IHP NachrichtenDienstag 21.Juli 2026
(IHP) Nachfolgend aktuelle Nachrichten, offizielle Mitteilungen und Personalien vom Wochenbeginn mit insgesamt fünf Beiträgen vom Deutschen Eishockey Bund, aus der Deutschen Eishockey Liga und Deutschen Eishockey Liga 2, sowie aus der Bayernliga und Landesliga Bayern.
| NEWS DEB - Nationalmannschaft / Deutsche Eishockey Liga - Deutsche Eishockey Liga 2 / Oberliga Süd - Oberliga Nord |
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NationalmannschaftPeter John Lee wird sportlicher Berater (DEB) Peter John Lee unterstützt den Deutschen Eishockey-Bund e. V. (DEB) künftig als sportlicher Berater der Männer-Nationalmannschaft. Der ehemalige erfolgreiche Spieler und langjährige Geschäftsführer der Eisbären Berlin, der aktuell im Aufsichtsrat des amtierenden Meisters tätig ist, bringt seine umfassende Erfahrung aus dem nationalen und internationalen Spitzeneishockey in die Weiterentwicklung der Nationalmannschaft ein. Mit der Einbindung von Peter John Lee intensiviert der DEB die enge Zusammenarbeit mit den DEL-Klubs und nutzt gezielt die Expertise erfahrener Persönlichkeiten aus dem deutschen Profieishockey. Die sportliche Weiterentwicklung der Männer-Nationalmannschaft soll dabei im engen Austausch zwischen Verband und Liga erfolgen. Neben Lee wird auch die bestehende Sportkommission mit Karl-Heinz Fliegauf (Grizzlys Wolfsburg) und Stefan Ustorf (Nürnberg Ice Tigers) weiterhin ihre Expertise einbringen. Gemeinsam stehen die Beteiligten dem DEB beratend zur Seite und unterstützen den Verband bei der Analyse, Bewertung und Weiterentwicklung sportlicher Strukturen. Die Verantwortung für die sportliche Ausrichtung und die finalen Entscheidungen der Männer-Nationalmannschaft bleiben dabei beim DEB. Der Verband bindet die Erfahrungen und Perspektiven der Experten aus Liga und Umfeld gezielt in die laufende Neuaufstellung ein, um nachhaltige Strukturen für die kommenden Jahre zu schaffen. Christian Künast, Vorstand Sport des DEB: „Wir freuen uns, dass uns mit Peter John Lee ein absoluter Fachmann und Experte künftig beim DEB unterstützt. Er hat über viele Jahre gezeigt, dass er sportliche Entwicklungen frühzeitig erkennt und Strukturen nachhaltig aufbaut. Genau diese Erfahrung wollen wir jetzt bei der Weiterentwicklung unserer Männer-Nationalmannschaft nutzen. Peter war in seiner Laufbahn immer jemand, der Entscheidungen nicht für den Moment, sondern mit Blick auf die kommenden Jahre getroffen hat. Dieser Weitblick wird uns weiterhelfen.“ Peter John Lee, sportlicher Berater des DEB: „Ich fühle mich geehrt, dass Christian Künast und der DEB auf mich zugekommen sind und mir dieses Vertrauen entgegenbringen. Das deutsche Eishockey liegt mir seit vielen Jahren am Herzen und ich freue mich darauf, meine Erfahrungen einzubringen. Besonders freue ich mich auf die neue Aufgabe und die Zusammenarbeit mit Christian Künast, Stefan Ustorf, Charly Fliegauf sowie allen Verantwortlichen im Verband. Mit Blick auf die Heim-WM und die kommenden Jahre gilt es, neue Begeisterung zu entfachen und die Grundlagen für nachhaltigen Erfolg zu schaffen. Eishockey-Deutschland hat zurecht hohe Ziele und ich bin überzeugt, dass wir diese gemeinsam erreichen können. Ich gehe diese Aufgabe mit großer Leidenschaft, Motivation und Vorfreude an.“ Peter John Lee blickt auf eine lange Laufbahn im deutschen und nordamerikanischen Eishockey zurück. Nach rund 450 Spielen in der NHL wechselte er 1983 zur Düsseldorfer EG und wurde dort viermal Deutscher Meister. 1996 kam er zu den Eisbären Berlin, wo er nach dem Ende seiner Spielerkarriere zunächst als Trainer und später im Management tätig war. Unter seiner Verantwortung entwickelten sich die Eisbären zu einem der erfolgreichsten Klubs der PENNY DEL. Achtmal wurde der Verein zwischen 2005 und 2021 Deutscher Meister. Internationale Erfahrung sammelte Lee als Assistenztrainer der Schweizer Nationalmannschaft unter Ralph Krueger, mit der er acht Weltmeisterschaften und zwei Olympische Spiele bestritt. Seit 2021 ist Lee Mitglied des Aufsichtsrats der Eisbären Berlin. Diese Funktion behält er auch parallel zu seiner neuen Aufgabe beim DEB.
