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September 26
                         
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  KURZNACHRICHTEN  

           
   
Harsefeld Tigers
(RLNO)  Allrounder Alexander Källgren verlässt den TuS. Man konnte sich nicht auf eine weitere Zusammenarbeit verständigen. Dafür wurde mit August Sandell ein neuer Stürmer vorgestellt. Der 24-jährige Schwede spielte zuletzt in der dritthöchsten Liga seines Heimatlandes für Järfälla HC
  
Zweibrücken Hornets
(BWL)  Der EHC hat Verteidiger Filip Varga verpflichtet. Der 19-jährige Slowake wechselt aus der DNL vom EV Landshut zum EHC wo er seine erste Saison im Seniorenbereich bestreiten wird
  
Passau Black Hawks
(OLS)  Die Black Hawks intensivieren ihre Kooperation mit den Eisbären Regensburg. Die Oberpfälzer haben Dmitrij Haberling, Marks Jirgensons und Pepino Langmeier mit Förderlizenzen für Passau ausgestattet. Ausserdem erhalten die DNL.Spieler Arthur Milic, Jakob Meißner, Jan-Luka Meißner und Jason Arzt Spielberechtigungen für den Oberligisten
  
Harzer Falken
(RLNO)  Die Kassel Huskies haben den jungen Torhüter Alexander Pankraz mit einer Förderlizenz für Braunlage ausgestattet
  
Weserstars Bremen
(RLNO)  Torhüter Marc Siebels, der letztes Jahr aus Fürstenfeldbruck nach Norddeutschland zurückkehrte, wird auch in der neuen Saison zum Goalie-Team der Wesesrstars gehören
 
Neusser EV
(RLW)  Kurzfristig hat Stürmer Jordi Cuena Pazos um Auflösung seines Vertrages gebeten
 
Forst Nature Boyz
(BLL)  Als nächstes hat Torhüter Thomas Zimmermann seine weitere Zusage beim SC gegeben. Der 25-Jährige wird bereits in seine vierte Saison für die Nature Boyz gehen
  
Wanderers Germering
(BLL)  Stürmer Leopold Inselkammer wird auch in der neuen Saison das Trikot der Wanderers tragen. Der 24-Jährige absolvierte zuletzt 14 partien und konnte dabei ein Tor erzielen
  
Black Eagles Reutlingen
(BWL)  Stürmer Waldemar Wehrle wird aus privaten Gründen die TSG verlassen und wird sich einem Landesligisten anschliessen
  
Straubing Tigers 
(DEL)  Verteidiger Moritz Kukuk wird langfristig und auf unbestimmte Zeit krankheitsbedingt nicht zur Verfügung stehen
  
Wölfe Freiburg
(DEL2)  Der schwedische Stürmer Fabian Ilestedt hat sich eine Unterkörperverletzung zugezogen und wird für mehrere Wochen ausfallen
  
Hannover Scorpions
(OLN)  Verteidiger und Dauerbrenner Andy Reiß wird keinen neuen Vertrag mehr in der Wedemark erhalten. Ob er seine aktive Laufbahn beenden wird, oder zu einem anderen Verein wechselt, steht derzeit noch nicht fest
  
Rostock Piranhas
(OLN)  Stürmer Victor Knaub, der zuletzt als Tryout dabei war, hat sich mit guten leistungen für einen Vertrag bis zum Saisonende empfehlen können. Zudem wurde bekannt, dass sich Verteidiger Eric Gollenbeck eine schwerwiegende Verletzung zugezogen hat und operiert werden muss. Er wird in dieser Saison wohl nicht mehr aufs Eis zurückkehren können. Daher sondieren die Verantwortlichen bereits den Transfermarkt
  
EV Berchtesgaden
(BBZL)  Der EVB geht mit einer nahezu unveränderten Mannschaft in die nächste Bezirksligasaison. Alle Spieler haben ihre weitere Zusage gegeben. neuzugänge gibt es keine zu vermelden
  
EV Fürstenfeldbruck
(BLL)  Die Stürmer Ricardo Felder, Fabian Köhler, Kevin Melcher, Benedikt Pfeil und Dennis Tausend werden auch in der nächsten Saison wieder für den EVF auflaufen. Ausserdem wechselt Stürmer Dmitri Metelkov vom ERSC Ottobrunn nach Fürstenfeldbruck. In der letzten Saison konnte der 27-jährige Russe in 17 Partien 8 Tore und 8 Assists erzielen
  
