Rettung des EV Füssen ist gescheitert - Insolvenzantrag soll am Montag gestellt werden(OLS) Die Rettung des wirtschaftlich stark angeschlagenen Oberligisten EV Füssen ist gescheitert. Nachdem die beiden Interessengruppen (aus Füssen und Kaufbeuren) inzwischen beide von ihrem Vorhaben den allgäuer Traditionsverein zu übernehmen abgesehen haben, bleibt dem geschäftsführenden Vorstand Jürg Tiedge nichts anderes als der bittere Gang zum Amtsgericht übrig, um eine Insolvenzverschleppung zu vermeiden. Dies soll nach Angaben von Tiedges Rechtsanwalt Uwe Harnos am kommenden Montag geschehen.
Letztendlich waren die Verbindlichkeiten von rund 430.000 Euro zu hoch für eine Übernahme durch die Interessengruppen. Nachdem die Gruppe aus Füssen bereits vor einer Woche aufgegeben hat, erklärten am Freitag auch die Gesellschafter aus Kaufbeuren, daß der finanzielle Aufwand zu hoch sei.
Bis Montag wollte der Deutsche Eishockey Bund (DEB) und Ligenleiter Oliver Seeliger schriftliche Vereinbarungen und einen Weg wie der EVF seine Schulden abbauen wird. Dieser Termin wäre die letzte Möglichkeit für die Allgäuer um noch in der Oberliga antreten zu können.
Doch daraus wird nichts, sollte es zum Insolvenzantrag kommen. Dieser bedeutet automatisch den Entzug der Lizenz und den damit verbundenen Zwangsabstieg in den Landesverband. Um noch eine Möglichkeit auf Senioren-Eishockey in Füssen in der Saison 2015/2016 zu haben, müsste dann sehr zeitnah ein neuer Verein gegründet werden. Dieser würde dann vorraussichtlich in der Bezirksliga Bayern beginnen.
Für die Oberliga Süd bedeutet die Insolvenz des EV Füssen der Wegfall eines wichtigen und langjährigen Standorts. Somit werden in der Saison 2015/2016 maximal elf und im schlechtesten Fall lediglich zehn Mannschaften zur Verfügung stehen, ganz davon abhängig, ob mit dem wirtschaftlichen DEL2-Absteiger EVL Landshut ein weiterer Traditionsverein in den niederungen des Eishockeys verschwindet.
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