Löwen FrankfurtLöwen Frankfurt Verpflichten Austin Wagner (DEL) Mit hohem Tempo biegen wir auf die Zielgerade der Sommerpause ein – und hohes Tempo ist ein gutes Stichwort, wenn es um den nächsten Neuzugang der Löwen Frankfurt geht. Mit Austin Wagner verpflichten die Löwen einen absoluten Top-Schlittschuhläufer, der mit der Erfahrung von 178 NHL- und 200 AHL-Spielen nach Frankfurt kommt. Bei seinem neuen Klub unterschreibt der Flügelstürmer einen Einjahresvertrag. Austin Wagner wurde 1997 in Calgary geboren. Nachdem er zunächst noch in einem Nachwuchs eines Eishockeyteams seiner Geburtsstadt spielte, wechselte er im Alter von 17 Jahren in die WHL (Western Hockey League) zu den Regina Pats. Dort reifte er in den folgenden Jahren zu einem der Top-Stürmer des Teams und konnte in 283 Spielen 202 Punkte (99 Tore, 103 Vorlagen) verbuchen. Seine Leistungen und sein Skating, das von Scouts und Experten auch später immer wieder als eines der besten im Pro-Hockey bewertet wurde, sorgten dafür, dass der Kanadier im NHL Entry Draft 2015 in der 4. Runde an Position 99 von den Los Angeles Kings gedraftet wurde. 2017 machte Wagner seine ersten Spiele für Ontario Reign (AHL), dem Farmteam der LA Kings. Es sollte nur diese eine Saison dauern, bis sich die Kings entschieden, den Linksschützen dauerhaft in der NHL einzusetzen. In den drei darauffolgenden Spielzeiten lief Austin Wagner 171-mal für Los Angeles auf. Dabei erzielte er 22 Tore und bereitete 18 weitere vor. Danach ging es für ihn zurück zu Ontario Reign, bevor er während der Saison 2022/23 nach Chicago getradet wurde. Im Trikot der Blackhawks kam der Hochgeschwindigkeits-Stürmer auf sieben weitere Einsätze (1 Tor, 1 Vorlage) in der NHL. Nach einem Jahr in Schweden bei IK Oskarshamn (SHL), wo er 17 Scorerpunkte in 41 Partien sammelte, zog es den 185 cm großen und 88 kg schweren Wagner zurück nach Nordamerika, wo er in der folgenden Saison 63 Spiele (9 Tore, 9 Vorlagen) in der AHL für die Chicago Wolves absolvierte. Zur Saison 2025/26 entschied sich der Flügelstürmer für einen Wechsel in die KHL. 57-mal spielte Wagner für die Shanghai Dragons, für die er acht Tore erzielte und neun Vorlagen sammelte. Austin Wagner: „Ich freue mich sehr und fühle mich geehrt, in der kommenden Saison für die Löwen Frankfurt zu spielen. Das ist ein großartiger Verein mit leidenschaftlichen Fans, einer starken Eishockeykultur und hohen Zielen. Ich bin dankbar für die Gelegenheit, ein Teil davon zu sein. Schon bei meinen ersten Gesprächen mit Jan und Tom wurde mir klar, dass Frankfurt ein Ort ist, an dem ich mich als Spieler weiterentwickeln und zum Erfolg der Mannschaft beitragen kann. Ich freue mich darauf, meine neuen Teamkollegen kennenzulernen, jeden Tag hart zu arbeiten und alles zu geben, um der Mannschaft zu helfen, ihre Ziele zu erreichen. Ich kann es kaum erwarten, loszulegen, vor den Frankfurter Fans zu spielen und diesen Klub mit Stolz zu vertreten. Wir sehen uns bald in der Halle!“ Sportdirektor Jan Barta: „Austin bringt viel Tempo mit, kreiert durch sein Forechecking viele Offensivaktionen und arbeitet sehr zuverlässig in beide Richtungen. Vom ersten Kontakt an war zu spüren, wie gerne er für die Löwen Frankfurt spielen möchte.“ Austin Wagner wird in Frankfurt mit der Rückennummer 91 auflaufen. Herzlich willkommen!
