IHP Nachrichten(IHP) Aktuelle Nachrichten, Pressemitteilungen, Spielberichte und Spielankündigungen von Montag 30.Oktober 2017. Heute mit Informationen aus der Deutschen Eishockey Liga, Deutschen Eishockey Liga 2, Oberliga Süd und Oberliga Nord, sowie aus der Bayernliga, Landesliga Bayern, Regionalliga Südwest, Regionalliga West und Regionalliga Ost.
Düsseldorfer EG (DEL)
DEG versenkt Fischtowner - Shutout von Niederberger
Die Düsseldorfer EG hat am Sonntagabend gegen die Fischtown Pinguins mit 4:0 (0:0, 2:0, 2:0) gewonnen. Zum zweiten Mal in Folge blieben die Düsseldorfer zuhause ohne Gegentor. Das Team von Mike Pellegrims war von Beginn an überlegen, Zählbares, kam aber erst im zweiten Drittel heraus. Ins Rollen brachte die DEG ausgerechnet ein alter Bekannter der Gäste aus Bremerhaven.
Red Bull München (DEL)
Red Bulls verlieren nach acht DEL-Heimsiegen in Folge
Nach acht DEL-Heimsiegen in Folge riss die Erfolgsserie des EHC Red Bull München gegen die Iserlohn Roosters: Trotz des Treffers von Keith Aucoin verlor die Mannschaft von Trainer Don Jackson vor 4.830 Zuschauern mit 1:2 (0:2|1:0|0:0).
Die Roosters starteten mit mehr Druck in die Partie und kamen schon in der vierten Spielminute zum ersten Torerfolg: Jason Jaspers verwandelte aus zentraler Position. Dann tankte sich Jack Combs durch die Münchner Verteidigung, legte den Puck vor dem Tor quer und Christopher Brown musste nur noch einschieben (10.). Erst jetzt übernahm München die Kontrolle, kam aber nur selten zu gefährlichen Tormöglichkeiten.
Auf den Anschluss mussten die Fans am Oberwiesenfeld bis zur 31. Minute warten, als Keith Aucoin in Überzahl die Scheibe am gegnerischen Bullykreis übernahm und Mathias Lange im Iserlohner Tor überwinden konnte. Die Vorlage kam von Brooks Macek, der damit im achten Spiel in Folge punktete. Zuvor hätte bereits Jason Jaffray treffen können, als er alleine vor Lange auftauchte, aber am Keeper scheiterte (11.).
Große Möglichkeiten auf beiden Seiten gab es im Schlussdrittel: Erst wurde ein Schlittschuhtor von Iserlohns Travis Turnbull aberkannt (44.), dann traf Yannic Seidenberg auf der Gegenseite am langen Pfosten nur das Außennetz (45.). Die Red Bulls drängten auf den Ausgleich, Steve Pinizzotto traf den Innenpfosten (54.), doch dem amtierenden Meister gelang kein Treffer mehr.
Tölzer Löwen (DEL2)
Derbysieger: Tölzer Löwen!
Weh hat sie getan, die 4:9-Klatsche im ersten Auswärtsspiel beim SC
Riessersee. Umso besser schmeckt der Derby-Ausgleich aus Löwensicht. Mit
7:3 (2:2, 3:1, 2:0) gewinnen die Tölzer Löwen das zweite
Pflichtspiel-Derby dieser Saison.
Wie haben wir sie vermisst, die Heimspiel-Derbys gegen den SCR. Gerade
deswegen ist der Sieg über den größten Rivalen Balsam für die Tölzer
Seele, die fast 2500 Tage auf den letzten Heimspielvergleich gegen die
Blau-Weißen warten mussten. "Natürlich bin ich mit dem Ergebnis und auch
der Art und Weise, wie wir gespielt haben zufrieden. Wir haben in den
letzten Spielen Probleme gehabt ins Spiel zu kommen. Ich denke, dass wir
heute gut losgelegt haben", gab ein grinsender Rick Boehm auf der
Pressekonferenz zu Protokoll. Schon nach 130 Sekunden führten die Tölzer
Löwen in der restlos ausverkauften weeArena (4115 Zuschauer). Der
Neuzugang Chris St. Jacques traf bei seinem ersten Wechsel im
Löwen-Trikot. Von Florian Strobl in Szene gesetzt vollstreckte der
Routinier eiskalt. In der Folge verpassten es die Buam die Führung
auszubauen und der SC Riessersee hatte seine beste Phase der Partie. Ein
Doppelschlag von Stephan Wilhelm und Andreas Driendl drehte das Spiel
zugunsten der Gäste. Die Löwen ließen sich nicht aus dem Konzept bringen
und antworteten in Person von Andreas Schwarz, der im Nachschuss den
Ausgleich markierte.
"Tölz war besser heute. Wir waren nicht zweikampfstark genug. Wir haben
nicht sauber genug gespielt. Da braucht man nicht zu viel analysieren,
Tölz war einfach besser", so der sichtlich enttäuschte SCR-Coach Toni
Söderholm. Dieser Unterschied wurde nun auch im Ergebnis deutlich.
Gerade mal zehn Sekunden waren im zweiten Drittel gespielt, als Philipp
Schlager zum 3:2 traf. Der Stürmer schnappte sich den Puck im
gegnerischen Drittel, umrundete das Tor und schoss ins Kreuzeck -
Traumtor. Als Chris St. Jacques, schön von Maximilian Hörmann in Szene
gesetzt, zum 4:2 traf, war die Euphorie auf der schwarz-gelben Seite der
Arena groß. Der Neuzugang zeigte eine grandiose Leistung und hätte wenig
später sogar seinen Hattrick perfekt machen können, doch Florian Strobl
entschied sich bei dem Konter für den Schuss und gegen den Pass - Nemec
parierte. Aber die Löwen konnten am Sonntagabend mit Rückschlägen
umgehen. Auch Andreas Driendls zweiter Treffer ließ die Löwen kalt, die
in der 30.Spielminute zum 5:3 einschossen. Erneut war es Andreas
Schwarz, der diesmal das Tor von Schlager duplizierte und zu seinem
fünften Saisontor traf.
Der SC Riessersee kam als Drittplatzierter zum Tabellenletzten nach Bad
Tölz. Doch im Schlussdrittel schien es so, als hätten sich die Rollen
umgekehrt. Abgezockt agierten die Löwen, fehlerhaft die Garmischer. Das
mündete erneut in einem schnellen Tor durch Florian Strobl und dem
Treffer zum 7:3-Endstand durch Michael Endraß. Den emotionalen
Schlusspunkt setzte erneut Chris St. Jacques, der sich mit einigen
SCRlern in die Haare bekam. Unterstützt von André Lakos gewannen die
Löwen auch dieses Duell.
"Natürlich bin ich sehr zufrieden", resümierte Rick Boehm im Hinblick
auf das Debüt von St. Jacques. Zwei Tore, ein Faustkampf und ein harter,
aber fairer Check, der den Löwenfans noch lange in Erinnerung bleiben
wird. Letztere feiern den Derbysieg in Bad Tölz wohl immer noch -
zurecht!
Bayreuth Tigers (DEL2)
Bayreuth bleibt punkt- und torlos gegen Kaufbeuren
Ohne den beim Spiel in Crimmitschau verletzten Stammgoalie Vosvrda mussten die Oberfranken in dieses Heimspiel gehen aber auch die Gäste hatten zahlreiche Ausfälle zu beklagen. Backup Freddy Hartung genoss aber völlig zu Recht als einzig verfügbarer Torwart das volle Vertrauen von Trainer und Team und bestätigte es auch mit einer tadellosen Partie.
Das Spiel lief auch gleich flott von Anfang an durch die neutrale Zone mit viel Körperspiel und gutem Tempo. Einzelne Torchancen waren aber sichere Beute der beiden Goalies oder wurden schon vorher von der Verteidigung geklärt. Kurz vor Ende des ersten Abschnitts gelang den Allgäuern aber dann doch die Führung. Der kürzlich leihweise aus Augsburg von der DEL nach Kaufbeuren zurück gekehrte Thiel kam nach einem Abpraller frei zum Schuss und ließ Hartung keine Chance.
Im Mittelabschnitt kamen die Wagnerstädter eine Nuance offensiver aus der Kabine und verlegten etwas mehr Spielanteile in die Zone der Joker. Gästetorhüter Vajs hatte nun mehr zu tun als sein Gegenüber, Bestand dabei aber alle Prüfungen. Besonders in der 25. Minute als Kolozvary frei zum Abschluss kam lag der Ausgleich zwar in der Luft, doch er fiel nicht. Der sehr agile Eugen Alanov kurbelte ebenfalls unermüdlich, doch die Abwehr der Gäste hielt allen Versuchen Stand. Da auf der Gegenseite auch Hartung sein Tor nun sauber hielt, blieb es nach 40 Minuten beim knappen 0-1 für Kaufbeuren.
Ähnliches Bild im Schlussdrittel. Bayreuth versuchte den Rückstand zu drehen, doch zu selten gelang dies mit Kombinationen. Einzelaktionen oder Fernschüsse waren das häufigste Mittel und dabei fehlte es, dann dem guten Torwart Vajs öfters die Sicht zu nehmen oder durch den „Verkehr“ vor ihm zu gefährlichen Nachschüssen zu kommen. So blieb es bei der Null für die Hausherren und bei einem der Gegenzüge bediente Sarault den mitgelaufenen Monteith und der ließ Hartung völlig frei beim 0-2 erneut keine Abwehrchance.
In den letzten drei Minuten versuchten die Bayreuther mit einem Feldspieler mehr nochmals alles und hatten auch noch einige Torchancen, doch auch hier wollte die Scheibe trotz turbulenter Szenen vor Vajs nicht über die Linie und Sekunden vor Ende machte Laaksonen mit dem 0-3 ins leere Tor endgültig „den Deckel drauf“. Die Tigers kämpften doch im Abschluss fehlten diesmal das Glück und die eine oder andere zwingende Idee bzw. die entscheidende Durchschlagskraft und so nahm Kaufbeuren die drei Punkte mit auf die Heimreise.
Eispiraten Crimmitschau (DEL2)
2:1! Eispiraten sind auch in Ravensburg erfolgreich - Westsachsen dank Auswärtssieg mit 6-Punkte-Wochenende
Die Eispiraten Crimmitschau reiten weiter auf der Erfolgswelle. Die Mannschaft von Trainer Kim Collins setzte sich am heutigen Sonntagabend mit 2:1 bei den Ravensburg Towerstars durch und feierte damit nicht nur den dritten Sieg in Serie, sondern auch ein Sechs-Punkte-Wochenende. Die Eispiraten-Torschützen feierten dabei beide Jubiläen. Patrick Pohl hat seit heute Abend 150 Spiele im Eispiraten-Trikot auf dem Konto, Vincent Schlenker traf in seiner 100. Partie für die Rot-Weißen.
Die Eispiraten, die auf den verletzten Bernhard Keil verzichten mussten, hatten zu Beginn der Begegnung mehr vom Spiel und machten frühzeitig Druck auf das Tor von Robin Langmann. Eine von mehreren guten Chancen hatte dabei Robbie Czarnik, doch der Führungstreffer für die Westsachsen blieb aus. Mit der Zeit wurden die Gastgeber dann besser. Die Mannschaft von Trainer Jiri Ehrenberger setzten sich phasenweise im Drittel der Eispiraten fest, eine von zahlreichen Überzahlspielen nutzten die Schwaben in der 20. Minute dann eiskalt aus. Robin Just ließ Olivier Roy mit seinem Schuss keine Chance zur Abwehr.
Im zweiten Drittel wurden die Westsachsen dann aber wieder besser, wussten die Angriffe der Gastgeber konzentriert zu vereiteln und im Gegenzug blieben sie vor dem Tor cool. Ossi Saarinen bediente Jubilar Patrick Pohl. Der Stürmer, welcher heute sein 150. Pflichtspiel für die Crimmitschauer bestritt, spielte zunächst Torhüter Langmann aus und traf dann noch sehenswert zum Ausgleich - 1:1 (22.)! Die Puzzlestädter zeigten sich sichtlich beeindruckt von dem Tor der in weiß gekleideten Eispiraten und hatten Glück, nur wenig später nicht in Rückstand geraten zu sein. Robbie Czarnik kam in Unterzahl an den Puck, sein Rückhandschuss nach blitzschnellem Konter sorgte aber nicht für den Führungstreffer.
