehrere Iserlohner und schloss trocken zum 1:1 ab. Die Vorlage kam von Stephan Daschner.
Zu Beginn des Mittelabschnitts vermeldeten dann einige Internet-Liveticker bereits die neuerliche Gäste-Führung. Zu klar war die Einschussmöglichkeit der Roosters – aber der nicht richtig getroffene Puck und der lange Arm von Dan Bakala verhinderten das Iserlohner 2:1. Das fiel dann auf der anderen Seite. Unter dem Jubel aller Rot-Gelben war es Rob Bordson, der nach langer Verletzung und einigem an Scheibenpech erstmals im DEG-Trikot einnetzen konnten. Man sah die zentnerschweren Lasten praktisch von seinen Schultern aufs Eis plumpsen. Die Vorlagen kamen von Alex Picard und Spencer Machacek. Die DEG nun klar am Drücker und auf bestem Weg weiter wegzuziehen. John Henrion scheiterte wunderschön eingesetzt von Jeremy Welsh nur knapp an Sebastian Dahm. Dann allerdings die Ernüchterung. Louie Caporusso stellte die Uhren wieder auf Null. Da wunderten sich nicht grade wenige, dass der Treffer zählte, nachdem Kevin Marshall vor dem Tor doch auf recht robuste Weise zu Boden gebracht wurde. Es half allerdings nichts – plötzlich stand es wieder Unentschieden.
Das entsprach dem Spielverlauf im Mittelabschnitt genauso sehr wie dem im Schlussdrittel – nämlich eher weniger. Und die Düsseldorfer arbeiteten daran, die Überlegenheit auf dem Eis auch in Zählbares auf der Anzeigetafel umzusetzen. In Minute 43 zappelte die Scheibe erneut im Iserlohner Netz. Aber der Jubel erstickte zunächst im Keim und sogar für einige Minuten. So lange dauerte es nämlich, bis die Unparteiischen ihre Entscheidung getroffen hatten, ob eine aktive Bewegung des Schlittschuhs zum Puck stattgefunden hatte. Mit einiger Verzögerung durfte die Tormelodie dann endlich laufen. Der Torschütze: Lukas Laub. Die Assistenten: Rob Bordson und John Henrion. Und dieses Mal wollten sich die Gastgeber nicht wieder die Butter vom Brot nehmen lassen wie vier Tage zuvor bei gleichem Spielstand gegen Nürnberg. Mit enormem kämpferischen Einsatz brachten die Spieler des achtmaligen Deutschen Meisters den Erfolg über die Runden und kletterten in der Tabelle weiter nach oben.


Red Bull München  (DEL)
Red Bulls feiern neunten Sieg in Serie
Der EHC Red Bull München hat am zweiten Weihnachtsfeiertag das oberbayerische Derby gegen den ERC Ingolstadt mit 4:3 nach Penaltyschießen (1:2|1:1|1:0|0:0|1:0) gewonnen. Vor 4.710 Zuschauern erzielten Derek Joslin, Patrick Hager und Jon Matsumoto die Tore für die Hausherren. Im Shootout sicherte Dominik Kahun den Münchnern den neunten Sieg in Folge. Die Red Bulls bleiben damit im Dezember weiterhin ungeschlagen und verteidigen die Tabellenführung aufgrund der um 14 Treffer besseren Tordifferenz vor den punktgleichen Thomas Sabo Ice Tigers.
München und Ingolstadt lieferten sich ein temporeiches und intensives Derby. Die Gäste hatten zunächst Vorteile, die Red Bulls aber durch Patrick Hager die erste Großchance der Partie (8.). Als München druckvoller wurde, jubelten die Gäste über den Führungstreffer von Michael Collins (9.). Die Hausherren reagierten mit einer Drangphase, die Ingolstadts Brett Olson allerdings jäh beendete (14.). Dennoch kamen die Hausherren zurück: 25 Sekunden vor Ende des Drittels brachte Derek Joslin die Red Bulls in Schlagdistanz.
Im Mittelabschnitt begann München stark. Mads Christensen kam in Überzahl dem Ausgleich am nächsten, sein Schuss sprang aber vom einen an den anderen Pfosten und dann zurück ins Feld (26.). Zwei Minuten später wurde der Druck für die Gäste zu groß. Ingolstadts Strafe lief immer noch, als Patrick Hager das Zuspiel vom Jason Jaffray zum 2:2 verwertete. Danach war die Partie ausgeglichen und dennoch gingen die Gäste erneut in Führung. Nach einem Scheibenverlust der Red Bulls traf Darin Olver zum 2:3 (35.).
Das Schlussdrittel war nicht weniger intensiv als die ersten beiden Drittel. Da Ingolstadt stark verteidigte, kam die Offensive der Red Bulls lange Zeit nicht zum Zug. München brauchte starke Kombinationen wie in der 52. Minute, als Daryl Boyle von Keith Aucoin in Szene gesetzt wurde, aber an Timo Pielmeier scheiterte. Auf der Gegenseite verhinderte David Leggio mit Paraden gegen Dennis Swinnen und Laurin Braun die Vorentscheidung (57.). Das zahlte sich aus, denn wenig später erzielte Jon Matsumoto den 3:3-Ausgleich (58.).
In der fünfminütigen Verlängerung fielen keine Treffer, sodass das Penaltyschießen entscheiden musste. Dort war es wie schon beim letzten Heimspiel gegen Krefeld Dominik Kahun, der die Red Bulls zum Zusatzpunkt schoss.


Tölzer Löwen  (DEL2)
Löwen verteilen weihnachtliche Geschenke
das war's mit der besinnlichen Weihnachtsstimmung. Die Tölzer Löwen
verpassen es sich selbst und ihren Fans ein Geschenk zu machen und
verteilen stattdessen an den Gegner Präsente. Das Heimspiel gegen den EC
Bad Nauheim geht mit 3:4 (2:1, 1:2, 0:1) verloren.
Den ersten Fauxpas leistete sich Christian Kolacny, als er im eigenen
Drittel die Scheibe an James Livingston vertändelte. Der Stürmer des
ECBN legte rüber auf Mike McNamee, der mit einem platzierten Schuss zur
frühen Gäste-Führung traf. Gerade einmal 75 Sekunden waren zu diesem
Zeitpunkt gespielt. Nur ein Löwe konnte mit der nötigen
Abschlusspräzision überzeugen: Joonas Vihko traf doppelt und drehte das
Spiel für seine Mannschaft. "Das tut der Mannschaft gut. Wir brauchen
einen ersten Sturm, der Offensiv produziert. Das war für Joonas´
Selbstvertrauen gut und natürlich auch für die ganze Mannschaft", lobte
Rick Boehm.
Doch das war es auch vorerst mit der Anerkennung des Löwencoaches. "In
den ersten 30 Minuten - bis zum 2:3 - waren wir nicht so bissig, so
einsatzfreudig, wie wir sein wollen. Die Jungs wirkten etwas nervös,
etwas unsicher. Mit der Strafzeit kam dann auch der Einsatz und das
Leben, das uns auszeichnet." Boehm spielte auf den Aufreger des Spiels
an. Nachdem sowohl Marvin Ratmann, als auch Christian Kolacny für ihre
Teams getroffen hatten, ereignete sich im Tölzer Torraum eine
unübersichtliche Situation. Mike McNamee hatte mutmaßlich für die Gäste
getroffen - nachdem er mehrmals unbedrängt zum Nachschuss ansetzen
konnte. Andreas Mechel verlor die Fassung und stürzte sich auf die Bad
Nauheimer Offensive. "Der Torwart hat das Recht den Torraum zu
verteidigen. Ich kann dem Andreas, weil es aus der Emotion heraus kam,
jetzt keinen großen Vorwurf machen. Natürlich ist es ungünstig, wenn man
die Stockhand hernimmt. Das gibt dem Schiedsrichter dann den Grund eine
Matchstrafe zu geben", so Boehm. Einige Diskussionen und einen
Videobeweis später die Entscheidung des schwarz-weißen Quartetts:
Matchstrafe gegen Mechel und Tor für Bad Nauheim. Aufregung im weiten
Rund der weeArena. Der Puck habe die Linie gar nicht überquert, waren
sich Zuschauer und Offizielle einig. Doch es blieb dabei: 3:3 Bad
Nauheim. Durch die große Strafe gegen Andreas Mechel gab es auch direkt
die nächste Hiobsbotschaft für die Löwen hinterher. DNL-Stammgoalie
Mirko Daví musste eingewechselt werden, denn der etatmäßige
Ersatztorhüter Michael Boehm war für Rosenheim im Einsatz.
Lange hielt der 18-jährige seinen Kasten mit einigen starken Saves leer.
Bis zur 46.Spielminute, als Nauheims Topscorer Cody Sylvester einen
Katastrophenpass von Marcel Rodman zur Entscheidung nutzte. Leer wirkte
der Tank der Löwen. Die einzige wirkliche verbleibende Großchance
verpasste André Lakos.
"Wir waren nicht so richtig gut. Hatten viele Ausfälle. Gerade in so
einem Spiel mit vielen Strafzeiten merkt man, dass die Kräfte bei drei
Reihen sehr sehr knapp werden. Wir haben gut gekämpft. Vom Anfang bis
zum Ende war es spielerisch keine Glanzleistung, aber was zählt sind die
drei Punkte", freute sich Gäste-Coach Petri Kujala über die Leistung
seiner drei Reihen. Rick Boehm will bei seiner nächsten
Matchvorbereitung - am Donnerstag spielen die Löwen in Freiburg - etwas
intensiver zur Sache gehen. "Man muss aus der letzten Hälfte die
positiven Sachen herausziehen und das dann im nächsten Spiel umsetzen.
Und zwar von Anfang an."


Bayreuth Tigers  (DEL2)
Tigers finden zu wenig Mittel gegen abgezockte Huskies
Nach schweren Wochen mit Minibesetzung hatte Tigerdompteur diesmal endlich wieder einen breiteren Kader zu Verfügung und bot den neuen Letten Raitums auch als Startinggoalie auf. Da auch Gästetrainer Rossi bis auf Klinge „volle Kapelle“ hatte, entwickelte sich von Beginn an ein flottes Spiel mit Chancen auf beiden Seiten. Nach einigen Torwartparaden kombinierten sich Kolozvary zusammen mit Neuzugang Gams durch und Bartosch markierte mit feiner Bewegung die Führung. Allerdings hatten die favorisierten Nordhessen nach nicht einmal einer Minute auch schon die schnelle Antwort durch einen fulminanten Schuss von Carciola zum Ausgleich parat. Etwas später gerieten die Huskies in doppelte Unterzahl und die Oberfranken starteten ein wahres Feuerwerk an Schüssen. Nachdem Potac den Innenpfosten anvisiert hatte nahm auch Geigenmüller kurz später per Onetimer maß und hämmerte die Hartgummischeibe in den Winkel. Aber wieder vergingen keine zwei Minuten bis der Spielstand auf 2-2 korrigiert wurde. Gut freigespielt, nutzte Maginot seinen Freiraum, ohne dass Raitums eine echte Chance hatte. Für den weiteren Spielverlauf folgte dann aber ein nicht unerheblicher Knackpunkt. Ein Missverständnis im Zusammenspiel der Tigers in der Mittelzone nutzte Koziol mit einem „steal“, steuerte alleine aufs Tor zu und verwandelte trocken.
Mit diesem 2-3 ging man dann in die zweiten 20 Minuten, in denen der zuvor temporeiche Spielfluss etwas nachließ. Mit dem 2-4, wo die Gäste aber massiv von einem doppelten Abpraller profitierten, der kurios den Weg ins Tor fand, neigte sich das „Momentum“ klar auf die Seite der Gäste. Mit einem perfekt über Pimm ausgespielten Powerplay erhöhte der gute Kuchejda dann noch auf 2-5 und stellte weiter die Weichen. In dieser Phase spielte Kassel seine Klasse richtig aus und dominierte die Partie Bei einem feinen 2 gegen 1 Konter über Chouinard schloss zwar Luciani ab, doch nach Videobeweis entschieden die Referees auf kein Tor, weil es für sie nicht sichtbar war, ob die Scheibe die Linie überquert hatte. Das wäre noch eine Situation gewesen, in welcher das Spiel hätte kippen können aber da fehlte dann auch das nötige Quäntchen Glück für die Hausherren. Mit dem Pfostentreffer von Little (38.) hatte man auf Tigersseite auch noch mal Glück und so ging es mit 2-5 in die zweite Pause.
Hier sicherten die Gäste, hauptsächlich clever agierend, das Ergebnis und erst nach 3-5 (54.) durch Müller (erneut erst nach Videobeweis wegen Verdacht auf hohen Stock ?) kam wieder größere Spannung auf. Die Wagnerstädter versuchten zwar nochmals heran zu kommen aber große Durchschlagskraft hatten sie nicht mehr und auch der Versuch ohne Torwart mit der Brechstange Ergebniskosmetik zu betreiben ging nach hinten los. Meilleur markierte stattdessen per „empty net goal“ den nicht unverdienten Endstand.
Größere Effizienz im Abschluss, bessere Zweikampfquote in den wichtigen Duellen und insgesamt etwas elegantere Spielweise gaben den Ausschlag für die Gäste um die drei Zähler mit auf die Heimreise zu nehmen“


