IHP Nachrichten(IHP) Aktuelle Nachrichten, Pressemitteilungen, Spielberichte und Spielankündigungen von Dienstag 26.Dezember 2017. Heute mit Informationen aus der Deutschen Eishockey Liga, Oberliga Süd und Oberliga Nord, sowie aus der Bayernliga, Landesliga Bayern, Bezirksliga Bayern und Regionalliga West.
Red Bull München (DEL)
Oberbürgermeister Reiter kommt zum Hockey HALLEluja - Derby gegen Nürnberg bereits ausverkauft
Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter wird das erste Spiel von Hockey HALLEluja besuchen. Gemeinsam mit seiner Familie wird er am 30. Dezember das Duell zwischen dem EHC Red Bull München und den Thomas Sabo Ice Tigers gemeinsam mit 10.000 Zuschauern in der Olympiahalle verfolgen. Das Derby gegen Nürnberg ist die erste der drei Partien, die bereits ausverkauft ist. Zu den Begegnungen am 2. Januar gegen die Adler Mannheim (19.30 Uhr) und am 5. Januar gegen die Eisbären Berlin (19.30 Uhr) sind noch Karten verfügbar.
Insgesamt wurden für die drei Events bereits über 23.000 Tickets verkauft. Der EHC Red Bull München erwartet insgesamt 30.000 Zuschauer für die drei Spitzenspiele der Deutschen Eishockey Liga. Bereits zum dritten Mal ziehen die Red Bulls für das Hockey HALLEluja vom Olympia-Eisstadion in die Olympiahalle, dieses Jahr erstmals für drei Partien.
Straubing Tigers (DEL)
Injury-Report
Mike Hedden kehrt am 26.12.17 in den Kader der Straubing Tigers zurück. Der Angreifer musste im zweiten Drittel des Heimspiels gegen die Augsburger Panther (23.12.) vom Eis, da er im Gesicht getroffen wurde und eine stark blutende Wunde die Folge war.
Austin Madaisky steht Trainer Tom Pokel morgen nicht zur Verfügung. Der Verteidiger muss aus gesundheitlichen Gründen passen. Die Ausfalldauer ist noch nicht absehbar.
„Mike Hedden ist hart im Nehmen und stellt sich sofort wieder in den Dienst der Mannschaft“, sagt Jason Dunham, Sportlicher Leiter der Straubing Tigers.
Deggendorfer SC (OLS)
Schlag auf Schlag: Deggendorfer Doppelvergleich mit Selb
Die weihnachtliche Stimmung dürfte zwischen dem DSC und den Selber Wölfen schnell verpufft sein, wenn beide Teams zunächst am zweiten Weihnachtsfeiertag in Selb aufeinandertreffen, ehe es nur zwei Tage später in Deggendorf zu Rückspiel kommt.
Für beide Teams geht es um viel, wenn man auf die aktuelle Tabelle schaut, denn die Selber Wölfe stehen aktuell genau da, wo der DSC am Ende der Saison nicht stehen will - auf dem fünften Tabellenplatz. Neun Punkte trennen beide Mannschaften aktuell, daher ist davon auszugehen, dass jeder Spieler um jeden Zentimeter Eis kratzen und beißen wird. Die Selber, die Anfang der Saison etwas den Erwartungen hinterherhinkten, konnten sich in letzter Zeit fangen und in den vergangenen sieben Partien fünf Siege einfahren. Auch die Verletzung des zweiten Kontingentspielers der Wölfe, Michael Dorr, scheint das Team ganz gut verkraftet zu haben. Für Dorr, für den die Saison nach der Verletzung frühzeitig beendet ist, wurde der Kanadier Ian McDonald nachverpflichtet, der in zehn Spielen bereits 13 Scorerpunkte für sich verbuchen kann.
Alles in allem sind die Wölfe durch ihre Tiefe im Angriff ähnliche wie in den Vorjahren immer brandgefährlich und können nahezu jedes Team der Liga schlagen. Angeführt von der langjährigen Topreihe um Herbert Geisberger, Jared Mudryk und Kyle Piwowarczyk werden die Franken versuchen, es dem DSC so schwer wie möglich zu machen.
Bei den Deggendorfern fehlt in diesen wichtigen Spielen weiterhin Benedikt Böhm aufgrund seiner Handverletzung. Nach seinem unglücklichen Zusammenprall im Spiel gegen Lindau mit Curtis Leinweber bleibt auch der Einsatz von Kyle Gibbons weiter ungewiss. Dennoch wird Trainer John Sicinski wieder eine schlagkräftige Truppe aufs Eis schicken, die versuchen wird, sich die Punkte gegen die Wölfe zu sichern. Spielbeginn am Dienstag in Selb ist um 18 Uhr, ehe beide Teams am Donnerstag, den 28. Dezember, um 20 Uhr in Deggendorf aufeinandertreffen.
Lindau Islanders (OLS)
EV Lindau Islanders verpassen Sensation in Deggendorf
Nur hauchdünn verpassten die EV Lindau Islanders eine Sensation. Bei Tabellenführer Deggendorfer SC unterlagen die Lindauer nur knapp mit 3:4 (3:0, 0:2, 0:2), nachdem sie mit 3:0 geführt hatten.
Bis sieben Minuten vor dem Ende durften die Lindauer noch immer auf einen überraschenden Punktgewinn hoffen, dann machte DSC Stürmer Robert Peleikis mit einer überragenden Einzelaktion den Treffer zum 4:3. „Irgendwann war die individuelle Klasse des Tabellenführers nicht mehr zu verteidigen, obwohl wir alles versucht haben“, sagte EVL- Präsident Marc Hindelang. „Auch wenn Deggendorfs Sieg in Ordnung geht ist es schade, dass der Treffer zu einer Phase fiel, als wir uns wieder gefangen hatten.“
Denn nach der überraschenden 3:0 Führung der Lindauer nach dem ersten Drittel drehte das heimstärkste Team der Liga auf und erdrückte die Islanders schier. Allein im zweiten Durchgang lautete die Schussbilanz 23:1 für die Niederbayern. Allerdings trugen die Gäste auch zu dieser Überlegenheit bei. „Ich kann mir nicht erklären, warum wir im zweiten Drittel so ängstlich waren“, sagte Trainer Dustin Whitecotton. In der Tat war das nicht nötig, davor und auch nach dem 3:3 bewies der EVL durchaus, dass er dem Favoriten weh tun konnte.
Der hatte zwar auch im ersten Drittel einige hochkarätige Chancen, verpasste zweimal das leere Tor (2. Und 6. Minute) und scheiterte mit drei Alleingängen am überragenden Lindauer Torhüter Nils Velm (8., 10., 16.), aber mit dem 0:1, das Andreas Farny in der 9. Minute mit einem satten Flachschuss nach einem Konter erzielte, begann Deggendorf, Wirkung zu zeigen. Die Islanders standen gut in der neutralen Zone, nahmen so den Schwung aus dem DSC Spiel und verteidigten konsequent. Daraus ergaben sich immer wieder Chancen nach vorne, die die Lindauer in der Schlussphase des Drittels nutzten. So scheiterten Adrian Kirsch und Michal Mlynek in der 18. Minute zunächst noch aussichtsreich, allerdings nutzte Mlynek die Nachschusschance und schoss aus seitlicher Position und unmöglichem Winkel Torhüter Daniel FIlimonov an, vom der Puck zum 0:2 ins Tor prallte. Nur 53 Sekunden später nutzte Simon Klingler die Unordnung im gegnerischen Drittel, passte auf Sacha Paul, der FIlimonov umkurvte und sogar zum 0:3 einschoss.
Für Filimonov war es die letzte Aktion – er wurde gegen Cody Brenner ausgetauscht – und für die Islanders das letzte Tor. Deggendorf erhöhte den Druck immer weiter, spielte wesentlich aggressiver und riss immer wieder Lücken in die Lindauer Hintermannschaft. „Sie haben uns konsequent den Schneid abgekauft“, sagte Hindelang. „Wenn eine solche Mannschaft auf allen Zylindern läuft, ist sie nur schwer aufzuhalten.“ Bis zur 27. Minute hielt das Abwehrbollwerk, dann war Dimitri Litesov im Nachschuss zum 1:3 erfolgreich, dem nur zwei Minuten später der Anschluss folgte. Vom Bully kam der Puck zurück zu Andreas Gawlik, der von der blauen Linie flach traf. Velm war dabei komplett die Sicht genommen.