Die Mannschaft von Kim Collins kam sichtlich selbstbewusst aus der Kabine und intensivierten ihre Offensivbemühungen im dritten Durchgang zunehmend. Doch Robin Langmann parierte immer wieder stark, Goldhelm Jordan Knackstedt traf nur das Aluminium. Auf der Gegenseite hatten die Eispiraten dann viel Glück, als ein heranrauschender Towerstar die Hartgummischeibe nicht im Tor versenken konnte. Olivier Roy war bereits geschlagen. Es dauerte bis zur 55. Spielminute, bis die knapp 50 mitgereisten Piraten-Fans dann jubeln durften. Erneut trafen die Crimmitschauer und das sehr sehenswert! Frei vor dem Tor legte Pohl mit seinem Rückhandpass quer auf Vincent Schlenker. Der Angreifer, welcher heute sein 100. Spiel im Eispiraten-Dress absolvierte, vollendete und sorgte somit für den Game Winner zum 2:1!
Dresdner Eislöwen (DEL2)
Eislöwen schlagen Frankfurt mit 5:1 / Harrison Reed verletzt
Die Dresdner Eislöwen haben das DEL2-Punktspiel gegen die Löwen Frankfurt mit 5:1 (2:1; 3:0; 0:0) gewonnen. Vor 3059 Zuschauern brachte Tyler Gron den Gast in der sechsten Minute in Führung, doch Alexander Höller drehte die Partie aus Sicht der Eislöwen durch seine Treffer in der 15. und 17. Minute – darunter sogar ein Tor in Unterzahl. Harrison Reed (21.) und Nick Huard (27.) bauten im Mitteldrittel den Dresdner Vorsprung aus. Tim Miller markierte in Überzahl den 5:1-Endstand (34.).
Schlechte Nachricht: Harrison Reed wurde mit dem Verdacht auf Fraktur des Außenknöchels am linken Fuß noch während der Partie ins Krankenhaus Dresden-Friedrichstadt eingeliefert.
Eislöwen-Cheftrainer Franz Steer: „Wir sind mit dem Ergebnis natürlich überaus zufrieden, dennoch würde ich die Punkte gerne hergeben, wenn wir dafür auf die Verletzung von Harrison Reed verzichten könnten. Er hat sich gut eingefügt, hat uns sofort weitergeholfen. Sein Ausfall ist bitter für uns. Wir haben heute in Unterzahl sehr gut agiert und konnten auch wieder auf eine starke Leistung unseres Goalies Marco Eisenhut zählen. Insgesamt möchte ich aber das gesamte Team hervorheben, die Jungs haben hart gearbeitet.“
Löwen-Coach Paul Gardner: „Ich verliere nicht gern, das ist klar. Wir sind gut gestartet, haben dann aber große Fehler gemacht, die von Dresden direkt ausgenutzt wurden. Die Eislöwen waren griffiger in den entscheidenden Bereichen. Glückwunsch an den Gegner!“
Das nächste DEL2-Punktspiel bestreiten die Dresdner Eislöwen am Freitag, 3. November um 19.30 Uhr zum SKODA-Gameday gegen die Kassel Huskies.
Kassel Huskies (DEL2)
Sieg in Weißwasser – Huskies zeigen große Moral!
Ohne den langzeitverletzten Manuel Klinge, die angeschlagenen Mike Little und Thomas Merl
sowie Kevin Maginot, der für die Adler Mannheim aufs Eis ging, traten die Kassel Huskies am 14.
DEL2-Spieltag bei den Lausitzer Füchsen an. Dafür war Mark Ledlin wieder mit von der Partie, so
dass Cheftrainer Rico Rossi auf vier Sturmreihen zurückgreifen konnte. Lukas Koziol ersetzte
Thomas Merl als Mittelstürmer in der zweiten Reihe und stürmte mit Adriano Carciola und Toni
Ritter. Die Gastgeber mussten mit Maximilian Adam auf ihren punktbesten Verteidiger verzichten.
Bereits in der dritten Spielminute gerieten die Schlittenhunde in Rückstand. In Überzahl ließ Artur
Tegkaev Huskies-Schlussmann Pantkowski mit einem platzierten Schuss in den Winkel keine
Chance und traf zum 1:0. Auch in der Folge waren es die Gastgeber, die mehr Torgefahr
produzierten. Erst nach zehn Minuten wurde Kassel gefährlicher. Pimm bei einem 2 auf 1 Konter
und Wisniewski nach einem sehenswerten Solo verpassten jedoch den Ausgleich. So legten die
Füchse nach 16 Minuten nach, als Just – erneut in Überzahl – aus dem rechten Bullykreis zum 2:0
einnetzte. Da Carciolas Schlagschuss dreißig Sekunden vor der Sirene durch Maximilian Franzreb
sicher pariert wurde, liefen die Schlittenhunde auch zu Beginn des Mittelabschnitts einem
Rückstand von zwei Toren hinterher. Die Torschussstatistik von 19:7 zu Gunsten der Gastgeber
spiegelte insofern den Zwischenstand wieder.
Allerdings kamen die Huskies klar verbessert aus der Kabine und schnürten ihren Gegner immer
wieder ein. Echte Großchancen sprangen dabei jedoch zunächst nicht heraus, in der 30.
Spielminute schoss ein Ritter-Versuch knapp am Tor vorbei. Eine gute Minute später zappelte der
Puck dann aber im Netz der Füchse. Evan McGrath traf in Überzahl humorlos zum 2:1-
Anschlusstreffer.
In der Folge drückten die Huskies weiter und erspielten sich beste Möglichkeiten auf den
Ausgleich. Koziol startete über rechts durch, brachte die Scheibe aus guter Position jedoch nicht
gefährlich aufs Tor. Nach 35 Minuten tauchte Alex Lambacher völlig frei vor Franzreb auf,
scheiterte aber ebenso am Füchse-Schlussmann wie McGrath wenige Sekunden später aus
ähnlicher Position. Drei Minuten vor der zweiten Sirene war es Alex Heinrich, der die nächste Hundertprozentige liegen ließ, indem er freistehend das halbleere Tor verfehlte. Zu allem Überfluss kassierte Marco Müller in der Schlussminute des zweiten Drittels noch eine Spieldauerdisziplinarstrafe, so dass die Schlittenhunde im Schlussabschnitt dezimiert antraten. Die Chance auf die Wende war dennoch intakt, weil Pantkowski gegen Warttig und Just den dritten Gegentreffer verhinderte. Die erste Phase der Unterzahl überstanden die Schlittenhunde, auch weil Owens bei seinem Schlagschuss lediglich den Außenpfosten traf. Aufgrund einer Tegkaev-Strafe nach 43 Minuten ging es von da an mit vier gegen vier Feldspielern weiter. In der 49. Spielminute sahen die 2.150 anwesenden Zuschauer je einen Alleingang auf beiden Seiten, allerdings scheiterte Lennartson an Pantkowski und McGrath auf der Gegenseite an Franzreb. Danach hatten die Huskies allerdings Probleme, sich weitere gute Möglichkeiten zu erspielen. Erst drei Minuten vor Schluss startete Braden Pimm über links durch, fand aber erneut in Franzreb seinen Meister. Gegen weit aufgerückte Schlittenhunde sorgten die Gastgeber zweieinhalb Minuten vor Schluss für das 3:1, Tegkaev traf freistehend. Die Vorentscheidung? Von wegen! In der Schlussminute nahm Rico Rossi Mirko Pantkowski zu Gunsten eines sechsten Feldspielers vom Eis. Eine Maßnahme, die 43 Sekunden vor Schluss Erfolg zeigte. Carciola verwertete einen Rebound zum 3:2-Anschluss. Es folgte die umgehende Auszeit des Cheftrainers, der wenige Sekunden später sah, wie seine Jungs den angesagten Spielzug umsetzten. Wisniewski, Pimm und Kuchejda kombinierten sich schnell vor das Füchse-Gehäuse, der Deutsch-Tscheche verlud Franzreb 28 Sekunden vor der Sirene zum nicht mehr für möglich gehaltenen 3:3-Ausgleich. In der Verlängerung hielten sich die Huskies dann nicht lange auf. Nachdem die Gastgeber zunächst noch den Siegtreffer verpassten, enteilte Lukas Koziol allen Gegenspielern und hob den Puck zum 3:4-Endstand ins Netz.
Kaufbeuren Buron Joker (DEL2)
ESVK sichert sich in Bayreuth drei Punkte / 3:0 Auswärtssieg für die Joker vor 1803 Zuschauern - Stefan Vajs mit drittem Shutout der Saison
Der ESV Kaufbeuren musste am heutigen Sonntagabend beim Gastspiel in Bayreuth auf insgesamt neun Spieler verzichten. Allerdings traten auch die Tigers mit einem dezimierten Kader an, so dass ich die Joker schlussendlich in einer sehr ausgeglichenen Partie mit 3:0 durchsetzen konnten.
Das erste Drittel war von vielen Zweikämpfen geprägt und gute Torchancen auf beiden Seiten waren eher Mangelware. Die Kaufbeurer hatten dazu schon früh in der Partie eine Unterzahlsituation zu überstehen, als Fabian Koziol für zwei Minuten auf die Strafbank wanderte. Diese überstanden die Joker dann aber ohne größere Probleme und kamen danach zu ersten Torabschlüssen. Die größte Chance für die Allgäuer vergab Christoph Kiefersauer, der nach einem schönen Pass von Charlie Sarault knapp aus spitzen Winkeln an Friedrich Hartung im Kasten der Tigers scheiterte. Auf der Gegenseite musste Stefan Vajs sein Können gegen Andreas Geigenmüller und Eugen Alanov aufbringen. 47 Sekunden vor der ersten Pause konnte Alex Thiel dann die 0:1 Führung für den ESVK erzielen. Nach einem cleveren Zuspiel von Jere Laaksonen musste Thiel die Scheibe nur noch im leeren Gehäuse unterbringen.
Im zweiten Drittel hatten beide Teams genügend Zeit ihre Specialteams zum Einsatz zu bringen. Allerdings setzten sich bei beiden Mannschaften jeweils die Unterzahlspezialisten durch. Insgesamt neutralisierten sich die Tigers und der ESVK über weite Strecken des zweiten Abschnittes und beide Torhüter hatten dabei wenig Möglichkeiten sich auszuzeichnen. Auf Seiten der Bayreuther hatten Eugen Alanov und Jozef Potac die gefährlichsten Torabschlüsse. Für den ESVK hatte Sami Blomqvist die wohl dickste Chance auf 0:2 zu stellen. Sein Schuss verfehlte das Tor der Tigers dabei allerdings um wenige Zentimeter. Somit ging es ohne weiteren Treffer in die zweite Drittelpause.
Auch im Schlussabschnitt sahen die Zuschauer ein weiterhin sehr ausgeglichenes Spiel. Die Bayreuther versuchten auf den Ausgleichstreffer zu drücken und die Joker verteidigten geschickt. In der 51. Spielminute konnten die Allgäuer einen Konter zur Vorentscheidung verwerten. ESVK Verteidiger Mychal Monteith überwand Tigers Torhüter Friedrich Hartung nach einem zielgenauen Zuspiel von Charlie Sarault auf der Fanghandseite zum 0:2. Die Hausherren warfen dann alles nach Vorne und setzten den ESVK dabei teilweise auch stark unter Druck. In den Schlussminuten agierten die Bayreuther dann mit sechs Feldspielern und Stefan Vajs erwies sich einmal mehr zum Fels in der Brandung für die Kaufbeurer und rettete mehrfach in höchster Not. Jere Laaksonen nutze dann einen weiteren Konter zur Entscheidung. Nach einem Scheiben gewinn musste der finnische Sturmtank den Puck nur noch im leeren Gehäuse zum 0:3 Endstand unterbringen.
ESVK Trainer Andreas Brockmann sah einen sehr disziplinierten Auftritt seiner Mannschaft. Dazu habe man in der Defensive sehr gut gespielt und kaum Torchancen der Bayreuther zu gelassen und einen sehr guten Stefan Vajs im Tor gehabt. Trotz der starken Defensivleistung konnte man in der Offensive die entscheidenden Akzente setzen und das Spiel so auch verdient gewinnen.
Für die Joker geht es bereits am Dienstag um 17:00 Uhr mit einem Heimspiel gegen die Lausitzer Füchse weiter.
Lindau Islanders (OLS)
Knappe Niederlage in Weiden
Die EV Lindau Islanders treten derzeit in der Oberliga Süd weiter auf der Stelle. Auch bei den Blue Devils Weiden lieferten die Lindauer ein gutes Spiel ab, unterlagen in einer engen Partie aber mit 2:4 (1:2, 0:1, 1:1).
Da die vor den Islanders liegenden Mannschaften aus Sonthofen und Memmingen punkteten und sich um vier bzw. zwei Zähler absetzten, müssen die Lindauer nun fürchten, den Anschluss zu verlieren. Zumal mit Regensburg, Peiting und Rosenheim Top- Gegner warten, gegen die es schwer werden wird, zählbares zu holen.
