Heilbronner FalkenHeilbronner Falken stellen Insolvenzantrag
(OLS) Die Gerüchteküche brodelte in den letzten Wochen bereits. Nun steht es fest, die Heilbronner Falken GmbH & Co.KG hat durch den geschäftsführenden Gesellschafter Franz Böllinger einen Antrag auf ein Insolvenzverfahren beim zuständigen Amtsgericht Heilbronn gestellt. Zum vorläufigen Insolvenzverwalter wurd Rechtsanwalt Peter Roeger bestellt.
Eine offizielle Stellungnahme seitens der Heilbronner Falken steht aktuell noch aus. Diverse Anfragen wurden bislang nicht beantwortet.
Den Falken wurde bereits im Sommer zunächst die Erteilung der Oberliga-Lizenz durch den Deutschen Eishockey Bund (DEB) verwehrt. Die Lizenz konnte erst im Nachgang im Juli, vor allem durch die Hilfe der Fans durch Spendengelder im sechstelligen Bereich, gesichert werden.
Bereits im Dezember kamen schon wieder vermehrt Gerüchte über eine finanziell schwierige Lage auf. Offiziell gab es nur wenige Äusserungen dazu, wie es um die Falken tatsächlich bestellt war. Mehrere Versuche die Zahlungsunfähigkeit zu verhindern, scheiterten in den letzten Wochen, trotz zahlreicher Gespräche mit Sponsoren und Gönnern.
Über die Höhe der Schulden ist ebenfalls nichts Offizielles bekannt. Es soll sich um Altasten aus den vergangenen Jahren handeln. Es ist nun bereits die dritte Insolvenz im Heilbronner Profi-Eishockey.
Was der Insolvenzantrag nun für den Fortbestand der Falken und die laufende Spielzeit bedeutet, ist noch nicht klar. Fakt ist, bei einem laufenden Insolvenzverfahren darf Heilbronn nach den Statuten nicht an den Oberliga-Play-Offs teilnehmen.
Unbestätigte Gerüchte besagen, daß es im Hintergrund Planungen für einen weiteren Fortbestand in der Oberliga gibt. Möglicherweise über eine Hintertür. In diesem Szenario könnte der Stammverein, der Heilbronner EC, der als Eisbären Heilbronn in der Regionalliga Südwest angesiedelt ist, als Aufsteiger in die Oberliga aufrücken.
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