40 Spiele, 146 Punkte: Rekordspieler Matt Fischer wechselt aus Kanada zur EG Diez-Limburg(RLW) Ein paar Jahre ist es her, da hat der Russe Artyom Podshendyalov in einer kanadischen Junior A League mal richtig gut gescored: 124 Punkte in 42 Spielen. Das machte ihn zum besten Stürmer der Liga. Vergangene Saison spielte Podshendyalov erfolgreich in Russlands höchster Liga, der KHL, bei Admiral Wladiwostok.
Ein paar Monate ist es her, da hat auch Matt Fischer in der gleichen kanadischen Junior A League richtig gut gescored: 146 Punkte in 40 Ligaspielen. Dazu 37 Punkte in 21 Play-off-Spielen. Der Kanadier hat damit alle Rekorde gebrochen in der GMHL, der „Greater Metro Junior A Hockey League“. Doch das echte Ausrufezeichen kommt erst noch: Fischer spielt nächste Saison im Trikot der Rockets in der Regionalliga West und besetzt damit die zweite Import-Stelle bei der EG Diez-Limburg! Ein echter Transfercoup für den Aufsteiger und dessen #missionunderdog.
Ernsthaft: 72 Tore und 74 Vorlagen in 40 Ligaspielen. Und dann noch einmal 21 Tore und 16 Vorlagen in 21 Play-off-Spielen. Wie darf man eine solche auf den ersten Blick überragende Statistik realistisch einschätzen? Wie so oft scheiden sich an der Bewertung von Ligen aus Übersee die Geister. Fakt ist: Die GMHL ist eine Liga der Kategorie Junior A. Und damit eine Liga, in der man ein gewisses Niveau erwarten darf. Doch selbst wer von der sportlichen Klasse der Liga nicht überzeugt ist, wird anerkennen müssen: Eine solche Statistik wie sie Fischer aufweisen kann ist beeindruckend. Da weiß jemand, wo das Tor steht. Und wie er die Scheibe ins Eckige bekommt. Entdeckt hatte ihn EGDL-Spieler und Vorstandsmitglied Christoph „Bobby“ Röhr, der einst selbst in Übersee gespielt hatte. Gemeinsam mit dem 2. Vorsitzenden Willi Lotz wurde per Skype Kontakt aufgenommen. Schnell wurde klar: Fischer hat Bock auf die EGDL. Und die EGDL hat Bock auf Fischer.
„Wir freuen uns natürlich riesig auf Matt“, sagt Holger Pöritzsch, Trainer und Sportlicher Leiter der EGDL. „Seine Statistik ist sensationell und auch die Videos, die ich von ihm gesehen habe, sind sehr vielversprechend. Er ist ein klassischer Torjäger, der aber definitiv nicht egoistisch spielt - das zeigen die vielen Vorlagen. Er hat ein Auge für die Mitspieler und ist ein Rechtsschütze.