Dabei lieferten die Lindauer beim Tabellendritten erneut eine Leistung auf Augenhöhe ab, verschliefen aber den Anfang. „Wir waren zu Beginn zu hektisch“, sagte Trainer Dustin Whitecotton über den Auftritt seiner Mannschaft in den sieben Minuten, in denen Weiden mehr als das eine Tor von Martin Heinisch hätte erzielen können (5.). Nachdem die Gäste allerdings ihre Beine aus dem Busgepäck nachgeliefert bekamen und ins Laufen gerieten, gelang recht schnell der Ausgleichstreffer. Sascha Paul war es, der konsequent zum Tor zog und Martin Wenters Schuss nach neun Minuten im Nachsetzen über die Linie drückte.
„Danach war es ein gutes und enges Spiel“, sagte Whitecotton, in dem aber die Gastgeber doch den Tick zielstrebiger agierten. Gerade als die Islanders ein Unterzahlspiel überstanden hatten, traf Matt Abercrombie doch noch zur 2:1 Drittelführung für die Oberpfälzer (18.).
Dies korrigierten die Lindauer recht schnell. Schon nach eineinhalb Minuten des zweiten Durchgangs war Simon Klingler zur Stelle und erzielte nach Vorlage Zdenek Cechs den erneuten Ausgleich. Obwohl sich die Islanders mehr Spielanteile eroberten gelang ihnen allerdings nicht die Führung. Dies verhinderte der Pfosten gegen Michal Mlynek. Besser machte es Weiden dann in Überzahl beim 3:2 von Vitali Stähle (32.).
Beide Teams hatten in der Folge ihre Chancen und die beiden Keeper einiges zu tun. Die Islanders drückten gerade im Schlussdrittel mächtig auf den Ausgleich, hatten auch ein Chancenplus von 11:7, brachten die Scheibe aber nicht an Blue Devils Goalie Johannes Wiedemann vorbei. Der hatte noch einmal Glück bei einem weiteren Pfostenschuss Mlyneks, vollbrachte aber zwei Minuten vor dem Ende seine größte Tat, als er die beste EVL- Chance von Adrian Kirsch glänzend zunichte machte. Das 4:2 erneut durch Abercrombie fiel 62 Sekunden vor dem Ende, als Whitecotton Henning Schroth zugunsten eines sechsten Feldspielers vom Eis genommen hatte.
Erneut gab es also viel Lob für die Lindauer – was allerdings ohne Punkte wertlos ist. Und die Aufgaben werden nicht einfacher. Am Mittwoch (18 Uhr) müssen die Islanders erstmals in dieser Saison bei den Eisbären Regensburg ran, die zuletzt Waldkraiburg mit 10:0 aus der Donau- Arena schossen, aber das Spitzenspiel gegen Peiting mit 4:7 verloren. Der Tabellenvierte um die beiden Oberliga- Süd Topscorer Nikola Gajovsky (27 Punkte) wird also mit mächtig Wut im Bauch gegen die Islanders auflaufen und den Eindruck vom Sonntag korrigieren wollen. Die Islanders treten in diesem Spiel als krasser Außenseiter an.
Starbulls Rosenheim (OLS)
Spitzenspiel am Feiertag: Starbulls empfangen Deggendorf
Nach dem 2:1-Auswärtserfolg beim Tabellenschlusslicht in Miesbach steht für die Starbulls Rosenheim am Allerheiligen-Feiertag ein hochinteressantes Heimspiel auf dem Programm. Zu Gast an der Mangfall ist der Deggendorfer SC. Dabei treffen die Grün-Weißen als Spitzenreiter auf den Tabellenzweiten, dem sie in einem intensiv und hart geführten Vorbereitungsspiel im September mit 5:6 unterlagen. Spielbeginn im emilo-Stadion ist am Mittwoch um 17 Uhr.
„In so einem Spiel zählt nur, dass man am Ende drei Punkte mitnimmt“, sagte Manuel Kofler am Sonntagabend nach der Schlusssirene in der Miesbacher Eisssporthalle – wohl wissend, dass der Rosenheimer Sieg in der Schlussphase am seidenen Faden hing und es im zweiten Drittel Spielphasen gab, in denen beim Stand von 1:1 der Führungstreffer des TEV Miesbach in der Luft lag. Letztlich reichten die Tore von Petri Lammassaari, der in der 17. Minute einen Rückpass von Michael Fröhlich verwandelte, und von Tobias Draxinger, der unmittelbar nach Beginn des dritten Drittels im Powerplay abgefälscht von der blauen Linie traf, zur vollen Punktausbeute. Der auf dem letzten Tabellenplatz rangierende TEV Miesbach hatte sich mit leidenschaftlichem Kampf als Team ebenso ein Riesenlob verdient wie Torwart Anian Geratsdorfer, der die Rosenheimer Stürmer wiederholt zur Verzweiflung brachte. Vor allem im ersten Abschnitt hatten es die Starbulls versäumt, sich eine klare und beruhigende Führung herauszuschießen.
Manuel Kofler sah sich dabei phasenweise an das Vorbereitungsspiel Anfang September in Deggendorf erinnert, als sein Team den Gegner spielerisch voll im Griff hatte und eine klare Mehrheit an Torchancen besaß. Trotzdem gingen die Gastgeber mit einem 6:5-Sieg vom Eis. Am Mittwoch kreuzen sich die Wege der beiden Teams nun erneut, diesmal in Rosenheim und unter Pflichtspielbedingungen. Es ist eine echte Spitzenpartie, die um 17 Uhr im emilo-Stadion angepfiffen wird. Die Starbulls haben als Spitzenreiter der Oberliga Süd 27 Punkte auf dem Konto, Gegner Deggendorf als Tabellenzweiter deren 23. Interessant ist dabei natürlich die Tatsache, dass beiden Kontrahenten bisher – je einmal auswärts und zuhause –– nur gegen Teams ihrer „Untergruppe“ gespielt haben und die Liga erst jetzt am 11. Spieltag quasi „verzahnt“ wird.
Dass Deggendorf die Qualität einer Spitzenmannschaft besitzt, ist freilich unbestritten. Trainer John Sicinski kann auf ein eingespieltes Team der vergangenen Oberliga-Saison zurückgreifen, das auf einzelnen Positionen gezielt verstärkt wurde. So konnte für das Tor mit dem starken Cody Brenner ein Rückkehrer aus Regensburg ebenso gewonnen werden wie mit Vilos Vavrusa ein Verteidiger mit DEL-2-Erfahrung aus Freiburg. Bei den „Importspielern“ scheint der DSC im Festhalten an den Stürmern Kyle Gibbons (USA) und Curtis Leinweber (Kanada) eine gute Entscheidung getroffen zu haben. Gemeinsam haben die beiden Stürmer in den ersten zehn Spielen bereits 37 Scorerpunkte verbucht. Insgesamt haben die Niederbayern schon 44 Mal – und damit zwei Mal öfters als die Starbulls – ins Schwarze getroffen. Dabei zeichnet die Deggendorfer aus, dass sie nicht viele Chancen brauchen, um Torerfolge bejubeln zu können. Trainer John Sicinski legt vor allem Wert auf kompromisslose „Aufräumarbeit“ in der eigenen Verteidigungszone. Die große Herausforderung, die auf die Grün-Weißen am Feiertag zukommt, ist demnach klar abgesteckt: ein Abwehrbollwerk knacken, Zweikampfhärte annehmen, schnelle Gegenstöße effektiv unterbinden.
Die Zusammenstellung der Rosenheimer Sturmreihen wird sich für das mit Spannung erwartete Spitzenspiel notgedrungen wieder ändern. Dominik Daxlberger ist nach seiner Spieldauerdisziplinarstrafe in der Schlussphase des Spiels vom Sonntag gesperrt. Damit ist auch die Option von vier kompletten Angriffsformationen nicht gegeben. Karten für das Spitzenspiel, das am Mittwoch um 17 Uhr beginnt, sind jederzeit online zum Selbstausdruck im Ticketshop auf www.starbulls.de erhältlich. Die Tageskasse am Spieltag öffnet um 15 Uhr. Wer keine Möglichkeit hat, selbst ins Stadion zu kommen, kann das Spitzenspiel per Internet-Livestream – buchbar über www.sprade.tve zum Preis von 5 Euro – verfolgen.
Sonthofen Bulls (OLS)
Bärenstarker ERC Sonthofen besiegt Selb 4:1 - 748 Zuschauer sehen echtes Spitzeneishockey
Der ERC Sonthofen hat am Sonntagabend den VER Selb mit 4:1 (1:1; 1:0; 2:0) besiegt. Dabei zeigten beide Mannschaften echtes Spitzeneishockey. Für Heiko Vogler war es die Antwort an alle Kritiker der vergangenen Tage. Doch in der momentanen englischen Woche vor der Deutschland-Cup-Pause zu Faschingsbeginn werden die Bulls ihre Kräfte noch brauchen. Unter anderem warten mit Landshut (Mittwoch, auswärts) und Rosenheim (Freitag, 20 Uhr, Eissporthalle Sonthofen) zwei weitere Favoritenclubs auf die Oberallgäuer.
Auf dem Eis standen heute zwei Teams, die schon von der Körpersprache her bewiesen, dass sie diese Partie gewinnen wollen. Dementsprechend hochklassig gingen die Spieler auch zu Werke. Nach Chancen auf beiden Seiten folgte das 0:1 für die Wölfe aus Oberfranken, als in dichtem Gedränge ERC-Goalie Patrick Glatzel die Sicht versperrt war. Jared Mudryk hatte etwa in der Mitte des Sonthofer Spielabschnitts abgezogen. Doch die Bulls heute brandgefährlich. Die beiden Ur-Sonthofer Jungs Marc Sill und Maximilian Hadraschek in der neunten Minute im Zusammenspiel und Maximilian Hadraschek, der Held des Lindau-Spiels, mit dem verdienten Ausgleich. Immer wieder wurde schnell gespielt, doch die Torhüter ließen nichts mehr zu. 1:1 ging es in die Pause.
Das Auf und Ab sollte im Mitteldrittel weitergehen. Dicke Chancen auf beiden Seiten. Patrick Glatzel zwischen den Pfosten des ERC Sonthofen brauchte heute wieder alle „Kraken-Arme“ und hielt einen Schuss nach dem anderen - Allerdings auch der Goalie der Gegner aus Oberfranken. Keine Chance hatte Niklas Deske jedoch in der 30. Minute, als Tyler Wood die Bulls in Führung brachte. Der ERC hatte hier viel Platz, nachdem zuvor gleich zwei Selber Spieler auf der Strafbank platznehmen mussten. Die Wölfe versuchten alles, doch sie scheiterten immer wieder an der starken Defensive und Patrick Glatzel, der wie schon die letzten Wochen, wieder ein bullenstarkes Spiel machte.
In den letzten zwanzig Minuten machte der ERC Sonthofen den Sack zu. In der 44. Minute das 3:1 durch Martin Guth, der nach Vorarbeit von Messing und Stanley getroffen hatte, dann ein Pfostenschuss und schließlich ein fantastischer Safe durch Glatzel. Es blieb bei einem heiß umkämpften Spiel. Schlussendlich entschied sich Selb kurz vor dem Ende den Torhüter zu Gunsten eines sechsten Spielers vom Eis zu nehmen. Marc Sill bekommt die Scheibe von Kames und Glatzel aufgelegt und macht den 4:1 Endstand per „Emtpy-Net-Goal“.
Die Fans liegen sich in den Armen! Ein solch tolles Spiel ihrer Mannschaft, hatten sie schon ein paar Tage nicht mehr gesehen.
Löwen Waldkraiburg (OLS)
Großer Einsatz bleibt unbelohnt
Der zweite Vergleich des EHC Waldkraiburg mit dem EV Landshut am vergangenen Wochenende ging ebenfalls an die Niederbayern. Zwei Tage nach dem 2:5 unterlagen die Löwen am Sonntag dem Traditionsklub in der Raiffeisen Arena mit 1:4. Und das, obwohl man personell dezimiert lange Zeit großartig kämpfte und mithielt, doch im letzten Drittel setzte sich die Landshuter Qualität durch und sicherte dem EVL den Sieg. Den einzigen Treffer der Industriestädter erzielte Daniel Hämmerle.
Man hat es als Fan und selbst als Spieler der Waldkraiburger Löwen in diesen Tagen alles andere als leicht. Auf dem Eis sind einige Leistungsträger angeschlagen, verletzt oder im Formtief. Neben dem Eis feuert man grandios an, sieht wie sich die Mannschaft zerreißt und den „Großen“ der Liga alles abverlangt, doch am Ende entscheiden Nuancen und als Anhänger muss man die Niederlage akzeptieren versuchen. EHC-Trainer Sergej Hatkevitch musste in dieser Begegnung erneut auf Max Kaltenhauser und Lukas Wagner verzichten, außerdem fehlte Kanadier Ken Neil angeschlagen, wenngleich er in dieser Partie aber vom Tschechen Tomas Vrba ersetzt wurde.
