IHP News(IHP) Aktuelle Nachrichten, Pressemitteilungen und Spielberichte. Heute mit Informationen aus der Deutschen Eishockey Liga und Deutschen Eishockey Liga 2, sowie aus der Oberliga Süd, Bayernliga, Regionalliga Südwest, Oberliga West, Regionalliga West, Nordrhein-Westfalen-Liga, Oberliga Ost und Regionalliga Nord.
Spielwertung Bayernliga Senioren vom 23.02.2014(BYL) TEV Miesbach – ERC Sonthofen 4:3 Toren 3:0 Punkte
Grund:
Spielabbruch wegen Unbespielbarkeit der Eisfläche.
Beide Mannschaften waren mit dem Abbruch einverstanden. Verletzungsgefahr der Spieler.
Rote Teufel Bad Nauheim: 0:3-Niederlage in Bremerhaven - "Nun zwei Endspiele um das Playdown-Heimrecht"(DEL2) Mit 0:3 (0:0, 0:1, 0:2) verloren heute Abend die Roten Teufel ihr Auswärtsspiel bei Tabellenführer Bremerhaven, wobei das Resultat das Spiel deutlicher erscheinen lässt, als es letztendlich war, nachdem die Entscheidung erst in den Schlussminuten fiel. "Wir wussten, dass wir hier defensiv und taktisch clever agieren und Leidenschaft zeigen mussten. Beides hatte uns am Freitag doch sehr gefehlt, heute haben wir das über weite Teile auf das Eis gebracht. In den Playdowns sind genau diese Eigenschaften gefragt, so dass es heute ein wichtiges Spiel für uns war. Mit ein bißchen mehr Schussglück wäre am Ende vielleicht sogar mehr drin gewesen, aber Bremerhaven hat eine Top-Mannschaft, die für mich nach wie vor der Titelkandidat Nummer eins ist", sagte EC-Coach Daniel Heinrizi nach dem Schlusspfiff.
Bei den Gästen war die Anfangs-Marschroute klar: defensiv gut stehen und den Favoriten nicht zu Chancen kommen lassen. Das Topteam der DEL2 kam dennoch gleich nach wenigen Sekunden zur ersten Großchance durch Cook, als Jan Guryca alles aufzeigen musste, was er zu bieten hat. Die Hessen, bei denen erneut Dan Ringwald neben den bekannten Langzeitverletzten fehlte, hielten den Gegner in der Folgezeit aber fern vom eigenen Tor und die wenigen Bremerhavener Fernschüsse hatte Guryca sicher. Die Roten Teufel schalteten ihrerseits ab Mitte des Durchgangs mehr auf Offensive um und kamen zu zwei guten Chancen von Helms (13.) und Versteeg (19.), die Brett Jaeger zwischen den Pfosten der Pinguine vereitelte. Unter dem Strich ging das 0:0 in einem nicht unbedingt temporeichen Spiel nach 20 Minuten somit in Ordnung.
Mit Beginn des zweiten Durchgangs versuchten die Hausherren, das Tempo anzuziehen und hatten durch Hooton direkt nach Wiederanpfiff zwei Riesengelegenheiten auf die Führung. Doch erneut war Jan Guryca hellwach und auf dem Posten. Die Pinguins bestimmten die Partie, die sich fast ausschließlich in der Hälfte der Gäste abspielte - ohne dass die Norddeutschen jedoch die ganz großen Gelegenheiten vorweisen konnten. Einzig Verelst mit einem Break sowie Hafenrichter mit einem Schuss aus der Halbdistanz prüften Bad Nauheims Goalie, der der beste Mann auf dem Eis war. Die Gäste, die hier und da mal sporadisch konterten, kamen erst in der 30.Minute zu einer Minichance durch Lavallee, der jedoch über das Tor zog. In der 34.Minute erhielt Harry Lange die erste Strafzeit gegen die Kurstädter, doch zuvor hätte der Linienrichter Abseits pfeifen müssen, so dass es die Strafe nicht gegeben hätte. Die Bremerhaven nutzten dieses erste Powerplay sogleich zum 1:0 durch Cook, der freistehend und platziert in den Winkel einschoss.
Die Gäste wollten und mussten im letzten Abschnitt nun mehr nach vorne tun, doch es war nur schwer vorbeizukommen an der Bremerhavener Abwehr. Kevin Lavallee hatte in der 48.Minute mal die große Gelegenheit auf den Ausgleich, im direkten Gegenzug scheiterte Fatyka freistehend an Guryca. Bad Nauheim bemühte sich redlich und hatte durch Lange in der 53.Minute eine aussichtsreiche Situation, doch Bremerhaven verteidigte geschickt vor dem eigenen Tor, so dass kaum Platz vorhanden war. Die Pinguine konterten nun stark, scheiterten aber immer wieder an Jan Guyrca, wie z.B. durch Kopecky nach einem Zwei-auf-eins-Gegenzug. Guryca hielt seinen Schuss, was somit Bully vor dem Bad Nauheimer Kasten bedeutete. Slaton gewann dieses, der Puck kam zu Beck, der mit einem Schlenzer zum 2:0 direkt neben den Pfosten traf. Die Roten Teufel gaben sich aber nicht auf und hatten bezeichnenderweise bei eigener Unterzahl durch Dorr die beste Chance, der US-Amerikaner verzog nur knapp. Daniel Heinrizi probierte noch einmal alles und nahm nach einer Auszeit seinen Goalie zwei Minuten vor dem Ende vom Eis. Dies nutzte Bremerhavens Kapitän Dejdar 24 Sekunden vor dem Schlusspfiff zum Endstand von 3:0 für die Hausherren, die somit den ersten Platz vor dem letzten Punktspiel-Wochenende behaupten. "Wir haben gut begonnen, konnten dies jedoch zunächst nicht in Zählbares ummünzen, da Jan Guryca sensationell gehalten hat. Mein Team wurde aber deswegen nicht frustriert, sondern hat seinen Weg durchgezogen, was am Ende belohnt wurde. Mir war das ganz wichtig, denn auch in den Playoffs darfst du kein Risiko gehen, sondern musst Geduld und Ruhe bewahren", anaylsierte Bremerhavens Coach Mike Stewart das drittletzte Zwischenrunden-Match.
"Ein Sieg in Bremerhaven war natürlich nicht unbedingt zu erwarten. Dafür sind die Pinguine individuell viel zu stark. Wir müssen vielmehr jetzt den Kopf bis Freitag frei bekommen und uns intensiv und gut vorbereiten auf die Endspiele um das Heimrecht in den Playdowns", sagte EC-Geschäftsführer Andreas Ortwein nach der heutigen Partie. "Wir benötigen am Freitag im Heimspiel gegen Dresden den ungebrochenen Rückhalt unserer Fans, um gegen die starken Eislöwen zu bestehen und die Punkte in Bad Nauheim zu behalten", zeigt sich der Butzbacher trotz der erneuten Niederlage kämpferisch mit Hinblick auf das wichtige Spiel gegen die Sachsen, nachdem sein Team aufgrund des 3:2-Heimsiegs der Kaufbeurer gegen Garmisch auf den zehnten Platz abgerutscht ist. Diesen Platz zu halten ist nun das Minimalziel der Roten Teufel, die drei Punkte Vorsprung vor den Heilbronner Falken (2:3 in Rosenheim) haben.
(OLS) Es bleibt spannend im Play-off-Viertelfinale zwischen den Tölzer Löwen und dem EC Peiting. Am Sonntag gewannen die Isarwinkler vor 1878 Zuschauern mit 3:2 (0:1, 2:0, 0:1, 1:0) nach Verlängerung.
Erneut war es eine heiß umkämpfte Partie. Im ersten Drittel schon gab es Chancen auf beiden Seiten. "Peiting war zu Beginn vielleicht ein bisschen stärker", so Löwen-Trainer Florian Funk. Wie in den bisherigen Spielen gingen die Pfaffenwinkler in Führung (18.). Es dauerte bis zur 35. Minute, ehe die Tölzer durch Florian Strobl ausglichen: Der Stürmer verwertete einen Abpraller von Florian Hechenrieder. Nur 36 Sekunden später war das Spiel gedreht: Christian Kolacny hielt drauf und traf zum vielumjubelten 2:1. Die Löwen hatten im Mittelabschnitt mehrere Powerplay-Möglichkeiten, ohne dass sie daraus Kapital schlagen konnten. "Wir haben die Unterzahl überstanden, aber es kostet brutal Kraft", sagte John Sicinski, der mit einigen Schiedsrichter-Entscheidungen haderte.
Florian Funk sah, dass sich seine Mannschaft im Schlussabschnitt immer mehr ins eigene Drittel drängen ließ. "Wir haben versucht, das 2:1 über die Zeit zu bringen", so der Trainer. "Das war ein Fehler. Du kannst dich nicht nur hinten reinstellen." Noch dazu kassierte Florian Strobl nach einem hohen Stock mit Verletzungsfolge eine Spieldauer-Disziplinarstrafe (45.). Das Unterzahlspiel überstanden die Tölzer, aber Florian Simon bestrafte die zu defensive Einstellung der Buam mit dem Ausgleichstreffer etwa drei Minuten vor Ende der regulären Spielzeit. Beide Mannschaften drängten auf die Entscheidung, es blieb aber beim 2:2 nach 60 Minuten. In die Verlängerung starteten die Löwen in Überzahl. "Wir wussten, das ist unsere Chance", so Funk. Sieben Sekunden vor Ablauf der Strafzeit sorgte Christoph Fischhaber für den Siegtreffer und die erste Führung der Löwen in der Serie.
Weiter geht's am Dienstag um 19.30 Uhr mit Spiel vier in Peiting.