SachsenEnergie bleibt Platin-Partner (DEL2) Es ist mehr als eine Vertragsverlängerung – es ist ein klares Bekenntnis zur gemeinsamen Zukunft: SachsenEnergie und die Dresdner Eislöwen setzen ihre erfolgreiche Partnerschaft fort. Der regionale Energieversorger bleibt für weitere zwei Jahre Platin-Partner der Blau-Weißen und ist auch auf dem neuen Eislöwen-Helm wieder präsent. Mit dem neuen Helm kehren die Dresdner Eislöwen zu ihrem klassischen Eislöwenblau zurück. Feine Details wie die Dresdner Stadtsilhouette und die Elbe greifen die enge Verbundenheit zur Landeshauptstadt auf und verleihen dem Design eine unverwechselbare Identität. Mittendrin: das SachsenEnergie-Logo – sichtbar platziert als Zeichen einer starken, langjährigen Partnerschaft. Constance Jacob, Sponsoring SachsenEnergie AG: „Als Energieversorger stehen wir für Leistungsbereitschaft und Entwicklung – Werte, die sich auch im Sport widerspiegeln. Die Dresdner Eislöwen gehen diesen Weg mit viel Dynamik und klarer Perspektive. Wir freuen uns, die Partnerschaft fortzusetzen und auch künftig unter anderem auf dem Helm präsent zu sein – sichtbar in einem Umfeld, das für Tempo, Einsatz und Emotion steht.“
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| NEWS Landesverbände Süd Bayernliga - Landesliga Bayern - Bezirksliga Bayern / Baden-Württemberg-Liga - Landesliga Baden-Württemberg |
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Schweinfurt Mighty DogsUnsere Identität im neuen Design (BYL) Die Mighty Dogs schlagen ein neues Kapitel in ihrer Vereinsgeschichte auf und präsentieren ihre vollständig überarbeitete Corporate Identity. Der neue Markenauftritt verbindet die traditionsreiche Geschichte des ERV Schweinfurt mit einem modernen, flexiblen Designsystem, das den gesamten Verein – von den Mighty Dogs bis zum Nachwuchs – unter einer gemeinsamen visuellen Identität vereint. Herzstück des neuen Erscheinungsbildes ist die neu entwickelte „Hundemarke“, die aus dem bisherigen MD-Logo hervorgegangen ist. Moderner, klarer und dynamischer gestaltet, steht sie künftig als verbindendes Symbol für den gesamten Verein. Während das markante „MD“ exklusiv die erste Mannschaft repräsentiert, lässt sich das neue Design modular auf alle Bereiche der Mighty Dogs übertragen. Auch die bekannte Dogge wurde umfassend überarbeitet. Die seit fast 25 Jahren bekannte Dogge präsentiert sich künftig in einer reduzierten, grafischen Formensprache, die sowohl digital als auch im Print optimal funktioniert. Gleichzeitig bleiben prägende Elemente der Vereinsgeschichte erhalten: Die legendären Mighty-Dogs-Augen feiern ihr Comeback und sorgen für einen hohen Wiedererkennungswert. Für kleinere Anwendungen wurde zudem eine eigenständige Kopfvariante entwickelt. Erstmals erhält auch der Nachwuchs ein eigenes Erscheinungsbild – mit einem speziell gestalteten Welpen-Logo für die Mighty Dogs Juniors. Mit der eigens entwickelten Wortmarke erhält der Verein darüber hinaus einen unverwechselbaren Schriftzug. Die speziell entworfene „ERVont Weißblau Schmalschrift“ verleiht dem Logo durch ihre markante Neigung und klare Formensprache Dynamik und Bewegung. Ergänzt wird sie durch eine komplette Schriftart, deren Gestaltung den industriellen Charakter Schweinfurts mit den fließenden Formen des Eishockeysports verbindet. Auch die Farbwelt wurde konsequent weiterentwickelt. Weiß und Blau bilden weiterhin die Basis der Vereinsidentität und werden durch drei aufeinander abgestimmte Blautöne ergänzt. Grau, Schwarz sowie dezente gelbe und rote Akzente schaffen zusätzliche Flexibilität. Das Rot steht dabei bewusst für die unterfränkische Heimat der Mighty Dogs und greift gleichzeitig historische