Auch menschlich macht er einen super Eindruck. Und doch wissen wir, dass sein Wechsel zur EGDL kein Selbstläufer sein wird. Denn Jungs aus Kanada oder den USA sind immer auch ein bisschen wie ein Überraschungspaket. Unsere Aufgabe wird es sein, ihn schnellstmöglich zu integrieren und ihm dabei zu helfen, sich auf und abseits der Eisfläche einzuleben. Gerade für einen jungen Spieler ist es ein gewaltiger Schritt, erstmals ganz alleine so viele Kilometer von Zuhause weg zu sein, in einem fremden Land, dessen Sprache du nicht sprichst. Aber wir werden alles dafür tun, damit bei ihm erst gar kein Heimweh aufkommt und er sich voll und ganz auf Eishockey konzentrieren kann.“
Doch wer ist dieser 21-jährige Kanadier, dessen Statistik derart beeindruckend daherkommt? Recherche im Internet: „Die Karriere eines der größten Talente im Juniorenhockey der jüngsten Vergangenheit findet seine Fortsetzung bei der EG Diez-Limburg - hier hat Tottenham Steam-Stürmer Matt Fischer seinen ersten Profivertrag unterschrieben“, schreibt etwa die kanadische Internetseite „New Tecumseth Civics“. Fischer, geboren in Barrie (Ontario), hatte in der Vorsaison mit Tottenham Steam die Meisterschaft in der GHML gewonnen, davor ein Jahr erfolgreich in der OJHL bei Whitby Fury gespielt. Weitere Stationen waren die Penetang Kings (GMOHL) und sein Heimatverein Barrie Colts Midget (ETAHL). „Dieser Junge spielt mit so viel Herz und Intensität wie du dir nur vorstellen kannst“, sagt Ryan Wood, ehemaliger General Manager in Tottenham. „Was er auf dem Eis kann, hat mich manchmal sprachlos gemacht. Er hat das Unmögliche möglich gemacht. Ich habe keinen Zweifel daran, dass Matt in Deutschland erfolgreich sein wird.“
Dabei wäre der Kanadier fast in Skandinavien gelandet, hatte unterschriftsreife Verträge mehrerer Zweitligisten vorliegen. „Ich habe mich dennoch für Diez-Limburg entschieden, weil ich das Gefühl habe, dass das eine sehr große Chance für mich ist“, sagt Fischer. „Ich möchte meine Fähigkeiten und meine Einstellung ins Team einbringen, damit wir unsere Ziele erreichen.“ Ein weiterer Grund, sich gegen Skandinavien und für Deutschland zu entscheiden: „Die Großeltern meines Vaters sind Deutsche. Auch deshalb wollte ich unbedingt zu den Rockets. Ich habe viele tolle Dinge über Deutschland gehört und kann es kaum erwarten, das Land und die Kultur kennenzulernen.“
Vor der neuen Saison blickt Fischer auch zurück auf seine Rekordsaison 2015/16: „Auch wenn die Liga nicht die stärkste Juniorenliga ist, so war der sportliche Konkurrenzkampf dennoch sehr groß. Viele gute Spieler haben in der Liga gespielt. Auch deshalb war die Saison unbeschreiblich für mich. Wir hatten Höhen und Tiefen und haben es trotzdem geschafft, die Meisterschaft zu gewinnen.
Der Trainer hat mir stets die Freiheit gegeben, meinen Offensivdrang auszuleben. Die Saison war für das Team, aber auch für mich persönlich großartig. Neue Ligarekorde aufzustellen für die meisten Tore und die meisten Punkte haben es natürlich Besonders gemacht. Eine Saison mit vielen tollen Erinnerungen, die für immer bleiben werden.“
Und ab September sollen neue hinzukommen. Am 30. August, einen Tag nach seinem 22. Geburtstag, setzt sich Fischer in Ontario in den Flieger und macht sich - mit Zwischenstationen in Reykjavik und Frankfurt - auf den Weg nach Diez. Dann wird sich zeigen, wie wertvoll 146 Punkte in 40 Spielen in der GMHL sind.
„Wir freuen uns natürlich riesig auf Matt“, sagt Holger Pöritzsch, Trainer und Sportlicher Leiter der EGDL. „Seine Statistik ist sensationell und auch die Videos, die ich von ihm gesehen habe, sind sehr vielversprechend. Er ist ein klassischer Torjäger, der aber definitiv nicht egoistisch spielt - das zeigen die vielen Vorlagen. Er hat ein Auge für die Mitspieler und ist ein Rechtsschütze.