Danach behielt der Lindauer Torhüter im Dauerbeschuss aber die Übersicht, auch wenn sich teilweise turbulente Szenen vor dem Lindauer Tor abspielten, weil der EVL kaum noch Entlastung schaffte. Diese hätte es womöglich geben können, wenn ein Check gegen den Kopf gegen Sascha Paul kurz vor der Pause geahndet worden wäre. Und auch mit der Strafe, die kurz nach Wiederbeginn zum Powerplay vor dem 3:3 führte haderten die Gäste, die die Behinderung nicht von, sondern an Kai Laux gesehen hatten. Diese Kleinigkeit machte den Unterschied aus. Zwar hatte Jeff Smith in Unterzahl sogar eine Möglichkeit zum 2:4, im Gegenzug war es dann aber wieder ein Tor, bei dem Velm durch den vielen Verkehr vor dem Tor die Sicht genommen wurde, so dass der Schlenzer von Milos Vavrusa zum 3:3 ins Tor fiel (43.).
Etwas Positives hatte der Treffer. „Wir waren danach wieder da“, sagte Whitecotton. Die Reaktion seines Teams war in Ordnung, es bot dem Tabellenführer mehr Paroli und hatte durch Tobi Fuchs sogar zehn Minuten vor dem Ende die Chance in Führung zu gehen. Danach war es aber die Einzelaktion von Peleikis, die die Lindauer punktlos bleiben ließ, obwohl sie in der Schlusssekunde, als sie den Torwart vom Eis nahmen noch die Ausgleichschance hatten. So konnten die Islanders mitnehmen, dass sie Deggendorf lange Paroli geboten hatten und sich vor keinem Team der Oberliga Süd verstecken müssen. Das sollte Selbstvertrauen für die schweren Derbys gegen Sonthofen geben.
Memmingen Indians (OLS)
Heiße Tage nach Weihnachten: Doppelvergleich mit dem EV Weiden
Wichtige und spannende Tage liegen vor den Memminger Indians, die innerhalb von nur drei Tagen doppelt auf den Tabellennachbarn aus Weiden treffen. Am zweiten Weihnachtsfeiertag reisen die Memminger in die Oberpfalz, am 28.12. um 20 Uhr steigt dann der Showdown am Hühnerberg vor eigener Kulisse.
Immer auf ihre Kosten gekommen sind die Fans der Indians in den letzten Wochen. Wenn auch teilweise stark ersatzgeschwächt liefert die Mannschaft dauerhaft gute Leistungen ab. Klar, dass sich die Rot-Weißen nun endlich belohnen wollen, zu oft unterlag man dem Gegner am Ende nur ganz knapp. Die nächste Gelegenheit bietet sich nun gegen den Tabellennachbarn aus Weiden, mit dem man sich innerhalb von rund 50 Stunden zweimal misst. Nachdem die Memminger am zweiten Weihnachtsfeiertag bei den Oberpfälzern antreten müssen, folgt nur zwei Tage später, am etwas ungewohnten Donnerstag, das Rückspiel in Memmingen. Die Indians könnten durch zwei Siege ganz nah an die „Blue Devils“ heranrücken und geben sich vor dem Doppelvergleich durchaus kampfesmutig. Sicher ausfallen werden weiterhin Kapitän Jan Benda und Sven Schirrmacher.
Der Gegner aus der Oberpfalz ist seit geraumer Zeit ziemlich aus dem Tritt geraten. Gerade als man sich wieder etwas fing, setzte es die nächste deutliche Niederlage gegen Sonthofen. Trotzdem wartet ein brandgefährlicher Gegner auf die Indians, die bislang in zwei Partien erst einen Zähler gegen die „Blue Devils“ erkämpfen konnten. Besonders die empfindliche Heimniederlage am Anfang der Saison ist noch im Gedächtnis der Indianer, die auf Revanche brennen. Der EV Weiden verfügt, trotz des aktuellen Tabellenstands, über einige hochkarätige Akteure. Zu nennen sind hier, die allesamt höherklassig erfahrenen Defensivkräfte wie Torwart Johannes Wiedemann und die Verteidiger Ralf Herbst sowie Barry Noe. Im Angriff ruhen die Hoffnungen der Oberpfälzer auf Torjäger Martin Heinisch, dem ehemaligen tschechischen Nationalspieler Josef Straka, Kanadier Matt Abercrombie sowie Marcel Waldowsky. Keine einfache Aufgabe also für die Indians, die aber ihre Chance nutzen und den direkten Konkurrenten niederringen wollen.
Die Indianer setzen auch bei diesem wichtigen Duell wieder auf die Unterstützung ihrer Fans. Um sich für den tollen Rückhalt in diesem Kalenderjahr zu bedanken, bietet der ECDC seinen Fans ab Stadionöffnung um 19 Uhr ein spezielles „Warmup“ nur zwei Tage vor Silvester an. Ausgewählte Getränke (Softgetränke + Bier) an den regulären Verkaufsständen werden dann für nur 2 Euro erhältlich sein. Die Aktion wird bis Spielbeginn um 20 Uhr andauern.
Karten für die Partie sind an allen gängigen VVK-Stellen erhältlich, auch an der Abendkasse werden ausreichend Tickets in allen Kategorien verfügbar sein. (VVK-Stellen: Sitz- sowie Stehplätze bei Dietzel’s Hockeyshop, der Memminger Zeitung, Vitalcenter Gerstberger; Stehplätze bei Subway Memmingen, Puck Sportsbar, Geschenkartikel Mitschka in Erkheim).
Löwen Waldkraiburg (OLS)
NIX ZU HOLEN IN LANDSHUT
Der Auftakt in den Saison-Endspurt der Oberliga-Hauptrunde, der mehr einem Marathon ähnelt, begann für den EHC Waldkraiburg mit einer Niederlage in Landshut. Am Freitagabend kämpfte die Truppe von Coach Tomas Martinec aufopferungsvoll beim Traditionsklub, doch am Ende hieß es 6:1 für die Niederbayern. Am zweiten Weihnachtsfeiertag kommt Rosenheim und hier haben die Löwen eine tolle Spendenaktion geplant.
Tomas Martinec musste im Duell mit dem EVL neben dem Langzeitverletzten Christian Ettwein auch auf die angeschlagenen Brent Norris und Keeper Korbinian Sertl verzichten, außerdem fehlte Thomas Rott wegen Krankheit. Dennoch steckten die Industriestädter nicht auf und legten gut los. Zwar hatte Landshut nicht nur mehr, sondern den Hauptanteil des Spiels, aber der EHC hielt gut dagegen und Fabian Birk im Tor hielt fast alles, was auf seinen Kasten kam. In der 12.Minute brachte Max Kaltenhauser den EHC mit 1:0 in Führung und der Schlagschuss, mit dem er den Puck ins rechte Toreck jagte, hatte es wahrlich in sich (11:37). Michael Trox und Tomas Rousek im Nachschuss hatten sogar das 2:0 auf dem Schläger, doch diesmal blieb EVL-Keeper Patrick Berger erster Sieger. Landshut mühte sich, die spielerische Überlegenheit kam aber immer mehr zum Vorschein und kurz vor der ersten Pause fiel im Gewühl vor Birk das 1:1 durch Maximilian Forster (17:51).
Bedingt durch ein starkes Zuspiel der Waldkraiburger Defensive kam Landshut dann nach einer guten halben Stunde durch Torjäger Viktor Lennartsson zur Führung (34:43) und noch vor dem zweiten Pausentee trieb Peter Abstreiter den Spielstand weiter in die Höhe (38:20). Mit Abstreiters zweitem Streich begann dann der Schlussabschnitt (41:32) in dem der EHC zwar weiter kämpfte, dem starken EVL aber nicht mehr dauerhaft standhalten konnte. Alexander Ehl erhöhte schnell auf 5:1 (43:31), womit auch dem letzten Waldkraiburger Optimisten die Illusionen genommen waren und kurz vor Schluss kam auch Forster auf sein zweites Tor des Spiels zum 6:1-Endstand (58:41).
