Adler Mannheim13 Abgänge und eine Verlängerung
(DEL) Es sind die letzten Wochen der PENNY DEL Saison, denn mit dem Monat April endet auch das Eishockeyjahr 2024/25. Für die Adler Mannheim ist die Spielzeit sportlich bereits seit einer Woche vorbei, im Halbfinale war gegen die Eisbären Berlin Endstation. Doch selbstredend laufen parallel bereits die Planungen für und Vorbereitungen auf die neue Eiszeit. Dabei wurden erste Personalentscheidungen getroffen, die 13 Abgänge und eine Vertragsverlängerung bedeuten.
So werden Arno Tiefensee, Ryan MacInnis, Jordan Szwarz, Stefan Loibl, Daniel Fischbuch, Jyrki
Jokipakka, Fabrizio Pilu, Tim Lovell, Felix Brückmann, Zac Leslie, Austin Ortega, Florian Mnich
und Alexis Gravel die Adler verlassen. Tiefensee entwickelte sich über die vergangenen Jahre zu
einem gestandenen DEL-Schlussmann – und das mit gerade einmal 22 Jahren. Wenig
verwunderlich, dass der großgewachsene Linksfänger 2023 von den Dallas Stars gedraftet wurde
und vor wenigen Tagen seinen Entry-Level-Vertrag in der NHL unterzeichnet hat.
Brückmann seinerseits stand die vergangenen fünf Jahre im Tor der Adler. Es war bereits das
zweite Mannheim-Engagement des heute 34-Jährigen, der bereits von 2008 bis 2014 das Adler-
Trikot überzog. Brückmann, der mit seiner überlegten und bedachten Art stets ein verlässlicher
Ruhepol im Team war, verbuchte die vergangenen Jahre 143 Einsätze im Dress der Adler. Auch
Szwarz ging bereits vier Jahre für Mannheim aufs Eis. Der spielintelligente und bullystarke
Kanadier überzeugte durch seinen unermüdlichen Einsatz. 191-mal lief der Vorzeigeathlet für die
Adler in der DEL auf.
Drei Jahre war zuletzt Stefan Loibl für die Adler aktiv. Der 28-Jährige kehrte nach einem Jahr in
Schweden 2022 wieder nach Mannheim zurück, wo der Stürmer bereits in der Saison 2020/21
unter Vertrag stand. Ebenfalls drei Jahre war Ryan MacInnis ein Adler, der Sohn der NHL-Legende
Al MacInnis hatte allerdings mit vielen Verletzungen zu kämpfen und kam lediglich 116-mal zum
Einsatz. Der gebürtige Mannheimer Fabrizio Pilu wechselte vor drei Jahren aus Nürnberg zurück
in seine Heimatstadt, lief in dieser Zeit 170-mal für Mannheim auf. Seit 2023 gehörten daneben
der finnische Verteidiger Jyrki Jokipakka sowie der deutsche Nationalstürmer Daniel Fischbuch
zum Kader der Adler. Während Jokipakka als ruhiger und abgeklärter Defensivposten für
Ordnung vor dem eigenen Tor sorgte, war Fischbuch mit insgesamt 26 Treffern und 34 Vorlagen
in 106 DEL-Begegnungen ein wichtiger Faktor in der Offensive.
Indes kamen die Defender Zac Leslie und Tim Lovell sowie Angreifer Austin Ortega und Torhüter
Alexis Gravel allesamt vor oder während der aktuellen Saison. Leslie bereitete in seinen 13
Einsätzen fünf Treffer vor, während Ortega in 13 Begegnungen drei Tore und fünf Vorlagen
sammelte. Youngster Lovell kam indes nicht zum Einsatz, Gravel stand zweimal zwischen den
Pfosten. Torhüter Mnich war unterdessen seit 2019 Teil der Adler-Organisation, verletzte sich
allerdings 2023 schwer. Durch harten Kampf und eisernen Willen kämpfte sich der heute 25-
Jährige ins Eishockeygeschäft zurück, wechselte vor wenigen Monaten zum DEL2-Club nach
Crimmitschau.
Neben den Abgängen konnten die Adler ihren Topscorer der abgelaufenen Spielzeit an sich
binden. Luke Esposito wird demnach auch im kommenden Jahr für den Hauptrundenvierten
auflaufen. Der 31 Jahre alte US-Amerikaner, der aus Augsburg nach Mannheim kam, ist läuferisch
und technisch versiert, verbuchte in 59 Partien 16 Tore und 24 Vorlagen. Darüber hinaus sind die
Adler noch mit Markus Hännikäinen, Paul Mayer und Nick Cicek in Gesprächen über einen
möglichen Verbleib. „Paul ist ein junger Verteidiger, bei dem die Entwicklung im Fokus steht. Wir
wollen sicherstellen, dass der Plan für Paul und die Adler der beste ist. Markus hat in diesem Jahr
die Erwartungen übertroffen und ist eine Führungspersönlichkeit in unserem Team. Wir werden
die Gespräche fortsetzen, während wir unser Team aufbauen. Nick wird von mehreren NHLTeams
beobachtet, die sich nach ihm erkundigt haben. Auch er gehört zu den
Führungspersönlichkeiten in unserem Team und ist einer unserer beständigsten Spieler. Wir
wollen seine Möglichkeiten in der NHL respektieren und werden weiterhin in Kontakt bleiben, um
zu sehen, ob es eine Möglichkeit gibt, ihn zurückzuholen“, äußert sich Cheftrainer und Manager
Dallas Eakins zum aktuellen Stand der Gespräche.
Ein gültiges Arbeitspapier für die kommende Saison besitzen Tobias Fohrler, John Gilmour, Leon
Gawanke, Lukas Kälble, Kristian Reichel, Eric Uba, Kris Bennett, Matthias Plachta, Samuel
Soramies, Yannick Proske, Tom Kühnhackl, Marc Michaelis, Maximilian Heim und Leon
Willerscheid. „Wir freuen sich darauf, dass unsere zurückkehrenden Spieler unser Wachstum in
kultureller und sportlicher Hinsicht fortsetzen. Die Sommerpause ist keine wirkliche Pause. Sie
ist eine Gelegenheit, sich in allen Bereichen unseres Spiels zu verbessern, und wir wissen, dass
unsere Spieler stets bemüht sind, sich weiterzuentwickeln“, so Eakins abschließend.
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