Auch menschlich macht er einen super Eindruck. Und doch wissen wir, dass sein Wechsel zur EGDL kein Selbstläufer sein wird. Denn Jungs aus Kanada oder den USA sind immer auch ein bisschen wie ein Überraschungspaket. Unsere Aufgabe wird es sein, ihn schnellstmöglich zu integrieren und ihm dabei zu helfen, sich auf und abseits der Eisfläche einzuleben. Gerade für einen jungen Spieler ist es ein gewaltiger Schritt, erstmals ganz alleine so viele Kilometer von Zuhause weg zu sein, in einem fremden Land, dessen Sprache du nicht sprichst. Aber wir werden alles dafür tun, damit bei ihm erst gar kein Heimweh aufkommt und er sich voll und ganz auf Eishockey konzentrieren kann.“
Doch wer ist dieser 21-jährige Kanadier, dessen Statistik derart beeindruckend daherkommt? Recherche im Internet: „Die Karriere eines der größten Talente im Juniorenhockey der jüngsten Vergangenheit findet seine Fortsetzung bei der EG Diez-Limburg - hier hat Tottenham Steam-Stürmer Matt Fischer seinen ersten Profivertrag unterschrieben“, schreibt etwa die kanadische Internetseite „New Tecumseth Civics“. Fischer, geboren in Barrie (Ontario), hatte in der Vorsaison mit Tottenham Steam die Meisterschaft in der GHML gewonnen, davor ein Jahr erfolgreich in der OJHL bei Whitby Fury gespielt. Weitere Stationen waren die Penetang Kings (GMOHL) und sein Heimatverein Barrie Colts Midget (ETAHL). „Dieser Junge spielt mit so viel Herz und Intensität wie du dir nur vorstellen kannst“, sagt Ryan Wood, ehemaliger General Manager in Tottenham. „Was er auf dem Eis kann, hat mich manchmal sprachlos gemacht. Er hat das Unmögliche möglich gemacht. Ich habe keinen Zweifel daran, dass Matt in Deutschland erfolgreich sein wird.“
Dabei wäre der Kanadier fast in Skandinavien gelandet, hatte unterschriftsreife Verträge mehrerer Zweitligisten vorliegen. „Ich habe mich dennoch für Diez-Limburg entschieden, weil ich das Gefühl habe, dass das eine sehr große Chance für mich ist“, sagt Fischer. „Ich möchte meine Fähigkeiten und meine Einstellung ins Team einbringen, damit wir unsere Ziele erreichen.“ Ein weiterer Grund, sich gegen Skandinavien und für Deutschland zu entscheiden: „Die Großeltern meines Vaters sind Deutsche. Auch deshalb wollte ich unbedingt zu den Rockets. Ich habe viele tolle Dinge über Deutschland gehört und kann es kaum erwarten, das Land und die Kultur kennenzulernen.“
Vor der neuen Saison blickt Fischer auch zurück auf seine Rekordsaison 2015/16: „Auch wenn die Liga nicht die stärkste Juniorenliga ist, so war der sportliche Konkurrenzkampf dennoch sehr groß. Viele gute Spieler haben in der Liga gespielt. Auch deshalb war die Saison unbeschreiblich für mich. Wir hatten Höhen und Tiefen und haben es trotzdem geschafft, die Meisterschaft zu gewinnen.
Der Trainer hat mir stets die Freiheit gegeben, meinen Offensivdrang auszuleben. Die Saison war für das Team, aber auch für mich persönlich großartig. Neue Ligarekorde aufzustellen für die meisten Tore und die meisten Punkte haben es natürlich Besonders gemacht. Eine Saison mit vielen tollen Erinnerungen, die für immer bleiben werden.“
Und ab September sollen neue hinzukommen. Am 30. August, einen Tag nach seinem 22. Geburtstag, setzt sich Fischer in Ontario in den Flieger und macht sich - mit Zwischenstationen in Reykjavik und Frankfurt - auf den Weg nach Diez. Dann wird sich zeigen, wie wertvoll 146 Punkte in 40 Spielen in der GMHL sind.
| www.icehockeypage.de | Informationen zum Thema | ||
|
- Regionalliga West - Matt Fischer - |