Eispiraten Crimmitschau  (DEL2)
4:3 nach Overtime! Eispiraten siegen im Sachsenderby - Westsachsen sichern sich Zusatzpunkt in Weißwasser
Die Eispiraten Crimmitschau haben sich am zweiten Weihnachtsfeiertag gegen die Lausitzer Füchse durchgesetzt. Im Sachsenderby gewannen die Westsachsen mit 4:3 nach Verlängerung und sicherten sich somit zwei wichtige Zähler. Das entscheidende Tor erzielte André Schietzold. Neben dem Teamkapitän, welcher zwei Tore markieren konnte, trafen auch Brock Maschmeyer und Ossi Saarinen für die Pleißestädter. Am 28. Dezember kommt es im Sahnpark zum Duell mit dem ESV Kaufbeuren. Tickets gibt es unter: www.eispiraten-crimmitschau.de
Die Lausitzer Füchse starteten besser in den ersten Durchgang und konnten zunächst auch die besseren Tormöglichkeiten verbuchen. Doch Brett Kilar war sofort auf dem Posten und vereitelte die Chancen der Gastgeber. Die Westsachsen kamen nach und nach immer besser in dieses Derby. Doch auch Robbie Czarnik, Elia Ostwald und auch Jordan Knackstedt verpassten es, den ersten Treffer der Partie zu erzielen. Somit ging es torlos in die erste Drittelpause.
Das zweite Drittel hatte es dann in sich! Zunächst rettete Brett Kilar stark, ein schneller Konter in der 32. Minute brachte dann die Eispiraten-Führung. Ossi Saarinen bediente André Schietzold, der mit Tempo an Maximilian Franzreb vorbeizog und zum 1:0 einschob. Und die Gäste legten gleich nach. Ein perfektes Zuspiel von Patrick Pohl fand Brock Maschmeyer, welcher den Puck frei vor dem Füchse-Tor nur noch über die Torlinie drücken musste (33.). Weißwasser nahm folglich eine Auszeit und kam dann wieder ran. Roope Ranta traf mit seinem Traumtor von hinter der Torlinie zum 2:1-Anschluss (34.). Die Eispiraten ließen sich davon aber nicht beeindrucken. Ossi Saarinen, eben von der Strafbank auf das Eis zurückgekehrt, bugsierte das Spielgerät im Fallen in den Kasten der Gastgeber - 3:1 (38.)!
Im letzten Drittel behielten dann die Gastgeber die Oberhand. So waren es die Füchse, welche in Person von Biorchinov (50.) und Hessler (56.) auf 3:3 stellten. Somit ging es, wie schon im ersten Aufeinandertreffen beider Mannschaften, in die Verlängerung. Dort waren es dann die Westsachsen, die das Glück auf ihrer Seite hatten. Zunächst vergab Hayes einen Penalty, kurze Zeit später sorgte André Schietzold mit seinem Schuss ins lange Eck für die Entscheidung (62.). Der Verteidiger traf zum 4:3 und die Eispiraten entschieden auch das dritte Duell gegen die Lausitzer Füchse für sich.


Dresdner Eislöwen  (DEL2)
Eislöwen unterliegen dem SCR
Die Dresden Eislöwen haben das DEL2-Punktspiel gegen den SC Riessersee mit 4:8 (2:3; 0:3; 2:2) verloren. Vor 3713 Zuschauern brachten Richard Mueller (1.), Florian Vollmer (5.) und Philipp Wachter (6.) den SC Riessersee in Führung, ehe Tomas Schmidt (6.) und Tadas Kumeliauskas in Überzahl für die Eislöwen die Anschlusstreffer erzielen konnten (12.). Im zweiten Abschnitt bauten Mueller (22.), Jared Gomes (37.) und Mattias Beck (38.) die Führung für den SCR aus. Maximilian Daubner war im Schlussabschnitt abermals für Garmisch-Partenkirchen erfolgreich (41.). Steven Rupprich (49.) und René Kramer (57.) konnten für die Eislöwen verkürzen, doch Lubor Dibelka setzte im Powerplay den Schlusspunkt auf die Partie (60.)
Eislöwen-Cheftrainer Franz Steer: „Wir haben heute viel zu passiv agiert, den Körper nicht eingesetzt und sind dem Geschehen viel zu oft hinterhergelaufen. Zu keiner Zeit haben wir wirklich ins Spiel gefunden und viel zu viel Freiraum gegeben. Der SCR hat hingegen eine sehr hohe Effizienz an den Tag gelegt und unter Beweis gestellt, warum die Mannschaft zuletzt eine Siegesserie gestartet hat. Es wird auf jeden Fall einige Gespräche geben.“
SCR-Coach Toni Söderholm: „Ich bin sehr glücklich über diesen Erfolg. Um ehrlich zu sein hatte ich etwas Angst vor der Partie, weil es manchmal nicht so leicht ist nach einem so emotionalen Derby wie gegen Bad Tölz die Serie fortzusetzen. Die Jungs waren sehr gut vorbereitet, haben defensiv gut gearbeitet. Viele Spieler hatten einen sehr guten Abend. Der ist auch notwendig, um in Dresden etwas mitzunehmen.“


Wölfe Freiburg  (DEL2)
Bambinis, Spenden, Geschenke - Weihnachtsspiel am Donnerstag gegen Bad Tölz
ein Heimspiel in der Zeit "zwischen den Jahren" ist immer ein ganz spezieller Höhepunkt einer Eishockeysaison. Das ist auch in der letzten Woche des Jahres 2017 nicht anders: Das Match des EHC Freiburg gegen Bad Tölz am Donnerstag um 19.30 Uhr steht unter einem ganz besonderen Stern. In mehrfacher Hinsicht.
Schon rein sportlich ist das Kräftemessen mit dem Aufsteiger reizvoll. Die Freiburger gehen mit dem Rückenwind des Auswärtscoups von Bietigheim in die Partie: Am zweiten Weihnachtsfeiertag haben sie dem Tabellenführer die erste Heimniederlage der Saison zugefügt - nach einer grandiosen Charakterleistung, trotz eines frühen 0:3-Rückstandes und durch zwei entscheidende Tore von Mark Mancari.
Die Sensation beim Spitzenreiter war für die Breisgauer der vierte Auswärtssieg in Serie. Auf eigenem Eis blicken sie dagegen auf vier Niederlagen in Folge zurück. Damit liegen sie im Trend der Liga. In der DEL2 tun sich die Heimmannschaften zurzeit enorm schwer. So gingen am Dienstag alle sieben Gastgeber als Verlierer vom Eis, an den fünf zurückliegenden Spieltagen wurden 22 der 35 Begegnungen von den Auswärtsteams gewonnen - das entspricht einer Quote von fast zwei Dritteln.
Gleichwohl arbeiten natürliche alls Heimteams daran, den Trend umzukehren; so auch der EHC Freiburg. Die Tölzer Löwen sind zwar ein unbequemer und unberechenbarer Gegner, mit gutem Teamgeist und starken, DEL2-erprobten Cracks wie Philipp Schlager, Chris St. Jacques und Marcel Rodman. Aber Gleiches gilt auch für die Freiburger, die ebenfalls von einem stimmigen Mannschaftsgefüge leben und gleichzeitig von Individualisten wie Mancari, Duda, Billich oder Linsenmaier profitieren. Definitiv fehlen werden Trainer Leos Sulak die im oberen Körperbereich verletzten Ben Walker und Gabriel Federolf. Bei weiteren angeschlagenen Spielern entscheidet sich der Einsatz erst kurz vor dem Eröffnungsbully.
Den besonderen Charakter des Weihnachtsspiels unterstreichen auch die Nachwuchsspieler des EHC Freiburg, die am Donnerstag in der Franz-Siegel-Halle zum Einsatz kommen: Wie bereits beim Teddy Bear Toss am 22. Dezember wird es ein Einlagespiel der Freiburger Bambinis geben, die zwischen 18.30 und 18.50 Uhr ihr Können demonstrieren. Die Action der kleinen Eishockeyspieler ist immer beste Unterhaltung und geht ans Herz.
Ans Herz gehen wird auch, was sich kurz vor Spielbeginn auf der Eisfläche tun wird: Die Freiburger Ringerlegende Adolf Seger nimmt als Repräsentant der deutschen Kinderkrebshilfe den Spendenscheck entgegen, der auf das Benefizspiel des EHC-Traditionsteams Old Boys gegen die deutsche Polizei-Nationalmannschaft am 17. Dezember zurückgeht: Vor rund 1000 Zuschauer trafen sich die beiden Teams auf Freiburger Eis, um den viel zu früh verstorbenen Polizisten und Eishockeyspieler Rolf Geillinger zu ehren. Alle Einnahmen aus dem Event gehen an die Kinderkrebshilfe. Den symbolischen Scheck überreichen der Freiburger Polizeipräsident Bernhard Rotzinger als Schirmherr des Benefizspiels und Vertreter der Old Boys.


Kassel Huskies  (DEL2)
6:3-Weihnachtserfolg für die Huskies in Bayreuth
Die Kassel Huskies haben sich am 2. Weihnachtstag drei Auswärtspunkte in Bayreuth gesichert. Nach einem furiosen Auftaktdrittel führten die Huskies nach doppeltem Rückstand mit 3:2, bauten den Vorsprung im Mittelabschnitt auf einen 3-Tore-Vorsprung aus und gewannen am Ende mit 6:3.
Beide Mannschaften starteten offensiv in die Partie und hatten bereits in den Anfangsminuten gute
Abschlussmöglichkeiten. Die erste zwingende Chance erarbeitete sich Huskies-Goldhelm Braden
Pimm, der völlig frei vor Martins Raitums auftauchte und nur knapp am Gäste-Goalie scheiterte.
Zählbares erarbeitete sich zunächst der Gastgeber: Nachdem Timo Gams mit seinem Schuss knapp
scheiterte, gelang Michal Bartosch per Nachschuss der Führungstreffer für den Gastgeber. Keine
60 Sekunden nach dem Eröffnungstreffer schlugen die Huskies auf der anderen Seite durch Adriano
Carciola zurück. Das Scheibenschießen ging munter weiter: der Bayreuther Neuzugang Eric
Chouinard bekam alleine drei Einschussgelegenheiten binnen einer Minute - konnte diese jedoch
nicht verwerten.
Dann schwächten sich die Huskies durch zwei Strafen - Michael Christ und Evan McGrath nahmen
auf der Bank Platz. Das folgende 5 gegen 3-Überzahlspiel nutzte Andreas Geigenmüller in der 13.
Minute zur erneuten Tigers-Führung. Doch der Vorsprung des Gastgebers währte erneut nicht
lange: Kevin Maginot beförderte die Hartgummischeibe per Schlagschuss ins Tor - der erneute
Ausgleich der Huskies, knapp 1,5 Minuten nach dem zweiten Gegentreffer. Der Schlusspunkt eines
munteren Anfangsdrittels gelang Lukas Koziol. Der 21-Jährige erarbeitete sich auf Höhe der
Mittellinie die Scheibe gegen zwei Bayreuther Akteure, umkurvte den gegnerischen Goalie und
netzte zur 3:2-Führung für die Huskies ein.
Nach einem aufregenden Auftakt starteten beide Mannschaften verhaltener in den Mittelabschnitt.
Die knapp 1.700 Zuschauer sahen in der Folge ein Spiel ohne große Unterbrechungen, jedoch auch
ohne brisante Torraumszenen. Dies änderte sich erst, als Thomas Merl den Puck aus einer
unübersichtlichen Situation heraus in das Tor beförderte und somit die Huskies mit 4:2 in Front
brachte. Sicherlich ein Tor, bei dem die Offiziellen mehrere Male hinschauen mussten, um den
richtigen Torschützen zu identifizieren. Kurz darauf nahm Jonas Gerstung (Bayreuth) auf der
Strafbank Platz und ermöglichte den Huskies ihr zweites Powerplay in der Begegnung. Kurz vor Ablauf der Strafe nutzte David Kuchejda die numerische Überzahl seines Teams zum 5:2-Treffer in der 31. Minute. Kurz vor dem Ende des Mittelabschnittes sprangen alle heimischen Anhänger auf, als Chouinard seinen Mitspieler Luciani bediente und der das vermeintliche 5:3 markierte. Dieser Treffer wurde allerdings nach dem Videobeweis aberkannt - Markus Keller hatte die Scheibe zuvor von der Linie gekratzt.
Im Schlussabschnitt kam der Gastgeber durch einen Treffer von Mathias Müller nochmal heran: Der Ex-Husky schloss in Baseball-Manier zum 5:3 ab. In der Folge warfen die Oberfranken noch einmal alles nach vorne, nahmen kurz vor dem Ende ihren Goalie Martins Raitums vom Eis. Für den Bayreuther Anschlusstreffer reichte es jedoch nicht mehr. Stattdessen markierte Jens Meilleur mit einem Empty-Net-Goal den 6:3-Abschluss der Partie.