Gestaltungselemente wie die seit Jahren getragenen roten Helme auf. Ein zentrales Element der neuen Markenidentität bleibt der Vereinsclaim. Aus dem bisherigen Motto „Vereint in Weiß-Blau“ wird „Vereint in Weißblau“. Die bewusst zusammengeschriebene Wortmarke steht sinnbildlich für die einzigartige Identität des ERV Schweinfurt und unterstreicht den Zusammenhalt des gesamten Vereins – von den jüngsten Nachwuchsspielern bis zur ersten Mannschaft. Entwickelt wurde die neue Corporate Identity von Niklas Zimmermann, der die DNA des ERV Schweinfurt aus eigener Erfahrung kennt. Als ehemaliger Nachwuchsspieler, Spieler der ersten Mannschaft und bis heute aktiver Rollhockeyspieler bringt er seit rund 30 Jahren eine enge Verbindung zum Verein mit. Dieses tiefe Verständnis der Vereinskultur floss maßgeblich in die Entwicklung des neuen Erscheinungsbildes ein. Mit der neuen Corporate Identity schaffen die Mighty Dogs die Grundlage für einen einheitlichen, professionellen und zukunftsfähigen Markenauftritt. Sie stärkt die Wiedererkennbarkeit des Vereins, verbindet Tradition mit Moderne und macht sichtbar, wofür die Mighty Dogs seit Jahrzehnten stehen: Leidenschaft, Zusammenhalt und eine starke Identität – vereint in Weißblau.
ERC SonthofenVom Sonthofener Nachwuchs ins Nationaltrikot: Tom Koshkin zeigt, wie moderne Talentförderung funktioniert (BLL) Es sind Geschichten wie diese, die das Herz eines jeden Nachwuchstrainers höher schlagen lassen. Wenn ein Junge im Oberallgäu seine ersten Schritte auf dem Eis macht, die Grundlagen des Eishockeysports erlernt und Jahre später die Farben Deutschlands auf internationaler Bühne vertritt, erfüllt das die gesamte Region mit Stolz. Die Rede ist von Tom Koshkin. Der talentierte 15-Jährige, der seine Wurzeln beim ERC Sonthofen 1999 hat, ist das jüngste Paradebeispiel für die exzellente Nachwuchsarbeit des Traditionsvereins. Seine Eishockeylaufbahn begann im Alter von fünf Jahren in der Laufschule des ERC Sonthofen. Mit sieben Jahren startete Koshkin dann richtig im Spielbetrieb des ERC durch und durchlief dort die Altersklassen bis zum Endjahrgang der U13. Danach folgte der logische nächste Schritt zum EV Füssen, wo sich schnell die ersten großen sportlichen Erfolge einstellten. Mit dem Team erreichte er den beachtlichen Status als drittbeste Mannschaft Bayerns. Koshkins Leistungen blieben nicht unbemerkt: Es folgte die Einladung in die Bayern-Auswahl, mit der er den renommierten Arge Alp Cup in der Schweiz gewann. Auch international setzte er erste Duftmarken und feierte in der Offseason den Turniersieg beim hochkarätig besetzten Europe Select Tournament in Budapest. Für sein letztes U15-Jahr wechselte das Defensivtalent schließlich zum Nachwuchs-Powerhouse EV Landshut – ein Schritt, der von direktem Erfolg gekrönt war. Gemeinsam mit der Mannschaft feierte er den Gewinn der Deutschen Meisterschaft. Dass Koshkin vor allem in den entscheidenden Momenten zur Höchstform aufläuft, belegen seine Statistiken eindrucksvoll: In der Meistersaison 2024/25 dominierte er von der blauen Linie aus und sammelte in der Hauptrunde in 28 Spielen überragende 31 Scorerpunkte (6 Tore, 25 Assists). In den Playoffs legte er mit einem Tor und drei Vorlagen in fünf Partien nach und bewies absolute Nervenstärke. Parallel dazu war er bereits Stammgast in den nationalen Sichtungscamps und glänzte in der spielfreien Zeit mit einem starken zweiten Platz beim World Talent Tournament. Folgerichtig schnupperte er bereits als jüngerer Jahrgang in die U17-Bundesliga hinein. In der darauffolgenden Spielzeit 2025/26 etablierte er sich fest in der U17 des EV Landshut. Nach 18 Scorerpunkten in 34 Hauptrundenspielen