Dennoch boten die Löwen dem großen EVL lange gut Paroli und dies möchte man auch am zweiten Weihnachtsfeiertag beim Heimspiel gegen Rosenheim tun. Die Starbulls sind zwar erneut ein schier übermächtiger Gegner, doch will man gegenhalten und auch etwas geben: Denn der EHC Waldkraiburg hat im Rahmen des Heimspiels gegen den Zweitligaabsteiger eine Spendenaktion geplant. In der Mannschaft und dem inneren Kreis wurde schon gesammelt und so kamen bereits einige hundert Euro für den Verein „Sterntaler“ zusammen, der sich um Familien mit Kindern kümmert, denen es finanziell nicht so gut geht. Beim Heimspiel gegen die Starbulls am 26. Dezember werden an den Getränke- und Essensständen extra Spendenboxen aufgestellt und jeder Zuschauer hat so die Gelegenheit, Menschen eine Freude zu machen, denen es nicht so gut geht.
Wohnbau Moskitos Essen (OLN)
Unfassbar! Moskitos klarer Sieg in Tilburg
Vieles kann man derzeit zu den Moskitos sagen oder schreiben. Nichts wird dem annähernd gerecht was dieses Team derzeit leistet.
Nach der vergangenen Saison glaubten viele rund um den Essener Westbahnhof, der Teamspirit, der das damalige Team ins Halbfinale der Play-Offs geführt hatte, diesen gibt es nicht mehr.
Wir können Rechenbeispiele hinzuziehen. Wird Herne in den letzten beiden Spielen (bei immer noch schwebendem Verfahren gegen die Wertung des ersten Spiels, respektive des dubiosen Spielabbruchs) in den letzten beiden Spielen gegen ECC Berlin und in Tilburg 23 Tore aufholen. Selbst die Topstürmer der Nachbarn haben damit eine Mammutaufgabe.
Rein rechnerisch ist die Play-Down Runde noch nicht auszuschließen, doch dieses Team sagt von Spiel zu Spiel nur ein Wort: „Bullshit!“
Sie haben das Spiel in Tilburg in den ersten 20 Minuten „gelesen“ und dann mit einer Kälte zugeschlagen, die selbst die international erprobten Hollaender kalt erwischt hat. Olli Granz, der einige Zeit seiner Form der letzten Saison hinterhergelaufen ist, jetzt immer stärker wird, setzt den ersten Stich. Noch im ersten Abschnitt konnte Tilburg kontern, doch dann war es vorbei.
El Capitano, Tielschi, der Kapitän der Wohnbau Moskitos, Dennis Thielsch machte nach knapp fünf Minuten im 2. Drittel den Sack zu. Sein Tor zur erneuten Führung der Moskitos ließ Tilburg hart spielen. Doch auch hier sagte das Team: „Bullshit!“
Die erste Heimniederlage der laufenden Saison, das wird sicherlich rund um den Stapegorweg nicht zu Jubeln animiert haben. Doch das Team von Frank Gentges machte weiter, wollte die Entscheidung. Es dauerte ein wenig, aber dann machte Kyle De Coste knapp vier Minuten vor dem Ende alles klar. Der Em Emty Netter von Julian Lautenschlager war das berühmte Tüpfelchen auf dem I.
Frank Gentges, der Essener Chefcoach, der sein Team perfekt auf den Spitzenreiter vorbereitet hatte, sagte nach dem Spiel: *Wir haben heute vieles richtig gemacht und wie schon mehrmals letzte Saison auch diesmal verdient beim Meister in Tilburg gewonnen. Für mich bleibt Tilburg aber klarer Favorit auf die Meisterschaft. Wir sind jetzt zwei Spieltage vor Ende der Runde 6 Punkte und 23 Tore vor Platz 8, aber solange es rechnerisch nicht 100% entschieden ist, tun wir gut daran den Play-Off Einzug nicht zu feiern. Des Weiteren gehe ich fest davon aus dass uns am 28.12.2017 die Punkte vom ersten Spieltag aus dem Nebel-Spiel in Herne zugesprochen werden, alles andere wäre nicht regelkonform."
Buchloe Pirates (BYL)
Schwarze Serie im Dezember geht weiter - ESV Buchloe verliert nach 3:7 Auswärtsniederlage in Passau den Anschluss zu den Top Acht Rängen
Große Enttäuschung vor dem Weihnachtsfest für die Buchloer Piraten. Denn im vorentscheidenden Spiel um den begehrten achten Platz beim direkten Konkurrenten und Tabellennachbarn in Passau setzte es für die Gennachstädter eine erneute Niederlage. Mit 3:7 (2:2, 1:4, 0:1) mussten sich die Freibeuter am Freitagabend in Passau geschlagen geben und bleiben somit im Dezember weiter sieglos. Viel entscheidender ist aber, dass sich der Abstand auf die auf Rang acht liegenden Blackhawks bei noch fünf ausstehenden Spielen nun auf ganze sechs Zähler vergrößert hat. Die Zwischenrunde ist für den ESVB demnach in weite Ferne gerückt.
Ähnlich wie im letzten Heimspiel gegen Dorfen war auch dieses Mal wieder ein minutenlanger Blackout im Mitteldrittel verantwortlich für die Niederlage. Denn das Duell mit Finalcharakter in der Dreiflüssestadt Passau begann für die Pirates eigentlich optimal. Schließlich lagen die Rot-Weißen nach nicht einmal neun Minuten bereits mit 2:0 in Front. Ladislav Marek hatte den ESV nach acht Minuten in Führung geschossen und Markus Vaitl legte nur eineinhalb Zeigerumdrehungen später umgehend nach – und das sogar in Buchloer Unterzahl. „Wir haben ganz gut begonnen“, fand auch ESV-Trainer Topias Dollhofer. Doch gegen Ende des Auftaktdurchgangs schlugen die Hausherren zurück. Zunächst verkürzte Dominik Schindlbeck auf 2:1 (15.), ehe Simon Schießl noch vor der Pause ESV-Torwart Alexander Reichlmeir zum 2:2 Ausgleich überwand (19.).
Trotzdem waren es wieder die Buchloer, die im Mittalabschnitt abermals in Führung gingen. Timo Rauskolb erzielte auf Zuspiel von Maximilian Gerbold und Maximilian Hermann das 3:2 (24.). Für Vorbereiter Hermann war es im übrigen das erste Spiel für die Piraten. Der vom Ligakonkurrenten Germering neu gekommene 19-jährige Angreifer musste dann aber miterleben, wie sich die Buchloer gegen Ende des zweiten Drittels - genau wie im Dorfen-Spiel - einen minutenlangen unerklärlichen aber folgenschweren Aussetzer leisteten. Denn binnen gut viereinhalb Minuten machten die Passauer aus einem 2:3 Rückstand eine 6:3 Führung. Vier Tore kassierten die Buchloer also innerhalb kürzester Zeit und gaben nach dieser Tiefschlafphase das Spiel völlig unnötig frühzeitig komplett aus der Hand. Simon Schießl hatte anfangs zum 3:3 getroffen (36.), bevor Petr Sulcik 45 Sekunden später die erstmalige Führung für die Ostbayern erzielte. Oliver Wawrotzki und erneut Torjäger Sulcik bauten den Vorsprung der Blackhawks im Anschluss bis zum zweiten Pausentee dann praktisch im Minutentakt noch auf 3:6 aus. „Der 3:3 Ausgleich fiel für uns etwas unglücklich, aber danach sind wir wie zuletzt auch schon komplett auseinandergefallen“, so die Analyse Dollhofers.