Kaufbeuren Buron Joker  (DEL2)
ESVK entführt zwei Punkte aus Heilbronn - Joker sichern sich nach tollem Spiel den Zusatzpunkt in der Verlängerung
Am heutigen zweiten Weihnachtsfeiertag musste der ESV Kaufbeuren bei den Heilbronner Falken antreten. Vor 1843 Zuschauern, darunter gut und gerne 150 Fans der Joker, musste Trainer Andreas Brockmann dabei weiter auf Kapitän Sebastian Osterloh verzichten. Mit von der Partie war dafür aber wieder Sturmtank Jere Laaksonen. Beide Mannschaften zeigten von Beginn an ein sehr temporeiches Spiel auf hohem Niveau. Der ESVK hatte zu erst die etwas besseren Torabschlüsse, aber auch die Falken waren stets gefährlich. Die starken Torhüter Marcel Melicherick und Stefan Vajs konnten sich immer wieder auszeichnen und ließen auch kaum Nachschüsse zu. Das erste Powerplay kurz vor der Pause nutzten die Kaufbeurer dann in der 19. Spielminute eiskalt zum Führungstreffer. Einen scharfen Pass, seitlich vom Tor von Steven Billich gespielt, konnte Max Schmidle die Scheibe direkt vor Marcel Melicherick in das Gehäuse der Falken lenken.
Die Heilbronner starteten sehr gut in das zweite Drittel und drängten dabei erfolgreich auf den Ausgleichstreffer. In der 22. Spielminute netzte Brad Ross mit einem gewaltigen Schlagschuss in den Winkel zum 1:1 ein. ESVK Torhüter Stefan Vajs war gegen den verdeckten und platzierten Schuss des Falken Stürmers völlig machtlos. Im direkten Gegenzug hatte Joker Goldhelm Sami Blomqvist wohl die beste Kaufbeurer Chance im zweiten Abschnitt, als er völlig frei vor dem Falken Gehäuse am starken Marcel Melicherick scheiterte. Beide Mannschaften versuchten weiterhin mit viel Geschwindigkeit in die Defensivzonen zu kommen und somit Chancen zu kreieren. Dadurch entwickelte sich eine tolle Partie und beide Torhüter bekamen nun auch immer mehr zu tun. Die Allgäuer hatten dazu noch zwei Unterzahlsituationen zu überstehen. Weitere Treffer sollten aber weder im zweiten noch im dritten Drittel fallen. Im Schlussabschnitt war die Partie weiterhin sehr ausgeglichen. Pech hatten die Unterländer als ein mehrfach abgefälschter Schuss auf den Latte des Kaufbeurer Tores landete. In der 59. Spielminute musste Stefan Vajs noch einmal in höchster Not retten und sicherte seiner Mannschaft das Unentschieden.
In der anschließenden Verlängerung hatten die Allgäuer die ersten Chance auf den Siegtreffer, doch Sami Blomqvist scheiterte am Schlussmann der Falken. Die nächsten Angriffe gehörten dann den Falken. Die Heilbronner scheiterten mit ihren Torabschlüssen aber stets am überragenden Stefan Vajs. In der 63. Spielminute ließen die Kaufbeurer die Scheibe schnell über die Stationen Florin Ketterer, Max Schäffler und Joey Lewis laufen. Letzterer nutze dies dann mit einem platzierten Schuss direkt in die Maschen des Falken Gehäuses zum 2:1 Siegtreffer für seine Farben.


Ravensburg Towerstars  (DEL2)
Kampf und Moral wurden nicht belohnt
Die Ravensburg Towerstars konnten sich trotz aufopferungsvollem Kampf gegen den Tabellenzweiten Frankfurt nicht mit Punkten belohnen. Das personell dezimierte Team von Trainer Jiri Ehrenberger unterlag knapp mit 2:3.
Mit fast 3200 Zuschauern war die Ravensburger Eissporthalle prächtig gefüllt, auch die Stimmung auf den Rängen versprach einen attraktiven Eishockeyabend. Auf dem Eis war das Geschehen im Startabschnitt allerdings eher zäh und zerfahren. Quasi im Minutentakt zückten die Arme der beiden Hauptschiedsrichter nach Fouls nach oben, alleine der Startabschnitt verbuchte 20 Strafminuten. So ausgeglichen wie die Spielanteile, gestaltete sich zur ersten Pausensirene auch das Ergebnis auf der Anzeigentafel. Nur zweieinhalb Minuten nach der Führung der Gäste durch C.J. Stretch glich Robin Just zum 1:1 aus. Beide Treffer fielen – wenig überraschend – jeweils in numerischer Überzahl.
Im zweiten Abschnitt lief das Spiel deutlich flüssiger und nahm auch mehr Tempo auf. In den ersten Wechseln hatte zwar Frankfurt die klareren Chancen, doch die Towerstars fanden zusehends den Rhythmus. Quer durch alle Sturmreihen erhöhte das auch die Frequenz hochkarätiger Chancen. Daniel Pfaffengut und Arturs Kruminsch scheiterten beispielsweise in der 24. Minute an Löwen-Keeper Hannibal Weitzmann, 45 Sekunden später verpassten Robin Just sowie im Nachschuss dann Sören Sturm nur ganz knapp. In der Schlussphase des Mitteldrittels wirkte Frankfurt dann aber wieder entschlossener und Brett Breitkreuz nutzte ein Missverständnis der Ravensburger Defensive eiskalt aus. Ein 1:3 Break schien zuvor schon weitgehend geklärt, doch dann schnappte sich der Löwen-Stürmer die Scheibe und schob nach angetäuschter Tor-Umrundung am linken Pfosten zum 1:2 ein. Stadionsprecher Marcus Haider hatte den Führungstreffer der Gäste gerade angesagt, da war der Spielstand auch schon wieder egalisiert. Lukas Slavetinsky fand im Slot die Lücke und glich auf 2:2 aus. Dies war zugleich der Stand nach 40 Minuten.
Der Schlussabschnitt ging dann munter hin und her, beide Teams kämpften verbissen um jeden Zentimeter Eis. In Sachen hochkarätiger Möglichkeiten hatten auch jetzt die Towerstars die Nase leicht vorne, mehr und mehr sollten sich aber die nachlassenden Kräfte bemerkbar machen. Bereits im zweiten Drittel waren Adam Lapsansky (Verdacht auf Adduktoren-Riss) sowie Kilian Keller (Gesichtsverletzung) nicht mehr im Spiel. Frankfurt erhöhte den Druck und als die Towerstars in der 56. Minute den Puck nicht aus der Gefahrenzone bringen konnten, nutzte Wade McLeod die freie Schussbahn eiskalt zum 2:3. Towerstars Torhüter Jonas Langmann hatte hier keine Chance.
Ein Schock für die Towerstars und die Fans, doch es wurden noch einmal alle Kräfte mobilisiert. Als die Löwen Frankfurt 48 Sekunden vor Schluss eine Strafzeit kassierten, war die Chance auf den Ausgleich gegeben. Trainer Jiri Ehrenberger holte sofort auch seinen Torhüter zugunsten eines 6. Feldspielers vom Eis. Vor dem Frankfurter Tor spielten sich dann dramatische Szenen ab, teils lag der Puck frei auf der Torlinie. Bei 59:52 war das Spielgerät dann auch prompt im Frankfurter Netz, doch der Jubel verstummte schon nach wenigen Sekunden. Hauptschiedsrichter Christian Oswald hatte zunächst beide Arme energisch ausgestreckt, bediente sich dann aber doch des Videobeweises. Hier wurde letztlich die Befürchtung bestätigt. David Zucker hatte den Puck mit einer aktiven Bewegung des Schlittschuhs ins Tor befördert, der Treffer zählte nicht und das Spiel war verloren. 


Starbulls Rosenheim  (OLS)
Starbulls verlieren in Waldkraiburg – Revanche am Donnerstag
Die Starbulls Rosenheim haben das Auswärtsspiel beim EHC Löwen Waldkraiburg am 25. Spieltag der Eishockey-Oberliga Süd mit 2:4 verloren. Vor 1.236 Zuschauern in der Waldkraiburger Raiffeisen Arena am Abend des zweiten Weihnachtsfeiertags verspielten die Grün-Weißen gegen einen topmotiviert auftretenden Gegner eine 2:0-Führung. Waldkraiburg glich in der 58. Spielminute noch aus und ging erst 17 Sekunden vor der Schlusssirene erstmals in Führung. Bereits am Donnerstag kommt es zur Neuauflage der Partie an der Mangfall. Spielbeginn im Rosenheimer emilo-Stadion ist um 19:30 Uhr. Auf Waldkraiburger Seite wird dann überraschender Weise nicht mehr Tomas Martinec, sondern Rainer Zerwesz die Verantwortung als Trainer tragen.
Starbulls-Coach Manuel Kofler musste beim Spiel in Waldkraiburg wie schon beim letzten Heimspiel gegen Regensburg auf Petri Lammassaari verzichten. Der zweite Finne im Rosenheimer Team, Jussi Nättinen, war aber wieder mit dabei. Sein Debut im Rosenheimer Trikot gab der Bad Tölzer Torwart Michael Boehm, der per Förderlizenz für die Starbulls spielberechtigt ist. Backup auf der Bank war Luca Endres.
Der Tabellenvorletzte aus Waldkraiburg trat von Beginn an topmotiviert auf und hatte in der 3. Spielminute die Chance zur Führung, doch Christof Hradek zielte aus kurzer Distanz knapp vorbei. Auch bei der ersten Waldkraiburger Überzahlgelegenheit war das Rosenheimer Tor in höchster Gefahr, aber Michael Boehm konnte gegen Brent Norris und Florian Ullmann retten (7.). Erst danach fanden die klar favorisierten Starbulls besser ins Spiel. Nättinen zielte im Powerplay noch am leeren Tor vorbei, ehe Matthias Bergmann nach Zuspiel von Michael Fröhlich überlegt ins lange Eck traf (11.). Fast hätte Manuel Neumann noch erhöht, der Rosenheimer Verteidiger traf aber nur den Pfosten (17.).
Insgesamt hatten die Grün-Weißen ein leichtes optisches Übergewicht und Chancenplus, konnten Kämpferisch, vor allem aber spielerisch, überhaupt nicht an den Auftritt beim 10:2-Sieg gegen Regensburg am Freitag anknüpfen. Das änderte sich auch im zweiten Spielabschnitt nicht. Obwohl mit vier Sturmreihen agierend, war das Tempo im Rosenheimer Spiel nicht nachhaltig. Nur ab und an blitzte ein Kombinationsspiel auf, so auch beim Treffer zum 0:2: Fabian Zick traf nach überlegtem Pass von Manuel Neumann, der zuvor am sehr stark haltenden Löwen-Torwart Korbinian Sertl gescheitert war (37.). Angesichts des engagierten Auftritts keinesfalls unverdient, zu diesem Zeitpunkt aber aus dem Nichts, kamen die Hausherren wenige Sekunden vor der zweiten Pausensirene zum 1:2-Anschlusstreffer. Bastian Rosenkranz zog aus halblinker Position ab und traf halbhoch ins kurze Eck – Torwart Böhm, der bis zu diesem Zeitpunkt fehlerfrei hielt, sah dabei nicht sehr gut aus (40.).
In der 47. Spielminute verhinderte Böhm dann aber mit einer Glanztat gegen Rosenkranz den Ausgleich. Danach ließen die Starbulls ein volle zwei Minuten andauerndes Überzahlspiel mit zwei Spielern mehr auf dem Eis ungenutzt. Wie schon in zahlreichen Situationen zuvor und danach versäumten die Akteure dabei immer wieder den Abschluss im passenden Moment, suchten viel zu oft unnötig noch einen Mitspieler, anstatt selbst zu schießen. In der Schlussphase gab es nach wie vor Chancen auf beiden Seiten, aber nach wie vor war kaum ein Unterschied zwischen dem Tabellenzweiten und dem Tabellenvorletzen zu erkennen. Letztlich machte dann ein Mann den entscheidenden Unterschied: Brent Norris! Der Kanadier im Waldkraiburger Trikot traf zunächst aus dem rechten Bullykreis ins kurze Ecke zum 2:2 (58.) und krönte 17 Sekunden vor der Schlusssirene ein kurzes Solo gegen die schlafmützige Rosenheimer Abwehr mit dem 3:2. Vier Sekunden vor dem Ende erhöhte Lukas Wagner ins leere Rosenheimer sogar noch auf 4:2.
Starbulls-Trainer Manuel Kofler zeigte sich nach der Partie sehr unzufrieden mit dem Auftritt seiner Mannschaft: „Die zehn Tore gegen Regensburg haben dem Team offenbar nicht gut getan. Heute hat kein einziger Spieler Normalform erreicht. Das war zu wenig, das darf uns nicht passieren. Waldkraiburg hat verdient gewonnen. Beim Rückspiel werden wir ganz anders auftreten, das kann ich versprechen.“
Bereits am Donnerstag treffen die Teams aus Waldkraiburg und Rosenheim im Rahmen des 26. Spieltages der Eishockey-Oberliga Süd erneut aufeinander, dann im Rosenheimer emilo-Stadion. Erstes Bully ist um 19:30 Uhr. Eintrittskarten sind jederzeit online zum Selbstausdruck im Ticketshop auf www.starbulls.de erhältlich. Die Tageskasse öffnet zwei Stunden vor Spielbeginn um 17:30 Uhr. Das Spiel wird wie gewohnt auch live und kommentiert im Internet übertragen.