zeigte er auch hier in der heißen Saisonphase seine Qualitäten und verbuchte in vier Playoff-Spielen zwei weitere Assists, auch wenn das Team in diesem Jahr unglücklich früh aus den Playoffs ausschied. Der Lohn für den unermüdlichen Einsatz folgte prompt auf internationalem Parkett. Koshkin stand in dieser Saison bei allen vier Turnieren der Nationalmannschaft im Kader (in der Schweiz, Finnland, Füssen und Frankreich) und führte das Team bei zwei dieser Turniere sogar als Assistenzkapitän aufs Eis. Insgesamt absolvierte er bereits zehn offizielle Länderspiele für die deutsche U16-Nationalmannschaft, überzeugte defensiv wie als Führungsspieler und verbuchte seinen ersten internationalen Scorerpunkt. Der nächste Meilenstein steht bereits fest: In der kommenden Saison wird Tom Koshkin für die Jungadler Mannheim auflaufen und blickt voller Vorfreude auf die neuen Herausforderungen. Vom Talentförderer zum Sprungbrett: Rückenwind für die Vereinsbasis Der Weg von Tom Koshkin zeigt eindrucksvoll, wie wirksam die Nachwuchsarbeit im regionalen Eishockey ist. Wenn Eigengewächse den Schritt zu Top-Adressen schaffen, ist das nicht nur eine Bestätigung für das geleistete Training, sondern eröffnet auch den Heimatvereinen neue Möglichkeiten und Impulse für die Zukunft. Für kleinere Vereine wie den ERC Sonthofen ist dieser Trend eine Herausforderung, die jedoch auch großen Stolz mit sich bringt: Gehen die absoluten Leistungsträger, verliert die Mannschaft zwar Substanz, was die Konkurrenzfähigkeit in den höheren bayerischen Ligen erschwert. Doch genau dieser schmerzhafte Verlust ist der Beweis für den Erfolg des Vereins, der sich damit als erstklassiges Sprungbrett für den Eishockey-Nachwuchs etabliert. Zudem öffnet jeder Abschied eines Top-Talents gleichzeitig eine neue Tür an der Basis: Die frei werdenden Schlüsselpositionen und die wichtige Eiszeit bieten die perfekte Chance für andere, jüngere Spieler, in die Bresche zu springen, Verantwortung zu übernehmen und über sich hinauszuwachsen. Genau hier setzen die aktuellen Richtlinien des Bayerischen Eissport-Verbandes (BEV) und des Deutschen Eishockey-Bundes (DEB) an. Mit dem reformierten System der Ausbildungsentschädigung wird endlich versucht, diesen sportlichen Wandel zumindest finanziell abzufedern und einen fairen Ausgleich zu schaffen. Wechselt ein Nachwuchsspieler den Verein, wird je nach Ziel-Altersklasse eine feste Entschädigung fällig, wie beispielsweise 900 Euro bei der U15 und 1.100 Euro bei der U17. Diese Regelung stellt sicher, dass die Basisvereine, die unter großem ehrenamtlichem Einsatz das Fundament für spätere Nationalspieler legen, spürbar belohnt werden. Das eingenommene Geld kann direkt wieder in die Breite investiert werden, um die Lücken zu schließen und die nächste Generation an Spielern an das nächste Level heranzuführen. Seitens des ERC Sonthofen betont man, dass die Ausbildungsentschädigung ein echter Meilenstein für Vereine an der Basis sei. Sie zeige, dass die harte Arbeit gesehen und wertgeschätzt wird, auch wenn der sportliche Verlust des Spielers natürlich im ersten Moment wehtut. Wenn ein Junge wie Tom Koshkin von der Sonthofener Laufschule den Sprung in die Nationalmannschaft und zu den Top-Adressen des deutschen Eishockeys schafft, überwiegt am Ende dennoch die schönste Bestätigung für alle Beteiligten. Der ERC Sonthofen beweist damit einmal mehr, dass er ein echtes Sprungbrett für Karrieren im deutschen Eishockey ist. Während der Verein an der Basis weiter an den Stars von morgen feilt, wird man den weiteren Weg von Tom Koshkin ganz genau und mit einer großen Portion Stolz mitverfolgen.
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