Die Löwen hatten sich vor knapp 1200 Zuschauern, davon etwa 300 aus Landshut, einiges vorgenommen, starteten gut ins Spiel und bereits nach knapp sechs Minuten brandete der Jubel in der Raiffeisen Arena auf: Mit einem überlegten Schlenzer aus dem Slot überwand Daniel Hämmerle Gäste-Keeper Maxi Engelbrecht und stellte auf 1:0 (05:50). Keine zwei Minuten später kassierten die Löwen innerhalb von 40 Sekunden ihre ersten beiden Strafzeiten, doch mit der Halle im Rücken und starkem Stellungsspiel überstand man die doppelte Unterzahl für die übrigen 80 Sekunden und Landshut kam kaum zu Abschlüssen. Noch vor der ersten Pause kam der EHC zu zwei Powerplays doch wie schon oft in dieser und der letzten Spielzeit verliefen diese torlos. Ein weiterer Treffer in dieser Phase hätte die Partie möglicherweise in eine andere Richtung lenken können.
Auch im zweiten Drittel kamen die groß kämpfenden Löwen zu Chancen, doch Tomas Vrba scheiterte zweimal knapp (25. Minute / 28.) und auch das nächste Powerplay konnte nicht erfolgreich beendet werden. Landshuts Überzahlspiel demonstrierte glücklicherweise bis dahin für den EHC ebenfalls noch Ausbaupotenzial, doch langsam aber sicher näherten sich die Spieler von Axel Kammerer an. Maximilian Hofbauer traf zunächst die Latte (37.), Alexander Ehl verzog zwei Minuten später nur knapp. Kurz vor Ende des zweiten Drittels fiel aber doch noch der in seiner Entstehung glückliche Ausgleich: Billy Trews Schuss konnte zunächst noch geblockt werden, den Nachschuss von Stefan Reiter konnte Korbinian Sertl im EHC-Tor parieren, doch fiel die Scheibe genau auf den Schläger von Alexander Ehl, der nur mehr einschieben musste. (39:09).
Nachdem kurz vor der zweiten Pause zu einem guten Zeitpunkt der Ausgleich gefallen war, machte Landshut gegen die bis dahin stark verteidigenden Löwen im Schlussabschnitt den Sack früh zu, denn erneut früh konnte die Führung herausgeschossen werden. In Überzahl traf Peter Abstreiter zum 2:1, nachdem er sich im Rücken der EHC-Defensive davon gestohlen hatte (44:00) und damit war die Vorentscheidung gefallen. Nur 42 Sekunden später beseitigte Devon Krogh auch die letzten Zweifel am Gäste-Sieg gegen den EHC, der nun komplett verunsichert agierte (44:42), ehe Abstreiter mit seinem zweiten Treffer des Spiels- erneut in Landshuter Überzahl- den Deckel drauf machte (50:45) und besonders die Fans registrieren mussten, dass es aktuell nicht immer leicht ist, Fan der Löwen zu sein. Wenngleich dieser Auftritt jedoch Mut macht, da man lange Zeit stark mithielt, großartig kämpfte und diese Leistung gegen andere Mannschaften sicher mit dem ein oder anderen Punkt belohnt werden würde.
Harzer Falken Braunlage (OLN)
Harzer Falken sind zurück in der Spur
Dem souveränen Heimsieg am Freitag gegen den EHC Timmendorfer Strand
06, den man vor 717 begeisterten Zuschauern mit 6:2 (2:0; 0:1; 4:1)
besiegen konnte, folgte zwar eine Auswärtsniederlage gegen die EC
Hannover Indians. Doch was man beim 5:3 (0:1; 2:1: 3:1) von den Harzer
Falken zu sehen bekam knüpfte nahtlos an die sehr gute Leistung von
vor zwei Tagen an.
Dabei scheint es, dass Interimstrainer Bernd Wohlmann nach dem
glanzlosen Saisonstart die richtigen Worte gefunden und der Mannschaft
das Selbstvertrauen und den Teamgeist wieder gegeben hat. Denn wenn
man wie gegen Timmendorf bereits nach 47 Sekunden mit Trevor Hendrikx
eine wichtige Säule der Defensive aufgrund einer mehr als fragwürdigen
Spieldauerdisziplinarstrafe verliert und man der Mannschaft kaum
anmerkt, dass Hendrikx fehlt, dann ist genau dieser Teamgeist intakt.
Zumal der kanadische Verteidiger aufgrund der Spielsperre auch in
Hannover nicht mitspielen durfte. Wieder dabei war allerdings
Hauptschiedsrichter Fynn-Marek Falten, der erneut eine schwache
Leistung darbot und zeitweise gerade in den sehr körperbetonten und
harten Phasen des Spieles nicht Herr des selbigen wurde. Aber auch das
schien die Falken nicht sonderlich zu beeindrucken. Weder am Freitag
noch im heutigen Spiel in einem mit 3.046 Zuschauern prall gefüllten
Eisstadion am Pferdeturm. Eine Tugend, die man unbedingt beibehalten
sollte. Denn nur sehr selten zahlt es sich aus, sich mit den
Entscheidungen des Schiedsrichters unnötig und über Gebühr zu belasten.
So spielte man gegen Timmendorf sehr souverän mit einem überragenden
Erik Pipp als Leader sein Spiel gegen erschreckend schwache Beach Boys
herunter. Und auch die zwei Gegentreffer zum zwischenzeitlichen 2:2
sollten nicht wie in der Vergangenheit zu einem Einbruch einer bis
dahin ganz starken Leistung führen. Schnell kam man weder ins Spiel
und Alex Engel belohnte sich für sein sehr gutes Spiel auf der blauen
Linie mit einem schönen flachen Blueliner ins lange Eck, der die
Verhältnisse wieder zurecht rückte. Doch auch wenn man in den vier
Minuten rund um die beiden Gegentore kurzzeitig an die katastrophale
Niederlage in der Vorsaison nach 4:0-Führung denken musste, hatte man
angesichts des sicheren Aufbau- und Passspieles, des konsequenten
Nachsetzens vor dem gegnerischen Tor und der soliden Defensivarbeit
nie das Gefühl, dieses Spiel könne verloren gehen. Sinnbildlich für
das gute Zusammenspiel das zweite Tor, bei dem Patrik Franz und Lukas
Brückner den Puck derart durch die gegnerischen Reihen laufen ließen,
dass Richard Zerbst freie Bahn hatte und den Puck volley versenken
konnte. Oder in puncto Selbstvertrauen, wie der junge Tim Lucca Krüger
von Erik Pipp großartig bedient seinen Alleingang derart souverän
abschließt, als würde er schon ewig genau nichts anderes in der
dritthöchsten Liga tun.
Natürlich waren die Vorzeichen am Hannoveraner Pferdeturm ganz andere.
Denn hatte man es zwei Tage zuvor mit einem Team zu tun, das kaum
einen geordneten Aufbau hinbekam und nur sehr selten wirklich
gefährlich vor dem Harzer Kasten auftauchte, traf man nunmehr auf eine
Mannschaft, die ganz klar das Potenzial hat, in dieser Liga ganz oben
mitzumischen. Doch mit ordentlich Selbstvertrauen im Gepäck musste man
zwar resümieren, dass die Hannoveraner über das gesamte Spiel durchaus
die größeren Spielanteile hatten und das Spiel mit schnellen
Spielzügen und vielen Torchancen dominierten. Aber die Harzer kämpften
von der ersten bis zur letzten Sekunde stark an und sollten sogar
durch Tore von Erik Pipp in der 4. Minute und Artjom Kostyrev, der in
der 24. Minute gar in Unterzahl traf, mit 0:2 in Führung gehen. Was
folgte war eine logische Entwicklung. Denn von da an wurde es immer
härter und die Angriffe der Hausherren immer wütender, was den
Ausgleich durch Pohl und Schwab noch vor der zweiten Drittelpause zur
Folge hatte. Zwischendurch musste man gar auf Thomas Schmid
verzichten, der nach einem harten Einsteigen von Roman Pfennings in
der Kabine behandelt werden musste. Pfennings durfte ihm folgen und
mit einer Spieldauerdisziplinarstrafe vorzeitig duschen gehen. Zum
Glück konnte Schmid weitermachen, denn nachdem Morczinietz und Pohanka
mit ihren Treffern im Schlussdrittel die vermeintliche Vorentscheidung
besorgten, war es Thomas Schmid, der zwei Minuten vor Schluss mit
seinem 4:3-Anschlusstreffer nochmal für Spannung sorgte. Zu diesem
Zeitpunkt hatte Fritz Hessel das Eis bereits zu Gunsten eines sechsten
Feldspielers verlassen. Und das tat er auch nach diesem Treffer, was
jedoch dieses Mal nicht klappen und den Indians ein Empty-Net-Goal
durch Morczinietz zum 5:3-Endstand bescheren sollte.
Alles in allem eine starke Leistung des Harzer Teams, das offensiv
immer wieder für gefährliche Situationen sorgte und hinten rund um die
starken Torleute Dennis Korff am Freitag und Fritz Hessel am Sonntag
einen sehr soliden Defensivverbund abgaben. Leistungen, die unbedingt
Lust auf mehr machen. Zumal bereits in zwei Tagen mit dem ECC Preussen
Berlin der nächste direkte Konkurrent seine Visitenkarte im Braunlager
Wurmbergstadion abgeben wird. Und auch in der Hauptstadt hat man auf
den enttäuschenden Saisonstart reagiert und mit Marvin Tepper und Joe
Timm zwei Spieler reaktiviert, die zunächst nicht mehr im Kader stehen
sollten. Dazu gesellt sich mit Tobias Maeter ein Verteidiger, der zwar
auch schon über Oberliga-Erfahrung verfügt, aber die letzten Jahre in
der 5. und 4. Liga spielte. Alle drei werden bis zur
Deutschlandcup-Pause die Chance bekommen, sich in das Team zu spielen.
Und so ganz zufällig wird es sicherlich nicht sein, dass man vor dem
Spiel gegen wiedererstarkte Harzer zu dieser Maßnahme greift. So ist
man gewarnt. Nicht nur durch das Aufrüsten des Gegners, sondern auch
durch die Vorbereitungsspiele, in denen die Preussen ein sehr
unangenehmer Gegner waren, dem man aber jetzt mit vollständiger
Mannschaft und etwas breiterer Brust entgegentreten kann. Denn immer
noch gilt, alles andere als drei Punkte wären ein herber Rückschlag
beim Gang aus dem Tabellenkeller. (Hei)
Wohnbau Moskitos Essen (OLN)
Moskitos siegen in Erfurt, vierter Sieg in Folge!
Nun ist es dem Team von Frank Gentges doch gelungen eine kleine Serie zu starten. Mit dem 3:4 (0:2, 2:1, 1:1) Sieg bei den Black Dragons am Sonntagnachmittag fuhren die Wohnbau Moskitos den vierten Sieg in Folge ein.
Der erste Abschnitt begann etwas zäh, beide Teams beschnupperten sich zunächst und vor den Toren gab es nicht viel zu sehen. Erfurts Enrico Manske sorgte dann indirekt für die Führung der Wohnbau Moskitos, Julian Lautenschlager im Powerplay zum 0:1. Sieben Sekunden mussten der Erfurter Spieler Michel Maaßen noch in der Kühlbox sitzen, da legte Dominik Ochmann das 0:2 nach. Mit dieser Führung ging es in die erste Pause, doch Erfurt wurde nun stärker, versuchte Druck auf das Tor der Wohnbau Moskitos aufzubauen. Nach knapp der Hälfte des Spiels war es dann passiert, die Moskitos mussten den ersten Gegentreffer hinnehmen. Doch wieder brachte ein Powerplay den alten Abstand auf die Anzeigetafel. Kapitän Dennis Thielsch mit dem dritten Essener Treffer. Doppelte Überzahl bescherte den Dragons dann den erneuten Anschluss und mit diesem offenen Spielstand gingen beide Mannschaften in Pause Zwei.
Im letzten Drittel gab es noch zwei Treffer, für jedes Team einen. Zunächst durften die etwa 50 mitgereisten Fans der Essener jubeln, Andrej Bires traf zum 2:4. Doch Erfurt steckte nicht auf, versuchte immer wieder zurückzukommen. Knapp vier Minuten vor dem Ende eine Strafe gegen Dennis Thielsch, Erfurt nimmt auch noch den Torwart raus und Robin Sochan kann den erneuten Anschlusstreffer markieren. Bei diesem Spielstand bleibt es, obwohl Erfurt erneut alles auf eine Karte setzt.