Die Partie war somit eigentlich fast schon vorzeitig entschieden, denn im Schlussdrittel erholten sich die Buchloer von diesem Schock nicht mehr. Und so mussten die 800 Zuschauer nicht mehr wirklich Zittern, bis der Heimsieg der nun clever agierenden Passauer und die damit verbundene bittere Niederlage für die Buchloer feststand. Viel tat sich in der fairen Partie bis auf ein weiteres Tor auf Passauer Seite bis zum Abpfiff nämlich nicht mehr. Und so war das 3:7 von Dominik Schindlbeck nach 55 Minuten der Schlusspunkt auf ein unterm Strich enttäuschendes und frustrierendes Match für den ESV.
Derbykracher am Feiertag - ESV Buchloe empfängt am zweiten Weihnachtsfeiertag den Rivalen Landsberg zum Nachbarschaftsduell
Stille und beschauliche Weihnachten? Für die Buchloer Piraten gilt dies während der Weihnachtstage ganz bestimmt nicht, denn auch über die Feiertage wird es für die Piraten heiß hergehen. Schließlich erwarten die Buchloer am zweiten Weihnachtsfeiertag ab 17 Uhr den Nachbarn HC Landsberg zum großen Weihnachts-Derby in der heimischen Sparkassenarena.
Nach der Freitagsniederlage beim wichtigen Spiel Passau ist der Rückstand für die Buchloer auf die auf Platz acht liegenden Blackhawks auf sechs Punkte angewachsen. Bei noch fünf ausstehenden Partien ist eine Zwischenrundenteilnahme für den ESV somit in weite Ferne gerückt. „Natürlich versuchen wir alles in die Waagschale zu werfen, dass wir es doch noch schaffen“, gab sich Trainer Topias Dollhofer nach der bitteren Pleite in Passau kämpferisch, auch wenn die Chancen natürlich immer mehr schwinden. „Die Hoffnung stirbt bekanntlich ja zuletzt und vielleicht ist das anstehende Derby gar nicht so schlecht, weil da die Stimmung immer eine besondere ist“, so Dollhofer weiter, der aber betont, dass man sich im Lokalduell gegen den HCL in der klaren Außenseiterrolle befindet.
Immerhin haben die Landsberger nach dem 5:4 Hinspielsieg der Piraten sicher noch eine Rechnung mit den Rot-Weißen offen. Denn der knappe Buchloer Auswärtserfolg Anfang November war der erste Sieg der Piraten überhaupt in Landsberg gewesen. Dennoch war diese Niederlage nur ein kleiner Makel in einer sonst bislang nahezu fast optimalen Vorrunde der Riverkings. Als momentan Tabellendritter hat man die Qualifikation für die Zwischenrunde nämlich bereits sicher in der Tasche und liegt sogar noch in Schlagdistanz zum Spitzenduo Höchstadt und Dorfen. Trainer Randy Neal, der vor der Saison vom Ligakonkurrenten Peißenberg an den Lech wechselte, kann dabei auf einen qualitativ breit aufgestellten Kader bauen. Heraus sticht hierbei wenn überhaupt nur der bisherige Topscorer Bohumil Salvicek, der mit 26 Toren und 15 Vorlagen zu den gefährlichsten Angreifern der kompletten Liga zählt. Dem 25-jährigen Tschechen folgen dann mit Markus Kerber, Dennis Sturm, dem Ex-Profi Daniel Menge und Routinier Marcel Juhasz aber mindestens eine Handvoll Spieler, die ebenfalls ganz genau wissen wo das Tor steht. Trotzdem boten die Buchloer dem Favoriten im Hinspiel einen offenen Schlagabtausch, in dem Timo Rauskolb kurz vor Schluss den knappen 5:4 Sieg sicherte – wie erwähnt der erste überhaupt am Lech seit dem Aufstieg des HCL 2015 in die Bayernliga.
Ob es dieses Mal genauso spannend wird und die Piraten wieder die Nase vorne haben bleibt abzuwarten. „Es wird schließlich nicht einfacher“, meint auch Dollhofer, der mit seinem Team immer noch sehnsüchtig auf den ersten Sieg im Dezember wartet. Eines ist aber sicher: Für ein packendes, heißes und intensives Derby vor großer und stimmungsvoller Kulisse ist am zweiten Weihnachtsfeiertag in der Buchloer Eishalle in jedem Fall gesorgt. Und vielleicht gelingt den Piraten ja ausgerechnet im letzten Heimspiel des Jahres der Umschwung, um doch noch die wohl allerletzte Chance auf die Verzahnungsrunde aufrecht halten zu können.
Und dabei können die Piraten noch einmal auf einen neuen jungen Spieler bauen. Der 19-jährige Maximilian Hermann verstärkt nämlich ab sofort die Angriffsreihen des ESV und gab in Passau auch bereits sein Debüt. Der vom Ligakonkurrenten Germering kommende Angreifer wird somit am Dienstag im Weihnachts-Derby auch vor eigener Kulisse seine Heimpremiere im Piraten-Dress feiern.
Erding Gladiators (BYL)
Ein Original-Trikot für zwei Euro, ein Stehplatz für sieben Euro
Über Weihnachten kehrt überall Ruhe ein. Fast überall. Nicht bei den Eishockeyspielern. Und so erwarten die Erding Gladiators am 2. Weihnachtsfeiertag, 26. Dezember, um 18 Uhr den EC Pfaffenhofen zum fälligen Punktspiel.
Von der Papierform her sind die Gastgeber Favorit, aber die Ice Hogs haben zuletzt aufhorchen lassen. Haben sie doch Spitzenreiter Höchstadt mit 5:4 die erste Heimniederlage beigebracht. Und das, obwohl sie nach 13 Minuten bereits 0:3 zurücklagen. Die Moral stimmt also bei den Pfaffenhofenern, die die Hoffnung auf einen Platz unter den ersten Acht bei nur fünf Punkten Rückstand noch nicht aufgegeben haben.
Die Erding Gladiators haben zum Weihnachts-Heimspiel wieder einige Aktionen auf Lager. So gibt es für Gruppen die Stehplatzkarte für sieben Euro pro Person. Reservierungen sind noch bis Dienstagmittag unter info @erding-gladiators möglich. Außerdem kann man ein Original-Trikot für nur zwei Euro gewinnen. Lose wurden bereits in den vergangenen Wochen verkauft und können am Dienstag auch noch bis Ende des zweiten Drittels am Fanstand erstanden werden. Gleich zu Beginn der Pause wird dann der Gewinner gezogen, der auf dem Eis das von Daniel Krzizok getragene Gladiators-Trikot erhält. Es kann allerdings nur gewinnen, wer persönlich anwesend ist.
Wir brauchen Eure Hilfe
Meiki Schmidt ist ein großer Eishockey-Fan und Anhänger der Erding Gladiators. Zusammen mit seiner Freundin Birgit Müller verpasst er kein Heimspiel.
Von ihrem letzten ersparten Geld hatten sich die zwei ein Auto gekauft, das aber nun – nach kurzer Zeit - seinen Geist aufgegeben hat. Jetzt brauchen Birgit und Meiki dringend ein neues bzw. gebrauchtes Auto, da sie ansonsten nicht mehr mobil sind. Welches ist egal, es muss auf alle Fälle Platz für einen Rollstuhl haben.
Die Erding Gladiators helfen natürlich. Am 2. Weihnachtsfeiertag wird in der Eishalle beim Spiel gegen Pfaffenhofen von den Spielern noch einmal Glühwein verkauft, den die Firma Wolfra spendiert hat. Das Geld, das dabei zusammenkommt – plus Spenden, die gerne entgegen genommen werden – gehen an die Leseraktion des Erdinger Anzeiger, „Licht in die Herzen“. Über diese Aktion fließt das Geld dann an Birgit und Meiki, so dass sie schon einen finanziellen Grundstock für das Auto haben.
Bitte unterstützt Birgit und Meiki.
Öffnet Eure Herzen – und natürlich den Geldbeutel.
Danke
Landsberg Riverkings (BYL)
Riverkings fahren auch gegen den alten Rivalen aus Füssen die Punkte ein
Lange hatte man sich in Landsberg auf das Wiedersehen mit dem EV Füssen gefreut. Die 1150 Zuschauer, darunter auch einige Gästefans, sorgten für eine super Stimmung auf den Rängen. Auf dem Eis zeigten die beiden Mannschaften ein erfrischendes, schnelles und intensives Eishockeyspiel. Am Ende jubelten die Riverkings über den 5:4 Heimsieg.