Crocodiles Hamburg
(RLNO)  Verteidiger Paul Mattwich kehrt zu seinem Heimatverein zurück. Der 26-Jährige spielte in den letzten Jahren in der Landesliga Bayern für den EHC Bayreuth. Zuletzt konnte er dabei in 25 Partien 9 Vorlagen beisteuern
  
ESV Gebensbach
(BBZL)  Der ESV wird mit fünf Neuzugängen in die nächste Saison gehen. Dabei handelt es sich um die beiden tschechischen Stürmer David Machac und Marek Olejnik, Patrick Riedl, der vom ERC Regen kommt, sowie um Jannik Schumann und Anton Angermeier, die aus dem Erdinger Nachwuchs zum ESV wechseln
  

   

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Interview mit GEG-Vorstand: „Gehen den Grefrather Weg“

(RLW)  Beim Grefrath Phoenix gehen die Saisonvorbereitungen allmählich in die finale Phase. Zeit, um die aktuelle Situation bei den Blau-Gelben mal genauer unter die Lupe zu nehmen. Fünf Wochen vor dem Saisonstart hat GEG-Pressebeauftragter Daniel Randerath das Vorstands-Duo Sandra Schmitz (1. Vorsitzende) und Chrishof Hackstein (2. Vorsitzender) gesprochen und interviewt:

ihp-interview-kleinHallo Sandra, hallo Christof,
nach dem Erreichen der Playoffs und dem vorzeitigen Klassenerhalt in der vergangenen Saison startet die GEG im Oktober in ihre zweite Spielzeit in der Regionalliga West. Die Sommerpause und damit die eishockey-lose Zeit neigt sich allmählich dem Ende entgegen. Wie ist die Stimmung im Team und im Verein?


Sandra Schmitz: Im Sommer ist der Kontakt zur Mannschaft immer etwas weniger rege, die Rückmeldungen der Coaches Christian Tebbe und Tilo Schwittek sprechen aber für eine gute Stimmung. Im Gesamtverein sind alle Mannschaften fleißig im Trockentraining unterwegs und fiebern nun dem Eis entgegen. 

Mit den Raptors aus Solingen und den Troisdorf Dynamite haben zwei kleinere Clubs die Regionalliga verlassen. Dafür kommen mit den Rockets aus Diez Limburg und den Eagles aus Essen zwei vermeintlich „große“ Clubs mit zumindest semiprofessionellem Backgrund dazu. Wie sieht man beim Phoenix das vermeintliche Upgrade der Regionalliga?

Interview Sandra Schmitz  Christof HacksteinSandra Schmitz: Tatsächlich skeptisch. Dieses „Upgrade“ bedeutet nicht nur sportlich ein höheres Niveau durch starke und größtenteils Oberliga-erfahrene Spieler, es bedeutet auch, dass die Schere der einzelnen Budgets in der Liga weit auseinander klafft. Dieses Wettrüsten werden wir nicht mitmachen. Zum einen mangels finanzieller Möglichkeiten, zum anderen weil es nicht unserer Idee und Philosophie von Amateurhockey in der Regionalliga entspricht. 

Christof Hackstein: Das eigentliche Ziel dieser Liga sollte vielmehr die Förderung und Entwicklung junger Spieler sein. Was sehen wir stattdessen: Vereine, die mit Geld um sich werfen, Strukturen die zum Teil auf „Pump“ aufgebaut sind und Spieler, die wegen eines Gehaltes den Verein wechseln. 

Teams wie Ratingen, Dortmund und Diez Limburg setzten bei ihrer Kaderplanung auf bis zu vier Kontingentspieler. In Grefrath ist dies anders. Aus gutem Grund? 

Sandra Schmitz: Der erste Grund liegt schlichtweg darin, dass wir weder Gehälter zahlen, noch Wohnraum bieten können und wollen. Alle unteren Ligen inklusive der Regionalliga sind Amateurligen. Die Spieler, die dort zu finden sind, gehen in der Regel einer Arbeit nach und betreiben den Eishockey-Sport als anspruchsvolles Hobby. Vollzeit bezahlte Akteure haben unserer Meinung nach nichts in der Regio zu suchen. 