Wohnbau Moskitos Cheftrainer Frank Gentges sagte in der Pressekonferenz: „Ich denke, wir haben ein sehr intensives Eishockeyspiel auf gutem Oberliga Niveau gesehen. Wir wussten, wenn wir hierherkommen, dass es schwer wird, wir sind personell auch nicht in der besten Verfassung. Wir sind glücklich über die Punkte. Wir waren zwei Tore vor, haben es uns dann wieder schwergemacht, durch ein paar dumme Strafen, die wir gezogen haben. Die Tore waren ja bis auf zwei alle in Überzahl, das sagt schon alles über das Spiel aus.
Und es geht Schlag auf Schlag weiter bei den Wohnbau Moskitos. Bereits am kommenden Dienstag gibt es das nächste Heimspiel am Essener Westbahnhof. Trotz, oder wegen des Feiertages wird das Spiel um 18:30 Uhr angepfiffen (Eishalle Essen-West), Gast werden die Hannover Indians sein. Wir erinnern uns, in der Vorbereitung auf die laufende Saison gab es bereits zwei Vergleiche mit den Indians, einen Sieg und eine Niederlage. In Hannover konnten die Wohnbau Moskitos mit 2:0 gewinnen, dafür ging das Heimspiel am Essener Westbahnhof mit 2:4 an die Gäste aus Hannover. Besondere Aufmerksamkeit der Essener Verteidigung gehört wohl Branislav Pohanka und Andreas Morczinietz. Beide sind in der internen Wertung ganz oben. Doch auch Tobias Schwab darf man nicht aus den Augen lassen, ebenso wie Pohanka hat er bereits sieben Treffer erzielt. Mit Igor Bacek und dem Defender Lasse Uusivirta haben die Indians dazu zwei Top Vorbereiter in ihren Reihen.
Crocodiles Hamburg (OLN)
Crocodiles gewinnen in Berlin mit 3:5 (1:3/0:1/2:1)
Die Crocodiles Hamburg konnten in der Hauptstadt ihr Auswärtsspiel gegen die Preussen Berlin mit 5:3 gewinnen.
Nach einem starken Beginn lagen die Crocodiles durch Tore von Tim Marek (4.), Daniel Reichert (11.) und dem wiedergenesenen Brad McGowan schon nach rund 16 Minuten mit 3:0 in Führung. Kurz vor der Pause verkürzte Berlins Marvin Krüger in Überzahl allerdings noch zum 3:1.
In den ersten sieben Minuten des zweiten Drittels sahen die 425 Zuschauer ein Spiel auf Augenhöhe – scheinbar durch die Führung ließ bei den Hamburgern die Konzentration nach. Die Mannschaft fing sich allerdings und erzielte, erneut durch Brad McGowan, in Überzahl das 4:1 (33.). Mit dieser Führung ging es in die Pause.
Im letzten Spielabschnitt prägten Fouls das Spiel. 24 Strafminuten für die Crocodiles standen acht Strafminuten der Berliner gegenüber. Die Preussen nutzten die vielen Überzahlsituationen und verkürzten in der 45. Minute durch Josh Rabbani auf 4:2. André Gerartz‘ Überzahltreffer in der 50. Minute sorgte nur für eine kurze Entspannung, da keine zwei Minuten später Philipp Grunwald zum 5:3 traf. Trotz einer spannenden Schlussphase mit zahlreichen Chancen blieb es bei diesem Spielstand.
„Wir waren am Ende etwas zu undiszipliniert und haben uns zu viele Strafen eingehandelt. Dadurch haben wir die Berliner wieder ins Spiel kommen lassen. Zum Schluss hin war es ein Arbeitssieg, aber vielleicht brauchen wir solche dreckigen Siege auch, um wieder zurück in die richtige Spur zu kommen“, sagte Herbert Hohenberger nach dem Spiel.
Herner EV (OLN)
Herner EV entführt einen Punkt aus Sachsen-Anhalt
Am gestrigen Abend unterlag der Herner EV bei den Halle Saale Bulls erst in der Overtime mit 2:3. Nach zunächst mäßigem Start entwickelte sich im Laufe des Abends ein Spiel auf Augenhöhe. Im 1. Abschnitt war Halle die tonangebende Mannschaft, Herne hier mit zu vielen Strafzeiten. Folgerichtig dann auch in ÜZ das 1:0 durch die Hausherren. HEV-Goalie Michel Weidekamp verhinderte mit einigen richtigen Big Saves eine höhere Führung der Saale Bulls.
Im 2. Abschnitt war dann aber der HEV gleichwertig und so kamen die Gysenberger auch durch Christian Nieberle zum verdienten Ausgleich. Chancen gab es nun hüben wie drüben. Es war vielleicht nicht das rasanteste Spiel, aber wie schon in sämtlichen Pressetexten der OL-Nord zu lesen ist die Qualität im allgemeinen erheblich gestiegen.
Die Hallenser hatten aber irgendwie das Scheibenglück mehr auf ihrer Seite und kamen durch den letztjährigen HEV-Spieler Tim Dreschmann zum 2:1 und so ging es dann auch ins letzte Drittel.
Hier war der HEV eindeutig die bessere Mannschaft, aber was nützt das alles, wenn man die Tore nicht macht. Lediglich Aaron McLeod konnte noch zum 2:2 Ausgleich treffen, alle anderen Chancen wurden entweder durch Halles Goalie Kevin Beech oder aber durch das Eisengestänge des Tores zunichte gemacht. Somit stand es nach 60 Minuten völlig leistungsgerecht 2:2 und es ging in die Verlängerung. Hier erwischten dann die Hallenser einen Traumstart, kamen sofort zum Bullygewinn, ein schneller Pass, ein Schuss und das Spiel war gewonnen.
Dennoch war es eine insgesamt gute Reaktion auf die herbe Niederlage von Freitagabend und der HEV kann auf den Punktgewinn, vor allem mit Blick auf Dienstagabend aufbauen. Dann nämlich kommt es zum Revierderby gegen die Duisburger Füchse. 1. Bully ist um 18:30, der Einlass beginnt bereits um 17.00 Uhr, die VIP-Räumlichkeiten öffnen wie gewohnt um 17.30 Uhr.
Buchloe Pirates (BYL)
Freibeuter gehen erstmalig an einem Wochenende komplett leer aus - ESV Buchloe spielt beim Tabellenzweiten in Dorfen lange gut mit, verliert dann aber doch 3:6
Trotz einer Leistungssteigerung im Vergleich zur 4:6 Freitagsniederlage gegen Passau mussten sich die Buchloer Pirates am Sonntag auch beim Tabellenzweiten in Dorfen mit 3:6 (0:1, 3:2, 0:3) geschlagen geben und bleiben damit zum ersten Mal in dieser Saison an einem Wochenende komplett ohne Punkte. Dabei hatte es nach 40 Minuten beim Stand von 3:3 noch gar nicht so schlecht ausgesehen, da sich die Piraten gegen den Favoriten lange wehrten. Doch ein schwaches Überzahlspiel und effiziente Gastgeber verhinderten im letzten Drittel am Ende einen möglichen Punktgewinn, sodass die Oberbayern das Piraten-Duell schlussendlich nicht unverdient für sich entschieden.
Die Dorfener Eispiraten starteten stürmisch ins Spiel. Schon nach wenigen Sekunden schob Ernst Findeis die Scheibe am eigentlich schon leeren ESV-Tor vorbei und keine Zeigerumdrehung später hatte Topscorer Lukas Miculka gleich die nächste hochkarätige Chance, die Daniel Blankenburg aber gut parierte. Auf der Gegenseite rettete ESC-Goalie Kevin Yeingst aber genauso stark bei einem guten Schuss von Dustin Vycichlo (3.). In der Folge blieben aber die Dorfener die offensiv aktivere Mannschaft, doch die Buchloer hielten dem Druck bis zur 20. Minute stand. Dort gelang dem ESC unmittelbar vor der Pause durch Miculka schließlich doch noch der zu diesem Zeitpunkt verdiente Führungstreffer.
Die Buchloer zeigten sich aber wenig beeindruck und schlugen direkt nach der Pause sofort wieder zurück. Ganze 12 Sekunden waren absolviert, ehe Dustin Vycichlo in der Mitte einen Querpass von Martin Zahora zum 1:1 Ausgleich in die Maschen lenkte. Kurz danach hatten die Buchloer allerdings Glück, dass die Hausherren bei einem Pfostentreffer nicht postwendend wieder in Front gingen (23.). Im Anschluss entwickelte sich ein ausgeglichener Mitteldurchgang, in dem die Buchloer nach 26. Minuten bei angezeigter Strafe gegen den ESC das Spiel drehten. Markus Vaitl war der Dorfener Abwehr enteilt und hatte Yeingst mit einer Finte keine Abwehrchance gelassen. Als dann aber wieder einmal ein Buchloer auf der Strafbank saß, glichen die Eispiraten nach einer feinen Kombination durch Ernst Findeis zum 2:2 aus (34.). Buchloe blieb aber weiter konzentriert und erarbeitete sich so rund drei Minuten vor der Pause erneut die Führung. Zunächst hatte Marco Göttle in Unterzahl frei vor dem Tor noch vergeben, doch Augenblicke später drückte Alexander Krafczyk nach einem Bullygewinn den Puck zum 3:2 über die Linie (37.). Dennoch schafften es die Buchloer nicht, diesen Vorsprung mit in die Kabinen zu nehmen, da dem ESC erneut ein Tor direkt vor der Pause glückte. In Buchloer Überzahl war Florian Brenninger nach Ansicht der Schiedsrichter nur durch ein Foul zu stoppen, sodass es Sekunden vor dem zweiten Pausentee einen Penalty gab. Diesen versenkte Brenninger zum 3:3 Zwischenstand nach 40 Minuten.
Ins Schlussdrittel starteten die Buchloer dann mit doppelter Überzahl, doch die Hausherren verteidigten clever und überstanden die Unterzahl schadlos. Als die Dorfener dann wieder komplett waren, schlug der Tabellenzweite eiskalt zu. Mario Sorsak machte mit einem trockenen Schuss das 4:3 (44.). Wieder rannten die Buchloer also einem Rückstand hinterher. Mit drei weiteren Überzahlspielen hatte man aber durchaus die reelle Möglichkeit, nochmals zurück zu kommen. Doch die Piraten agierten mit einem Mann mehr auf dem Eis einfach zu harmlos, um die gut gestaffelte ESC-Defensive in Bedrängnis zu bringen. Stattdessen markierte abermals Lukas Miculka mit einem Bayerntrick das 5:3 und somit die Entscheidung (56.). Der ESV riskierte zwar noch einmal alles und nahm in den Schlussminuten auch Torhüter Blankenburg zu Gunsten eines weiteren Feldspielers vom Feld. Doch auch das brachte nicht den gewünschten Erfolg. Ganz im Gegenteil machte Sorsak mit seinem Empty-Net-Tor ins verwaiste Buchloer Gehäuse sogar noch das sechste Tor für die Isenstädter zum 3:6 Endstand.
Während die Dorfener damit bis auf einen Punkt an Spitzenreiter Höchstadt dranbleiben, rutschen die Buchloer nach dem ersten Wochenende ohne Zählbares erst einmal auf Tabellenrang zehn ab. Am kommenden Wochenende geht es für die Pirates am Freitag dann zunächst zum Derby nach Landsberg (20 Uhr), ehe am Sonntag dann ab 17 Uhr das Heimspiel gegen den TSV Peißenberg ansteht.
Davor findet am Dienstag, dem 31. Oktober, ab 14 Uhr aber erst einmal der Buchloer Eissporttag mit einem bunten Rahmenprogramm für Klein und Groß statt.
EV Füssen (BYL)
EV Füssen trotzt Favorit Landsberg zuhause einen Punkt ab, muss sich am Sonntag aber in Passau geschlagen geben
Über 1300 Zuschauer sahen im Füssener Bundesleistungszentrum ein packendes Eishockeyspiel, welches die favorisierte Gästemannschaft gegen das junge Füssener Team am Ende mit 5:4 nach Verlängerung (1:1, 3:0, 0:3, 1:0) für sich entscheiden konnte. Herausragender Spieler auf dem Eis war dabei Landsbergs Stürmer Bohumil Slavicek, der an allen Treffern des HCL beteiligt war.