Sonthofen Bulls  (OLS)
Bulls empfangen Lindau Islanders zum Derby - ERC Sonthofen sammelt wichtige Punkte für Playoff-Teilnahme
Der ERC Sonthofen empfängt heute Abend um 20 Uhr die EV Lindau Islanders zum Allgäu-Bodensee-Derby in der Eissporthalle an der Hindelanger Straße. Das erste Aufeinandertreffen am zweiten Weihnachtsfeiertag am Bodensee hatten die Bulls mit 3:1 für sich entschieden, jetzt kommt es quasi zum Rückspiel im Oberallgäu. Zudem gilt es auch am Samstag in Weiden weiter Punkte für die Playoff-Teilnahme zu sammeln.
Von wegen „Stille Nacht“ - Die Oberliga-Süd machte nur kurz über Heiligabend eine Pause, dafür mussten Spieler und Trainer am Dienstagabend aufs Eis. Schon nach vier Minuten hatte Martin Guth den ERC in Führung geschossen, in der 44. Minute war das 2:0 durch Marco Sternheimer gelungen. Zwar kam Lindau durch das 2:1 über Kai Laux wenige Augenblicke später noch ran, doch den Sieg ließen sich die Bulls nicht mehr nehmen. Nachdem die Mannschaft vom Bodensee den Torhüter vom Eis genommen hatte, gelang Marco Sternheimer das Empty-Net-Goal zum verdienten 3:1-Sieg gegen Lindau. Vor allem im ersten und letzten Drittel war Sonthofen klar überlegen, musste sich aber den Vorwurf der mangelnden Chancenverwertung gefallen lassen.
Ein Spaziergang wird das wegen Silvester vorgezogene Spielwochenende mit Beginn am heutigen Donnerstagabend (20 Uhr, Eissporthalle Sonthofen) daher keinesfalls. Islanders und Bulls kennen sich jetzt durch und durch. Für den ERC Sonthofen heißt das: Die eigenen Stärken noch weiter herauszuarbeiten und mögliche Schwächen konsequent abzustellen. Gleiches gilt auch für die Partie bei den Blue Devils Weiden am Samstag um 20 Uhr. In beiden Spielen können die Oberallgäuer wichtige Punkte um eine Playoff-Teilnahme sammeln. Wie gegen Weiden gewonnen werden kann, hatten der ERC bereits am Freitag vor einer Woche mit einem 6:1-Erfolg bewiesen.
In der Tabelle heißt das: Derzeit ist Sonthofen punktgleich mit dem Sechsten aus Regensburg. Zu Weiden sind es aktuell acht Punkte Vorsprung, auf Lindau sogar neun Punkte. Wenn die Mannschaft weiter so zusammensteht und um jeden Zähler kämpft, sollte einem Einzug in die Playoffs nichts mehr im Wege stehen.


Löwen Waldkraiburg  (OLS)
SENSATIONSSIEG ÜBER ROSENHEIM ZUM MARTINEC-ABSCHIED
Mit einem famosen 4:2-Erfolg gegen die Starbulls Rosenheim endete am Dienstagabend die Durststrecke des EHC Waldkraiburg. Doch endete auch die kurze Amtszeit von Tomas Martinec als Cheftrainer des EHC Waldkraiburg. Der 41-Jährige Ex-Profi hat ein tolles Angebot aus dem Ausland erhalten und um Vertragsauflösung gebeten. Dieser haben die Verantwortlichen zugestimmt, da man ihm keine Steine in den Weg legen wollte und so gab es nach der Partie gegen Rosenheim die überraschenden Neuigkeiten für die Fans. Bis Ende der Saison hat Rainer Zerwesz seine Hilfe angeboten und wir das Team für die restlichen Partien betreuen.
Lange Gesichter gab es auf der Pressekonferenz nach dem Spiel gegen die Starbulls Rosenheim, denn überraschend verkündete Löwen-Cheftrainer Tomas Martinec seinen Abschied aus der Industriestadt- ausgerechnet nach dem Erfolg über Zweitligaabsteiger Rosenheim für viele Anhänger eine traurige Nachricht: „Zu jedem Eishockeyspiel gehören gewisse Entscheidungen, zum Leben auch. Und mir ist es nicht leicht gefallen, eine Entscheidung zu treffen in meiner Trainerkarriere, denn ich habe kurz vor Weihnachten ein Angebot aus dem Ausland bekommen. Ich habe mir sehr schwer getan mit dieser Entscheidung und ich möchte mich auch beim Vorstand bedanken, den Spielern, den Verantwortlichen, die außen herum hart arbeiten. Ich weiß nicht, wie oft ich noch so eine Chance bekommen werde, im Ausland zu arbeiten und mich weiterzuentwickeln. Es tut mir leid für die Fans, die mich so herzlich aufgenommen haben, denn es war von Anfang eine schöne und emotionale Geschichte“ so Tomas Martinec, dem der Abschied sichtlich nahe ging.
Lange Gesichter hatte man vereinzelt aber auch schon ein paar Stunden zuvor auf den Rängen sehen können, denn trotz der Rückkehr von Korbinian Sertl, Thomas Rott und Bastian Rosenkranz, fehlten diesmal Nico Vogl und Kapitän Max Kaltenhauser. Nach knapp drei Minuten verbuchten die Löwen mit Christof Hradek die erste Chance, nur zwei Minuten später waren die Hausherren vor Auswärtskulisse erstmals in Überzahl: Der EHC nahm Rosenheim-Keeper Michael Boehm extrem unter Beschuss, doch der hielt das 0:0 fest. Nach gut zehn Minuten fanden sich die Löwen plötzlich in Unterzahl wieder und nun zeigten ihnen die Starbulls, wie man es effizient macht: Verteidiger Matthias Bergmann kam an den Puck und jagte eben diesen in die Maschen (10:26). Nur zwei Minuten bekam Lukas Wagner freistehend die Chance zum Ausgleich, doch er sollte ihm ebenso wenig, wie später Hradek und Tobias Thalhammer, gelingen. Bitter, denn verdient wäre er in jedem Fall gewesen, nachdem man gut gegenhielt und den Starbulls ebenbürtig war.
Den mittleren Abschnitt begannen die Löwen erneut in Unterzahl, doch angetrieben vom tollen Publikum wurde diese gut überstanden. Nach insgesamt 30 Minuten hatte Florian Ullmann die Chance zum Ausgleich, doch fehlte ihm ebenso das Glück im Abschluss wie wenig später Daniel Bucheli, der nur den Pfosten traf. Rosenheim drückte nun gewaltig und Jussi Nättinen hatte eine Riesen-Gelegenheit zum 2:0, doch vergab der Finne. Die Fans erkannten, dass die Löwen sie nun brauchen und Keinen in der Raiffeisen Arena hielt es mehr auf den Sitzen. Brent Norris warf sich in einen harten Schuss der Rosenheimer vor dem EHC-Tor und blieb verletzt liegen, drei Sekunden später jubelte Fabian Zick über das 2:0 (36:33). Die Fans aber zeigten sich unbeeindruckt, feuerten weiter an und auch die Herrschaften auf dem Eis wurden davon angesteckt. Patrick Zimmermann, der vor wenigen Wochen aus dem eigenen Nachwuchs ins Oberliga-Team gekommen war, setzte Bastian Rosenkranz in Szene und der vollstreckte per Schlagschuss zum 1:2 (39:17).
Die Arena tobte nun und es entwickelte sich eine Partie, an die man sich wohl noch lange erinnern wird- zumindest in Waldkraiburg. Die Fans peitschten das Löwen-Team nach vorne, das nun mehr und mehr das Heft des Handelns in die Hand nahm und selbst in doppelter Unterzahl ganz wenig zuließ. Sertl im Löwen-Tor ließ Rosenheim verzweifeln und der große Favorit begann zu wanken. Die Sensation lag in der Luft und die Halle stand. Hradek verpasste in der 53. Minute erst noch den Ausgleich, fünf Minuten später aber war es so weit: Brent Norris zog über den linken Flügel ins Rosenheimer Drittel und jagte die Scheibe unter die Latte ins Tor (57:48). Jetzt war die Raiffeisen Arena endgültig zum Tollhaus mutiert und als Norris17 Sekunden vor dem Ende zum 3:2 einnetzte brachen schon fast alle Dämme. Rosenheims Coach Manuel Kofler ging vor zwar nochmals volles Risiko und holte seinen Torhüter vom Eis, doch Lukas Wagner schaffte den Befreiungsschlag und traf ins verwaiste Gehäuse zum 4:2-Endstand. Ein grandioser Abend für die Waldkraiburger Löwen, die damit nach sechs Niederlagen endlich wieder für ihre Leistung belohnt wurden und einen Sieg feiern durften. „Hut ab vor der Mannschaft, diesen Sieg haben sie sich wirklich verdient, denn sie haben 100% gegeben und hart gearbeitet“ lobte Martinec nach dem Spiel. „Sie hatten Eis an den Händen, an den Beinen- das zeigt ihren Einsatz.“ Der Sensationssieg gegen Rosenheim war für Martinec zwar erst das fünfte Spiel, aber auch schon wieder letzte für Martinec- dennoch aber eines, das in Erinnerung und mit seinem Namen verbunden bleiben wird. Nun wird wieder Rainer Zerwesz Cheftrainer des EHC Waldkraiburg,  der dankenswerterweise, wie es aus dem Vorstand hieß, seine Hilfe angeboten hat, und das Team bis Saisonende betreuen wird.