Bayreuth Tigers schicken Klostersee in den plötzlichen Tod(OLS) Spiel 3 der Serie gegen Klostersee startete im gut gefüllten und stimmungsvollen Tigerkäfig diesmal unspektakulärer als zuletzt mit einer längeren Abtastphase. Die Gäste agierten bekannt aggressiv in den Zweikämpfen und verlegten sich aufs Kontern, während die Tigers den Spielfaden suchten, aber die rechten Mittel dazu noch nicht fanden. Als dann Merz nach einem Fangfehler Bädermanns von seinen Kollegen angespielt wurde und per Rückhand traf, lag man wie schon fast obligatorisch im Rückstand. Aber erneut ließ die Antwort nicht lange auf sich warten. Praktisch im direkten Gegenzug setzte Kolozvary zum Gegenschlag an, bediente Bartosch und der traf zum Ausgleich. In der Folgezeit neutralisierten sich beide Teams mehr oder weniger. Bayreuth hatte etwas mehr Spielanteile und die Rot-weißen blieben mit einzelnen Kontern gefährlich. Eine große Portion Glück brauchten die Grafinger dann noch 30 Sekunden vor der ersten Pause als Potac nur den Pfosten anvisierte.
Im Mittelabschnitt blieben die Verhältnisse relativ ausgeglichen und Klostersee wirkte vor allem in den Zweikämpfen etwas energischer, was die spielerischen Vorteile der Hausherren kompensierte. Ein Strafzeitengeschenk vom Schiedsrichter nutzten sie dann zur Führung. Und wieder war das energische Nachsetzen entscheidend, denn den dritten Nachschuss (!!!) von Möhle konnte Bädermann nicht mehr parieren. Damit kippte die Waage leicht zu Gunsten der Oberbayern und mit dem Unterzahltreffer vom starken Kaefer, der einen schnellen Gegenzug 2 gegen 1 alleine verwandelte, wurde das Unheil noch etwas größer. Volle zwei Minuten doppeltes Powerplay gab den Tigers dann die Chance zum Comeback, doch trotz einiger sehr guter Szenen fehlte das letzte Quäntchen und erst als beide Teams wieder komplett waren, schaffte Torjäger Geigenmüller mit einem trockenen Schuss den Anschlusstreffer. Davon beflügelt erhöhten die Oberfranken wieder etwas die Schlagzahl, hatten jedoch noch einmal Pech bei einem Alu-Treffer von Altmann und so blieb es nach 40 Minuten beim knappen 2-3 für die Gäste.
Die Intensität der Partie wuchs im Schlussdrittel immer weiter zu einem echten Play-off-Kampf an, dem das Unparteiischentrio nur noch bedingt folgen konnte. Mit einigen Strafen und besonders auch Abseits- und Icing-entscheidungen standen sie immer wieder auf Kriegsfuss. Richtig hingeschaut hatten sie aber bei einer starken Einzelaktion von Juhasz, wo ihm von seinem Gegenspieler die Füße weg gezogen wurden und entschieden auf Penalty, den der Deutschkanadier dann klasse zum 3-3 verwandelte. In der Folgezeit ging es hin und her mit guten Chancen auf beiden Seiten, doch der finale „Punch“ gelang keinem und so ging man in die Verlängerung mit sudden death Entscheidung.
Dort dauerte es dann nur gute 2 Minuten bis Thielsch in seiner typischen Art ins Drittel zog, seinen Gegenspieler mit Körpertäuschung düpierte und mit seinem Schuss aus dem Zentrum den guten Goalie Morczinietz bezwang. Der Jubel kannte keine Grenzen im schon vorher phasenweise zum Hexenkessel mutierten Tigerkäfig bei diesem Siegtreffer. Die 3-0 Führung der Wagnerstädter in dieser engen Serie eröffnet ihnen nun mehrere „Matchbälle“ und erfüllte Tigerdompteur Waßmiller wieder mit Stolz auf sein Team, das auch diese Nervenprobe wieder mit Bravour meisterte.
Arbeitssieg beschert Piraten zwei Matchbälle - ESV Buchloe gewinnt auch zweites Spiel der Playdown-Serie in Nürnberg(BYL) Mit einem mühevollen 2:0 (0:0, 0:0, 2:0) Auswärtserfolg beim EHC Nürnberg haben die Buchloer Pirates am Sonntagabend auch das zweite Duell der Playdowns für sich entschieden. Dadurch führen die ESV´ler nun mit 2:0 in der "Best of Five"-Serie und können mit einem Heimsieg am kommenden Freitag die finalen Abstiegsduelle bereits vorzeitig beenden. Nach dem klaren 7:0 Heimsieg am Freitag, taten sich die Buchloer in der Frankenmetropole über weite Strecken sehr schwer. Aber auch den Hausherren gelang nicht all zu viel, sodass es bis zur 53. Minute dauerte, ehe der erste Treffer des Abends fiel. Dem Spielstand entsprechend war die Begegnung zuvor sehr zerfahren und niveauarm verlaufen und lebte vor allem von der Spannung.
Dabei gab es schon nach fünf gespielten Minuten den ersten Aufreger. EHC-Verteidiger Oliver Schnabel hatte Mark Soares mit seinem Schläger im Gesicht getroffen. Der Kanadier blutete daraufhin stark durch einen Cut an der Nase und musste erst einmal auf der Bank behandelt werden. Der Nürnberger Sünder durfte nach dieser Aktion zu Recht mit einer Spieldauerstrafe vorzeitig zum Duschen. Die resultierende fünfminütige Überzahl konnten die Buchloer aber nicht in zählbares ummünzen. Zwar kamen ein paar durchaus gefährliche Schüsse auf das Tor von EHC-Goalie Tobias Güttner, doch der Führungstreffer wollte den Piraten nicht gelingen. Kurz darauf tauchten dann auch die Gastgeber in Überzahl erstmals druckvoll vor das Tor von ESV-Tormann Stefan Horneber auf. Und dieser musste bei einer Doppelchance gleich zweimal Kopf und Kragen riskieren, um einen Rückstand zu verhindern (12.). Da sich Horneber bei dieser Rettungsaktion jedoch verletzte, wurde die Partie kurzzeitig unterbrochen. Zum Glück ging es für den angeschlagenen Buchloer Rückhalt nach einer Behandlungspause aber weiter. Die Partie war unterdessen immer noch sehr ausgeglichen. Wirkliche Gefahr kam zudem meist nur dann auf, wenn einer der beiden Kontrahenten in Überzahl agieren durfte. So scheiterte der etwas überraschte Andreas Morhardt völlig frei vor Güttner (14.), wohingegen Daniel Brady in Horneber seinen Meister fand (16.).
Auch im Mitteldrittel boten die zwei Mannschaften den Zuschauern zunächst nur Eishockey-Magerkost. Beide Teams kämpften zwar verbissen um jede Scheibe, was aber kein wirklich ansehnliches Spiel zu Folge hatte. Eine der wenigen Gelegenheiten vergab Steven Maier, der bei einem Konter jedoch wiederum am glänzenden Stefan Horneber verzweifelte (29.). Auf der Gegenseite ließen die Buchloer ihre Möglichkeiten aber ebenso am starken Nürnberger Schlussmann liegen, sodass es auch nach 40 Minuten weiterhin torlos blieb.
Im letzten Abschnitt wurden die Offensivbemühungen der Piraten dann zumindest etwas zielstrebiger. Die Ausbeute blieb aber immer noch ernüchternd. Erst schob der alleingelassene Marc Weigant den Puck am Kasten vorbei (47.). Gleich darauf scheiterte auch der zurückgekehrte Mark Soares mit zwei guten Versuchen (48.). Ausgerechnet Verteidiger Andreas Widmann durchbrach dann nach 53 Minuten den bis dato torlosen Bann dieses Krimis. Nach einem sehenswerten Sololauf überlistete er aus spitzem Winkel Keeper Güttner und sorgte somit für die 1:0 Führung der Freibeuter. Und diesen hauchdünnen Vorsprung hielten die Buchloer bis in die Schlussphase. Die drohende Niederlage vor Augen riskierten die Franken dort noch einmal alles und nahmen 78 Sekunden vor dem Ende den Torwart vom Eis. Doch diese Maßnahme ging sprichwörtlich nach hinten los, da Tobias Kastenmeier so das erlösende 2:0 ins leere Nürnberger Tor gelang (60.). Wie schon am Freitag blieben die Freibeuter damit ohne Gegentreffer, sodass sich Schlussmann Stefan Horneber über seinen zweiten Shutout in Folge freuen durfte.
Am kommenden Freitag steigt ab 20 Uhr in der Buchloer Eishalle Spiel 3 der Playdown-Reihe. Gelingt den Mannen von Trainer Norbert Zabel auch hier ein Sieg, wäre dies bereits das letzte Spiel der Saison, da die Nürnberger den ESV dann nicht mehr einholen könnten.
Eispiraten Crimmitschau gewinnen gegen Ravensburg / Westsachsen setzten sich im Penaltyschießen durch – verschenken dennoch sicher geglaubten Punkt(DEL2) Die Eispiraten Crimmitschau haben trotz eines Sieges über die Ravensburg Towerstars einen weiteren Punkt in dieser Saison verschenkt. Bis 7 Sekunden vor Ende der regulären Spielzeit lagen die Westsachsen das gesamte Spiel über in Führung, konnten diese aber nicht bis zur Schlusssirene retten. Vielmehr verschenkten sie damit einen der sicher geglaubten Punkte, bevor sie sich im Penaltyschießen durch den Treffer von Stürmer Martin Heinisch letztendlich den Sieg und damit zwei von drei Punkten sicherten.
Die Begegnung gegen den klaren Favoriten aus Ravensburg begann für die Eispiraten nach Plan. Nach einer kurzen Findungsphase fanden die Gastgeber immer besser in das Spiel und erarbeiteten sich einige Chancen. Ravensburg, das in der Offensive ebenfalls einige gefährliche Nadelstiche setzte, musste in der 14. Spielminute aber das erste Gegentor hinnehmen. In Überzahl kann Harrison Reed nach Querpass von Max Campbell den Puck in die Maschen hämmern. Genau 70 Sekunden nach dem Führungstor rissen die Fans und Spieler der Eispiraten dann erneut die Hände in die Luft. Matthias Forster trifft nach einem schönen Seitenwechsel von Martin Heinisch durch die Schoner von Towerstars Keeper Matthias Nemec zum 2 zu 0. Mit diesem Spielstand und der bis dato verdienten Führung gingen beide Teams anschließend in die erste Pause.