Christof Hackstein ergänzt: Wir könnten theoretisch das gleiche Spiel mitmachen und ebenfalls Geld bieten – aber wofür? Um kurzfristig einen Kader zu füllen? Damit verraten wir unsere Werte und zerstören die Zukunft unseres Vereins. Meiner Meinung nach haben wir es aktuell mit einem System zu tun, das den Sport schwächt. Spieler mit Oberliga-Potenzial bleiben oft lieber in der Regionalliga, weil sie dort mit weniger Aufwand das gleiche oder sogar mehr Geld verdienen können. Statt sportlich zu wachsen, werden Talente vom schnellen Geld gehalten – das blockiert die eigentliche Aufgabe dieser Liga und schwächt somit den deutschen Eishockeysport nachhaltig. 

Und welche alternativen Strategien verfolgt man beim Phoenix?

Christof Hackstein: Die GEG hat sich immer schon auf die Fahne geschrieben, den Nachwuchs zu fördern. Wir betonen im Nachwuchs immer wieder, dass unser Hauptanliegen darin besteht, dass die Kinder Eiszeit und Spielerfahrung bekommen. Auch bei der Seniorenmannschaft setzen wir darauf, dass junge Spieler bei uns wachsen und aufgebaut werden wollen und unser familiäres Klima ihnen bei der sportlichen und persönlichen Entwicklung hilft. 

Wir gehen unseren Weg. Nennen wir ihn den „Grefrather Weg“. Ehrlich, konsequent und leidenschaftlich. Wir zahlen keine Gehälter, wir setzen auf Nachwuchs und auf Spieler, die aus Leidenschaft, nicht aus Geldgründen aufs Eis gehen. Wir investieren in unsere Jugend, wir bieten Talenten aus der Umgebung eine Chance und Perspektive – und genau das ist der einzige Weg, wie wir den Sport langfristig am Standort erhalten können.

Der Großteil des Vorjahres-Kaders ist bei der GEG erhalten geblieben und wurde punktuell mit jungen Talenten aus der Region verstärkt. Welche sportliche Rolle, traut ihr der Mannschaft in dieser starken Liga zu?

Christof Hackstein: Wir sind in dieser Liga (ohne dies böse zu meinen) der Goldfisch im Haifischbecken. Wie bereits dargelegt, sind die aktuelle Spielerpolitik und die damit verbundenen Rahmenbedingungen für uns nicht realisierbar. Nichtsdestotrotz werden unsere Jungs alles geben und sich sportlich so gut präsentieren wie möglich. Vielleicht können wir den einen oder anderen Großen ärgern, am Ende steht jedoch zu befürchten, dass sich wahrscheinlich die individuelle Klasse der anderen Vereine durchsetzen wird.

Die „Eiszeit“ an der Niers hat sich in den letzten Jahren immer ein Stück weiter verkürzt; beginnt später und endet früher.  In diesem Jahr wird im Grefrather EisSport & EventPark erst Anfang Oktober das Eis erstmals aufbereitet. Ist das ein Problem für den Phoenix?

Sandra Schmitz: Ja natürlich. Manchmal müssen wir uns fragen, ob es sich überhaupt noch lohnt, Eishockeysport zu betreiben, wenn wir noch weniger Eis haben sollten. Wir haben halt gelernt, uns im Laufe der Zeit mit den Gegebenheiten zu arrangieren und das Bestmögliche daraus zu machen. Was man aber auch sagen muss: Wir haben zwar wenig Eis, das aber sehr verlässlich und planbar. 

Wie wird das fehlende Eis in der Vorbereitung kompensiert?

Sandra Schmitz: Der Nachwuchs trainiert fleißig off ice. Vereinzelt wird es im September noch angemietete Eiszeiten geben, die aber durch die Schließung der Eishalle in Wesel noch eingeschränkter sind als in den Saisons davor. Unsere Seniorenmannschaft nutzt Eiseinheiten auf Fremdeis sowie Freundschaftsspiele, um auf das nötige Niveau zu kommen.

Wie hat sich eurer Meinung nach das Umfeld des Eishockey-Standorts Grefrath entwickelt und wo seht ihr noch Entwicklungsspielräume?

Sandra Schmitz: Wir als Vorstand sind überwältigt von dem Zuspruch der Zuschauer und von den gewonnenen Sponsoren, die bereits ihre Zusammenarbeit für weitere 4 Jahre verlängert haben. Hier sind nicht zuletzt die Trikot-Sponsoren „Schnäbler – gesundes Bauen“, „Ullrich-Verpackungen“ und als neuer Partner „Mauritzen Maschinenbau“ zu nennen. Weitere Förderer kommen aus dem Ort und der Region – auch hier setzen wir auf viele kleine Bausteine der regionalen Verbundenheit. 