Beide Mannschaften legten von Beginn an ein hohes Tempo vor. Es dauerte allerdings bis zur achten Minute, ehe sich Markus Kerber auf der rechten Seite gekonnt durchsetzte und sehenswert zur Führung einschob. Auch am zweiten Treffer war Kerber wieder maßgeblich beteiligt. Er fing den Aufbaupass der Füssner in deren Zone ab. Über Thomas Fischer ging die Scheibe zu Dennis Sturm, der in gewohnter Manier den zweiten Treffer erzielte. Nur gute zwei Minuten später – gerade war ein Landsberg Strafzeit abgelaufen – verkürzten die Gäste durch Nikolas Oppenberger auf 1:2. Kurz vor der Pause (19.) konnte Thomas Fischer nur noch unfair am Torschuss gehindert werden. Da sich Fischer bei dieser Aktion verletzte, trat an seiner Stelle Dennis Sturm zum Penalty an. Ganz abgezockt tanzte er Füssens Torwart Andreas Jorde aus und erhöhte auf 3:1. Im zweiten Drittel erzielten die Gäste aus dem Allgäu nach fünfundzwanzig Minuten das 3:2. Ondrej Zelenka schoss trocken aus dem Hangelenk ins kurze Kreuzeck. Die Rivkerkings zeigten wiederum nur zwei Minuten später die passende Reaktion. Dennis Sturm erzielte mit seinem dritten Treffer das 4:2. Mit zwei Mann weniger auf dem Eis, verhinderte Dennis Neal mit dem Handschuh einen Gegentreffer. Aufgrund dieser Aktion entschieden die Unparteiischen auf Penalty, bei dem die Gäste allerdings an Christoph Schedlbauer scheiterten. Zwanzig Sekunden vor der zweiten Pause war es dann doch passierte. Dennis Sturm fälschte einen Schuss unglücklich ins eigene Tor ab. Der Treffer wurde offiziell Ron Newhook zugesprochen. Und das Drittel war immer noch nicht beendet. Dennis Neal musste nach einem harten Check vom Eis geführt werden. Für diese Aktion wurde gegen den Gästespieler nur eine zwei Minuten Strafzeit ausgesprochen. Das Powerplay zu Beginn des letzten Drittels brachte keinen Treffer für den HC Landsberg. Stattdessen mussten die Riverkings zunächst den Ausgleich durch Marvin Schmid (43.) hinnehmen. Mit einem Mann mehr auf dem Eis erzielte Daniel Menge (46.) nach Zuspiel von Dennis Neal und Bohumil Slavicek das 5:4. Das Spiel war nun an Spannung nicht mehr zu toppen. Beide Mannschaften hatten Chancen zu weiteren Treffern, doch beide Torhüter zeigten schöne Paraden. Knapp drei Minuten vor dem Ende ging Füssens Trainer Thomas Zellhuber bereits volles Risiko und ersetzte seinen Torwart durch einen weiteren Feldspieler. Die Riverkings verteidigten Ihren Vorsprung geschickt über die Zeit und konnten sich über die drei Punkte freuen.
EV Moosburg (BYL)
Zwei Punkte unterm Christbaum
Kurz vor Heiligabend noch einmal das volle Programm: Der EVM und die EA Schongau boten den Zuschauern am Freitag einen Eishockeyabend mit doppelter Zugabe. Am Ende setzten sich die Hausherren mit 5:4 (2:0, 1:2, 1:2, 1:0) nach Penaltyschießen durch.
Die Mannschafts-interne Weihnachtsfeier der Grün-Gelben war also gerettet – gerade noch. Dabei hätten sich die Gäste nicht beschweren dürfen, wenn alle drei Zähler in der Sparkassen-Arena geblieben wären. Denn die Moosburger legten eine Anfangsphase hin, die eigentlich alleine hätte reichen müssen, um die Partie zu entscheiden. „Das war sicherlich das beste erste Drittel der ganzen Saison“, meinte Goalie Thomas Hingel bei der Pressekonferenz. Einziges Problem: Nach selbigem stand es durch Treffer von Daniel Schander und David Michel „nur“ 2:0. Chancen gab es en masse, alleine zweimal rettete der Pfosten für die Mammuts. Ein 4:0 oder 5:0 wäre dem Spielverlauf durchaus angemessen gewesen. Die Dreirosenstädter präsentierten eine tolle Angriffskombination nach der anderen, die Gäste konnten nur staunen.
Doch ihr Coach Roman Mucha stellte im zweiten Abschnitt von vier auf drei Blöcke um, „um mehr Druck auszuüben“. Und die EAS kam jetzt tatsächlich ins Spiel und glich nach einer halben Stunde auf 2:2 aus. Für Moosburgs Trainer Dimitri Startschew Grund genug, ebenfalls zu reagieren - und nur noch den beiden ersten Reihen zu vertrauen. Prompt ging der EVM wieder in Führung: Patrice Dlugos markierte in Überzahl das 3:2 (36.).
Als der bärenstarke David Michel mit seinem zweiten Treffer zu Beginn des Schlussabschnitts den alten Abstand wieder herstellte, schienen die Moosburger den Sieg im Sack zu haben. Doch in der Folge machten sich konditionelle Defizite bemerkbar – den zehn Mann ging langsam der Saft aus. Und dann schlug auch noch die Stunde von Schongaus Letten Vitalijs Hvorostinins, der per Doppelschlag seinen Farben die Overtime sicherte. Bei der 3:3-Verlängerung waren die Mammuts dem Zusatzpunkt deutlich näher als der EVM, aber Keeper Hingel hielt seinen Kasten sauber. Auch im Penaltyschießen drehten beide Teams nach den ersten sechs Schützen eine Extra-Runde. Das verwandelte Solo von Tobias Hanöffner brachte dann die Entscheidung.
Pfaffenhofen Ice Hogs (BYL)
Zittersieg gegen Pegnitz - Jake Fardoe setzt die beiden entscheidenden Treffer
Es war nicht nur ein hartes Stück Arbeit, sondern auch eine bis zum Ende sehr zähe Angelegenheit. Am Freitag kam der EC Pfaffenhofen gegen den EV Pegnitz nach mehrmaligem Rückstand zu einem 6:5 (1:3; 2:1; 2:1; 1:0) Heimerfolg nach Penaltyschießen. Matchwinner für die Pfaffenhofener war Verteidiger Jake Fardoe der nicht nur kurz vor Schluss den Ausgleich erzielte, sondern auch den entscheidenden Penalty verwandelte.