Im Mitteldrittel sind es zunächst wieder die Eispiraten, die mit Weitschüssen ein Achtungszeichen geben. Ein schneller 2 auf 1 Konter der Ravensburger bringt dann aber den Anschlusstreffer zum 2 zu 1. Unbeeindruckt durch den Torerfolg der Gäste spielen die Hausherren weiter gut auf und erzielen den nächsten Treffer, den André Schietzold durch einen platzierten Weitschuss in der 26. Spielminute markiert. Quasi im Gegenzug sind die Westsachsen aber in der Abwehr erneut zu fahrlässig und die Ravensburger verkürzen durch einen weiteren Treffer wieder auf 3 zu 2. Den Schlusspunkt im Torreigen des Mittelabschnittes setzt erneut Harrison Reed, der bei doppelter Überzahl in der 30. Minute die Hartgummischeibe zum 2. Mal an diesem Abend über die Torlinie schickt. Beim Zwischenstand von 4 zu 2 waren die Crimmitschauer weiter auf Kurs und hatten den Sieg inzwischen immer klarer vor Augen.
Der Schlussabschnitt entwickelte sich zum nervenaufreibenden Torspektakel. Zwar fielen wie bereits im Drittel zuvor 4 Tore, die Schlussminuten sollten aber an Dramatik kaum zu überbieten sein. Verliefen knapp 3 Drittel ohne große Highlights, so schaffte Ravensburg in der 54. Minute durch ein Powerplay-Tor von Raphael Kapzan erneut den Anschlusstreffer. Nach dem 4 zu 3 zeigten die Eispiraten wieder ihre Entschlossenheit. Besonders Tom-Patric Kimmel legte sie auch an den Tag, als er nur 2 Minuten später durch eine schöne Einzelaktion das 5 zu 3 für die Eispiraten erzielte. Die 2 Tore Führung sollte durch sorgloses Agieren der Westsachsen nur 4 Minuten vor dem Ende dennoch nicht zum Sieg nach regulärer Spielzeit reichen. Ravensburg wirft zum Ende nochmals alles nach vorn und trifft in der 60. Minute zum 5 zu 4 Anschluss. Die aufkeimenden Hoffnungen setzten bei den Towerstars nochmals extra Kräfte und den Willen frei, sodass die Gäste unglaubliche 7 Sekunden vor Ablauf der Uhr doch noch den Ausgleich zum 5 zu 5 erzielen.
In der anschließenden Overtime bleiben beide Teams ohne Treffer. Die Entscheidung musste also im Penaltyschießen fallen, wo Martin Heinisch für die Eispiraten den Puck durch die Beine des Keepers versenkt. Ravensburg bleibt hingegen ohne Treffer. Somit konnten die Crimmitschauer am Ende doch noch den Sieg für sich verbuchen. Auswirkungen auf die Tabellensituation haben die erkämpften Zähler aber nicht, auch wenn die Westsachsen damit auch das dritte Heimspiel gegen Ravensburg in dieser Saison siegreich gestalten konnten.
Eisadler Dortmund erreichen das Halbfinale im Pokal(NRWL) Nach dem packenden 5:2 Erfolg vom Freitag, mussten die Dortmunder Eisadler am Sonntag zum Rückspiel in Soest antreten. Aber auch hier ließen die Dortmunder nichts anbrennen und zogen nach einem souveränen 6:0 Erfolg ins Halbfinale des Regionalligapokals ein.
361 Zuschauer, davon sicherlich ein Drittel aus Dortmund, verfolgten am Sonntagabend im Soester Wigwam das Spiel zwischen den Bördeindianern aus Soest und den Dortmunder Eisadlern. Dabei sahen die Zuschauer lange ein Spiel, das zwar torlos, aber kämpferisch und spielerisch auf einem guten Niveau geführt wurde.
Und so dauerte es bis zur 35 Minute, ehe die Eisadler das erste Mal jubeln konnten. Tommy Kuntu-Blankson konnte nach einem Zuspiel von Benedikt Rangen zum 1:0 für die Eisadler einnetzen. Das lag sicherlich auch daran, dass der Topscorer aus den letzten Spielen, Malte Bergstermann, mit einer Schulterverletzung ins Spiel gegangen ist, die er sich am Freitag beim Hinspiel zugezogen hatte.
Knapp eine Minute später war es dann Nils Sondermann, der für den beruhigenden 2:0 Vorsprung sorgte, bevor es in das letzte Drittel ging.
Trotz des Rückstandes gaben sich die Gastgeber auch im Schlussdrittel noch nicht geschlagen, und setzten noch einmal alles auf eine Karte. Doch Eisadler-Goalie Marius Dräger hatte einen Sahnetag erwischt und war somit auch am gestrigen Tag wieder der Rückhalt seines Teams.
Knapp neun Minuten vor Schluss, war es dann Thomas Branz, der den Sack endgültig zumachte. Nach einem mittlerweile 6 Tore Vorsprung, bezieht man das Ergebnis des Hinspieles mit ein, glaubten nun auch die Soester nicht mehr daran, noch das Halbfinale erreichen zu können. Das Spiel behielt jedoch sein hohes Niveau bis zum Schluss. Trotzdem konnten die Eisadler durch Kuntu-Blankson, Kolberg und Kuntu-Blankson zum Dritten, auf insgesamt 6:0 erhöhen.
Fazit: Das waren packende Pokalspiele mit einem verdienten Sieger aus Dortmund. Das Team um Trainer Krystian Sikorski hat gezeigt, dass man auch gegen Regionalligisten mithalten kann. Am kommenden Wochenende kommt es nun zum Duell gegen die Kobras aus Dinslaken. Hier haben die Kobras am Freitag das Heimrecht, und das Rückspiel findet dann am Sonntag um 19:00 Uhr im heimischen Eisstadion statt. Pikanterweise hatten die Dinslakener die Eisadler vor der Saison noch als sportlich und wirtschaftlich nicht besonders attraktiv eingeschätzt, und das schon vereinbarte Vorbereitungsspiel abgesagt. Nun liegt es an Mannschaft und Fans zu zeigen, dass die Kobras die Lage seinerzeit falsch eingeschätzt haben.
Niederlage in Bietigheim: Dresdner Eislöwen verlieren mit 3:5(DEL2) Die Bietigheimer EgeTrans Arena bleibt rein punktemäßig kein gutes Pflaster für die Dresdner Eislöwen. Auch im dritten Saisonspiel musste das Team von Cheftrainer Thomas Popiesch bei den Steelers eine Niederlage hinnehmen. Nach einem spannenden Spiel unterlagen die Blau-Weißen mit 3:5.
In den ersten Minuten sahen die 2552 Zuschauer zunächst eine recht zähe Partie. Während Goalie Kevin Nastiuk bei ersten Gelegenheiten der Gastgeber auf dem Posten war, agierten die Dresdner auf der Gegenseite bei Kontern zunächst noch zu zögerlich. Nach und nach nahm das Spiel jedoch an Fahrt auf: Konzentrierte Aktionen aus einer sicheren Abwehr heraus ließen die Eislöwen immer öfter vor das Bietigheimer Tor kommen. Florian Lüsch traf zunächst nur den Pfosten. Besser machte es wenig später Arturs Kruminsch. Der 25-Jährige nutzte einen Abwehrpatzer der Bietigheimer zum 0:1 (13.) aus. Zuvor musste Nastiuk in zwei brenzligen Situationen sein Können unter Beweis stellen.
Auch im zweiten Abschnitt zeigten sich die Eislöwen bemüht, um den Spielaufbau der Gastgeber frühzeitig zu unterbinden. Der Plan ging zunächst auf, dann allerdings stellte sich Dresden selbst ein Bein. Durch unnötige Strafe - beispielsweise Wechselfehler - bekam Bietigheim Aufwind. Im Powerplay nutzte Alexej Dmitriev seine Chance zunächst zum Ausgleich (31.), ehe Greg Squires das 2:1 nachlegte (37.).
Kaum war die erste Dresdner Möglichkeit im Schlussdrittel durch Tomi Pöllänen notiert, gab es direkt die nächsten Powerplay-Situationen für die Steelers. Ein ums andere Mal war Nastiuk gefordert - und hielt die Eislöwen im Spiel. Wenig später nutzten die Gastgeber in Unterzahl eine Konterchance durch Squires zum 3:1 (40.). Gegen kompakt stehende Hausherren fand Sami Kaartinen dennoch einen Weg zum Anschlusstreffer (56.). Beinahe vom Bully weg stellte Bietigheim durch Dmitriev allerdings den alten Abstand wieder her (57.). Die Eislöwen steckten nicht auf: Carsten Gosdeck markierte tatsächlich ein weiteres Mal den Anschlusstreffer (57.). Nach einer letzten Möglichkeit von Petr Macholda entschied Chris St. Jacques mit einem Treffer ins leere Tor die Partie endgültig zugunsten der Steelers (60.).
"Wir sind gut ins Spiel gekommen und verdient in Führung gegangen. Im zweiten Drittel haben wir allerdings eindeutig zu viele und vor allem unnötige Strafzeiten kassiert. Das Spiel war sehr eng und wenn man dem Gegner in Unterzahl einen Treffer ermöglicht, dann lässt sich eine Spitzenmannschaft wie Bietigheim diese Chance nicht entgehen. Die positive Erkenntnis des Spiels ist, dass sich unser Team nicht aufgegeben hat und wir bis zuletzt dran waren", schätzte Cheftrainer Thomas Popiesch ein.
4:3-Erfolg in Wolfsburg: Hamburg Freezers sichern sich den Hauptrundensieg(DEL) Die Hamburg Freezers haben am Sonntagnachmittag ihr Spiel bei den Grizzly Adams Wolfsburg mit 4:3 (0:2, 3:0, 1:1) gewonnen. Die Tore zum Erfolg im Nordderby schossen Nico Krämmer, Jerome Flaake, Thomas Oppenheimer und Matt Pettinger. Durch den Sieg sicherten die Freezers ihre Tabellenführung und stehen als Hauptrundensieger der Deutschen Eishockey Liga fest.