Wohnbau Moskitos Essen  (OLN)
Fünf Punkte gegen den Meister und Tabellenführer – Moskitos in den Play-Offs
Gegen den amtierenden Tabellenführer aus holländischen Provinz Nordbrabant gab es bereits das 2. Aufeinandertreffen innerhalb von 4 Tagen. Am 22.12. in Tilburg konnte man schon das erste Ausrufezeichen setzen, denn die Moskitos schlugen überraschend, aber nicht unverdient, die Trappers in einem hitzigen Spiel mit 4:1. In dieser Saison war es überhaupt erst die dritte Niederlage der Tilburger und die erste Heimniederlage. Zur rechten Zeit ist Essen on Fire und die Konkurrenz gewarnt. Der 3. Tabellenplatz wäre immer noch machbar, Voraussetzung natürlich, dass man die Serie von jetzt 7 Spielen ohne Niederlage in Essen fortsetzen würde. Leider weiterhin ohne den verletzten Julien Pelletier, dafür erneut der starke Dani Bindels im Team, starteten die Moskitos.
Tilburg in den ersten 3 Minuten im permanenten Angriffsmodus, bis Van Gestel sich 2 Minuten Strafe nahm [3:21] und Essen nach knapp 4 Minuten erstmals mit 5 gegen 4 auf dem Eis und sofort brandgefährlich. Mit Ablauf der Strafe, netzte Julian Lautenschlager aus Centerposition ein zum 1:0 [5:30], schön durch Granz und Bireš vorbereitet. Das Spiel nun deutlich verteilter und beide Goalies gut beschäftigt. Essen mit schnellen Kombinationsspiel und 6 Minuten vor Drittelende wiederum 2 Strafminuten für die Trapper, Reno de Hondt wegen Stockschlag. Fominych stand einschussbereit, Tilburg jedoch mit starkem Penaltykilling und keine Ergebnisveränderung. 3:15 vor Pausensirene parierte Sebastian Staudt mehrfach großartig, als nach einer Drangphase der Trappers Schuss um Schuss auf sein Gehäuse abgegeben wurde. Es blieb beim 1:0 im ersten Drittel für Essen. Zusammengefasst: Intensives und faires erstes Drittel, Essen clever und bereit, Konter im eigenes Haus zu fahren.
Keine Minute im Mitteldrittel gespielt, die erste dicke Chance für Essen durch De Coste und im Gegenzug der Ausgleich durch Van Gorp, unhaltbar eingeschlenzt zum 1:1 [22:05].Die Trappers kamen hellwach aus der Pause und Essen überwiegend in der Defensive. Beinah aus dem Nichts, nach einem überragenden Konter, Vorarbeit Lautenschlager und Fiedler, Andrej Bireš zum 2:1 [27:21]. Ganz starkes Zusammenspiel in der Reihe und das 3:1 folgte durch Babic [28:29], Ziolkowski und Deske die Vorlagengeber. Das Publikum tobte. 2 Minuten gegen Essen durch Spielverzögerung für Fiedler und Tilburg in Überzahl [33:51], das wurde prompt mit dem Anschlusstreffer zum 3:2 bestraft, Collier nutzte die Überzahl [35:33]. Und dann kam die #81 Andrej Bireeeeeš, Weltklasse rechts durchgesetzt, alles ausgetrickst und herrlich reingefeuert. Sensationelles Tor [36:33]. Dazu noch ein Staudt im Tor mit einer großartigen Leistung, ein Drittel zum Zungeschnalzen. 4:2 nach Drittel 2.
Wütende Angriffe der Holländer zu Beginn des Drittels, eine unfaire Aktion der Essener Verteidigung - so interpretierte das der Referee - erzwang einen Penalty gegen Staudt [43:08], diese Chance ließ sie Bowles nicht entgehen, 4:3. Ein hohes Tempo, mit Chancen auf beiden Seiten, Essen lauerte und versuchte weiter konsequent stabil zu stehen. Tilburg drückte enorm ins Essener Drittel hinein, zu diesem Zeitpunkt - 10 Minuten vor Ende - klares Übergewicht der Holländer. Aus Sicht der Essener Fans tropften die Minuten nur zäh dahin, pures Verteidigen gegen Tempohockey der Tilburger.
Wer echtes Oldschool Hockey mag, der fühlte sich absolut zuhause am Westbahnhof. Fighten, checken und Kontern gegen Dauerfeuer, höchstes Tempo und technisches Eishockey. 2 Minuten vor Ende, Tilburg riskierte alles und nahm den Goalie aus dem Kasten und tatsächlich vom Bully heraus der Ausgleich - man musste sagen verdient - Bruijsten war der Torschütze [58:23]. Verlängerung von einem enorm spannenden Spiel, es ging mit 3 gegen 3 Feldspieler weiter. Ein klares Beinstellen gegen Essens Pfänder blieb ungeahndet, als dann in der 62. Spielminute Ziolkowski eiskalt den Siegtreffer, unter ohrenbetäubenden Jubel der Moskitos Fans, halbhoch reintat. Ein hervorragendes Oberligaspiel endete mit einem - sicherlich etwas glücklichen - Sieg für die Essener.


Crocodiles Hamburg  (OLN)
Crocodiles gewinnen das Derby
Die Crocodiles Hamburg haben am Dienstagabend ihr letztes Heimspiel des Jahres mit 3:2 (2:0/0:1/1:1) gewonnen. Vor ausverkaufter Kulisse gingen die Crocodiles durch Daniel Reichert (13.) und Moritz Israel (16.) mit 2:0 in Führung. Im zweiten Drittel kam der EHC Timmendorfer Strand 06 durch Patrick Saggau wieder ran (26.), doch die Crocodiles retteten die Führung trotz einer vierminütigen Unterzahl in die Pause. Gleich zu Beginn des letzten Spielabschnitts baute Moritz Israel die Führung der Gastgeber in Überzahl auf ein 3:1 aus (41.). Die Gäste erzielten zwar durch Daniel Lupzig noch den Anschlusstreffer (47.), konnten die Niederlage aber nicht mehr abwenden.    
„Dieser Sieg war unglaublich wichtig für uns. Wir mussten uns einfach aus dieser Niederlagenserie boxen. Da haben wir heute den ganzen Frust der letzten Zeit in Kraft umgewandelt. Man hat gesehen, dass wir am Ende keine Kraft mehr hatten, haben uns aber in Schüsse geworfen und gekämpft. Das war heute der Schlüssel. Wir hatten heute einfach den größeren Siegeswillen“, sagte Doppeltorschütze Moritz Israel nach der Partie. 


Herner EV  (OLN)
Herner EV - ECC Preussen Berlin 11 : 3 (2:1,3:2,6:0)
Auch das zweite Aufeinandertreffen innerhalb von vier Tagen war am Ende eine klare Angelegenheit und so konnte der Herner EV am 2. Weihnachstag am heimischen Gysenberg mit 11:3 gegen Preussen Berlin gewinnen. Zwei Drittel lang konnten die Gäste aus der Bundeshauptstadt die Partie ergebnismäßig noch relativ offen halten, in den letzten zwanzig Minuten sorgte der HEV mit sechs weiteren Treffern aber für klare Verhältnisse. Neben dem häufigen Torjubel gab es in der 28. Minute für die Herner Fans noch etwas zusätzlich zu feiern, denn da wurde das Endergebnis vom 4:3-Heimsieg der Icefighters Leipzig gegen die Saale Bulls Halle an den Videowänden eingeblendet. Damit konnten die Gysenberger die Saale Bulls wieder in der Tabelle überflügeln und auf Platz sieben hochrücken und haben nun einen Punkt Vorsprung auf das Team aus Sachsen-Anhalt. Auch die Hannover Indians auf Rang sechs sind mit zwei Punkten Vorsprung theoretisch noch in Reichweite.
Von Beginn an nahm der HEV wie schon beim Hinspiel das Heft in die Hand und holte sich schnell die ersten Chancen heraus. Der erste Treffer fiel in der 8. Spielminute durch Marcus Marsall, der in Überzahl von der linken Seite traf und somit gleich das erste Powerplay erfolgreich nutzte. Die Gäste spielten dennoch munter mit und konnten in der 13. Minute ebenfalls in Überzahl zum Ausgleich kommen. Dazwischen lagen allerdings noch einige Herner Chancen die ungenutzt blieben. Der HEV ging dennoch mit einer Führung in die erste Pause, denn Aaron McLeod konnte in der 17. Minute einen Abpraller nutzen und das 2:1 erzielen.
Im zweiten Abschnitt erwies sich der Herner EV als etwas treffsicherer. Lois Spitzner aus spitzem Winkel sorgte in der 22. Minute für das 3:1 und sechs Minuten später konnte Sebastian Eickmann, erneut in Überzahl, im Nachschuss auf 4:1 erhöhen. Auch Christian Wendler bekam zwischendurch immer wieder etwas zu tun. So in der 32. Minute, als mit einer tollen Rettungstat das Ergebnis (noch) hielt. Eine Minute später war er aber machtlos und musste beim 4:2 erneut hinter sich greifen. Für den dritten Herner Überzahltreffer an diesem Abend sorgte Marcus Marsall in der 38. Minute mit einem tollen Alleingang zum 5:2. Kurz zuvor hatte Aaron McLeod nur den Pfosten getroffen. Noch einmal konnten dann die Berliner kurz vor der zweiten Pause mit einem trockenen Schuss von Christopher Lijdsman in die kurze Ecke auf 5:3 verkürzen.
Im Schlussabschnitt machten die Grün-Weiß-Roten dann auch ergebnismäßig schnell alles klar. Innerhalb von vier Minuten konnten Danny Albrecht, Brad Snetsinger (wie schon in Berlin mit einem Unterzahltreffer) und Aaron McLeod auf 8:3 erhöhen. Zwischen der 51. und 54. Minuten fielen die drei letzten HEV-Treffer dann sogar in noch kürzeren Abständen, wobei Marcus Marsall mit dem 9:3 und dem 11:3 sein Trefferkonto sogar auf insgesamt vier Tore erhöhen konnte. Das 10:3 war der der dritte Treffer von Aaron McLeod. Tobias Esch konnte nach seiner schweren Gesichtsverletzung das erste Mal wieder mitwirken und auch bei Verteidiger Maik Klingsporn stehen nach seiner Knieverletzung die Chancen gut dass auch er in Kürze wieder dabei sein kann.
Am Donnerstag (28.12.2017) kommt es nun zum Showdown in der Oberliga Nord Hauptrunde. Dann muss der Herner EV um 20 Uhr bei den Tilburg Trappers antreten. Um den 7. Platz abzusichern müssen zwei Punkte her, ansonsten ist das Team von Uli Egen auf fremde Hilfe angewiesen und muss dabei nach Halle schauen, wo die Essener Moskitos antreten. Spannender könnte also ein letzter Spieltag einer Runde nicht sein.


Buchloe Pirates  (BYL)
Piraten unterliegen im Weihnachtsderby - ESV Buchloe kassiert im letzten Heimspiel des Jahres gegen Landsberg eine 3:9 Niederlage
Kein nachträgliches Weihnachtsgeschenk konnten die Buchloer Piraten am zweiten Weihnachtsfeiertag ihren Fans bescheren. Denn statt dem ersten Sieg im Dezember setzte es im letzten Heimspiel des Jahres im Weihnachtsderby gegen den HC Landsberg eine am Ende klare 3:9 (2:3, 0:2, 1:4) Niederlage. Dass das Ergebnis vor der stattlichen Kulisse von über 700 Zuschauern letztlich aber doch deutlicher ausfiel, als es der Spielverlauf hergab, dürfte im ESV-Lager im Nachhinein keinen so wirklich interessieren.
„Das Ergebnis spiegelt das Spiel nicht so ganz wieder, wie es wirklich war“, sagte der Landsberger Trainer Randy Neal im Anschluss und schob hinterher, dass er mit dem Auftritt seiner Mannschaft nicht wirklich zufrieden war. Angesicht des eindeutigen 3:9 Endstands mutet diese Aussage fast schon komplett widersprüchlich an, doch ganz unrecht hatte Neal damit nicht. Denn über lange Strecken war das Duell der zwei Rivalen durchaus ein offenes gewesen. Erst in der Schlussphase schraubte der Favorit vom Lech den Spielstand mit vier schnellen Toren doch noch in die Höhe.
Dabei hatte sich vom Start weg ein durchaus ansehnliches und unterhaltsames Nachbarschaftsduell mit Chancen auf beiden Seiten entwickelt. Nach der ersten Landsberger Möglichkeit nach wenigen Sekunden scheiterte zunächst Ladislav Marek am stark aufgelegten Landsberger Tormann Christoph Schedlbauer, ehe dann Markus Vaitl und Martin Zahora mit zwei Unterzahlkontern die Führung gleich doppelt verpassten. Nach dem munteren Auftakt war es dann aber der Tabellendritte, der durch einen verdeckten Schuss aus dem Gewühl durch Markus Kerber mit 0:1 in Front ging (11.). Doch schon das erste Überzahlspiel des ESV sorgte für den Ausgleich. Martin Zahora hatte aus halbrechter Position zum 1:1 getroffen (14.) Die Freude wehrte allerdings nur kurz, da Marcel Juhasz den HCL mit einem feinen Solo und anschließendem Abschluss in den Winkel wieder in Führung brachte (15.). Aber auch davon erholten sich die Buchloer schnell, sodass Alexander Krafczyk mit einem satten Schlagschuss den neuerlichen Ausgleich wiederherstellte (17.). Ausgerechnet als die Riverkings dann kurz vor der Pause für vier Minuten in Unterzahl agierten, mussten die Piraten zum dritten Mal den Rückstand einstecken. Einen Bilderbuch-Konter schloss abermals Kerber zum 2:3 Pausenstand ab.
Im Mitteldrittel folgte dann umgehend der nächste Nackenschlag: Denn Andreas Schmelcher überwand Alexander Reichelmeir im ESV-Gehäuse nach dreieinhalb Minuten zum 2:4. Zwar hatten die Buchloer im Anschluss reichlich Gelegenheiten zum Anschluss, doch entweder stand der schier unüberwindbare Schedlbauer im Weg, oder der Pfosten, wie beispielsweise in der 26. Minute. Nach einem Faustkampf zwischen Timo Rauskolb und Bohumil Salvicek, den der Buchloer für sich entscheiden konnte, zogen die Lechstädter schließlich mit einer tollen Kombination im Powerplay – abgeschlossen durch Thomas Fischer – auf 2:5 davon (33.).
Die Aufgabe für das letzte Drittel wurde für die zwar stets bemühten aber sichtlich glücklosen Buchloer somit nicht leichter. Trotzdem keimte nach dem 3:5 durch Ladislav Marek nach 47 Minuten nochmals Hoffnung auf. „Da waren wir noch einmal in Gefahr“, meinte Randy Neal und auch Buchloes Coach Topias Dollhofer dachte, dass hier vielleicht doch noch etwas gehen könnte. Letztlich lief es aber wie so oft in den vergangenen Partien, dass die Freibeuter nach dem 3:6 durch Daniel Menge in doppelter Überzahl förmlich auseinanderfielen (55.). Und so schraubten die erbarmungslosen Gäste den Spielstand praktisch im Minutentakt durch Tore von Dennis Sturm (56.), Alexander Wedl (56.) und Bohumil Slavicek (58.) noch bis auf 3:9 in die Höhe und sorgten so wieder einmal für enttäuschte Gesichter auf Seiten des ESV.
Denn vor dem letzten Spiel des Jahres am kommenden Freitag in Peißenberg (19.30 Uhr) ist der Abstand auf Platz acht bei noch vier ausstehenden Spielen mittlerweile auf sieben Punkte angewachsen.