So richtig zufrieden im ECP-Lager konnte man trotz des insgesamt verdienten Erfolges dennoch nicht sein, hatte man doch zum wiederholten Male einen unnötigen Punktverlust auf eigenem Eis registrieren müssen. So stark und selbstbewusst, wie die Mannschaft inzwischen in der Fremde auftritt, so gehemmt wirkt sie vor eigenem Publikum. Auch gegen die ersatzgeschwächten Gäste aus Oberfranken trat dieses Problem neben der bereits altbekannten Abschlussschwäche wieder deutlich zu Tage. Dabei begann der Abend eigentlich nach Plan für die Gastgeber, denn schon in der zweiten Minute stand Dimi Kurnosow goldrichtig und brachte die IceHogs nach feinem Zuspiel von Robert Gebhardt früh in Führung. Doch wer geglaubt hatte, dieser Treffer würde der Mannschaft Sicherheit geben, sah sich getäuscht. „Nach der frühen Führung haben wir das Eishockeyspielen eingestellt,“ kritisierte Coach Gregor Tomasik. Während die Aktionen der Hausherren immer zerfahrener wurden, fanden die Gäste immer besser ins Spiel. Schon die erste Strafzeit gegen die IceHogs nutzte Daniel Krieger mit einem satten Schuss von der blauen Linie zum Ausgleich. Und als die Pfaffenhofener in der Folge mehrere gute Chancen vergeben hatten, schlugen die Gäste auch im zweiten Überzahlspiel eiskalt zu. Benjamin Rakonic traf in der 17. Minute zum 1:2. „Wir waren immer zu weit vom Gegner weg,“ stellte Gregor Tomasik fest und wurde in der 20. Minute bestätigt. Daniel Krieger konnte fast ungehindert durch die ECP-Reihen marschieren und zum 1:3 vollstrecken. Mit mehr Elan kamen die IceHogs aus der Kabine und übten Druck auf die Gäste aus. Das Spielgeschehen verlagerte sich mehr und mehr ins Pegnitzer Drittel, doch fehlte nach wie vor die Konsequenz im Abschluss. Dann übertrieb es Gästestürmer Nikolai Pleger etwas mit seinem Einsatz und wurde nach einem harten Bandencheck gegen Matthias Hofbauer vom Schiedsrichter zum Duschen geschickt. Die folgende Überzahl brachte zwar den Anschlusstreffer durch Kapitän Stefan Huber, doch keine zwei Minuten später lief man wieder einem Zwei-Tore-Rückstand hinterher. Beim ersten halbwegs gefährlichen Vorstoß der Gäste im 2. Drittel fälschte Ralf Skarupa einen Schuss zum 2:4 ab. Noch vor der zweiten Pause luchste Dimi Kurnosow einem Verteidiger die Scheibe ab und brachte die IceHogs wieder heran. Die gaben im letzten Spielabschnitt nun klar den Ton. „Da verließen uns die Kräfte und wir konnten kaum mehr dagegenhalten,“ stellte Gästetrainer Josef Hefner fest. Nach gut einer Minute schaffte Steven Maier den Ausgleich, danach hielt EVP-Keeper Julian Bädermann seine Mannschaft im Spiel. Die kalte Dusche erwischte die IceHogs vier Minuten vor dem Ende. Mit zwei Mann weniger mussten sie den erneuten Rückstand durch Daniel Krieger hinnehmen. Als dann noch ein Gästespieler auf die Strafbank musste, fasste sich Jake Fardoe ein Herz und verhinderte mit seinem Treffer die Niederlage. In der anschließenden fünfminütigen Verlängerung hatten die IceHogs mehrere Male die Entscheidung auf dem Schläger, während die Gäste nur noch versuchten, sich ins Penaltyschießen zu retten, was ihnen auch gelang. Dort war es dann erneut Jake Fardoe, der als einziger der sechs Schützen traf und den IceHogs somit den zweiten Punkt sicherte.
Kempten Sharks (BLL)
Sharks beschenken sich selbst - 3 Punkte in Fürstenfeldbruck bringen dem ESC Kempten den zweiten Tabellenplatz über Weihnachten
Ohne Tobias Pichler, Alexander Henkel, Andre Aschenbrenner und Phillip Stalla mussten die Kemptener am ungewohnten Samstag den 23.12 kurz vor Weihnachten zum Nachholspiel bei den Crusaders aus Fürstenfeldbruck antereten. Das Spiel war im Oktober ausgefallen da bei 20 Grad plus keine Eisbereitung im offenen Stadion möglich war.
Bereits im Hinspiel letzte Woche zeigte sich das die Münchner Vorstädter ein starker und schwer zu spielender Gegner sind. Und so entwickelte sich ein spannendes Spiel, Taktik und Kampf waren angesagt, weniger spektakuläre Spielzüge. In der 9. Spielminute brachte Christian Engler seine Farben erstmals in Führung, ein leichtes spielerisches Übergewicht hatten die Sharks bis dahin bereits. Eineinhalb Minuten vor der Pause dann der Ausgleich der Crusaders in Überzahl. Doch bloß 23 Sekunden später besorgte Corey Pawley, der wieder mit Tobias Epp und Patrick Weigant in einem Block stürmte, die erneute Führung für das Team von Andreas Becherer.
Doch bereits kurz nach der Pause konnten die Gastgeber erneut ausgleichen.
Leider fingen nun die beiden Schiedsrichter an sich in den Vordergrund zu stellen. Zahlreiche unverständliche Entscheidungen und Strafen auf beiden Seiten nahmen dem Spiel völlig den Fluss. Die Unparteiischen sollten eigentlich nicht Thema eines Berichtes sein, aber nach einigen Spielen in den letzten Wochen mit diskussionswürdigen Entscheidungen war dies eine weiteres in dieser Reihe. Negativer Höhepunkt eine 5 plus Spieldauer plus 10 min Disziplinarstrafe gegen Kemptens Kapitän Gregor Stein.
Die Schiedsrichter hatten kein Foul angezeigt. Nachdem ein Spieler von Fürstenfeldbruck jedoch verletzt in die Bande stürzte wurde plötzlich eine große Strafe ausgesprochen. Eine weitere Strafe brachten eine 5-3 Unterzahl welche die Sharks aber souverän überstanden.
Im letzten Drittel weiter ein zerfahrenes Spiel mit vielen Strafzeiten. Kempten ließ sich nicht davon beirren und Patrick Weigant erzielte mit einem satten Schlagschuss von der blauen Linie in der 48.min die vielumjubelte 2:3 Führung. Und als Corey Pawley in der 56. min mit einem eiskalt verwandelten Penalty das 2:4 erzielte war die Messe gelesen. Die Crusaders verkürzten zwar noch auf 3:4 aber den Sharks war der Sieg nicht mehr zu nehmen. Drei ganz wichtige Punkte im Kampf um die Plätze in der Aufstiegsrunde und Platz 2 in der Tabelle waren die verdiente Belohnung zu Weinachten. Patrick Weigant nach dem Spiel: Wir wussten wenn wir die 5 min Unterzahl überstehen gewinnen wir das Spiel. Wir haben nie aufgegeben und verdient gewonnen.
Ca. 70 mitgereiste Kemptener machten die Partie 60 min lang mit ihrer Stimmung zu einem Heimspiel für die Sharks und feierten nach Spielende ausgelassen mit der Mannschaft.
ESV Bad Bayersoien (BBZL)
Bayersoien dominiert und ist trotzdem lange in Rückstand!
Puh, gute Nerven brauchte man beim ersten Weihnachtsspiel des ESV Bad Bayersoien gegen den EV Fürstenfeldbruck 1b. Von Beginn an machte man klar wer Herr im Haus ist. Setzte die Gäste unter Druck die fast nicht aus ihrem Drittel kamen, aber ein Treffer blieb verwehrt. Vielleicht waren die Soier etwas zu verspielt aber der Hauptgrund lag an den „Bruckern“, die mit großen Kampfgeist den Slot dicht machten und an einem bestens aufgelegten Jonas Möller im Tor. Er brachte den ESV wirklich zum verzweifeln. Dann die 7. Spielminute. Bayersoien mit einem Mann weniger, eigentlich nicht weiter dramatisch, der EVF kam nicht mal dazu ein Powerplay aufzuziehen, aber plötzlich doch das Tor für die Gäste. Kento Kato brachte die Scheibe an Ullsperger vorbei. Kein Beinbruch, dachte man sich. Bot den Zuschauern weiterhin Einbahnstraßeneishockey, aber es war wie verhext. Das Tor wollte einfach nicht fallen. Irgendwelche Schlittschuhe, Schläger, Körperteile vereitelten auch die größte Torchance. In der 17. Spielminute krümmte sich plötzlich Jonas Möller vor Schmerzen. Der bis dahin fehlerlose Gästekeeper hatte massive Probleme mit dem linken Knie. Ihm war ohne Fremdeinwirkung die Kniescheibe rausgesprungen. Für ihn musste nun Sebastian Rödl ins Tor, der aber seinem Vorgänger in Nichts nachstand. Das Tor war für den ESV wie zugenagelt. Mit 0:1 ging es in die erste Pause. Schock gleich am Anfang des zweiten Drittels. Raphael Bschorr konnte einen Break fahren und trotz Bedrängnis das 0:2 erzielen. Verkehrte Welt. Kein Durchkommen. Klaus Müller hatte den EVF Goalie schon überwunden, nur noch das leere Tor vor sich, der Puck fast schon über der Linie, da kam von irgendwo ein „Brucker“ Schlittschuhe und kickte ihn wieder raus. In der 33. Spielminute dann der lange ersehnte und absolut überfällige erste Treffer für Bayersoien. Timmo Weindl eröffnete. Befreiender Jubel brannte auf und nur 9 Sekunden nach dem 1:2 war der Ausgleich geschafft. Philipp Maier traf zum 2:2. Jetzt war der Knoten geplatzt. In der 36. Spielminute brachte Thomas Maier den ESV in Führung und mit dem 3:2 ging es in die Kabine.