Vor 3483 Zuschauern entwickelte sich von Beginn an eine umkämpfte Partie, in der die Wolfsburger den besseren Start erwischten und durch Milley (8.) das erste Tor erzielten. Trotz ausgewogener Spielanteile waren es weiterhin die Gastgeber, die sich die besseren Möglichkeiten erspielten und ihre Führung ausbauen konnten: In der 18. Minute verwertete Aleksander Polaczek einen Abpraller zum 2:0. Nachdem die Drittelpause aufgrund eines Eisschadens am Hamburger Tor vorgezogen worden war, ging es nach Ablauf der ersten 20 Minuten direkt in den Mittelabschnitt. In diesem kamen die Freezers, die von rund 600 mitgereisten Fans unterstützt wurden, besser ins Spiel und drehten die Partie. Weniger als drei Minuten benötigte der DEL-Tabellenführer, um durch Krämmer (32.), Flaake (35.) und Oppenheimer (35.)aus einem 0:2-Rückstand ein 3:2 zu machen. Kurz nach Wiederbeginn legten die Gäste nach: Matt Pettinger traf im Powerplay zum 4:2. Die Niedersachsen konnten durch Brocklehurst (48.) nochmals auf 3:4 verkürzen. Allen weiteren Angriffsversuchen der Wolfsburger hielt die Freezers-Verteidigung um Goalie Dimitrij Kotschnew jedoch stand.
Am morgigen Montag trainieren die Hamburg Freezers um 12 Uhr in der Volksbank Arena. Anschließend reist das Team nach Köln, wo am Dienstagabend (19.30 Uhr) das Auswärtsspiel bei den Kölner Haien ansteht. Den gleichen Gegner empfangen die Hamburger dann am Freitag (19.30 Uhr) in der heimischen o2 World Hamburg. Die Partie ist bereits ausverkauft. Ab morgen um 12 Uhr erhältlich sind dagegen die Tickets für die feststehenden Viertelfinalheimspiele. Die Karten für das erste Heimspiel am 16. März (14.30 Uhr, o2 World Hamburg) sowie das zweite Heimspiel am 21. März (19.30 Uhr, o2 World Hamburg) sind dann ab 18 € im Onlineshop, über die Hotline 040 / 380 835 – 222, an allen bekannten Vorverkaufsstellen, im Fanshop in der Volksbank Arena sowie an den Kassen der o2 World Hamburg erhältlich.
EC Heilbronn: Playoff-Festival mit neun Eisbären-Toren(RLSW) Der Auftakt zur Mission Titelverteidigung ist für die Eisbären Heilbronn am Sonntag abend vollauf geglückt: Der Titelverteidiger konnte im ersten Playoff-Halbfinale gegen die Fire Wings Schwenningen einen sehr überzeugenden 9:2 (1:1, 6:1, 2:0)-Sieg landen und könnte somit bereits am kommenden Sonntag den Finaleinzug perfekt machen.
1541 Zuschauer – darunter mit Harry Mergel, Martin Diepgen, Rolf Rinkenauer und Björn Brett gleich vier der fünf Kandidaten der Wahl zum Heilbronner Oberbürgermeister – sahen ein rassiges Playoff-Spiel, das anfangs allerdings nur schleppend in Schwung kam.
Die ersten Minuten waren von gegenseitigem Abtasten geprägt, ehe dann mehr und mehr das kämpferische Element in den Vordergrund drang. In den ersten zehn Minuten bekamen die Eisbären gleich zweimal die Möglichkeit, in Überzahl in Führung zu gehen, doch sie nutzen die sich bietenden Chancen nicht. In der Folge mussten erst Stefan Schrimpf und dann Robin Platz auf der Strafbank Platz nehmen, was wiederum den Gästen gute Chancen zum Führungstreffer bot. Doch mit klugem Unterzahlspiel konnten auch die Eisbären die beiden Unterzahl-Situationen unbeschadet überstehen. 20 Sekunden nachdem Robin Platz wieder auf dem Eis zurück war, fiel dann aber doch das 0:1 für die Gäste durch deren Kapitän Markus Zappe (18. Minute).
Die Mannen von Coach Kai Sellers wirkten konsterniert, lag doch das bessere Team nun mit 0:1 zurück. Als dann alle schon damit rechneten, dass man mit einem Rückstand in die Kabine gehen würde, folgte drei Sekunden vor der Pausensirene doch noch der Ausgleichstreffer. Marc Oppenländer gewann das Bully, die Scheibe kam zu Patrick Luschenz, der aus halb rechter Position abzog und zum 1:1 traf. Ein perfekter und psychologisch wichtiger Zeitpunkt…
Nach etwas mehr als vier Minuten im zweiten Drittel folgte der nächste Rückschlag für die Eisbären. Jonah Hynes hatte von der blauen Linie abgezogen und die Scheibe landete zum 1:2 im Tor. Kai Sellers setzte nun ein Zeichen und brachte bei der nächsten Unterbrechung Goalie Kevin Yeingst für Tobias Amon ins Spiel. Das Signal schien beim Team angekommen zu sein, denn eineinhalb Minuten nach dem Torwartwechsel traf Haiko Hirsch zum umjubelten 2:2 (27.). Doch damit nicht genug: Stefan Schrimpf, der zuvor noch zweimal an Gästekeeper Fabian Hoppe gescheitert war, brachte die Eisbären in der 30. Minute in Überzahl erstmals in Führung.
Während die Eisbären nach dem 3:2 immer sicherer zu Werke gingen, machte sich bei den in Bestbesetzung angetretenen Schwenningern Unsicherheit breit. Die Gastgeber schnürten den Gegner in dessen Spieldrittel ein und erwiesen sich in dieser Phase als überaus treffsicher. Patrick Luschenz (32.), Felix Kollmar (34.) und Haiko Hirsch (37.) sorgten für eine sichere 6:2-Führung, aus der Marc Oppenländer neun Sekunden vor der Pause gar ein 7:2 machte.
Die Partie war bei diesem Spielstand bereits so gut wie entschieden, doch die Gäste steckten nicht auf und kämpften auch im Schlussdrittel bis zur letzten Sekunde weiter, so dass auch die Eisbären, die mit Manuel Weibler und Sven Breiter zwei absolute Schlüsselspieler zu ersetzen hatten, bis zum Ende Vollgas geben mussten. Benjamin Brozicek sorgte in der 46. Minute für das zwischenzeitliche 8:2, ehe Marc Bruns in der 47. Minute mit dem 9:2 den Schluspunkt setzte. Vorbereitet wurde dieser Treffer vom reaktivierten Sascha Bernhardt, der bei seinem Comeback den Eindruck machte als sei er nie weg gewesen und der neben diesem Treffer auch das 3:2 vorbereitet hatte.
“Ich bin wahnsinnig stolz auf die Leistung meines Teams”, gab Kai Sellers nach dem Spiel zu Protokoll. “Alle drei Reihen haben überragend gespielt und haben sich diszipliniert an unsere Taktik gehalten. Mich freut vor allem, dass die dritte Reihe mit Marc Oppenländer, Patrick Luschenz und Benjamin Brozicek eine riesen Leistung gebracht und gleich vier Tore geschossen hat.”
Das zweite Spiel dieses Halbfinales findet am Sonntag, den 9. März, um 17 Uhr in Schwenningen statt.
(OLW) Es fehlte am Ende nicht viel: Mit 4:6 verlor der Herner EV am Sonntag sein Auswärtsspiel bei den Black Dragons Erfurt. In einem sehr intensiven und sehr ausgeglichenen Spiel stand es noch bis 25 Sekunden vor Ende nur 5:4 für die Hausherren. Ein Empty-Net-Goal markierte jedoch die sichere Niederlage für die Gysenberger.
In einem sehr attraktiven Eishockeyspiel ging Erfurt zunächst in Führung (9.). Dominik Luft glich für den HEV jedoch zwei Minuten später wieder aus. Torreich wurde die Partie dann im zweiten Durchgang. Daran wirkten auch die Unparteiischen ordentlich mit, die mit 13 verhängten Strafen in diesem Drittel den Spielfluss raubten. Dennoch versuchten beide Teams Eishockey zu spielen. Und das klappte beim HEV zunächst besser. In Unterzahl vollendete Sören Hauptig zur Führung (24.). Aber Erfurt blieb dran und kam nur eine Minute später zum Ausgleich. Adam Sergerie erhöhte für die Black Dragons, jedoch konnte Jakub Rumpel 50 Sekunden später das Spiel für seinen HEV wieder ausgleichen (32.). Ryan Olidis brachte schließlich die Hausherren keine Minute später wieder in Führung. Zum Durchatmen blieb auch im Schlussabschnitt nicht viel Zeit. Antti-Jussi Miettinen besorgte den Hernern den zwischenzeitlichen Ausgleich (46.). Aber Adam Sergerie bescherte mit seinem zweiten Treffer des Abends, seiner Mannschaft die erneute Führung. Die Gysenberger versuchten alles, um sich gegen die androhende Niederlage zu Wehr zu setzten. HEV-Trainer Carsten Plate zog kurz vor Schluss nochmal den Torhüter-Joker und verzichtete auf Schlussmann Benjamin Voigt für einen weiteren Stürmer. Am Ende waren es die Erfurter, die die Chance nutzten, ins leere Herner Tor zu treffen und damit den Endstand von 6:4 perfekt machten.
„Ich finde wir haben heute ein sehr ausgeglichenes Spiel gesehen, in dem am Ende das Glück eher auf Seiten Erfurts war. Es hätte auch anders ausgehen können“, kommentierte Plate im Anschluss die Partie. Für den Herner EV geht es nun am kommenden Freitag nach Hannover. Bei den Scorpions wollen die Gysenberger noch etwas gut machen. Das Hinspiel hatte man mit 2:4 verloren. Am Sonntag gastieren dann die Huskies aus Kassel am Gysenberg. Der Tabellenerste hat zurzeit einen Lauf und will unbedingt bei dem Aufstieg in die DEL2 ein Wort mitsprechen. In Herne sahen die Hessen bisher in dieser Saison jedoch nicht so gut aus. Bully ist um 18:30 Uhr.