EV Moosburg  (BYL)
Mehr als Ergebniskosmetik war in Höchstadt nicht drin
Eine eher unerfreuliche Bescherung brachte der Zweite Weihnachtsfeiertag für den EVM in der Höchstädter Eishalle. Beim BEL-Spitzenreiter kassierte die Startschew-Truppe eine 10:2 (4:0, 3:2, 3:0)-Klatsche.
Es lief wie befürchtet: Nach den beiden jüngsten, nicht unbedingt erwarteten Niederlagen gegen Pfaffenhofen und Geretsried waren die gastgebenden Alligators vor ihren gut 800 Fans in der Bringschuld. „Und wir durften diese Fehltritte jetzt ausbaden“, sagte Moosburgs Pressesprecher Bastian Amann bei der Pressekonferenz. Dabei waren es die Dreirosenstädter, die den besseren Start erwischten: Patrice Dlugos und Daniel Schander vergaben in der Anfangsphase zwei absolute Hochkaräter. Doch ab der fünften Minute spielte nur noch der HEC – und wiederum zehn Minuten später hieß es 4:0. „Da war ich dann doch beruhigt“, gab Spielertrainer Daniel Jun zu.
Und diese Führung sollten die Höchstädter auch nicht mehr aus der Hand geben. Im zweiten Durchgang wurden zwar endlich auch einmal die Offensivbemühungen der Gäste belohnt, Daniel Schanders Tor zum 1:5 (24.) bzw. Josef Kankovskys 2:7 (35.) waren allerdings schon in dieser Phase nur noch Ergebniskosmetik. Die Alligators zeigten auch im Schlussabschnitt keine Gnade. Hätten sie vor ein paar Jahren so ein Ergebnis bis zur Schlusssirene lediglich verwaltet, drehten sie getreu dem Motto „O, du fröhliche…“ noch einmal richtig auf. EVM-Keeper Thomas Hingel war darüber weniger erfreut – schließlich musste er noch dreimal hinter sich greifen.


Forst Nature Boyz  (BLL)
Heimsieg am 2. Weihnachtsfeiertag - Nature Boyz holen 3 Punkte gegen Trostberg
Am 2. Weihnachtsfeiertag traten die Trostberg Chiefs im Peißenberger Eisstadion an. Forst konnte endlich einen fast vollständigen Kader aufbieten, während die Gäste lediglich 10 Feldspieler plus 2 Torhüter auf dem Spielberichtsbogen stehen hatten. Letztendlich war dies mit ein entscheidender Faktor, dass sich die Nature Boyz mit einem 5:1 (1:1, 1:0, 3:0)-Heimsieg von den 73 anwesenden Zuschauern vom Jahr 2017 verabschiedeten.
Das Spiel wurde von beiden Seiten recht offensiv begonnen, wobei die Gastgeber leichte Spielvorteile verbuchen konnten. In einem durchschnittlichen Landesligaspiel war erkennbar, dass sich zwei verunsicherte Mannschaften gegenüberstanden. Beide Torhüter hatten anfänglich weniger an Arbeit, da die Stürmer zu ungenau zielten. Die Gäste versuchten immer wieder, per Konter erfolgreich zu sein. Andererseits konnte sich Kai Klimesch im Trostberger Tor mehrmals auszeichnen, mehrmals mußte er brenzlige Situationen meistern. Als sich die Zuschauer bereits auf ein torloses erstes Drittel einstellten, gingen die Gäste mit 0:1 in der 17. Spielminute in Führung. Andreas Scholz konnte diesen strammen Schuß nicht entschärfen.  Gut, dass die Gastgeber ihre Angriffsbemühungen trotzdem weiterhin verfolgten, denn Markus Schneider war es in der 18. Spielminute vorbehalten, das Zuspiel von Bastian Grundner zum 1:1- Ausgleich, und zugleich Pausenzwischenstand zu erzielen.
Auch im zweiten Spielabschnitt ging es zeitweilig rauf und runter, die Pässe kamen bei beiden Mannschaften immer wieder zu ungenau, um entsprechend Druck auf des Gegners Tor auszuüben. Beide Torhüter konnten sich durch einige gute Paraden auszeichnen. Wie man einen ausgezeichneten Torhüter überwindet, führte dann der junge Daniel Anderl vor, der ein Zuspiel von Manuel Weninger per Direktabnahme in die Maschen zur 2:1-Führung hämmerte. Dies geschah in der 32. Spielminute, die Gastgeber wirkten jetzt etwas befreiter und zeigten mehr Einsatzbereitschaft. In diesem Spielabschnitt konnten die Torhüter nicht mehr überwunden werden.
Mit gestärktem Selbstvertrauen gingen die Mannen um Trainer Sepp Bachmeier in den Schlußabschnitt. Die Angriffe rollten auf des Gegners Tor. Wieder war es der junge Daniel Anderl mit seinem zweiten Treffer an diesem Abend, der mit seinem Treffer zum 3:1 in der 44. Spielminute für die Vorentscheidung sorgte. Wieder war er per Direktabnahme auf Zuspiel Manuel Weningers erfolgreich. Der Forster Fanclub stimmte seine Freudgesänge an, die Kräfte des Gegners schwanden jetzt mit zunehmender Spielzeit. In der 57. Spielminute nahmen die Chiefs eine Auszeit und setzten alles auf eine Karte. Torhüter Klimesch wurde durch einen sechsten Feldspieler ersetzt, das Tor der Einheimischen wurde jetzt nochmal unter Beschuß genommen. Als Martin Burger eine Strafe absitzen mußte, waren noch eine Minute und 35 Sekunden zu spielen. In Unterzahl, jeweils nach einem Befreiungsschuß, erhöhte Stefan Neumeier auf 4:1, den Schlußpunkt setzte Bastian Grundner, ebenfalls ins leere Tor zum 5:1-Endstand. Manfred Guggemos und Markus Schneider leisteten die Vorarbeit.


Haßfurt Hawks  (BLL)
„Hawks“ feiern kuriosen Kantersieg vor heimischer Kulisse
„Du bist der Spieler des Abends“, skandierten die Haßfurter Fans anerkennend Richtung Gästetorwart. Nicht aber, weil dieser mit Glanzparaden überzeugte. Der Grund ist ein anderer: In den ersten acht Minuten der Partie der Haßfurter „Hawks“ gegen die „Wölfe“ aus Vilshofen spielte Joel Aretz noch im Angriff. Erst beim frühen Spielstand von 2:0 stellte er sich zwischen die Pfosten – wenn auch nicht ganz freiwillig. Und dass er noch weitere neun Gegentreffer kassierte, spielte eigentlich keine große Rolle.
Ihm war es immerhin zu verdanken, dass das ESC-Weihnachtsheimspiel im Stadion Am Großen Anger am 2. Feiertag überhaupt regulär über die Bühne gebracht werden konnte, schließlich musste Maximilian Mischick, der eigentliche Vilshofener Ersatzschlussmann, bereits nach dem zweiten Tor der „Hawks“ durch Alexander Stahl (8.) verletzungsbedingt vom Eis. Als trotz einer fünfminütigen Behandlungspause an der bereits lädierten Schulter ein Weiterspielen nicht mehr möglich war, wollten die „Wölfe“ die Begegnung zuerst mit einem sechsten Feldspieler und ohne Schlussmann fortsetzen, nachdem kein weiterer Ersatzkeeper im nur 13-köpfigen Aufgebot stand. Scheinbar ließ sich Stürmer Joel Aretz dann aber doch überzeugen, sich in Tor zu stellen. Nach einer weiteren zehnminütigen Umziehpause wurde die Partie schließlich wieder angepfiffen.
Vermutlich aus Rücksicht verzichteten die „Hawks“ im weiteren Verlauf jedoch auf allzu harte Schüsse und wollten vielmehr spielerisch zum Erfolg kommen. Dies gelang freilich nur phasenweise. Trotzdem schraubten die hochüberlegenen Kreisstädter das Ergebnis bis zum Ende auf 11:0 in die Höhe, unter anderem durch einen „Dreierpack“ von Nachwuchsstürmer Fabian Vollert. Ein Ehrentreffer blieb den Gästen, die keine Chance mehr auf das Erreichen der Aufstiegsrunde haben und merklich auf überhartes Einsteigen verzichteten (Schiedsrichter Thorsten Lajoje und Tim Laudenbach verteilten insgesamt lediglich zehn Strafminuten), verwehrt, wenngleich das Bemühen bis zur Schlusssirene vorhanden war. Doch ein wiederholt glänzend aufgelegter ESC-Schlussmann Martin Hildenbrand, der beim 5:0 durch Manuel Kurz sogar seinen zweiten „Assist“ bekam, brachte seinen zweiten „Shutout“ unter Dach und Fach.
„Das war mal was Neues. Keine Verletzten und wenig Strafzeiten. Wir sind zufrieden“, war Martin Reichert mit der etwas ungewöhnlichen und meist sehr einseitigen Partie einverstanden. Ihm ging es nicht darum, dass seine Mannschaft aufgrund eines „Laien“ im Vilshofener Gehäuse ein Schützenfest veranstaltet. „Ob neun, elf, 13 – völlig egal. Mir war wichtig, dass alle spielen und wieder in den Rhythmus kommen“, machte der ESC-Trainer deutlich. Und nicht nur er hat sich gefreut, dass Tospcorer Jakub Sramek (der Tscheche erzielte das 6:0, 22.) nach längerer Verletzungspause wieder mit von der Partie war. Ebenso hatte David Franek seine Erkrankung auskuriert.
Durch ihren zweiten zweistelligen Saisonsieg haben die „Hawks“ als erste Mannschaft der Landesliga Gruppe 1 die Schwelle von 100 erzielten Toren erreicht. Viel wichtiger sind jedoch drei weitere Punkte für das Erreichen der Aufstiegsrunde. Am Donnerstagabend könnten Kapitän Christian Dietrich und seine Teamkollegen nun mit einem weiteren Heimsieg den bereits weit geöffneten Sack dazu endgültig zumachen, wenn die „Devils“ des ESC Ulm-/Neu-Ulm zum Nachholspiel in der Kreisstadt antreten. Beginn der Partie ist um 19.30 Uhr.