Von Anfang an zeigten beide Mannschaften hohe Laufbereitschaft und Einsatzfreude, die erste brenzlige Situation gab es in der vierten Minute vor dem EVF-Gehäuse. Eine Zeigerumdrehung später scheiterte Marc Besl in Überzahl. Nachdem Füssens Goalie Andi Jorde gegen den ebenso freien Gästestürmer Fischer klären konnte, gelang Besl per Bauerntrick doch die Füssener Führung. Ein Fehlpass im gegnerischen Drittel brachte Slavicek an die Scheibe, der nur eineinhalb Minuten später im Alleingang ausgleichen konnte. Riesenchancen gab es für den EVF kurz vor Ende des Abschnitts in Überzahl, als Simon und Nadeau kurz hintereinander nur die Latte trafen. Der Zwischenstand von 1:1 nach den ersten 20 Minuten schmeichelte Landsberg eher.
Anders sah es im zweiten Drittel aus. Hier ging der HCL in Überzahl durch Menge erstmals in Führung und erspielte sich ein Übergewicht. Dabei nutzte Slavicek einen individuellen Fehler in der Abwehr des EVF zum 1:3. Als die Schwarz-Gelben in der 34. Minute in den Vorteil eines vierminütiges Überzahlspiels kamen, schien die Chance zum Anschluss da zu sein. Doch ein weiterer Fehler eines Verteidigers brachte ein Unterzahlbreak von Slavicek, bei welchem der Schiedsrichter auf Foul und damit Penalty entschied. Der Stürmer ließ sich diese Chance nicht entgehen und traf zum 1:4.
Im letzten Abschnitt hatte Landsberg einen weiteren Unterzahlkonter, es rettete jedoch diesmal die Torlatte für den EVF. Als der von der Strafbank kommende Veit Holzmann bei seinem Alleingang gelegt wurde, bekam auch der EVF einen Strafschuss zugesprochen, welchen der Angreifer souverän verwandelte. Kurz nach einer überstandenen Füssener Strafe traf der HCL zum zweiten Mal das Füssener Gestänge. Die Heimmannschaft drehte nun aber immer mehr auf und kam in der Endphase durch zwei Treffer von Holzmann und Wiedemann tatsächlich noch zum Ausgleich. Eine halbe Minute vor Spielende ging der hart attackierte Ron Newhook aus einer Auseinandersetzung mit seinem Gegenspieler mit einer zusätzlichen Zwei-Minuten-Strafe sowie einer zehnminütigen Disziplinarstrafe. Den Vorteil nutzte Landsberg nach 35 Sekunden der Verlängerung zum entscheidenden Überzahltreffer durch Menge.
Trainer Randy Neal (Landesberg): „Aus einem Vorbereitungsspiel mit Peißenberg im Vorjahr wusste ich, dass Füssen läuferisch sehr stark ist. Normalerweise spielen wir auch mit vier Blöcken, heute haben aber vier Spieler gefehlt. Ich bin stolz auf mein Team, das wir das so gut gelöst haben. Wir haben es geschafft, 4:1 in Führung zu gehen, auch wenn es kein Spiel von drei Toren Unterschied war. Am Ende waren wir geistig etwas müde, und haben uns wenigstens in die Verlängerung gekämpft. In Überzahl haben wir durch einen Superschuss dann gewonnen. Ich denke, es war ein tolles Spiel für die Zuschauer.“
Trainer Thomas Zellhuber (Füssen): „Nach dem Umstellen der Reihen konnten wir nochmals den notwendigen Druck aufbauen und dann noch punkten. Heute bin ich aber sauer auf mich, weil es mir nicht gelungen ist, das Team richtig einzustellen. In den ersten beiden Dritteln haben wir immer wieder zurück und quer gespielt. Die Mannschaft hat dann gesehen, dass man sich belohnen kann, wenn man geradlinig spielt. Ich hoffe, dass es in drei Monaten besser läuft, wenn sich das Team weiter entwickelt hat.“ (MiL)
Am Sonntagabend unterlag der EV Füssen in Passau, die Auswärtspartie endete mit 3:6 (0:0, 1:4, 2:2). Durch diese dritte Niederlage in Folge rutschte man in der Tabelle auf den sechsten Platz ab, und steht nun vor den beiden richtungsweisenden Spielen gegen den TSV Peißenberg, der drei Zähler hinter dem EVF in der Tabelle liegt.
Bei den Black Hawks stand es nach dem ersten Abschnitt 0:0 unentschieden, bis dahin hatte der EVF die Stars der Niederbayern noch recht gut im Griff. Der Start ins Mitteldrittel war dann alles andere als erfolgreich. Nach nur 27 Sekunden fiel die Führung für die Gastgeber, weitere 23 Sekunden danach stand es schon 2:0. Das zweite Überzahlspiel in der fairen Partie nutzte Veit Holzmann in der 27. Minute zum Anschlusstreffer. Doch ein weiterer Doppelpack von Passau gegen Ende des Abschnitts machte alle Hoffnungen auf einen Punktgewinn zunichte.
Es blieb die Hoffnung auf das Schlussdrittel, welches man am Freitag gegen Landsberg mit 3:0 gewinnen konnte. Doch das schnelle 5:1 machte diese Hoffnungen schnell zunichte. Zwar traf Marvin Schmid kurz darauf für den EVF, doch es dauerte bis zur 59. Minute, ehe Mauro Seider mit dem dritten Tor nachlegte. Nach Herausnahme des guten Benedikt Hötzinger trafen die Black Hawks 19 Sekunden vor Spielende ins leere Füssener Gehäuse zum Endstand von 6:3.
Bereits am Dienstag geht es für den EV Füssen auf heimischem Eis weiter. Die vorgezogene Partie gegen den TSV Peißenberg findet an Halloween um 17.30 Uhr im BLZ statt, und bekommt durch die letzten Ergebnisse eine wichtige Bedeutung.(MiL)
EV Moosburg (BYL)
In dramatischem Kellerduell den ersten Heimpunkt geholt
Auch wenn es am Ende nur ein Punkt war, weil sich die Wanderers Germering mit 4:5 (0:1, 0:1, 4:2, 0:1) nach Penaltyschießen durchgesetzt hatten – moralisch durfte sich der EV Moosburg nach dieser Aufholjagd im letzten Drittel fast ein bisschen wie der Sieger dieses Kellerduells fühlen. Mathias Jeske war erst neun Sekunden vor der Schlusssirene der Ausgleich gelungen.
Viele hatten nicht mehr dran geglaubt: Doch dann unternahm der Kapitän und aktuelle Aushilfs-Mittelstürmer einen letzten Versuch – und der saß. 59:51 zeigte die Stadionuhr an, als der Schuss von Mathias Jeske einschlug. Entsprechend groß war die Freude bei ihm, seinen Teamkollegen und den Fans. Das Zuspiel hatte er von einem dreifachen Torschützen bekommen: Daniel Schander. Doch der Reihe nach.
Wie erwartet musste Dimitri Startschew auch auf den in Schongau vorzeitig vom Eis gegangenen Verteidiger Kevin Steiger (Fußverletzung) verzichten, als die Partie begann. Das Spiel wogte hin und her. Der EVM gab den Ton an, Germering verließ sich auf seine Konter. Und einen solchen verwertete Tobias Feilmeier nach 16 Minuten zum 0:1. So ging’s auch im zweiten Durchgang weiter: Die Wanderers überließen Moosburg die Scheibe und lauerten auf Fehler. Dabei waren sie bei ihren Gegenstößen oft torgefährlicher als der EVM, dem heute das Zielwasser ausgegangen zu sein schien. Hinzu kam der vorzeitige Abgang von Angreifer Daniel Möhle (Verdacht auf Gehirnerschütterung) – damit standen nur noch zwei der fünf etatmäßigen Mitglieder des ersten Blocks auf dem Eis. Das 0:2 fiel kurz vor der zweiten Pause durch einen Distanzschuss des Ex-DEL-Profis Rainer Suchan – die Vorentscheidung?
Nein, denn im Schlussabschnitt zeigte sich die dezimierte grün-gelbe Truppe zumindest kämpferisch und moralisch von ihrer besten Seite. Allen voran: Daniel Schander. Hinter seinem 1:2-Anschlusstreffer (47.) – er stocherte die Scheibe im gefühlten siebten Versuch über die Linie – stand der unbedingte Wille, Germerings Schlussmann doch noch zu überwinden. Und jetzt begannen die verrückten letzten zehn Minuten. Die hatten noch einen weiteren Hauptdarsteller: den Ex-Moosburger Florian Fischer. Der stellte zweimal (51. und 53.) den Zwei-Tore-Vorsprung wieder her – doch Schander antwortete jeweils (52. und 56.). So führten die Wanderers kurz vor Schluss knapp mit 4:3 – bis dann bekanntlich Mathias Jeske traf.
Die Verlängerung endete torlos, das Penaltyschießen ging in den Tie-Break. Und den konnte Germerings Daniel Rossi gegen den im ersten Versuch noch erfolgreichen EVM-Stürmer Oliver Wawrotzki für sich entscheiden.
So wichtig der erste Heim-Punkt für die Moral war, statistisch war er zu wenig, um den Fall auf den letzten Tabellenplatz zu verhindern. Doch im Keller der Bayernliga geht es eng zu – und die Moosburger wollen bereits am kommenden „Franken-Wochenende“ gegen Höchstadt und Pegnitz wieder was fürs Punktekonto tun.
Amberg Wild Lions (BLL)
Drei Minuten Unkonzentriertheit kosten die Punkte
Im sechsten Saisonspiel ging der ERSC Amberg erstmals leer aus. Beim Mitkonkurrenten der Eishockey-Landesliga in Bad Kissingen lagen die Löwen schon mit 0:3 zurück und waren drauf und dran, die Partie noch zu drehen. Die zwei Treffer von Felix Köbele zum 2:3 reichten gegen einen überragenden Wölfe-Schlussmann Zukovas jedoch nicht.
Aus beruflichen Gründen fehlten im Amberger Kader am Freitagabend Andreas Hampl, Lukas Salinger und Christoph Schönberger – ein Trio, das nicht nur die Abwehr stabilisiert, sondern in der Regel auch viel für den Spielaufbau macht. Dennoch begannen die Löwen gewohnt offensiv. Gerade als man glaubte, das Spiel kontrollieren zu können, schlugen die Gastgeber eiskalt zurück. Der lettische Ex-Nationalspieler Roman Nikitin nutzte eine kurze Phase nachlassender Konzentration im Amberger Defensivverbund zu einem Doppelschlag und der überraschenden 2:0-Führung für Bad Kissingen. Damit zeigte sich der EC eindeutig effektiver vor dem Tor, als der ERSC, der bis zur ersten Pause schon drei Überzahlmöglichkeiten ungenutzt ließ.
Im Mittelabschnitt stellten die Wölfe gleich mit ihrem ersten Angriff die Weichen auf Sieg. Nach exakt 59 Sekunden verwandelte Marc Zajic zum 3:0. Kissingen setzte umgehend nach, wollte die Vorentscheidung und baute auch entsprechenden Druck auf. Dank eines fehlerfreien Oli Engmann im Tor überstand Amberg diese Phase und begann seinerseits wieder die Gastgeber in die Defensive zu drängen. Chancen ergaben sich zwangsläufig, aber wie schon im Hinspiel erwischte Donatus Sukovas einen Sahnetag. Der junge Litauer hielt selbst einige „Unhaltbare“ von Rybka oder Heilman, oder hatte Glück bei Gestängetreffern von Schreier oder Köbele. In der Schlussminute des Drittels gelang Köbele dann endlich der längst überfällige Anschlusstreffer zum 3:1.
Das war zum richtigen Zeitpunkt das richtige Signal für den Start einer Aufholjagd. Diese wurde zunächst aber einmal „ausgebremst“, weil durch einen Defekt der Eisaufbereitungsmaschine das letzte Spieldrittel erst gut 20 Minuten später beginnen konnte.
Erneut war es dann Köbele, der das erste Zeichen setzte aber nach einem Pass von Heilman die Scheibe nur haarscharf neben das Tor setzte. Amberg suchte nun jede Möglichkeit zum Abschluss, aber entweder gingen die Schüsse knapp daneben oder Zukovas brachte Schläger und Fanghand dazwischen. Drei Minuten vor dem Ende wollte EC-Spielertrainer Nemirovsky mit einer Auszeit etwas den Druck von seinen Spielern nehmen. Als kurz darauf ein Wölfe-Akteur auf die Strafbank musste, setzte ERSC-Coach Alex Reichenberger alles auf eine Karte und nahm Engmann zu Gunsten eines weiteren Feldspielers vom Eis. In doppelter Überzahl kamen die Löwen durch Köbele auf 3:2 heran und hatten dann noch 71 Sekunden reine Spielzeit, eine wirkliche Chance zum Ausgleich ergab sich aber nicht mehr.