(OLO) Das Vereinsfest des EHC Jonsdorfer Falken am Samstag, 01.März, war als Auftaktveranstaltung in das Jubiläumsjahr 2014 geplant, und wie der Vereinsvorsitzende Maik Nüssgen bei seiner Eröffnungsrede so schön sagte: „Der Wettergott muss ein Jonsdorfer sein!“, begann der Tag mit strahlendem Sonnenschein. Die Organisatoren trafen sich bereits um 08:00 Uhr am Falkenhorst, damit auch alles ab 10:00 Uhr für die Gäste vorbereitet war.
Viele Besucher, ob Groß oder Klein tummelten sich bis in den späten Nachmittag hinein vor und in der Sparkassenarena. Es wurde gebastelt, gemalt und auch die Hüpfburg war stets gut frequentiert. Dass unsere Knaben ihren freundschaftlichen Vergleich auf dem Eis gegen, aber auch mit personeller Unterstützung von FASS Berlin mit 7:4 siegreich gestalten konnten, hob die Festtagsstimmung noch einmal an. Ein großes Dankeschön an die Berliner für die leckere Geburtstagstorte!
Während der Talkrunde gaben einige Veteranen des Eishockeysports ihre Geschichten zum Besten und die zahlreichen Zuhörer lauschten gebannt, als von den Anfängen und den Schwierigkeiten in den 50er Jahren berichtet wurde. Aber auch Falkencoach Marco Ludwig, Falken-„C“ Christian Rösler sowie Martin Sekera und Marc Hemmerich kamen zu Wort.
Das Spiel der Falken gegen den „Rest der Welt“ endete nicht ganz unerwartet zugunsten der Falken (13:4). Die Herausforderer jedenfalls machten allesamt eine gute Figur auf dem Eis, es fehlte ihnen nur an der einen oder anderen Stelle das nötige Quäntchen Glück, um das Ergebnis freundlicher zu gestalten. Jedenfalls hatten offensichtlich nicht nur die Zuschauer ihren Spaß.
Auch beim Eislaufen für Jedermann lag die Altersspanne von ungefähr 9 Monaten bis knapp an die 70. Allerdings wurde die junge Dame, so wie es immer sein sollte, auf Händen über das Eis getragen ;)
Vor allen Gästen auf dem Eis nahm der Vorstand des EHC die Auszeichnung eines Urgesteins des Eishockeysports vor. Der 83-jährige Günther Goldberg wurde für seine Verdienste und sein Engagement rund um den Eishockeysport im Zittauer Gebirge geehrt und zum Ehrenmitglied des EHC Jonsdorfer Falken ernannt. Mit einem kräftigen „Zicke-Zacke“, angestimmt von Claus-Dieter Ginzel, wurde „Gurke“ auf „Falkenart“ beglückwünscht.
Danach verfolgten alle die ganz kleinen Falkenküken, die ihr Können auf dem Kleinfeld zeigten und ein Unentschieden gegeneinander erspielten (6:6). U.a. mit dabei die kleine Leni - bereits die vierte Goldberg-Generation auf Jonsdorfer Eis!
Wir bedanken uns an dieser Stelle ganz herzlich bei allen, die uns bei der Vorbereitung und Durchführung unseres Vereinsfestes unterstützt haben und hoffen auf ebenso große Resonanz bei unseren weiteren geplanten Veranstaltungen anlässlich „60 Jahre Eishockey in Jonsdorf“, welche wir monatlich durchführen wollen. Die konkreten Termine werden rechtzeitig auf unserer Homepage und in der Presse bekannt geben.
Nix zu holen im Wolfsbau
Das erste Drittel im Wolfsbau taten sich die Falken recht schwer. Ein Spielaufbau war zu erkennen, aber an der roten Linie warteten die Schönheider Wölfe geduldig. Die Falken mussten die Scheibe oft tief spielen und versuchen, sich in der gegnerischen Zone festzusetzen. Dies gelang nur sporadisch und so liefen die Erzgebirgler immer wieder gefährliche Konter auf das Tor von Lukas Smolka. So war es nur eine Frage der Zeit, bis Schönheide das erste Tor erzielte. Die Falken wirkten stellenweise zu unkonzentriert. Schönheide nutzte das und markierte das 2:0. Nach der Verletzung von Lilik und einem Fight von Lamich sammelten sich die Jonsdorfer und schossen durch Harnesk den Anschluss.
Das zweite Drittel begann leider nicht, wie das erste endete. Die Wölfe zogen ihre Spielweise weiter durch und Jonsdorf hatte nicht die passenden Mittel, um etwas dagegen zu setzen. Zwar konnten die Falken einige gute Chancen für sich verbuchen, aber direkt zwingend waren diese nicht. Kleine aber fast verhängnisvolle Fehler waren immer wieder im Jonsdorfer Spiel auszumachen und weil man auf die Provokationen der Wölfe voll einstieg, gab es auch oft unnötige Strafen. Jonsdorf selbst hatte ein 5 gegen 3 Powerplay. Doch dieses brachte nichts ein, denn entweder blockte Schönheide gut, oder man spielte sich selbst die Scheibe aus dem Drittel. Die Wölfe wussten es gekonnt umzusetzen, dass Jonsdorf die blaue Linie nicht dicht bekam und somit immer wieder eine Lücke zum Schuss offen war.
Der dritte Spielabschnitt brachte keinen anderen Spielverlauf. Jonsdorf wollte mit dem Kopf durch die Wand und schaffte dies nicht! Die Wölfe standen sicher und konterten nach ihren Möglichkeiten. Ein wenig Ideenlos wirkte dann das Spiel. Viele Icings und Abseitsstellungen unterbrachen den Spielfluss des Öfteren. Es hatte den Anschein, dass sich die Falken schon damit abgefunden hatten, dass man den Gruppensieg gegen Schönheide nicht schaffen wird.
Die Spielfreude, die am Freitag noch an den Tag gelegt wurde, konnte nicht auf das Schönheider Eis gebracht werden. Ein teilweise verkrampftes Anlaufen auf das Abwehrbollwerk der Wölfe wirkte undurchsichtig und kopflos. Jetzt heißt es, sich auf das anstehende Halbfinale zu konzentrieren. (Bericht: Tony Kohl)
ESV Kaufbeuren gewinnt gegen Garmisch - 3:2 Heimsieg nach dramatischem Finish(DEL2) Geschrieben von Ralf Leising. 2074 Zuschauer sahen ein hochdramatisches, spannendes Spiel der Mannen von Kapitän Michael Kreitl, mit einem perfekten Ende, das eine kleine Hoffnung auf die Play Offs lässt. Aber der Reihe nach:
Der ESVK legte beim heutigen Faschingsspecial los wie die Feuerwehr. Bereits in den ersten Minuten sah sich die Garmischer Defensive um Goalie Hogan stürmischen Angriffen der Heimmannschaft gegenüber. Alex Thiel hatte von der linken Seite gleich die erste gute Chance für die Gäste. Sami Ryhänen und Max Schmidle hätten die Führung erzielen können und auf Seiten der Gäste war es Dibelka, der nach einem Solo Stefan Vajs alles abverlangte. Es hätte bis zur 11. Minute sicher 2 oder gar 3:1 für die Joker stehen können, aber Baumgartner stellte mit einem trockenen, leicht verdeckten Schlagschuss auf Vorlage von Vollmer in den linken Winkel, den Spielverlauf fast etwas auf den Kopf. 0:1 für die Gäste, keine Chance für Stefan Vajs irgendetwas bei diesem Schuss zu halten.
Die Jungs von Uli Egen ließen sich aber nicht berirren. Ein gutes Powerplay der Joker im Anschluss konnte leider nicht genutzt werden. Beflügelt vom Führungstreffer kamen nun die Gäste mehr und mehr auf. Die beste Gelegenheit hatte Thomas, der frei vor Stefan Vajs abfälschte. In der 18. Minute war es Jakub Körner, der von der blauen Linie per Schlagschuss für den umjubelten Ausgleich sorgte. So endete ein schnelles und chancenreiches ertes Drittel.
Im zweiten Spielabschnitt war es nach einem überstandenen Poweplay des SCR mit einer großen Chance für Dibelka, die Stefan Vajs vereiteln konnte, erneut die Heimmannschaft, welche die Akzente setzte. Kapitän Kreitl vergab nach Vorarbeit von Ryhänen aussichtsreich. Knapp zwei Zeigerumdrehungen später hatte Max Schmidle die größte Chance des Spiels, als er mit einem Alleingang, von Sami Ryhänen auf die Reise geschickt, knapp scheiterte. Wenig später konnte ein Treffer von Tähtinen nicht gegeben werden, da Schiedsrichter Cori Müns klar knapp vorher abgepfiffen hatte.
Nur wenig später war es dann in der 36. Minute soweit - das 2:1 für den ESVK: Nach einem Schuss von Ryhänen prallt die Scheibe zurück vor das Tor zu Kreitl, der zurücklegte auf Max Schmidle. Mit einem schönen Schuss in den Winkel traf dieser zur 2:1 Führung! Das Stadion glich einem Tollhaus
Im letzten Drittel hätte der ESVK in zwei guten Überzahlspielen alles klar machen können. Matti Näätänen, Maury Edwards, Stephen Schultz und Alex Thiel hatten tolle Chancen. Bis zur 55. Minute hatte die Führung bestand: Dann musste erst Sami Ryhänen und nur eine Minute später unglücklich wegen hohen Stocks Markku Tähtinen auf die Strafbank: Uli Egen nahm eine Auszeit um das Team noch einmal einzustellen: Dann als die Joker wieder zu viert waren, knapp vor Ende der Strafzeit konnte Bombach auf gute Vorarbeit von Dibelka, auf das fast leere Gehäuse von der linken Seite ausgleichen. Als sich alle schon auf die Verlängerung eingetellt hatten passierte das Unfassbare: 34 Sekunden vor Schluss trifft Maury Edwards nachdem er schön vor das Tor gezogen war, mit der Rückhand über die linke Schulter von Hogen zum 3:2! Die Arena stand Kopf! Mit Glück und Geschick retteten die Jungs die Führung über die Zeit! Das war der Sieg!