In den letzten Jahren hat sich das Zuschauerinteresse in Grefrath sehr positiv entwickelt. Im Durchschnitt besuchen mehr als 600 Fans die Heimspiele. Das Eintrittskonzept „Pay what you want!“ scheint ein voller Erfolg zu sein. Warum habt ihr euch vor 4 Jahren für diese Art der Preisgestaltung entschieden?

Sandra Schmitz: Wenn wir vier Jahre zurückblicken spielte unser Phoenix zum Teil vor weniger als 80 Zuschauern, von denen einige zudem noch über Freikarten verfügten. Es war klar, dass diese Entwicklung gestoppt werden musste. Wenn man mit dem Rücken zur Wand steht, greift man zu ungewöhnlichen Maßnahmen. In unserem Fall, waren es aus unserer Sicht mehrere Faktoren, die einen Umbruch möglich gemacht haben. Wir haben neben der Änderung der Bezahlmethode auch auf einen jungen Trainer gesetzt und über Internetpräsenz und Social Media unseren Radius erweitert.

Christof Hackstein: Wir sehen uns als Verein für Jedermann, so soll auch jeder sich einen Besuch bei uns leisten können und einen erlebnisreichen Abend haben. Dass ein Eishockeyspiel auf dem Dorf eher als Event gesehen wird, spielt uns hierbei vielleicht in die Karten.   

Was ist das Risiko dieser Art der Preisgestaltung?

Sandra Schmitz: Da wir keine Gehälter bezahlen müssen, hält sich unser finanzielles Risiko in Grenzen. Dank der Sponsoren sind wir an dieser Stelle weniger auf Zuschauereinnahmen angewiesen als andere Clubs. Unser Finanzplan ist unabhängig von den Zuschauereinnahmen. Wir setzen und zählen auf die Fairness der Zuschauer, die genau wissen, dass ein Spieltag finanziert werden muss und mit der Höhe ihres Eintrittsgeldes nicht nur unseren Spielern sondern auch den Gegnern vermitteln, was ihnen das Event wert ist.  

Also werden die Zuschauer auch in dieser Saison selbst über die Höhe ihres Eintrittspreises entscheiden können?

Sandra Schmitz: Ja – wir halten auch in der Saison 25/26 am Konzept „Pay what you want!“ fest. Wohl wissend, dass dieses Konzept wohl nur auf dem Dorf funktioniert. 

Auf der Jahreshauptversammlung im August wurdet ihr als Vereinsvorstand im Amt bestätigt und einstimmig wiedergewählt. Ihr habt gleichzeitig angekündigt, dass für die Zeit nach dieser Wahlperiode ein neuer Vorstand gesucht wird. Was sind die Hintergründe?

Christof Hackstein: Länger als jeder andere Vorstand haben wir die GEG geführt, wir haben in dieser Zeit viel bewegt und manches erreicht, wovon wir am Anfang nur geträumt hätten. Aber wir glauben auch: irgendwann ist es Zeit, Platz für neue Gesichter, neue Ideen und frischen Wind zu machen. Darum wollten wir rechtzeitig sagen: „mit uns könnt ihr noch zwei Jahre fest planen“. Genau diese Offenheit, Ehrlichkeit und Transparenz zeichnet uns aus. 

Sandra Schmitz: Nach der Saison 26/27 habe ich als 1. Vorsitzende 10 Jahre voll. Zeit, sich vielleicht mal wieder neuen Projekten zu widmen. 

Gibt es bereits neue Interessenten für die Vorstandsarbeit?

Sandra Schmitz: Ja, mit einem Interessenten sind wir in regem Austausch. Weitere sollen folgen. Und dass wir auch über unser Amt hinaus beratend zur Seite stehen werden, haben wir zugesagt. 

Zum Schluss vielleicht noch ein paar Worte an die Phoenix-Fans?

Sandra Schmitz: Wir freuen uns auf jeden einzelnen, den wir auch in dieser Saison wieder im Eisstadion begrüßen dürfen. Nur mit den Fans im Hintergrund können die Jungs auf dem Eis Höchstleistungen abrufen und die Stimmung in der Halle trägt einfach zu einem gelungenen Abend bei. 

Vielen Dank für das Interview und Euch einen erfolgreichen Saisonstart.


  Sonntag 7.September 2025
20:31 Uhr
       
Kaderlisten:
 
     
  Regionalloiga West
  
  
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Bild:
  GEG
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