Haßfurt Hawks (BLL)
„Hawks“ bauen Siegesserie beim VfE Ulm/Neu-Ulm weiter aus
Der Grund war ganz einfach: „Wir waren besser“, freute sich Trainer Martin Reichert nach der Schlusssirene. Und die Überlegenheit auf dem Eis spiegelte sich für die Haßfurter „Hawks“ am Ende in Punkten wieder: mit 4:3 gewannen die Kreisstädter am Freitagabend ihre Auswärtspartie beim VfE Ulm/Neu-Ulm und fuhren auch nach dem zweiten Auswärtsspiel der Saison mit drei Zählern im Gepäck wieder nach Hause. Doch ihren vierten Sieg mussten sie erneut teuer bezahlen.
Bereits nach knapp zwei Spielminuten erwischte es nämlich Alexander Stahl, der nach einem nicht geahndeten Check gegen sich vom Eis ging. Ebenso Marco Hildenbrand, dessen Gegenspieler Joschua Eckmann nach einem noch übleren Foul im letzten Abschnitt eine Spieldauerstrafe kassierte. Ob Stahl und Hildenbrand, der eine schwere Prellung am Knie erlitt, nach Ingo Krapf und Petr Krepelka nun die nächsten Langzeitverletzten im ESC-Lazarett sind, bleibt abzuwarten.
Trotzdem hatten ESC-Kapitän Christian Dietrich und Co. das Geschehen weitestgehend im Griff. Nachdem Michael Simon seine „Donau Devils“ in der siebten Minute in Führung gebracht hatte, gab Michal Babkovic wenig später die passende Antwort in Form des 1:1-Ausgleiches (11.). Apropos Babkovic: Der Slowake war am Freitag diesmal der auffälligste und effektivste Akteur im kleinen Kader der Haßfurter, die schon von Anfang wieder auf zahlreiche Spieler verzichten mussten und dann im Laufe der Partie durch die oftmals ruppige Gangart der Schwaben weiter geschwächt wurden. Für drei der vier Haßfurter Treffer war der 28-Jährige verantwortlich und gab für das Tor zur zwischenzeitlichen 2:4-Führung durch Jakub Sramek (30.) zudem die Vorlage. Weil Ulms Armin Nussbauer (für das 2:2 war der Schwede Johan Larsson verantwortlich, 24.) noch einmal zum 3:4 verkürzen konnte (52.), war noch einmal für knapp neun Minuten Spannung angesagt. Martin Hildenbrand im ESC-Gehäuse ließ letztlich nichts mehr zu, sodass die Guthabenpunkte neun bis elf unter Dach und Fach waren. „Der Sieg für uns war ganz klar verdient“, lautete das Fazit von Martin Reichert angesichts des gelungenen Arbeitsausflugs nach Ulm/Neu-Ulm. „Die Mannschaft hat super gespielt und das Spiel trotz vieler Strafen gewonnen.“
„Hawks“ schießen sich mit Kantersieg gegen Straubing an die Tabellenspitze
Die Fans forderten ihn Mitte des Schlussabschnittes. Michal Babkovic erfüllte ihnen dann 20 Sekunden vor dem Ende den Wunsch nach dem ersten zweistelligen Sieg der Haßfurter „Hawks“ nach knapp 21 Monaten, als sie am 5. Februar 2016 die SG Schliersee/Miesbach 1b mit 10:3 besiegt hatten. Der Slowake und seine Teamkollegen schossen „Angstgegner“ EHC Straubing letztlich mit 10:2 aus dem Eisstadion am Großen Anger und, nachdem die Schweinfurter „Mighty Dogs“ bei Ulm/Neu-Ulm verloren, sich zugleich an die Spitze der Gruppe 1 der Eishockeylandesliga.
Der Kantersieg des neuen Tabellenführers, bei dem auch die beiden in Ulm verletzten Marco Hildenbrand und Alexander Stahl auf die Zähne bissen, hätte dabei sogar noch deutlicher ausfallen können. Nur im ersten Drittel hielten die phasenweise überforderten Gäste aus Niederbayern noch einigermaßen gut dagegen. Die schnelle 1:0-Führung der „Hawks“, für die Jakub Sramek nach 113 Sekunden verantwortlich war, konnte Fabian Hillmeier jedenfalls noch mit dem Ausgleichstreffer beantworten (5.). Michal Babkovic sorgte mit dem 2:1 aber dafür, dass sie dennoch mit einem, wenngleich auch nur knappen Rückstand, in die Kabine mussten. „Da haben wir uns ziemlich schwer getan“, räumte ESC-Trainer Martin Reichert ein, dass die ersten 20 Minuten noch reichlich Luft nach oben geboten hätten. Welche Rolle dann die Spieldauerdisziplinarstrafe gegen Straubings Christian Schreyer sieben Sekunden vor der ersten Pausensirene den weiteren Verlauf gespielt hat, sei dahingestellt. Fakt ist, dass danach fast nur noch die Hausherren am Zuge waren. Auch weil die beiden Unparteiischen rigoros auf die zahlreichen Stockschläge mit zweiminütigen Hinausstellungen reagierten. Erneut Babkovic (24.), Michael Breyer (29.) und zwei Mal Jakub Sramek (36./39.) schraubten das Ergebnis bis auf 6:1 in die Höhe, ehe das alte und neue Tabellenschlusslicht ESC-Keeper Martin „Hexer“ Hildenbrand zum zweiten Mal am Sonntagabend das Nachsehen gab. Der Treffer von Christian Prasch (40.) war zugleich der letzte Gegentreffer, denn auch sein Nachfolger, der im Schlussabschnitt eingewechselte Martin Köhler, hielt seinen Kasten sauber. Seine Vorderleute aber hatten noch längst nicht genug. David Franek, der die Scheibe nach einem Alleingang sogar in Unterzahl in die Straubinger Maschen hämmerte (44.), Michael Breyer (50.) sowie noch zwei weitere Male Michal Babkovic (50./60.) sorgten mit vier weiteren Toren für den bis dato höchsten Sieg in dieser noch jungen Saison. „Ich wollte heute unbedingt gewinnen“, freute sich ESC-Trainer Martin Reichert natürlich über den in dieser Höhe vielleicht nicht zu erwartenden Erfolg, zeigte sich gleichzeitig aber auch ein bisschen erstaunt über die Kombinationsfreude seiner Mannschaft. „Uns ist heute ein bisschen zu viel gelungen.“ Letztlich sei im Laufe der Partie „viel Ruhe bei uns reingekommen. Das hat uns sehr viel gebracht.“
Bereits am Freitag steht nun die nächste Hausaufgabe an, wenn der EV Dingolfing in Haßfurt gastiert. Am späten Sonntagnachmittag geht es dann zum ESC Vilshofen.
Pinguine Königsbrunn (BLL)
Der Rumpfkader siegt weiter
Auch gegen die Selber “Wölfe“ gab es am Wochenende wieder Punkte für den EHC Königsbrunn. Mit 5:2 setzen sich die Brunnenstädter gegen starke Oberfranken durch und sind nur noch einen Punkt vom anvisierten fünften Platz entfernt.
Königsbrunn war wie schon am Freitag mit nur zwei kompletten Reihen in die Auswärtspartie gestartet. Dafür steckte den Gastgebern noch das gestrige Spiel gegen Burgau in den Knochen, dort setzte es eine knappe 4:5 Niederlage. Doch Selb präsentierte sich hellwach und wirkte keinesfalls müde, denn innerhalb der ersten fünf Spielminuten hatten die Wölfe mit zwei Alleingängen gleich zweimal die Chance auf eine frühe Führung. Im Kasten der Brunnenstädter stand aber wieder Torgigant Markus Kring und entschärfte die kritischen Situationen. Danach fand der EHC immer besser in die Partie und erarbeitete sich Tormöglichkeiten. Selb blieb weiterhin gefährlich, geriet dann aber in Unterzahl. Königsbrunn setzte sich nun im Drittel der Gäste fest und sorgte für ordentlichen Druck. Die Bemühungen wurden schließlich durch den Treffer von Max Arnawa belohnt, der dann zur 1:0 Führung für den EHC einschoss. Nur zwei Minuten später legte Königsbrunn durch Dominik Zimmermann nach und nutzte eine weitere Strafzeit der Gäste zur 2:0 Führung. Bis Drittelende fielen aber keine weiteren Treffer. Doch nach dem Pausentee ging es Schlag auf Schlag. Zuerst sorgte Dominik Zimmermann gleich nach Wiederanpfiff für das 3:0, nur eine Minute später legte Moritz Lieb nach Zuspiel von Henning Schütz nach. Die Treffer fielen im Minutentakt, Max Arnawa schnappte sich den Puck und ließ seine Gegenspieler stehen, ehe er den gegnerischen Goalie überwand und für das 5:0 sorgte. Danach verlor der EHC jedoch den Faden und kassierte ebenfalls eine Minute später den Anschlusstreffer zum 5:1. Selb gewann nun fast jeden Zweikampf und schoss aus allen Lagen auf Markus Kring. Doch dieser zeigte eine sensationelle Partie und hielt gekonnt seinen Kasten dicht, die gegnerischen Stürmer bissen sich an ihm die Zähne aus. Ab der 34. Spielminute hatte Selb doppelte Überzahl, konnte davon aber nicht profitieren und musste ohne weitere Treffer in die nächste Pause. Auch im letzten Drittel rannten die Wölfe weiterhin an, konnten dann aber Dank einer weiteren doppelten Überzahlsituation auf 5:2 verkürzen. Trotz einer beeindruckenden kämpferischen Leistung der Gastgeber verwaltete der EHC das Ergebnis und gewinnt am Ende gegen die Wölfe aus Oberfranken. Allerdings musste Königsbrunn einen hohen Preis dafür zahlen, Angreifer Paul Siegler verletzte sich und muss auf unbestimmte Zeit pausieren.
EHC-Coach Alexander Wedl war sehr zufrieden über den Auswärtssieg: „Wir haben heute sehr wichtige Punkte geholt. Die Mannschaft hat stark begonnen, aber nach dem fünften Treffer nicht mehr gut gespielt. Für das kommende Wochenende haben wir uns nun eine sehr gute Ausgangsposition erspielt, da stehen zwei wichtige Spiele auf dem Programm.“
Eisbären Eppelheim (RLSW)
Eppelheim gewinnt irres Tore-Festival gegen Heilbronn
Ein denkwürdiges Eisbären-Duell hat dem ECE den Sieg über den
Tabellenführer gebracht. Dabei lag zwischenzeitlich Heilbronn bereits mit
3 Toren, Eppelheim gar mit 4 Toren in Front, ehe am Ende ein knappes 8:7
das Endergebnis bildete, bei dem Eric Artman (2), Cedric Striepeke (2),
Michael Dorfner, Christian Pister, Sven Jacobaschke die Eppelheimer
Torschützen waren.
Die Vorzeichen vor dem Spiel hätten auf Seiten des ECE kaum schlechter
sein können. Nach und nach flatterten Absagen ein, die den Kader weiter
dezimierten. So kam Goalie Luksch zu seinem ersten Back-Up-Einsatz, da
Weiler und Kappes verletzungsbedingt nicht zur Verfügung standen. Im
Sturm musste man zudem Gottschalk (Verletzung aus Spiel in Stuttgart) und
Sawicki (erkrankt) ersetzen, ebenso wie Ackermann und White in der
Verteidigung.
Überraschend gut startete der ECE jedoch in das Eisbären-Duell und hatte
zu Beginn mehr Spielanteile und Torchancen. Doch genauso überraschend die
Führung Heilbronns in der 4. Minute. Bei der ersten Unterzahl des Spiels
bekam Heilbronn dann mehr Zugriff und folgerichtig fiel schnell das 0:2
(12.). Es folgte die erste Überzahl des ECE, aus der jedoch kein Kapital
geschlagen werden konnte und, kaum komplett, schlug der Tabellenführer
erneut zu (16.). Verkehrte Welt, denn während der ECE durchaus seine
Chancen hatte, zeigte sich der Tabellenführer äußerst effizient vor dem
Tor. Doch was dann folgen sollte, hatte wohl niemand ernsthaft in Betracht
gezogen. Ein Zusammenprall der EHC-Defensive ebnete den Weg für Dorfner
(18.), der zunächst nur Ergebniskosmetik betreiben konnte. Doch nur eine
Minute später gar der Anschlusstreffer durch Pister, dem Artman mit dem
Ausgleichstreffer 17 Sekunden vor Ende die Krone aufsetzte und
überraschend, aber nicht unverdient einen Neustart für den zweiten
Abschnitt einläutete.