In der anschließenden Pressekonferenz gratulierte Gästecoach Trainer Uli Egen, nach einem erwartet schweren Spiel zum Sieg. Bis 34 Sekunden vor Schluss hatte er ein sehr gutes Auswärtsspiel seines Teams gesehen. Uli Egen sah sein Team bereit für das Spiel, das mit Leidenschaft den Sieg verdient hatte, weil es nie den Kopf hängen ließ! Gestützt auf einen hervorragenden Stefan Vajs war für ihn seine Mannschaft über 60 Minuten die bessere.
Adler Mannheim machen Playoff-Qualifikation perfekt(DEL) Nach dem 3:0 (2:0, 0:0, 1:0)-Heimsieg gegen den ERC Ingolstadt können die Mannheimer Adler nicht mehr vom siebtplatzierten EHC Red Bull München eingeholt werden und haben damit die Teilnahme am Playoff-Viertelfinale sicher. Der Vorverkauf für die beiden ersten Playoff-Heimspiele beginnt bereits am morgigen Montag um 9 Uhr. Schon am Dienstag empfangen die Adler aber die Eisbären aus Berlin zum letzten Vorrundenheimspiel in der SAP Arena, Spielbeginn ist um 19:30 Uhr.
Vor 10682 Zuschauern in der SAP Arena erzielten Martin Buchwieser, Simon Gamache und Jon Rheault die beiden einzigen Tore des Spiels. Die Adler blieben damit schon zum zwölften Mal in der laufenden Saison ohne Gegentor, Dennis Endras feierte seinen siebten Shut-Out.
Im Kampf um die letzten entscheidenden Punkte um die direkte Viertelfinalqualifikation gaben die Adler von Beginn an richtig Gas. Schon in der zweiten Minute leisteten sich die Gäste das erste geahndete Foul, die Adler blieben jedoch an der Scheibe und machten mit sechs Feldspielern Druck auf das Tor der Ingolstädter. Erst scheiterten Kai Hospelt und Matthias Plachta an Torhüter Timo Pielmeier, doch dann arbeitete Martin Buchwieser die Scheibe mit Nachdruck über die Torlinie zum frühen 1:0. In Minute vier hatte Robert Sabolic die große Chance zum Ausgleich, doch Dennis Endras parierte die beste Chance des Gegners im ersten Drittel. Die Cracks aus der Donaustadt hatten zwar in der Folgezeit mehr vom Spiel, doch Hochkaräter blieben Mangelware.
Die spannenden Torszenen spielten sich auf der anderen Seite ab, so auch nach exakt vierzehn Minuten, als Simon Gamache aus spitzem Winkel abzog, Pielmeier die Scheibe passieren ließ und ein Verteidiger den Puck erst hinter der Torlinie erwischte – 2:0 für die Adler. Kurz vor der Drittelpause jubelten dann auch die Gäste nach einem Überzahltor, doch nach Diskussionen versagten die Unparteiischen dem Tor die Anerkennung. Das Unterzahlspiel der Adler funktionierte, die Abwehr vor Dennis Endras sammelte die Abpraller ein und gab dem Gegner nur wenige Nachschussmöglichkeiten.
Im Mittelabschnitt hatten Jon Rheault (24., Unterzahl) und Kai Hospelt (31.) Gelegenheiten, die Führung auszubauen. Spätestens nachdem Mannschaftskapitän Marcus Kink am Torraum frei zum Abschluss kam (33., Überzahl) oder Gamache und Magowan kurz danach zwei Mal am ausgezeichneten Timo Pielmeier scheiterten, wäre das 3:0 fällig gewesen. Doch die beiden herausragenden Torhüter drückten dem Spiel ihren Stempel auf. Dennis Endras konnte sich noch vor der zweiten Drittelpause gegen Sabolic und Laliberte (37., Überzahl) auszeichnen.
Im Schlussdrittel ließen die Hausherren nichts mehr anbrennen. Simon Gamache hatte in der 45. Minute aus der Drehung noch die Gelegenheit zum dritten Tor, doch auch acht Minuten vor Schluss bewahrte Gäste-Torhüter Pielmeier seine Mannschaft vor einer höheren Niederlage. Auf der anderen Seite stand die Defensive der Adler zu sicher, um den dreifachen Punkterfolge noch in Gefahr zu bringen. Drei Sekunden vor Schluss traf Jon Rheault zum 3:0-Endstand ins leere Tor.
Mit dem Sieg gegen Ingolstadt können die Adler nun nicht mehr aus den ersten sechs Plätzen herausrutschen und haben damit die direkte Viertelfinalqualifikation sicher. Der Vorverkauf für die ersten beiden Playoff-Heimspiele beginnt am Montag, 3.3. um 9 Uhr in den bekannten Vorverkaufsstellen sowie online unter www.saparena.de .
Sollten die Adler nach Abschluss der Vorrunde am kommenden Freitag noch den Sprung unter die ersten Vier schaffen, so finden die beiden Heimspiele am Sonntag, den 16.3. und Freitag, den 21.3. statt. Beenden die Adler die Vorrunde auf den Plätzen fünf oder sechs, so steigen die beiden Heimspiele am Mittwoch dem 19.3. und Sonntag, den 23.3.
Punkt in Frankfurt sichert den dritten Tabellenplatz - EHC Neuwied verliert bei verstärkten Hessen mit 2:3 nach Penaltyschießen und ist dennoch zufrieden(RLW) Mit einem Punkt im Gepäck und hochzufrieden verabschiedeten sich die Bären des EHC Neuwied am frühen Samstagabend von der Frankfurter Außenfläche. Die Partie bei der 1b der Frankfurter Löwen hatten die Deichstädter zwar nach Penaltyschießen mit 2:3 (0:0, 2:0, 0:2) verloren, doch dieser eine Punkt reichte völlig aus, um vorzeitig den dritten Tabellenplatz im Oberliga-West-Pokal zu sichern - und nichts anderes hatten die Bären in Hessen im Sinn.
Unbedingt in die Oberliga aufsteigen - mit diesem Ziel war die 1b der Löwen in den Oberliga-West-Pokal gestartet. Im letzten Spiel der Hauptrunde fehlten den Hessen jedoch drei Zähler, um am Tabellensechsten aus Neuss noch vorbeiziehen zu können. Die Reserve wurde kurzerhand mit Akteuren aus dem Oberliga-Team verstärkt, doch zu mehr als zu einem glücklichen Unentschieden nach 60 Minuten sollte es am Ende nicht reichen. „Wir hatten das Spiel klar im Griff, haben uns nur eine einzige schwache Minute geleistet, doch in der geben wir ein 2:0 aus der Hand“, sagte EHC-Trainer Arno Lörsch. Doch der Reihe nach: Ohne Christian Neumann, Andreas Wichterich, Markus Schiffer und Fabian Neumann mussten die Neuwieder ersatzgeschwächt in Hessen ran. „Dennoch haben wir das sehr diszipliniert und gut gespielt“, freute sich der Trainer, der nach 20 Minuten ein Spiel ohne Tore gesehen hatte.
„Im zweiten Abschnitt hat Frankfurt dann ein wenig aufgemacht, was wir super ausgenutzt haben. In dieser Phase haben wir zwei blitzsaubere Tore geschossen.“ Karl Neubert (35.) und Alexander Bill (38.) schossen die 2:0-Führung nach 40 Minuten heraus. „Im letzten Drittel haben wir es dann zunächst genau so weitergespielt“, sagt Lörsch. „Bis zu diesem Sonntagsschuss, der zum 1:2 führt.“ Frederik Gradl hatte von der blauen Linie abgezogen und auf 1:2 verkürzt (48.). Nur eine Minute später nutzte Gradl ein Missverständnis in der EHC-Abwehr zum 2:2 (49.). Gradl war einer der Akteure, der die 1b auf dem Weg in die Oberliga unterstützen sollte - er hat in dieser Saison bereits 40 Einsätze im Oberligateam der „großen“ Löwen absolviert. Daneben spielte mit Tim Ansink ein Stürmer mit 37 Einsätzen eine Liga höher für die 1b, ebenso wie zwei weitere Verteidiger. „Diese Spieler waren schon eine Klasse für sich und haben den Unterschied ausgemacht. Ansonsten hätten wir dieses Spiel sicherlich vorzeitig schon für uns entscheiden können“, sagt Lörsch, der seinem ersatzgeschwächten Team in der Schlussphase eine klare Ansage machte: „Wir müssen nicht immer wie verrückt nach vorne laufen. Wir haben uns dazu entschieden, diesen einen Punkt für uns einfach mal nach Hause zu tragen. Ob wir nun einen Punkt mehr mitnehmen oder nicht ist am Ende völlig egal.“
Die Chance, auf den zweiten Zähler war dennoch da - doch in der Verlängerung vergab der EHC zwei große Chancen auf die Entscheidung. Im Penaltyschießen machte erneut Gradl den Unterschied, für die Bären traf Andre Bruch, Patrick Morys und Andreas Funk scheiterten. „Die Jungs machen im Training immer einen starken Job, jetzt sollten sie auch in einem Spiel mal die Chance bekommen, einen Penalty zu schießen“, erklärt Lörsch seine Entscheidung, auf die „klassischen“ Penaltyschützen im Team dieses Mal zu verzichten. „Wir freuen uns jetzt riesig auf den Sonntagabend und ein sicherlich tolles Spiel gegen Kassel zum Abschluss der Hauptrunde. Und danach geht es in die Play-offs - wir haben noch viel vor.“ Da die 1b der Frankfurter Löwen es nicht auf den sechsten Tabellenplatz geschafft hat, bleibt den Neuwieder (vorläufig) auch ein weiterer Ausflug auf die Frankfurter Außenfläche erspart. Im Viertelfinale geht es nun gegen den Neusser EV, der dank des Neuwieder Auswärtspunktes Tabellensechster bleibt.