Es wurde aber nochmal eng, obwohl die Soier das Spiel dominierten. Durch die sehr offensive Spielweise kamen die Gäste auch immer zu Konterchancen. Eine in der 47. Spielminute. Kato wurde gelegt - Penalty für den EVF. Bschorr lief an aber scheiterte an sich selbst. Weiterhin 3:2 und der Weckruf für den ESV, dass sie hinten nicht so nachlässig sein dürfen. In Überzahl traf Matthias Mödl zum 4:2. Das brachte Sicherheit und bei den Gästen wahrscheinlich einen kleinen Bruch. Denn jetzt klingelte es noch ein paar mal. Markus Hirschvogel zum 5:2, in der gleichen Spielminute erhöhte Klaus Müller auf 6:2 und eine halbe Minute vor den Ende sorgte Müller für den 7:2 Endstand. Damit konnte man zufrieden sein. Alle drei Blöcke setzten „de Zwoate“ vom EVF unter Druck, kämpften und gaben alles. Nur den starken Gästekeepern war es geschuldet das man lange nicht zum Erfolg kam. Mit der Einstellung geht am Dienstag in Mittenwald auch was. Schön war natürlich, dass Klaus Müller wieder dabei war. Er brachte noch etwas mehr Tiefe in den Kader und sorgte immer wieder für Akzente.
EHC Bayreuth 1b (BBZL)
Kantersieg zum Jahresabschluß
Eine hervorragende Mannschaftsleistung bot der EHC Bayreuth bei seinem letzten Spiel im Jahr 2017 gegen den ERC Regen. 10:1 hieß es nach 60 Minuten auf der Anzeigetafel. Die Oberfranken nahmen damit eindrucksvoll Revanche für die 5:7 – Niederlage im Hinspiel vor zwei Wochen und holten sich mit jetzt 24 Punkten die Tabellenführung vom ESV Waldkirchen zurück. Vor allem die Nachwuchsspieler um den Dreifach-Torschützen Tom Gräber und Max Eissner überzeugten in dieser Partie die 440 anwesenden Zuschauer im Tigerkäfig.
Die Tigers ergriffen von Beginn an die Initiative und setzten sich immer wieder im Drittel der Niederbayern fest. Folgerichtig fielen schon in den ersten 20 Minuten drei Tore durch Johannes Runge, Michael Natzi und Tom Gräber, die praktisch schon die Vorentscheidung bedeuteten. „Das war das beste Drittel dieser Saison!“, resümierte daher auch Coach Marco Zimmer über die Leistung seiner Jungs.
Im Mittelabschnitt ließen es die Gelb-Schwarzen etwas ruhiger angehen, so kam auch der Gast aus dem Bayerischen Wald zu einigen Gelegenheiten, ohne dabei besonders gefährlich zu wirken. So blieb es beim einzigen Treffer durch Eissner bis zur Drittelpause.
Im letzten Drittel zogen die Hausherren wieder das Tempo an. Den „Red Dragons“ gingen langsam die Kräfte aus, so wurde es am Ende richtig deutlich. Den Schlusspunkt in dem einseitigen Spiel setzte wieder Runge, der einen Penalty sicher verwandelte. Kurz vorher kamen die Regener zu ihrem Ehrentreffer durch Spielertrainer Posmyk und verhinderten damit den Shut-Out von Goalie Nicolas Sievers, der an diesem Tag nicht übermäßig beschäftigt wurde.
Es folgen im Januar drei Auswärtsspiele. Erst am 3. Februar findet das nächste Heimspiel statt. Zu Gast im Tigerkäfig ist dann der ERV Schweinfurt.
HC Maustadt (BBZL)
HCM/ECDC 1b unterliegt nach Penaltyschießen in Lindenberg mit 3:4
Zum Schluß entschied ein Quäntchen Glück über den Zusatzpunkt im Bezirksliga-Spitzenspiel. Dabei unterlag die SG HC Maustadt/ECDC 1b bei der SG Lindenberg/Lindau 1b knapp nach Penaltyschießen mit 3:4 (2:1/1:1/0:1/0:1), hat aber weiter beste Aussichten im Meisterschaftskampf. Am Freitag steht das Verfolgerduell gegen den ESV Buchloe 1b auf dem Programm.
Beide Teams boten den knapp 200 Zuschauern in Lindenberg ein richtig gutes Bezirksliga-Spitzenspiel. Die Gastgeber machten von Beginn an mächtig Tempo, das erste Tor erzielte aber der HCM, als Ingo Nieder einen Konter erfolgreich abschloss. Die Gastgeber hatten ein optisches Übergewicht, taten sich gegen die diszipliniert aufspielenden Maustädter aber schwer. Erst in Überzahl gelang Lindenberg mit einem abgefälschten Weitschuss der Ausgleich. Die Grün-Gelben waren kaum beeindruckt und hatten die neuerliche Führung durch Armin Ullmann als passende Antwort.
Im zweiten Drittel drehte Lindenberg weiter an der Temposchraube, zudem wurde die Begegnung ruppiger. Erneut nutzten die Gastgeber eine numerische Überlegenheit zum Ausgleich, aber wieder hielt der HCM dagegen. Diesmal war es Kevin Aschenbrenner, der in eigener Überzahl das 2:3 erzielten konnte. Es blieb spannend, den Westallgäuern gelang gleich nach der zweiten Pause der neuerliche Ausgleich. Es entwickelte sich ein offener Schlagabtausch, mit Chancen auf beiden Seiten. Lindenberg war in dieser Phase optisch überlegen, der HCM ließ seinerseits mehrfach Kontermöglichkeit ungenutzt. Weil außerdem beide Goalies eine Sahnetag erwischten fielen keine weiteren Tore – so musste das Penaltyschießen über den Zusatzpunkt entscheiden. Hier hatten die Gastgeber die besseren Nerven und holten sich den zweiten Zähler.
Ein wenig enttäuscht zeigte sich HCM-Spielertrainer Ingo Nieder, weil es für seine Jungs trotz dreimaliger Führung nicht zum Sieg gereicht hat. „Schade, dreimal geführt, super gekämpft, taktisch clever und diszipliniert gespielt, aber doch verloren“, so sein Fazit. Dennoch bleibt die SG HCM/ECDC 1b weiter bestens im Rennen um die Meisterschaft in der Gruppe 4 der Bezirksliga. Nicht zuletzt, weil die Konkurrenten Buchloe (in Lechbruck) und Oberstdorf etwas überraschend gegen Senden Punkte liegen ließen.
Für die SG HCM/ECDC 1b geht’s mit den hohen Hürden ohne Pause weiter. Am Freitag (20 Uhr)steht das Heimspiel gegen den Tabellenzweiten ESV Buchloe 1b an. Die Ostallgäuer haben wie der HCM 22 Zähler auf dem Konto, aber zwei Partien mehr ausgetragen. Das Hinspiel gewannen die Maustädter knapp mit 6:5 – Wiederholung erwünscht.
Ice Dragons Herford (RLW)
Ice Dragons unterliegen in Diez
Es war das Spitzenspiel, das viele erhofft hatten. Obwohl arg dezimiert hielten die Ice Dragons gegen den Tabellenführer aus Diez kämpferisch dagegen, ließen sich auch von einem 3-Tore Rückstand nicht schocken und warfen alles nach vorne. Doch am Ende sollte es nicht sein, die gastgebenden Rockets gewannen das Spiel verdient, wenn auch nach dem Spielverlauf um ein bis zwei Tore zu hoch, mit 8:5.