Doch wer an ein Aufbäumen des Tabellenführers geglaubt hat, wurde erneut
eines besseren belehrt. Der ECE-Rausch ging weiter und Artman brachte mit
seinem Doppelpack den ECE erstmals in Führung (25.). Heilbronn leistete
sich kurz darauf eine erneute Unterzahl, Jacobaschke war zur Stelle und
erhöhte nach nur 15 Sekunden im Powerplay auf 5:3. Als sich dann jedoch
der ECE die nächste Strafe einfing, musste man mit Ergebniskorrektur des
EHC rechnen, doch weit gefehlt. Von der Strafbank kommend erhielt
Striepeke den Steilpass, den er zum 6:3 (31.) einnetzen konnte. Auch ihm
sollte kurz darauf der Doppelpack gelingen, so dass der ECE innerhalb von
nur 13 Minuten den 0:3-Rückstand in eine 7:3-Führung gedreht hatten. Der
Coach des Tabellenführers hatte nun genug gesehen und brachte seine
Mannen in einer Auszeit auf Kurs. Offensichtlich erfolgreich, denn
innerhalb von 60 Sekunden kam Heilbronn plötzlich wieder heran (36./37.) –
7:5. Entscheidend das Penaltykilling kurz vor Ende des Drittels, in dem
sich der ECE die 2-Tore-Führung für die zweite Pause sicherte.
Nach dem bisherigen kuriosen Spielverlauf wollte wohl niemand den Ausgang
der Partie vor dem letzten Drittel prognostizieren. Der ECE weiterhin im
Vorwärtsgang doch zunächst sollte die Aufholjagd der Gäste mit einem
weiteren skurilen Treffer weiter gehen – Eigentor (42). und
Anschlusstreffer. Doch der ECE konnte antworten, erneut dauerte es nur
wenige Sekunden in Überzahl, ehe Dorfner (45.) die Führung wieder ausbauen
konnte. In der Folge lagen weitere Treffer in der Luft, doch beide Teams
konnten zunächst die Torquote nicht weiter mitgehen, was dem ECE
angesichts der 2-Tore-Führung durchaus Recht sein konnte. Erneut bedurfte
es Strafen, die den Weg zum nächsten Treffer ebnen sollten, denn bei
4-vs-4 konnte Heilbronn den Platz nutzen und den erneuten Anschluss
herstellen (54.), der für spannende Schlussminuten sorgen sollte. Doch der
ECE lies nichts mehr anbrennen, konnte kurz vor Schluss gar eine weitere
Unterzahl der Gäste provozieren, die eine Herausnahme des Torwarts zu
riskant darstellte und so dem ECE den nächsten Sieg im Eisbären-Duell
sicherte.
Ein äußerst kurioses Spiel, bei dem sich beide Torhüter nicht sonderlich
auszeichnen konnten, da auf beiden Seiten skurile Tore erzielt wurden. Der
Spielverlauf stand dem in nichts nach, so dass man aus diesem Spiel nur
eine Lehre ziehen kann: „Eisbären geben niemals auf“ – und das sollte an
diesem Abend für beide Teams gleichermaßen gelten.
Für Heilbronn dürfte der Punktverlust angesichts der verteidigten
Tabellenführung verschmerzbar sein. Für den ECE war der Sieg dagegen Gold
wert, denn nach der unglücklichen Niederlagenserie aus 3 Spielen steht
man nun wieder auf Rang 4 und kann voller Zuversicht ins nächste Toppspiel
am kommenden Sonntag bei den Zweibrücker Hornets starten.
Bären Neuwied (RLW)
Denkwürdiger Start ebnet den Weg
Zunächst einmal Sicherheit finden, nach Möglichkeit direkt ein paar Zeichen setzen und im Idealfall die Scheibe ins gegnerische Tor zwingen – so wünschen sich eine Mannschaft, ihre Fans und nicht zuletzt ihr Trainer den Start in eine Partie, nachdem sie keine 48 Stunden zuvor eine empfindliche Niederlage erlitten hatte. Das, was der EHC „Die Bären“ 2016 am Sonntagabend im Heimspiel gegen die Eisbären aus Hamm aufs Neuwieder Eis brachte, entsprach nicht nur diesen Wunschvorstellungen, das erste Drittel verlief besser als man es sich hätte wünschen können und übertraf alle Erwartungen. Nicht einmal schlüpfte der Puck ins gegnerische Netz, auch nicht zwei- oder dreimal – nach 7:27 Minuten lagen die Deichstädter gegen den amtierenden Meister der Regionalliga West bereits mit 4:0 in Front. Es war mehr als die Basis für den unangefochtenen 6:0-Erfolg und eine Anfangsphase, an die man sich noch in Jahren zurückerinnern dürfte.
Die EHCler, egal ob auf der Bank, dem Eis oder der Tribüne des Icehouses, kamen aus dem Strahlen gar nicht mehr heraus. Sven Schlicht (1.), Moritz Schug (7.), Martin Brabec (7.) und Deion Müller (8.) trafen für die entfesselt loslegenden Bären. „Nach acht Minuten war alles gegessen“, stellte Hamms Trainer Ralf Hoja fest. „Neuwied hat gut gespielt, aber wir waren auch überhaupt nicht da. Jeder Schuss war ein Treffer.“ Müllers 4:0 – das dritte Neuwieder Tor innerhalb von 47 Sekunden – war für Hoja das Signal, die Notbremse reinzuhauen und die Auszeit in Anspruch zu nehmen. „Ich habe meinen Spielern gesagt, sie sollten mal hochrechnen, was nachher auf der Anzeigetafel steht, wenn es so weitergeht“, berichtete Hoja später. Der Titelverteidiger zeigte sich danach zwar etwas besser als zuvor, was anders aber auch kaum möglich war. Das reichte jedoch nicht, um den Bären Einhalt zu gebieten. Nachdem die Gastgeber das erste Unterzahlspiel des Abends überstanden hatten, setzte Willi Hamann mit dem 5:0 (15.) den Schlusspunkt unter diesen denkwürdigen Abschnitt. „Ich bin sehr stolz auf die Mannschaft, die Wiedergutmachung für Freitag betrieben hat. Vielleicht hat ihr die 2:9-Niederlage in Herford noch einen Extraschub gegeben“, atmete EHC-Coach Jens Hergt bei der Pressekonferenz auf.
Hamm fehlten unter anderem mit Kevin Thau und Import-Verteidiger Michal Spacek zwar zwei Leistungsträger, was Hoja jedoch nicht als Ausrede gelten ließ. „Ab dem zweiten Drittel haben wir im Rahmen unserer Möglichkeiten dann ganz in Ordnung gespielt, aber vor dem gegnerischen Tor sind wir momentan schlecht.“ Dort ließ Neuwied insgesamt aber auch weniger zu als in den vergangenen Partien. Hergt hätte sich zwar hier und da noch schnörkellosere Klärungsaktionen gewünscht, insgesamt arbeitete die komplette Mannschaft aber gut zurück. Und je näher die Schlusssirene rückte, desto mehr stand die Defensive auch in der Pflicht von Schlussmann Felix Köllejan, der seinen ersten Shut-out dieser Saison haben wollte und ihn schließlich auch bekam.
Tor Nummer sechs erzielte der sechste unterschiedliche Bärenspieler: Michael Jamieson beförderte die Scheibe in der 40. Minute in Überzahl unter die Latte und machte sowohl das halbe Dutzend als auch den Endstand perfekt in einer Partie, die Lust auf mehr machte. „Wir haben uns mit einer super Teamleistung aus dem kleinen Formtief herausgearbeitet“, kommentierte Hergt. So soll es am Dienstagabend ab 18 Uhr erneut im Icehouse im Halbfinal-Rückspiel des Rheinland-Pfalz-Pokals gegen den Derbynachbarn EG Diez-Limburg weitergehen.
Chemnitz Crashers (RLO)
Crashers wieder in der Spur
Ja, sie können es doch! Die Crashers gewinnen vor 326 Zuschauern gegen den ESC 2007 Berlin mit 6:2 – 3:1; 0:0; 3:1. Damit hält das Team um das Trainerduo Rentzsch/Stiegler in der Regionalliga Ost Anschluss an die ersehnten Play-Off-Plätze. Nach sieben Spielen stehen dennoch nur magere neun Punkte auf dem Crashers-Konto.
Bis auf den mit Handbruch verletzten Kenneth Hirsch und auch noch ohne Daniel Haid, konnten die Crashers personell aus dem Vollen schöpfen. Die Torschützen für die Crashers waren Michael Stiegler, Sven Rutsatz, Tobias Rentzsch, David Weitz und 2x Jan Nekvinda. Entscheidend für den Sieg war wie in den Spielen zuvor die Effektivität im Powerplay. Drei der sechs Tore erzielten die Crashers in Überzahl.
Die nächsten beide Spiele sind enorm wichtig im Kampf um die ersten vier Plätze. Am 04.11. gastieren die Crashers in der neuen Eisarena von ELV Tornado Niesky. Und am 11.11. sind die wiedererstarkten und aktuell tabellenführenden Berlin Blues zu Gast im Wohnzimmer der Crashers. Spielstart 17:00 Uhr! Bis dahin!
Tornado Niesky (RLO)
Gelungener Auftakt im neuen Stadion
Nach der offiziellen Eröffnung des neuen Eisstadions am Freitag in Niesky durch den Ministerpräsidenten des Landes Sachsen Stanislav Tillich und einen grandios durch die Bevölkerung angenommenen Tag der offenen Tür am Sonnabend Vormittag war es am Abend endlich soweit. Um 18:00 Uhr begann im ausverkauften Stadion am Waldbad das Eröffnungsspiel der Tornados gegen die Lausitzer Füchse, das von der Landskron Braumanufaktur Görlitz GmbH präsentiert wurde.
Die einheimischen Amateure gegen die Profis aus Weißwasser – da war eine spannende Partie schon Programm! Die Tornados schlugen sich wacker und konnten durch enorme Einsatzbereitschaft und großen Kampfgeist durchaus mit den Profis mithalten. Allerdings kassierten sie in der 15. und 38. Minute zwei Gegentore.
Davon ließen sich die Nieskyer jedoch nicht entmutigen. Besonders im letzten Drittel erarbeiteten sie sich immer wieder Chancen. In der 55. Minuten gelang dann Chris Neumann nach Vorlage von Jörg Pohling und Sebastian Greulich endlich der ersehnte Anschlusstreffer. Nur eine Minute später sorgte Philip Riedel nach Vorarbeit von Marco Noack und Robert Bartlick für den gerechten Ausgleich und für großen Jubel bei den Zuschauern. Großen Anteil an diesem Unentschieden hatten natürlich die beiden Tornado-Torhüter Ivonne Schröder und Robert Handrick, aber auch Füchse-Goalie Zoschke.
Ingesamt war das 2:2 (0:1; 0:1; 2:0) ein gelungener Auftakt im neuen Nieskyer Eisstadion und in die neue Eishockeyheimsaison 2017/ 2018. Ca. 1.300 Zuschauer sahen vor toller Kulisse ein faires Spiel mit vielen guten Szenen. Ein besonderer Dank des ELV Niesky geht an dieser Stelle noch mal an die Lausitzer Füchse, die trotz vollem Terminkalender, ihre Zusage für dieses Eröffnungsspiel einhielten.
Klares Sieg im 1. Heimspiel
Am Sonntag, den 29.10.2017 trafen die Tornados vor heimischer Kulisse bereits zum zweiten Mal in der Saison auf die Jonsdorfer Black Panther. Die erste Begegnung der beiden Teams am 14.10.2017 in Jonsdorf endete mit einem Sieg der Nieskyer von 6:9.
Auch beim 1.offiziellen Heimspiel der Tornados in der Regionalliga Ost wurden die Nieskyer ihrer Favoritenrolle voll gerecht. Jedoch war die Chancenverwertung wieder mal das Problem der Gastgeber. Am Ende siegten sie trotzdem klar mit 4:0 (2:0; 1:0; 1:0). Es hätten aber durchaus noch 6 bis 8 Tor mehr sein können!
Für die 4 Treffer sorgten in der 9.Minute Chris Neumann (Assistenten: Jörg Pohling, Sebastian Greulich), in der
12.Minute Sebastian Greulich (Assistenten: Jörg Pohling, Sven Becher), in der 26. Minute Marco Noack (Assistenten: Andreas Brill, Robert Bartlick) und in der 53. Minute Jörg Pohling (Assistenten: Tom Domula, Chris Neumann). Der Nieskyer Goalie Ronny Greb hatte an diesem Abend nicht all zu viel zu tun, hütete aber seinen Kasten vorbildlich. Die ca. 1.000 Zuschauer sorgten an diesem Abend für eine tolle Stimmung im neuen Eisstadion am Waldbad.
| www.icehockeypage.de | www.eishockey.news | Informationen zum Thema | ||
|
- Kaderlisten - Ergebnisse und Tabellen - IHP facebook |