Tornados Niesky werden Gruppensieger (OLO Zum Abschluss der Gruppenphase in der Pokalrunde spielten die Tornados am Freitag noch mal im Eisdom (Zelthalle) auf dem Gelände der HALLE MESSE in Bruckdorf gegen die Saale Bulls aus Halle. Am letzten Wochenende mussten die Nieskyer erst eine herbe 1:6-Niederlage gegen die Hallenser vor heimischem Publikum hinnehmen. Da war Revanche angesagt. Beide Teams liefen am Freitag mit einem relativ kleinen Kader auf. Bei den Tornados fehlten Daniel Wimmer, Marco Noack, Marcel Linke, Philipp Bauer und Marcel Leyva. Dafür kamen die U23-Spieler der SG Rot-Weiß Bad Muskau/ ELV Niesky David Vatter und Oliver Stein zum Einsatz. Den Nieskyer Kasten hütete Robert Handrick.
Das Spiel begann schnell und gleich mit einigen guten Torchancen. Doch erst in der 18. Minute gingen die Gastgeber in Führung. Bereits eine Minute später glichen die Tornados durch einen Schuss von Vitezslav Jankovych nach Vorlage von Mojmir Musil und Sebastian Greulich aus. Mit dem Spiel stand von 1:1 ging es das erste Mal in die Kabine.
Im Mitteldrittel sorgten die Saale Bulls in der 24. Minute für eine Schrecksekunde. In 3:5-Unterzahl überwanden sie die Nieskyer Abwehr und trafen zum 2:1. Doch davon ließen sich die Nieskyer nicht wirklich beeindrucken. Sie spielten ruhig und souverän weiter. Vitezslav Jankovych versenkte in der 29. Minute erneut den Puck nach Vorarbeit von Mojmir Musil und Jörg Pohling im Hallenser Kasten. Der Ausgleich war geschafft.
In der 36. Minute sorgte Mojmir Musil -assistiert von Vitezslav Jankovych und Andreas Brill- für den 3. Nieskyer Treffer. Eine Minute später war es erneut Mojmir Musil, der nach Vorlage von Jörg Pohling und Vitezslav Jankovych die Hallenser Abwehr und Torhüter Glatzel überwand und zum 2:4 traf. Mit diesem Spielstand ging es dann auch in die letzte Pause.
Die Gastgeber wollten im letzten Drittel das Ergebnis noch drehen. Doch trotz zahlreichen Torchancen auf beiden Seiten wollten kein Treffer mehr gelingen. So siegten die Tornados am Ende verdient mit 2:4 (1:1; 1:3; 0:0). Damit sind sie auch Sieger der Gruppe A. Die Pokal-Halbfinale finden im Modus Best of Three vom 07. bis zum 16. März 2014 statt. Halbfinalgegner der Tornados sind die Jonsdorfer Falken. Die genauen Spieltermine werden Anfang der Woche bekannt gegeben.
Spannung bis zum Schluss im dritten Spiel / Tölz – Peiting 3 : 2 (0:1, 2:0, 0:1, 1:0) n. V.(OLS) Erneut einen großen Kampf lieferte der ECP im dritten Spiel der Play-Offs gegen die Tölzer Löwen ab. Peiting ließ sich nicht wie zwei Tage zuvor in die Defensive drücken sondern agierte überaus aktiv und erspielte sich im ersten Abschnitt eine leichte Feldüberlegenheit. Daher war auch die Führung der Gäste aus dem Pfaffenwinkel verdient. Florian Stauder (17.) war es, der mit einer Direktabnahme, nach schöner Vorarbeit Manni Eichberger und Toni Saal für Peiting zum 0:1 traf.
Im zweiten Spielabschnitt machte sich dann Hauptschiedsrichter Aumiller zum Herr über die Partie und schickte reihenweise Peitinger Spieler nach fragwürdigen Entscheidungen auf die Strafbank. Dies schwächte das Team aus der Marktgemeinde zusehends, wodurch Tölz gegen Drittelende die Partie mit einem Doppelschlag durch Strobl und C. Kolacny drehte. Zwischen den beiden Tölzer Treffern hatte Baindl die erneute Peitinger Führung auf dem Schläger, scheiterte aber an Wölfl im Tor der Hausherren.
In den letzten 20 Minuten machte Peiting weiter Druck und drängte auf den Ausgleich. Als der Tölzer Strobl, nach einem Foul an Toni Saal mit Verletzungsfolge, eine Spieldauerdisziplinarstrafe erhielt, schien die Chance auf den Ausgleich gekommen. Doch eine weitere Strafzeit gegen Peiting machte die nummerische Überlegenheit teilweise wieder wett. So dauerte es bis zur 58. Minute, als dem Pechvogel vom Freitag -Flori Simon- aus spitzem Winkel mit einem Sonntagsschuss doch noch der verdiente Ausgleich gelang. Kurz vor Drittelende sprach dann Schiri Aumüller erneut eine fragwürdige Strafe gegen Tim Rohrbach aus. Dies nutzten die Hausherren in der Verlängerung und erzielten sieben Sekunden vor Ablauf der Strafzeit durch Fischhaber den 3:2-Siegtreffer.
Peiting hat in dieser Partie erneut gezeigt, dass es in der Lage ist dem Favoriten aus Tölz Paroli zu bieten. Insgesamt hat der ECP von neun gespielten Dritteln sechs gewonnen. Daher ist auch nach dieser Niederlage noch nichts entscheiden. Am Dienstag werden die Karten neu gemischt und der Ausgleich der Serie ist durchaus im Bereich des Möglichen.
Klare Sache für Regensburg / EV Regensburg – Mighty Dogs 8:1 (2:1, 2:0, 4:0)(OLS) Ein denkbar schlechter Auftakt in die erste Play Down-Serie für den ERV Schweinfurt. Wobei das Drama an diesem Abend nicht die Niederlage an sich war, sondern eher der Umstand, dass die Mighty Dogs gegen top auf diese Abstiegsrunde vorbereiteten Regensburger rein gar nichts zu bestellen hatten.
Bis auf den dauerverletzten Andi Kleider und ohne Benni Dirksen waren alle Stammspieler der Dogs an Bord; auf Georg Lang aus der 1b hatte Coach Rob Torgler verzichtet. Gegenüber vier Reihen der Hausherren konnte man allerdings nur bis Mitte des zweiten Drittels mithalten. Doch schon vorher zeigten sich alte Schwächen wie die mangelnde Absicherung gegen Konter bei eigenen Angriffen. Dazu kam weitgehende Harmlosigkeit vor dem Kasten von Cinibulk und ungewohnte Fehler des Schweinfurter Keepers Martin Fous.
Zwei relativ schnell hintereinander fallende Treffer zum 4:1 ebneten Regensburg schon im Mitteldrittel den Weg zum Erfolg. Die Dogs verbauten sich durch mehrere Strafzeiten im Anschluss auch noch selbst den Weg. Eigene Powerplays kurz vor der zweiten Pause blieben ohne Wirkung. Richtig dahin ging es im Schlussabschnitt. Nach dem schnellen fünften Tor der Gastgeber gab es nur noch wenig Widerstand, folgerichtig kassierte man noch drei weitere Dinger. Uns schlimmer: Vitali Stähle, der nach 33 Minuten bereits eine 1ß-minütige Disziplinarstrafe erhalten hatte, ließ sich zu einem weiteres Foul hinreißen, das ihn vorzeitig in die Kabine brachte und ihm die automatische Sperre für den Sonntag einbrachte. Dass die Schweinfurter zu diesem Zeitpunkt – ca. 5 Minuten vor dem Ende - durch den Spielverlauf und ihrer Kritik an mehreren Entscheidungen des Schiedsrichters nicht gerade in bester Laune waren, sollte da keine Entschuldigung sein.
Im Endeffekt war Regensburg an diesem Abend einfach besser und konzentrierter, stand gut in der Verteidigung, nutzte die Chancen und machte rechtzeitig den Sack zu. Eine ähnliche Einstellung werden die Dogs am Sonntag an den Tag legen werden müssen, wenn sie im Icedome den Ausgleich schaffen wollen.
(DEL2) Der SC Riessersee verlor unglücklich mit 2:3 Toren in Kaufbeuren. Die Werdenfelser und Allgäuer lieferten sich einen „Fight“, der schon Playoff Charakter hatte. Der SCR war von Beginn an hell wach und hatte auch den nötigen Respekt vor den Hausherren, die in den letzten Wochen sehr erfolgreich waren. „Wir wussten dass dieses Spiel nichts mit dem gegenseitigen Tabellenstand zu tun hatte“, so Toni Krinner.
Die Begegnung war schnell mit vielen Torszenen. Der ESVK erzeugte mehr Druck, was ein Beleg dafür war, wie sich die Mannschaft gewandelt hat. Der SCR hielt dagegen und somit entwickelte sich bis zum Schluss ein spannendes Spiel. Die Führung wechselte und die Weiß-Blauen kamen gut zwei Minuten vor Schluss zum verdienten Ausgleich. Das schlussendlich doch noch der Siegtreffer für Kaufbeuren kurz vor Schluss viel, war für den SCR bitter. „ Wir sind in einen Konter gelaufen weil die Spieler vielleicht zu viel wollten, dass darf uns aber nicht passieren, denn ein Punktgewinn wäre wichtig gewesen“, so Toni Krinner.
Nun kommt es zum finalen Wochenende der Vorrunde. Der SC Riessersee spielt auch an den Spieltagen 51 und 52 um eine gute Ausgangsposition für die Playoffs. Zwischen Platz vier und sechs ist noch alles möglich, drei Mannschaften liegen nur einen Punkt auseinander. Zum direkten Duell zwischen dem SCR und Landshut kommt es im letzten Heimspiel vor den Playoffs am kommenden Freitag im Olympia-Eissportzentrum.
!! Spielbeginn des nächsten Heimspieles gegen Landshut am Freitag ist bereits um 19:30 Uhr !!