Pinguine Königsbrunn  (BLL)
Kantersieg gegen Selb
Gegen die Selber Löwen setzte sich der EHC Königsbrunn am zweiten Weihnachtsfeiertag deutlich mit 9:0 durch. In der gut besuchten Heimpartie waren die Brunnenstädter die klar bessere Mannschaft und bleiben somit am angestrebten Platz zur Aufstiegsrunde dran.
Leider musste Trainer Fabio Carciola auf Angreifer Matthias Forster verzichten, der brandgefährliche Stürmer verletzte sich im Spiel gegen die Freisinger „Black Bears“ und setzte gegen Selb aus. Doch auch ohne ihn steckte genug Qualität in den Königsbrunner Reihen, der EHC war von Anfang an am Drücker und dominierte das Spielgeschehen. Von den Gästen war nur wenig zu sehen, so dass sich die Brunnenstädter immer wieder im Drittel der Oberfranken festsetzen konnten. Königsbrunn scheiterte jedoch immer wieder an der schlechten Chancenauswertung. In der elften Spielminute durften die zahlreichen Fans dann aber das erste Mal jubeln, als Henning Schütz Dominik Zimmermann in Szene setzte und dieser souverän zum 1:0 einnetzte. Nur zwei Minuten später schoss Lukas Fettinger zum schön herausgespielten 2:0 ein. Doch danach fielen bis zur ersten Pause keine Treffer mehr.
Auch im zweiten Spielabschnitt ging der EHC fahrlässig mit seinen Chancen um. Hayden Trupp konnte in der 27. Spielminute zwar den dritten Königsbrunner Treffer erzielen, doch danach ließ der EHC reihenweise Möglichkeiten liegen. In der 36. Spielminute kam aber kurzzeitig noch Spannung auf als es einen umstrittenen Penalty für Selb gab. Doch EHC-Keeper Markus Kring hielt souverän seinen Kasten sauber. Auch eine doppelte Überzahl wussten die Gäste nicht zu nutzen, Selb war einfach zu ungefährlich vor dem Tor und zumindest heute kein gleichwertiger Gegner. Mit dem 3:0 endete dann auch der zweite Spielabschnitt.
In der Kabine der Königsbrunner fielen nun wohl einige deutliche Worte, denn nach dem Pausentee legte der EHC einen Gang zu und agierte jetzt konzentrierter. Patrick Zimmermann eröffnete in der 44. Spielminute mit dem 4:0 den Königsbrunner Torreigen. Sein Bruder Dominik und Henning Schütz legten dann in der 50 Spielminute zum 6:0 nach. Und auch Hayden Trupp zeigte sich torhungrig und netzte in der 52. Spielminute gleich doppelt ein. Doch auch danach machte Königsbrunn weiter Druck, ehe sich Verteidiger Lukáš Hruzík sehenswert durch die Defensive der Oberfranken durchtankte und mit dem 9:0 für den Endstand sorgte.
Mit dem hochverdienten Sieg ist der EHC weiterhin nur einen Platz entfernt vom so wichtigen fünften Rang, hat allerdings auch vier Spiele weniger als die dort platzierte Mannschaft aus Dingolfing. Am Freitag kommt es nun zum Heimderby gegen Burgau, und am dritten Januar folgt gleich das nächste Heimderby gegen die „Donau Devils“ aus Ulm.     
Coach Fabio Carciola war mit der gezeigten Leistung nur teilweise zufrieden: „In den ersten beiden Dritteln waren wir nicht so gut und konnten unser Spiel nicht aufziehen. Erst im letzten Spielabschnitt haben wir das umgesetzt, was wir wirklich spielen wollten. Lohn dafür waren die sechs Treffer. In den nächsten beiden wichtigen Spielen müssen wir von Anfang an so loslegen.“


EV Aich  (BBZL)
DREI PUNKTE AUF DEM GABENTISCH DES EV AICH – KNAPPER 5:3 ERFOLG ÜBER DEN EC PFAFFENHOFEN 1B
„Ende Gut – alles gut“ war das Resümee eines Aicher Fans nach der Begegnung. Denn bis kurz vor dem Schlusspfiff  konnten die Gäste die Begegnung offen gestalten. Erst vier Sekunden vor Schluss fiel das 5:3 für Aich ins zwischenzeitlich verwaiste Tor der Ilmstädter, die zum Schluss noch einmal alles auf eine Karte setzten und ihren Torhüter durch einen sechsten Feldspieler ersetzten.
Dabei begann die Begegnung durchaus vielversprechend für die Aicher. Bereits nach 30 Sekunden eine Riesenchance für die Gastgeber. Christoph Schwenk erkämpfte sich im gegnerischen Drittel die Scheibe, sah den freistehenden Trautmann, der aber am Torhüter der Ilmstädter scheiterte. Kurz darauf verfehlte Andreas Koller mit einem Direktschuss das gegnerische Gehäuse knapp. Aich beherrschte die Begegnung klar und es schien nur eine Frage der Zeit bis der erste Treffer fällt. In der 15 Minute musste ein Pfaffenhofner auf die Sünderbank und der Aicher Führungstreffer lag erneut in der Luft. Die Gästestürmer waren aber auf der Lauer und konnten der Aicher Verteidigung zweimal hintereinander entwischen. Dem Aicher Torhüter Johannes Pfafferott war es zu verdanken, dass die Gäste keinen der beiden Alleingänge verwerten konnten. In der 18. Spielminute war es aber dann soweit. Ein präzises Zuspiel von Schwenk verwertete Tarek Mustapha unhaltbar zum 1:0. Die Freude währte aber nicht lange, denn nur eine Minute später konnten die Ilmstädter den zu dem Zeitpunkt glücklichen 1:1 Ausgleich erzielen, was auch gleichzeitig der Spielstand nach dem ersten Drittel war.
Von diesem Treffer beflügelt gingen die Gäste sehr motiviert in das zweite Spieldrittel. Es wurde ein offener Schlagabtausch mit viel Kampf vor allem auf Pfaffenhofener Seite, die auch immer wieder die Grenze des Erlaubten überschritten. Spielerische Höhepunkte waren aufgrund dieser Spielweise eher rar, aber die Taktik der Ilmsädter, den Aicher Spielaufbau früh zu stören schien aufzugehen. Die zuletzt so flüssigen Aicher Kombinationen kamen nicht wie gewohnt  zustande. So waren es eher Einzelaktionen durch die, die Aicher zu Chancen kamen.  Eine davon verwertete in der 27. Minute Stephan Kreuzer (Lukas Ströbl/Baily Görl) mit einem Schuss aus spitzem Winkel.
Es schien fast wie der berühmte Griff in die Trickkiste, als der Aicher Coach in der 36. Minute eine Auszeit nahm. Der erfahrene Trainerfuchs sah wie seine Mannschaft zunehmend unter Druck geriet. Mit einigen taktischen Anweisungen brachte er sie wieder in die Spur und prompt fiel zwanzig Sekunden später das 3:1 durch Herbert Jarczyk (Matt Puntureri/Andreas Koller) der mit seinem Schuss aus der Drehung dem Torhüter keine Chance ließ.
Kurz nach Anpfiff zum letzten Spieldrittel musste ein Aicher auf die Strafbank und die Gäste drückten in der Folge auf den Anschlusstreffer. Vier Sekunden vor Ablauf der Strafzeit gelang dieser tatsächlich und es stand nur noch 3:2. Trotz spielerischer Überlegenheit der Aicher erzielten die Pfaffenhofener in der 54. Spielminute den Ausgleich zum 3:3.
Alles schien auf ein Penaltyschießen hinauszulaufen, da traf Matt Puntureri (Christian Koller) nach einem Solo zum erlösenden 4:3 für den EVA. Die Gäste gaben aber keineswegs auf und nahmen eineinhalb Minuten vor Spielende ihren Torhüter vom Eis. Jens Trautmann sorgte vier Sekunden vor Schluss für den viel umjubelten und entscheidenden Treffer zum 5:3.
Als nächstes erwarten die Aicher am 30.12. den ESV Gebensbach im der heimischen Sparkassenarena.


Lechbruck Flößer  (BBZL)
Siege gegen Buchloe und Königsbrunn
Der ERC Lechbruck mußte seine beiden Spiele gegen den ESV Buchloe 1b und beim EV Königsbrunn gewinnen, denn die Flößer haben sich trotz einiger unvorhergesehenen Niederlagen keineswegs aufgegeben und wollten noch einmal angreifen. Und dieses Vorhaben ist bis dato gelungen.
Am Freitag waren die Pirates des ESV Buchloe bei leichtem Sprühregen zu Gast im Lechparkstadion. Als Interimscoach der Flößer fungierte Markus Fischer. Beim ERC merkte man deutlich, dass der Siegeswille da ist, die spielerischen Mittel derzeit jedoch limitiert sind. Die Flößer kamen über den Kampf ins Spiel und erarbeiteten sich im ersten Drittel eine leichte Feldüberlegenheit. In der 11. Minute erzielte Marcus Köpf auf Zuspiel von Matthias Erhard den 1:0-Führungstreffer für Lechbruck. Buchloe konterte immer wieder gefährlich, aber die Teams gingen mit dem 1:0 in die erste Pause. Im zweiten Abschnitt anfangs ein ausgeglichenes Spiel mit Chancen auf beiden Seiten. Buchloe gelang in der 35. Minute der Ausgleich, doch Christoph Pfeiffer tauchte in der 38. Minute allein vor dem Gästetor auf versenkte die Scheibe durch die Beine des Torhüters zum 2:1. Als sich alle bereits mit der knappen Führung der Heimmannschaft auf die Drittelpause einstellten, passierte dem ansonst ordentlich haltenden Gästetorhüter Oertel ein folgenschwerer Lapsus, den Matthias Erhard gedankenschnell zur 3:1-Führung der Blau-Weißen ausnutzte.  Im letzten Abschnitt verstärkten die Flößer den Druck und wollten den Sack zu machen. Die Tore schoss allerdings Buchloe: Beim 3:2-Anschlusstreffer wurden die Lecher bilderbuchmäßig ausgekontert (46.) und in der 52. Nutzten die Pirates eine doppelte Überzahl zu einem klasse herausgespielten Treffer zum 3:3. Zwei Chancen, zwei Tore - Ausgleich! So einfach kann Eishockey sein. Das Penaltyschiessen mußte nun über den Sieger entscheiden. Der stark haltende Lukas Bauer im ERC-Tor hielt alle Buchloer Penaltyschüsse, auf Seiten der Lecher konnte schließlich Matthias Köpf den entscheidenden Penalty verwandeln und die Flößer somit zum Erfolg führen.
Am ersten Weihnachtsfeiertag war der ERC Lechbruck beim EV Königsbrunn zu Gast. Diesmal stand Florian Böhm an der Bande des ERC und coachte die Flößer. Und diese starteten gut in die Partie: Die Körpersprache war deutlich verbessert und auf Sieg programmiert. Spielerisch deuteten die Lecher ebenfalls durch teils sehr schöne Kombinationen ihr wahres Potenzial an. Folgerichtig ging der ERC in der 8. Minute durch Florian Graml mit 1:0 in Führung. Der ERC hatte das Geschehen weitgehend im Griff, doch ein krasser Abspielfehler in der ERC-Abwehr verhalf den Hausherren zum 1:1-Ausgleich in der 10. Minute. Die Lecher zeigten sich nun doch etwas angeknockt und Königsbrunn kam stärker auf. Mit einem verdeckten Schuss, bei dem der ansonsten stark und sicher haltende ERC-Schlussmann Patrick Dietl nicht gut aussah, ging Königsbrunn mit 2:1 in Führung (17.). Die Lecher mussten diese beiden unnötigen Treffer erstmal verdauen, umso wichtiger war der eiskalt abgeschlossene Konter von Fabian Bacz auf Pass von Patrick Völk zum 2:2 in der 19. Minute. Im zweiten Drittel sahen die nur rund 50 Zuschauer in der Hydro-Tech Eisarena ein äußerst zerfahrenes Spiel. Beide Mannschaften neutralisierten sich weitgehend und leisteten sich viele Abspielfehler. Dennoch konnten sich die Blau-Weißen eine leichte Überlegenheit erspielen und gingen abermals durch Fabian Bacz mit 3:2 in Führung (25.). Zwar konnte Königsbrunn zwischenzeitlich ein Überzahlspiel zum Ausgleich nutzen (33.), doch Matthias Köpf brachte Lechbruck in der 39. Minute wieder mit 4:3 in Front. Der letzte Abschnitt wurde dann klar vom ERC dominiert. Man merkte den Flößern an, dass das angeknackste Selbstvertrauen langsam wieder zurückkehrt. Matthias Erhard erhöhte in der 44. Minute auf 5:3 für die Lecher und sorgte damit eine Vorentscheidung. In der 53. Minute verletzte sich dann der Königsbrunner Torhüter Erdwig bei einem harten Zusammenprall mit einem eigenen Mitspieler schwer. Das Spiel mußte für ca. 25 Minuten unterbrochen werden, ehe es weiter gehen konnte. Für Oertel stand nun Michael Wolf zwischen den Pfosten der Hausherren. Ob es bei Königsbrunn der Schock aufgrund der Verletzung ihres Torhüters war oder weil die Lecher nun wie die Feuerwehr auf das Tor der Pinguine zuliefen – wahrscheinlich trugen beide Gründe dazu bei, dass der ERC Lechbruck in den Schlussminuten Einbahnstraßeneishockey spielte: Zunächst verwandelte Patrick Völk einen Penalty (57.), dann staubte Christoph Hack zum 7:3 ab, ehe Matthias Erhard fünf Sekunden vor Spielende mit seinem zweiten Treffer an diesem Abend den Schlussakkord zum auch in dieser Höhe verdienten 8:3-Auswärtssieg setzte.
Mit diesen zwei Siegen und dem absoluten Spitzenspiel am Samstag in Lindenberg (18:00 Uhr) vor der Brust, hat sich der ERC zurückgemeldet und hat den weiteren Verlauf der Saison wieder in der eigenen Hand.