Den besseren Start in die Partie zwischen den zwei offensiv stärksten Teams der Liga hatten die Ice Dragons. Bereits nach 4 Minuten schockte RJ Reed nach toller Vorarbeit von Killian Hutt die Gastgeber und brachte seine Farben aus halbrechter Position mit 0:1 in Führung. In der Folge entwickelte sich ein munteres Spielchen mit Chancen auf beiden Seiten, etwas mehr Scheibenglück hatten dabei jedoch die Rockets. Erst nagelte Matt Fischer die Scheibe aus vollem Lauf über die Schulter von Justin Figge in der 7. Minute zum 1:1 Ausgleich unter die Latte, dann sprang ein Abpraller in der 9. Minute von einem Schlittschuh genau auf die Kelle des im Slot freistehenden Florian Flemming, der trocken zum 2:1 verwandelte. Die Ice Dragons mühten sich redlich, kamen dann durch Killian Hutt in der 11. Minute auch verdient zum 2:2 Ausgleich, hatten kurze Zeit später sogar die Chance, wieder in Führung zu gehen. Doch in Ihrer Überzahl, die das Team von Jeff Job extrem druckvoll spielte, wollte die Scheibe einfach nicht über die Linie, immer wieder versprang die Scheibe im letzten Moment, immer wieder gingen die sogenannten „Lucky Bounces“, die Abpraller, direkt auf die Kelle der Gastgeber. Kaum war die Überzahl vorüber, nutzten die dann auch gleich die erste Chance, um durch Tim Bruch mit 3:2 in Führung zu gehen, eine Führung, die trotz aller Bemühungen der Ice Dragons bis zur Pause Bestand hatte.
Auch im zweiten Drittel erwischten die Ice Dragons den besseren Start. Leon Nasebandt unterband in der 26. Minute einen Angriffsversuch der Rockets, schickte Alexander Lindt steil, der aus vollem Lauf abzog, jedoch an Steve Themm im Tor der Rockets scheiterte. Der mitlaufende Fabian Staudt jedoch konnte den Abpraller zum 3:3 Ausgleich verwandeln, das Spiel war wieder absolut offen! Doch die Antwort der Rockets kam prompt. Philipp Maier düpierte Justin Figge mit einem Schuss aus spitzem Winkel in der 27. Minute und brachte seine Farben wieder in Front. Als dann noch Konstantin Firsanov in der 30. Minute eine Überzahl zum 5:3 nutzte, merkte man bei den Ice Dragons, die ohne Kieren Vogel, Tim Schürstedt, Philipp Brinkmann, Lukas Derksen, Nils Bohle, Jan-Niklas Linnenbrügger und Lucas Klein arg ersatzgeschwächt aufliefen, dass die Beine nun ein wenig lahm wurden. Immer wieder gerieten sie unter Druck, immer wieder musste Justin Figge in höchster Not parieren, nur noch selten kam Entlastung. So war das 6:3 durch Konstantin Firsanov in der 35. Minute dann auch abzusehen. Da die Ice Dragons aber keine weiteren Treffer mehr zuließen, blieb es bis zur 2. Pause bei diesem Zwischenstand.
Auch das letzte Drittel begannen mit einem Ausrufezeichen der Ice Dragons. Leon Nasebandt zeigte in der 43. Minute, dass sein Team sich noch lange nicht aufgegeben hatte, als er aus kurzer Distanz verkürzte. In der Folge machten die Ice Dragons mächtig Druck, scheiterten jedoch immer wieder an Steve Themm, der unter anderem Alleingänge von Fabian Staudt und RJ Reed vereiteln konnte. Die Ice Dragons versuchten alles, kämpften um jede Scheibe, ließen nicht locker. Doch der Erfolg blieb aus. So kam, was kommen mußte. Nach eine unübersichtlichen Situation vor Justin Figge, die das Team nicht geklärt bekam, rutschte die Scheibe irgendwie auf die Kelle von Joey Davies, der in der 54. Minute auf 7:4 erhöhte. Der Wille der Ice Dragons war zwar weiterhin ungebrochen, mit der 3-Tore Führung im Rücken spielten die Rockets das Spiel jetzt jedoch defensiv routiniert, warteten auf ihre Chance, endgültig den Deckel drauf zu machen. Und die nutzten sie dann auch in der 58. Minute, als Konstantin Firsanov mit seinem dritten Tor an diesem Abend die Anzeige auf 8:4 stellte. Dennoch, das Team von Jeff Job marschierte weiter mutig nach vorne, der Treffer zum 8:5 von Leon Nasebandt in der 60. Minute war jedoch nur noch Ergebniskosmetik.
Ratinger Ice Aliens (RLW)
Souveräner Erfolg
Die Ratinger Ice Aliens gewinnen auch das letzte Spiel des Jahres, schicken Lauterbach mit 7:3 nach Hause und gewinnen damit das dritte Spiel in Serie.
Schon nach 42 Sekunden konnten die 351 anwesenden Zuschauer den ersten Treffer der Aliens bestaunen. Dennis Fischbuch umkurvte spielerisch leicht die Luchse Verteidigung, passte dann auf Thomas Dreischer und dieser versenkte ohne Probleme den Puck im Netz. Auch in den Folgeminuten entwickelte sich eine einseitige Begegnung, die mit nur elf Feldspielern angereisten Gäste kamen kaum aus ihrem eigenen Drittel raus, das Gästetor wurde regelrecht belagert. In der 7.Minute war dann erneut Thomas Dreischer erfolgreich, ein strittiger Treffer, da einige Lauterbacher auf "hohen Stock" plädierten. Der Treffer wurde nach ein paar Diskussionen aber schlussendlich doch gegeben. Mit dem zwei-Tore Vorsprung spielten die Aliens genauso weiter wie bisher. Man dominierte die Gäste, zeigte immer wieder schöne Kombinationen und wartete geduldig auf die Chance. Das 3:0 durch Hanke nach 16 Minuten war dem Spielverlauf entsprechend, zu wenig Gegenwehr kam von den Hessen. Auch im zweiten Drittel das gewohnte Bild. Die Ratinger machten endgültig alles klar und erzielten innerhalb von 150 Sekunden zwei weitere Treffer zum 5:0.
Danach ließen es die Jungs von Trainer Achim Johnigk ein wenig ruhiger angehen. Man versuchte dem kleinen Kader der Luchse durch viel Scheibenbesitz die letzten Kräfte zu rauben. Zwischenzeitlich waren die Aliens fast minutenlang in der Puckkontrolle, Lauterbach hechelte nur hinterher. Mit dem Gefühl der absoluten Dominanz stellten sich plötzlich mehrere Nachlässigkeiten ein, man lud die Gäste zu Chancen ein und plötzlich stand es nur noch 5:1. Da waren genau 30 Minuten gespielt. Achim Johnigk wollte auch Back-Up Goalie Richard Steffen eine Freude machen und stellte ihn für die zweite Spielhälfte ins Tor. Christoph Oster wurde von den Fans gefeiert, er lieferte wie immer eine gute Leistung ab. Aber auch Richard Steffen machte seine Sache an diesem Abend sehr gut. Drei Sekunden vor dem Ende des zweiten Drittels war auch Richard Steffen machtlos, die Luchse schlugen durch Hammerbauer zum zweiten Mal zu. Mit einem 5:2 sollte es ins letzte Drittel des Jahres gehen. Beide Mannschaften wussten, dass die Entscheidung schon gefallen war und gingen ein wenig in den "Verwaltungsmodus" über. Man tat sich nicht mehr weh, die Ice Aliens spielten die Uhr routiniert runter, ließen die Gäste ein wenig mitspielen und konterten bei Gelegenheit die Luchse einfach aus. In der 46. Spielminute lief Simon Klemmer alleine aufs Tor der Gäste zu und erzielte das 6:2, und in der 53. Minute dann fast eine Kopie des vorherigen Tores, nur dass diesmal Dennis Fischbuch der Torschütze war. Das letzte Tor des Abends gehörte wieder den Gästen.
Mit 7:3 gewinnen die Ice Aliens auch die letzte Partie des Jahres, eine über die gesamte Spielzeit souveräne Leistung der Ratinger.
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