Ein Geniestreich reicht / VER Selb - TSV Erding 1:0 (0:0,0:0,1:0)(OLS) Der VER Selb gewinnt in der Eishockey-Oberliga Süd auch das dritte Spiel der Play-off-Serie gegen den TSV Erding. Die "Wölfe" rennen über 50 Minuten erfolglos an, dann erlöst Tom Fiedler die 2200 Fans mit dem "goldenen Tor".
VER Selb: Suvelo (Kümpel) - Schadewaldt, Martell, Meier, T. Schneider, Schütt, R. Schneider, Roos, Nägele - Mudryk, Geisberger, Piwowarczyk, Moosberger, Hördler, Fiedler, Schiener, Heilman, Hendrikson, Neumann.
Schiedsrichter: Melia (Grefrather EC); Zuschauer: 2200; Tor: 52. Min. Fiedler (Moosberger) 1:0; Strafminuten: Selb 8, Erding 2.
Vor dem ersten Bully erhielten die "Wölfe" gestern den Meisterpokal, den DEB-Ligenleiter Oliver Seeliger überreichte. Der sah danach im ersten Drittel ein überlegenes Selber Team, das vor dem Tor aber die letzte Konsequenz vermissen ließ. Möglichkeiten gab es fast im Minutentakt für die Hausherren. Doch ob Schiener, Piwowarczyk oder Fiedler mit einem Versuch eines Bauerntricks: Sie alle fanden in Torwart Ewert ihren Meister. Auch Heilman, der in der sechsten Minute alleine auf den Erdinger Kasten zulief, brachte den Puck nicht am starken Gästekeeper vorbei.
Ab der achten Minute mussten dann die Selber auf der Hut sein, nicht in Rückstand zu geraten. Schiedsrichter Melia schickte - sehr zum Unmut der VER-Fans - mit Fiedler und Schadewaldt gleich zwei Selber Spieler auf die Strafbank. Die Hausherren überstanden das 3:5-Unterzahlspiel mit etwas Glück und Torwart Suvelos Geschick. Danach übernahmen die "Wölfe" wieder das Kommando, scheiterten aber weiter ein um das andere Mal an Ewert. Auf der Gegenseite musste Suvelo sein ganzes Können aufbieten, als nach einem bösen Schnitzer in der Selber Defensive Trox alleine vor ihm aufgetaucht war.
Die "Wölfe" kamen nach der Pause sofort wieder hellwach aus der Kabine, wurden aber zunächst vom Schiedsrichter ein wenig ausgebremst. Nach einem unglücklichen Zusammenprall mit Trox - er musste verletzt vom Eis und ins Krankenhaus - musste Roos auf die Strafbank. Als kurz darauf auch noch Schadewaldt zwei Minuten aufgebrummt bekam, hatte der Schiedsrichter endgültig seine Sympathien bei den Selber Fans verspielt. Doch selbst bei diesem 3:5-Unterzahlspiel bekam der VER seine Chance durch Piwowarczyk. Die Selber kämpften und rackerten, spielten sich Chance auf Chance heraus - einzig im Abschluss haperte es in dieser von beiden Seiten sehr intensiv geführten Begegnung. In der 32. Minute hatten die Selber Anhänger bereits den Torschrei auf den Lippen, doch einmal mehr scheiterte Topscorer Piwowarczyk an Torwart Ewert. Der ist eigentlich nur zweiter Keeper der "Gladiators", dürfte in dieser Form aber der Nummer eins - Patrick Ashton - den Rang ablaufen.
Auch im Schlussabschnitt war der VER das dominierende Team. Und nun waren auch die Fans in Play-off-Form und peitschten ihre Mannschaft förmlich nach vorne. Doch was die "Wölfe" auch anstellten, der Puck wollte einfach nicht hinter die Linie. Und als die Selber Angreifer schon so langsam der Verzweiflung nahe schienen, klappte es doch noch mit dem einen Geniestreich. Nach Moosbergers Zuspiel ließ Fiedler in der 52. Minute die Halle explodieren. Erding versuchte zwar noch einmal alles, doch die "Wölfe" retteten ihren dritten Sieg mit starkem Einsatz über die Zeit. Martell hatte in letzter Sekunde sogar noch den zweiten Treffer auf dem Schläger, zielte aber am längst verwaisten Erdinger Gehäuse vorbei. Am Aschermittwoch können die Holden-Schützlinge die Serie mit ihrem vierten Sieg vorzeitig beenden.
Zwei Siege für United North Stars sorgen für spannenden Endspurt um den Playoff-Einzug (RLN) Nachdem am vorigen Wochenende zwei Auswärtsspiele innerhalb von 24 Stunden anstanden, mussten die United North Stars an diesem Wochenende ein Auswärts- und ein Heimspiel innerhalb von 24 Stunden absolvieren. Siege waren in beiden Spielen Pflicht, wenn die North Stars nicht frühzeitig ihre Chancen zur Playoff-Teilnahme verspielen wollten. Die Vorzeichen für die Auswärtspartie am Samstag bei den Harsefeld Tigers waren denkbar ungünstig. Aus Krankheits- und Zeitgründen konnten einige Spieler nicht mitfahren, so dass das Team letztlich mit nur 11 Spielern anreiste. Da Goalie Roger Mede noch an einer Verletzung laboriert, sahen die United North Stars auf der Torwartposition noch einmal Handlungsbedarf und holten Artur Jasieniak ins Team. Der Bruder von North Stars-Stürmer David Jasieniak, der in der Vergangenheit im Kader der Salzgitter Icefighters stand, sah dort keine Perspektive mehr und freute sich auf seine Einsätze für die United North Stars.
Bereits in seinem ersten Spiel für sein neues Team zeigte sich, dass diese Personalentscheidung zur richtigen Zeit kam. In den ersten zehn Minuten, als die Harsefeld Tigers eine Angriffswelle nach der anderen fuhren, hielt Jasieniak seinen Kasten sauber und fing selbst eigentlich unhaltbare Pucks weg. Dies gab seinen Teamkollegen das Gefühl, hinten sicher zu stehen und sich auf den Angriff zu konzentrieren. Kapitän Karl-Arne Reiffen und Sebastian Steller sorgten für eine 0:2 Führung der Gäste zum Ende des ersten Drittels, während Artur Jasieniak im Kasten weiterhin auch bei brenzligen Situationen absolute Ruhe ausstrahlte. Im zweiten Abschnitt erhöhen zunächst Reiffen und Jasieniak auf 0:4, bevor den Harsefeldern der erste Treffer gelingt und es mit dem Spielstand 1:4 in die Kabine geht. Im letzten Drittel sorgte zunächst Vadims Geza in Unterzahl für das 1:5, bevor die Tigers im Powerplay das 2:5 markierten. Dies sollte aber der letzte Torerfolg für die Harsefelder in dieser von vielen Strafzeiten gegen beide Teams geprägten Begegnung bleiben. Die United North Stars hingegen konnten durch Karl-Arne Reiffen (2), David Jasieniak und Philip Rickerts noch zum 2:9 Endstand erhöhen. Fazit dieser Begegnung: Eine ersatzgeschwächte Rumpfmannschaft der United North Stars hat gemeinsam gekämpft, alles gegeben und letztlich den verdienten Erfolg erzielt.
Am Sonntag im Nachholspiel gegen den SV Altona standen den North Stars zum Glück wieder mehr Spieler zur Verfügung, so dass sie mit drei Reihen spielen konnten. Dafür reisten die Gäste, die tags zuvor noch sensationell Wolfsburg besiegt hatten, mit einer Rumpftruppe bestehend aus zehn Spielern und zwei Torhütern an. Die North Stars ließen aber nichts anbrennen und gingen durch Sebastian Steller (7.) und David Jasieniak (9.) früh 2:0 in Führung. Sie standen hinten wieder sicher und kontrollierten das Spiel. In der Schlussphase des ersten Abschnitts konnte Kapitän Karl-Arne Reiffen sogar bei eigener Unterzahl auf 3:0 erhöhen (19.). Das zweite Drittel war spielerisch nicht sehr ansehnlich, da die North Stars ihren spielerischen Faden verloren und die Gäste dadurch mehr ins Spiel kamen. Die logische Folge war das 3:1 (32.). North Stars Coach Dieter Reiss wechselte den Torhüter und für den wieder sehr gut aufgelegten Artur Jasieniak kam Julian Mai, der seinen Kasten sauber hielt, denn im letzten Abschnitt trafen nur noch die North Stars. Mit einem Doppelschlag innerhalb von 12 Sekunden durch Geza und Jasieniak (51.) stellten die North Stars die Weichen endgültig auf Sieg. Das 6:1 legte sich der Altonaer Torwart selbst ins Netz, der den Puck eigentlich schon in der Fanghand hatte, ihn dann aber verlor und ins Netz rutschen ließ (59.). Der Treffer in Überzahl wurde David Jasieniak gutgeschrieben. Nachdem Altonas Maximilian von Gratkowski sich mit einem Stockstich und der darauf folgenden Spieldauerstrafe 41 Sekunden vor dem Ende selbst aus dem Spiel nahm, konnten die North Stars noch einmal Überzahl spielen und eine Sekunde vor der Schlusssirene durch Reiffen den 7:1 Endstand markieren (60.).
Damit haben die United North Stars ihre Pflichtaufgaben an diesem Wochenende mit Bravour erfüllt und durch ihre beiden Siege dafür gesorgt, dass es am kommenden Sonntag zu einem Sechs-Punkte-Spiel in der Eishalle Langenhagen kommt. Denn gegen Tabellennachbar Salzgitter Icefighters muss ein Sieg her, damit die Chance auf die Playoff-Teilnahme erhalten bleibt, ebenso wie auch das letzte Punktspiel am 15. März beim Lokalrivalen Wedemark Scorpions gewonnen werden muss.
Doch zunächst gilt die volle Konzentration von Coach Dieter Reiss und seinem Team der Begegnung mit Salzgitter. Spielbeginn am 9. März in der Eishalle Langenhagen ist um 17:30 Uhr.
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