Diez-Limburg Rockets  (RLW)
Mehr als 500 Zuschauer sehen Heimsieg der EGDL im Spitzenspiel gegen Herford
Spitzenspiel stand drauf, und Spitzenspiel war auch drin: Das Duell zwischen dem Tabellenführer EG Diez-Limburg und dem Zweiten aus Herford hielt alles, was man sich im Vorfeld erhofft hatte: Zwei lautstarke Fanlager auf der Tribüne, zwei brutal offensiv ausgerichtete Teams auf dem Eis, ein harter, aber absolut fairer Umgang, dazu insgesamt 13 Tore. Dass die am Ende aus Sicht der Gastgeber auch „richtig“ verteilt waren, machte das letzte Spiel vor dem Fest für die Rockets zum erhofften Knaller. Mit dem 8:5 (3:2, 3:1, 2:2)-Heimsieg baute die EGDL die Tabellenführung in der Regionalliga West auf vier Punkte aus. Ein Jahresabschluss (in der Liga) mit Ausrufezeichen!
Der Gang hinaus aus der Kabine, der erste Blick auf die vollbesetzte Tribüne. Ein erstes lautes „Oh ja“ und „Yes, man“ - das waren die Reaktionen bei den Rockets, bevor sie - von Feuerfontänen begleitet - ins Stadion einliefen. Alles war angerichtet für ein Eishockeyfest. Sportlich sind Raketen und Ice Dragons derzeit das Maß aller Dinge in der Regionalliga West. Die beiden Fanlager sorgten zudem für tolle Stimmung auf den Rängen. Gegeneinander singen, miteinander zum Pausentee - so muss Eishockey sein. Rund 70 Fans waren aus Herford angereist, ähnlich groß wird die Fangruppe der Rockets sein, die Anfang Januar mit Fanbus und Autos zum „Rückspiel“ nach Herford reist.
Sportlich erwischten die Gäste den besseren Start. Der Führungstreffer durch RJ Reed (4.) war - wie immer, wenn der Kanadier trifft - kein Zufall, sondern das Ergebnis spielerischer Überlegenheit. Zwar drehten die Raketen mit zwei starken Offensivmomenten wenig später das Ergebnis, von langer Dauer sollte das aber nicht sein. Matt Fischer hatte sehenswert in den Winkel getroffen (7.), Florian Flemming wenig später mit einem verdeckten Schuss die EGDL in Führung gebracht (9.). Die Dragons antworteten mit dem Ausgleich durch Killian Hutt (11.). Beide Teams hatten Offensivhockey versprochen - bitteschön.
 „Wir waren am Anfang nicht so gut im Spiel“, sagte Rockets-Trainer Arno Lörsch. „Herford war sehr präsent, schnell in den Aktionen und hat uns in dieser Phase sehr gut unter Druck gesetzt.“ So ein Drittel kannst du schnell auch mal mit zwei, drei Toren Unterschied verlieren. Doch die Offensivstärke der Rockets gepaart mit dem Lauf, den dieses Team derzeit hat, brachte nach 20 Spielminuten sogar die glückliche Führung: Andre Bruch („Schönes Tor, Andre!“ Bruch: „Weiß nicht, hab es nicht gesehen.“) zog aus halbrechter Position ab, kassierte dann aber einen (fairen) Check und konnte so der Scheibe nicht folgen. Der Puck landete zum 3:2 in den Maschen (13.), nach 20 Minuten lag der Tabellenführer vorne. Erfreulich: Alle drei Reihen hatten getroffen.
Sinnbildlich für den Spielstand nach 40 Minuten: Als sich alle Spieler bereits auf den Weg in die Kabine machten, lehnte sich HEV-Keeper Justin Figge mit gesenktem Kopf an die Bande, Aaron Reckers spendete Trost. Mit einem 3:1-Zwischensprint waren die Rockets auf 6:3 davongezogen. Und Figge nahm den Spielstand auch auf seine Kappe. Nach dem erneuten Herforder Ausgleich zum 3:3 durch Kapitän Fabian Staudt (26.) hatte der Gästegoalie das 4:3 von Philipp Maier (27.) durch die Schoner kassiert - gut gemacht von Maier, dennoch haltbar. Beim 5:3 in Überzahl von Konstantin Firsanov (30.) sowie bei dessen 6:3 nach Traumkombination über Matt Fischer und Joey Davies (35.) war Figge jedoch chancenlos.
Eine 6:3-Führung nach 40 Minuten gegen Herford? Man durfte nur denken, nicht aber aussprechen, was einem im Rocketslager in der zweiten Pause so in den Sinn kam. Im ersten Saisonvergleich mit den Ice Dragons in Diez hatte man auch mit 6:3 geführt, das Spiel aber noch mit 6:7 nach Penaltyschießen verloren. Das schnelle 4:6 des HEV durch Leon Nasebandt (43.) passte in Erinnerungen, an die keiner erinnert werden wollte. Einem Steve Themm in Bestform (trotz einer Scheibe an den Helm beim Warmmachen und einer Verletzungspause im zweiten Drittel, nachdem er einen Schläger an den Kehlkopf bekommen hatte) ist es zu verdanken, dass die Ice Dragons sich nicht in einen Rausch spielen konnten. Nur eine Minute nach dem 4:6 wehrte Themm - bereits auf dem Eis liegend - einen Schuss aus kurzer Distanz ab. Fällt hier das 5:6, brennt der Weihnachtsbaum. So aber konnten Joey Davies (54.) und Konstantin Firsanov mit seinem dritten Tor des Abends (58.) eine 8:4-Führung herausschießen. Die Partie war entschieden, die Tribüne zollte längst mit Standing Ovations Respekt und sang „Oh wie ist das schön.“ Das 5:8 durch Leon Nasebandt in der Schlussminute hatte nur noch statistischen Wert (60.).
 „Wahnsinn, was hier heute Abend los war“, freute sich Arno Lörsch über den Support von den Rängen. „Es waren viele. Und sie waren richtig laut. Die Mannschaft hat das aufgesaugt und daraus Kraft gezogen. Ich denke, wir haben die Partie am Ende verdient gewonnen. Das war nach unserem schwachen Start ein richtig tolles Spiel auf sehr gutem Niveau. Ein echtes Spitzenspiel eben. Jetzt genießen wir den Moment.“ Herfords Trainer Jeff Job gratulierte den Raketen fair zum Sieg. „Unsere Topspieler sind heute Abend nicht so in Erscheinung getreten wie die Topspieler bei Diez-Limburg. Das hat heute den Unterschied ausgemacht.“


Schönheider Wölfe  (RLO)
Wölfe mit Derbysieg und Niederlage in Niesky
Kurz vor dem Weihnachtsfest standen für die Schönheider Wölfe noch einmal zwei spannende Partien in der Regionalliga Ost auf dem Programm. Zunächst feierte das Team um Trainer Sven Schröder vor knapp 550 Zuschauern im Wolfsbau einen klaren 9:2 (1:0, 0:2, 7:0)-Derbysieg gegen die Chemnitz Crashers. Keine 24 Stunden später mussten die Wölfe dann beim Spitzenreiter Tornado Niesky antreten. Mit dem Spiel vom Vortag in den Beinen und einem stark dezimierten Kader war für die Erzgebirger in der Lausitz aber leider nichts zu holen, wonach das Spiel glatt mit 0:4 (0:1, 0:3, 0:0) verloren ging.
Am Freitag zeigten die Schönheider Wölfe von der ersten Minute an, dass sie das Eis unbedingt als Sieger verlassen wollten. So stand nach zwanzig Minuten und bei einem Torschussverhältnis von 37:4 eine 2:0-Führung durch die Treffer von Vincent Wolf (5.) und Lukas Novacek (8.) für die Hausherren zu Buche. Im zweiten Drittel war das Tempo etwas gebremster und prompt lief es nicht mehr so rund bei den Wölfen. Hinzu kamen unnötige Strafen und eine Unkonzentriertheit beim Bully vor dem eigenen Gehäuse, was den Crashers den 2:1-Anschlusstreffer durch Viktor Braun bescherte. Es entwickelte sich nun ein spannendes Derby und die Matchstrafe gegen Christian Freitag in der 29. Minute brachte für die Chemnitzer eine fünfminütige Überzahl, welche sie erneut durch Viktor Braun zum 2:2-Ausgleich nutzen konnten. Im Schlussdrittel übernahmen aber wieder die Wölfe das Kommando. In der 46. Minute gelang in Überzahl zunächst das 3:2 durch Christoph Rogenz und nur 26 Sekunden später erhöhte Vincent Wolf auf 4:2. Mit dem 5:2 durch Petr Kukla in der 50. Minute verließ der Chemnitzer Torhüter Pierre Ulbricht wutentbrannt sein Gehäuse und machte Platz für Nils Langer, welcher dabei kalt erwischt wurde und innerhalb von 83 Sekunden ganz viermal hinter sich greifen musste, als Michael Galvez (52.), Danny Reimann (53.), Petr Kukla (53.) und Christoph Rogenz (54.) das Ergebnis auf 9:2 in die Höhe schraubten. Am Ende stand ein verdienter Derbysieg zu Buche und für alle Fans und Sponsoren lagen die anvisierten drei Punkte unter dem Weihnachtsbaum.
Der Sieg hatte aber leider auch einen faden Beigeschmack, denn neben der Matchstrafe gegen Christian Freitag, welcher damit für mindestens zwei Spiele gesperrt sein wird, erhöhte sich auch berufs- und krankheitsbedingt die Ausfallliste für das Spiel in Niesky, wonach Wölfe-Coach Sven Schröder, ohne Christian Freitag, Jannik-Noah Grätke, Björn Schenkel, Petr Kukla und Christian Laszig, nur ein Rumpfteam von elf Feldspielern und zwei Torhütern in der Lausitz aufbieten konnte. Somit standen die Vorzeichen für das Spitzenspiel gegen die Tornados zum wohl ungünstigsten Zeitpunkt alles andere als gut. So gut es ging, boten die Wölfe eine gute kämpferische Leistung an und gingen in Niesky nur mit einem knappen 0:1-Rückstand durch den Überzahltreffer von Phillipp Rädecker in die erste Pause. Doch im Mittelabschnitt entschied der favorisierte Tabellenführer die Partie bereits durch Tore von Sebastian Greulich (26.), Richard Rentsch (35.) und Christian Rösler 40.) für sich. Nach sechzig Minuten stand dann auch eine 0:4-Niederlage zu Buche. Wölfe-Trainer Sven Schröder brachte es kurz nach dem Spiel auf den Punkt: „Niesky hat heute verdient und am Ende auch souverän gewonnen. Mit den Vorzeichen und auch der Art und Weise muss man das anerkennen und ich gratuliere zum Sieg. Das Wochenende rückwirkend betrachtet, haben wir am Freitag gegen Chemnitz mit einer beeindruckenden Leistung im ersten und letzten Drittel dem Gegner die Grenzen aufzeigt und unsere Position im Kampf um die Play-Off-Plätze gestärkt.“


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Mittwoch 27.Dezember 2017
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